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Kaltes Land

 

North Country, 2005

 
Poster zu 'Kaltes Land' kaufen
deutscher Start:2006
Herstellungsland:USA
Regie:Niki Caro („Whale Rider“)
Drehbuch: Michael Seitzman, Clara Bingham (Buch), Laura Leedy (Buch)
Darsteller:Charlize Theron, Frances McDormand, Sean Bean u.a.
Verleih:

Warner Brothers
Genre:

Drama
Länge:126 Minuten
FSK: ab 12 Jahren
Website:

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Inhalt:


Nach dem Scheitern ihrer Ehe kehrt Josey Aimes (Charlize Theron, „Monster“) in ihre Heimat im Norden Minnesotas zurück – sie träumt von einem besseren Leben für sich und ihre beiden Kinder. Ihre Freundin Glory (Frances McDormand, „Fargo“) arbeitet als eine von wenigen Frauen im Bergbau, und sie vermittelt Josey eine Stelle in der Grube.

Bild 1 zu Kaltes Land
Eine starke Frau: Josey Aimes (Charlize Theron) arbeitet in der Grube.

Josey stellt sich auf die oft gefährliche Knochenarbeit ein, aber wirklich unerträglich sind nur die Belästigungen, denen die Frauen durch ihre männlichen Kollegen ausgesetzt sind. Es kommt zu Auseinandersetzungen, und Joseys Mut inspiriert schließlich auch ihre Kolleginnen, sich gegen die diskriminierende Behandlung durch die Minengesellschaft aufzulehnen.

Kritik:


„Kaltes Land“ dürfte eine von nur wenigen Verfilmungen eines juristischen Werkes sein. Clara Bingham (Journalistin) und Laura Leedy Gansler (Anwältin) schrieben gemeinsam den Tatsachenroman „Class Action: The Landmark Case That Changed Sexual Harassment Law“, der auf dem Fall beruht, der Frauen die Möglichkeit eröffnete, wegen sexueller Belästigung vor Gericht zu ziehen. Ein wichtiger Schritt in der US-Rechtsgeschichte und auf dem Weg zur heute noch immer nicht ganz erreichten Gleichberechtigung. Angenommen hat sich dieses wichtigen Themas nun „Whale Rider“-Regisseurin Niki Caro. Trotz der Unterstützung durch ein großartiges Schauspieler-Ensemble wurde sie aber gleich bei ihrem ersten US-Film so sehr von den dunklen Seiten Hollywood vereinnahmt, dass das Ergebnis gegen alle Erwartungen sehr mau ausfällt.

Bild 2 zu Kaltes Land
Josey sucht Mitstreiter für eine Klage gegen ihren Arbeitgeber.

Wie schon bei ihrer Oskarrolle in „Monster“ beweist Carlize Theron auch in „Kaltes Land“ wieder Mut zur Hässlichkeit. Wurde dieser Mut aber in „Monster“ noch fälschlicherweise für gutes Schauspiel gehalten, ist das ehemalige Modell nun mit „Kaltes Land“ endgültig bei den Besten ihres Fachs angekommen. Wenn sie die allein erziehende Mutter Josey spielt, die mit aller Kraft und gegen alle Widerstände für ihre Kinder und eine gemeinsame Zukunft kämpft, scheint trotz aller Energie und Stärke immer auch ein großes Maß an Verletzlichkeit hindurch. Aus der weiteren Cast, die ihre Sache durchweg sehr gut macht, sticht vor allem Frances McDormand heraus. Sie spielt Joseys Freundin Glory, die einzige von den Männern akzeptierte Mitarbeiterin in der Miene, die sich aber langsam ihrer schleichenden Krankheit ergeben muss. Mit genau der richtigen Mischung aus Härte und Weiblichkeit, sich aufgeben und Kampfeist wird ihre Performance lange im Gedächtnis bleiben. Auch wenn ihre Figur eher vom eigentlichen Thema des Films ablenkt.

Bild 3 zu Kaltes Land
Es dauert lange, bis ihre Eltern Josey beistehen.

Die großen Schwächen des Films sind allesamt der Regisseurin Niki Caro und ihren Drehbuchautoren zuzuschreiben. Zum einen muss man die Charakterisierung der Männer in „Kaltes Land“ schon fast als Karikatur bezeichnen. Dass die Mienenarbeiter allesamt als geifernde Volldeppen dargestellt werden, ist anbetracht der Aussage des Films ja noch verständlich. Über das Ziel hinausgeschossen ist Caro aber damit, die übrigen männlichen Rollen, sprich die von Sean Bean und Woody Harrelson, als Typen mit harter Schale und Teddybären-Kern als Gegenmodell anzulegen. Immerhin geht es in „Kaltes Land“ um die Anprangerung von sexueller Belästigung und nicht um die Umerziehung von normalen Männern in verständnisvolle, in allen Lebenslagen unterstützende Frauenversteher. Diese Rollen würden eher in eine Rosamunde Pilcher Verfilmung als in ein Drama mit ernstzunehmender Aussage passen.

Bild 4 zu Kaltes Land
Josey zusammen mit ihrem Anwalt Bill White bei der entscheidenden Anhörung.

Zum anderen versucht Caro ihre Geschichte mit aller Kraft in eine typische Hollywood-Dramaturgie zu pressen, wodurch das letzte Bisschen Ernsthaftigkeit den Bach runter geht. Am deutlichsten wird dies an der Figur von Joseys Vater Hank (Richard Jenkins, „Absolut Power“). Zunächst verachtet er seine Tochter für das Scheitern ihrer Ehe und den Job in der Miene. Keinen Zentimeter rückt er von seinen Ansichten ab, bis er bei einem Gewerkschaftstreffen vor der versammelten Belegschaft aufsteht und sich neben seine Tochter stellt. Ein ergreifender Moment – vielleicht, aber ernst zunehmen – auf gar keinen Fall. Und wie Caro es geschafft hat, die Dramaturgie soweit zu verbiegen, dass der Showdown-Prozess doch tatsächlich durch eine Eishockey-Halbzeitansprache von Harrelson entschieden wird, bleibt wohl für immer ihr Geheimnis.

Fazit:


Natürlich unterstützt „Kaltes Land“ einen gerechten Kampf. Er geht dabei aber so manipulativ und ungelenk vor, dass seine Aussage einfach verpufft.
 

Bewertung[?]::

Userbewertung:

Autor:

Christoph

Eingetragen am:

28.12.2005

Aufgerufen:

9811 Mal

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