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 | John Rambo |  | | |
Rambo, 2008 | |
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| deutscher Start: | 2008 | | Herstellungsland: | Deutschland/USA | | Regie: | Sylvester Stallone ("Staying Alive") |
| Drehbuch: |
Art Monterastelli, Sylvester Stallone, David Morrell |
| Darsteller: | Sylvester Stallone, Julie Benz, Matthew Marsden u.a. | | Verleih: | 14.02.2008 | | Genre: | Action/Thriller | | Länge: | 90 Minuten | | FSK:
| ab 18 Jahren |
| Website: | Link aufrufen | | Günstig DVD, Video, Buch oder Soundtrack zu "John Rambo" | 
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Inhalt:
John Rambo (Sylvester Stallone) hat sich in den Norden Thailands zurückgezogen. Er lebt allein im Bergdschungel, angelt Fische, fängt und verkauft Giftschlangen. Die Begegnungen mit Sanitätern, Rebellen und Flüchtlingen auf ihrem Weg durch das Kriegsgebiet interessieren ihn nicht.
"Lebe für nichts, oder stirb für etwas!" Das ändert sich jedoch, als eine Gruppe Missionare den "amerikanischen Flusslotsen" aufsucht und ihn überredet, sie über die nahe Grenze nach Myanmar zu bringen, wo sie Burgerkriegsopfern helfen wollen. Als die Missionare nicht zurückkehren, erklärt Rambo sich bereit, eine Gruppe Söldner anzuführen, die die Verschollenen zurückholen will. |
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| Kritik:
20 Jahre lang mussten Fans des Action-Genres auf diesen Moment warten…John Rambo, ein Mann der wenigen Worte, metzelt sich wieder ohne Gnade durchs Kriegsgebiet. Nachdem Sylvester Stallone „Rocky Balboa“ letztes Jahr in Rente schickte, wird nun einer weiteren berühmten Kunstfigur der 80er Jahre neues Leben eingehaucht. Nach den eher mäßigen Fortsetzungen besinnt sich unser Kriegsveteran wieder zurück auf altbekannte Werte. In dem Fall das Töten und die Liebe zu einem einfachen Weltbild. Ganz nach der amerikanischen Politik zeichnet der nunmehr vierte Teil eine einfache Grenze zwischen Gut und Böse, und das mit wenig Worten. In den Mittelpunkt gerückt wird Burma. Hier hat sich unser Held, einst die frühere Geheimwaffe der amerikanischen Streitkräfte, zur Ruhe gesetzt. Auch sein Job ist nunmehr eher ungefährlich im Vergleich zu damals, denn sein Lebensabend bestreitet John mit dem Fangen von giftigen Schlangen und dürftiger Schmiedekunst. Genau wie im Vorgänger setzt die Story auf aktuelle politische Ereignisse, wenngleich sie nur als Vorwand dienen um ein Kriegsszenario zu installieren. In „John Rambo“ spaltet ein Bürgerkrieg das Land. Ähnlich wie in der realen Welt finden ethnische Säuberung statt bei dem keiner geschont wird. Dementsprechend fällt ein Großteil des Filmes drastisch aus. Um John aber wieder in den Kampf ziehen zu lassen, bedarf es etwas anderes als ein notleidendes Volk. Eine Gruppe naiver Missionare bitte ihn darum von seinem fragwürdig stabilen Boot ins Krisengebiet geschippert zu werden.
John Rambo im Einklang mit der Natur - hier beim "angeln". Naiv ist es sicher nicht, dass eigene Leben zu riskieren um Menschen zu helfen, eher mutig und beispielhaft. Was aber arg stört sind die haarsträubenden Dialoge die der Gruppe eine eher unbedachte Einstellung bescheinigen. Um das zu verdeutlichen bedarf es nur die Beschreibung einer Szene in dem Piraten John auffordern die Frau des Expeditionsteam zu übergeben. Natürlich ist der Veteran ganz anderer Meinung und beantwortet die Bitte angemessen. Statt aber Dankbarkeit zu empfangen, ist ein Mitglied der Gruppe danach total angewidert und würde lieber ein Plakat hochhalten auf dem steht „Gewalt ist doch keine Lösung!“. Dabei ist seine Freundin knapp einer mehrfachen Vergewaltigung und er den sicheren Tod entgangen. An sich legt das Drehbuch wenig wert auf intelligente Interaktion zwischen den stereotypen Charakteren. Ein Punkt den ich wirklich schade finde. Klar erwarte ich keine tiefgreifenden Gespräche um politische Themen, aber etwas mehr Mühe hätten sich Sylvester Stallone und Sheldon Lettich geben können. Nur weil Kenner ein action-lastiges Skript erwarten, dürfen essentielle Teile darin nicht lapidar abgearbeitet werden.
Wer nicht hören will, muss fühlen! Bilder sprechen Bände und Stallone setzt vollends darauf. Die gezeigten 90 Minuten sind ein Paradebeispiel dafür in wie weit das Medium Film mittlerweile bereit ist Gewalt zu kompensieren.
Wer ein eingefleischter Fan ist, weiß das die Reihe niemals dafür konzipiert wurde mit der moralischen Keule herumzuschwingen. Ich bezweifele sogar, dass ein Gross der Zuschauer überhaupt versuchen würde über das Thema nach Abspann länger als 5 Minuten nachzudenken und zu diskutieren. Für meinen Geschmack sollte Gewalt nur Platz im Film gegeben werden, wenn ein gewisser Sinn dahinter steckt, aber nie zum Selbstzweck. Jedenfalls nicht mit dem ernsthaften Hintergrund wie es „John Rambo“ tut. Vordergründig steht bei der Reihe die Unterhaltung, nicht die Kritisierung diverser Gruppierungen. Das stellt letztendlich ein Knackpunkt dar an dem sich die Geister scheitern. Unabhängig davon ist es Sylvester Stallone in dem relativ kurzen Streifen gelungen zu schockieren. Handgemachte Special-Effects und penibel strategisch geplante Explosionen halten einen auf Trab. Kurz gesagt, Rambo is back. Ein Mann der Tat, dessen Interaktion mit dem Gegner mit Realismus wenig zu tun hat und weswegen die martialischen Kämpfe, in denen er verwickelt wird, kaum ernst zu nehmen sind. Ja, man kann in solchen Szenen lachen und hoffen, dass dies vom Meister selbst gewünscht wurde. Die übertriebene Darstellung und Stilisierung vom unbesiegbaren Soldaten lassen selbst Chuck Norris alt aussehen. Auch die harten Sequenzen verschwinden so schnell in dem zügigen Schnittmuster und sind derart grausam, dass für das Publikum seltsamerweise eine sichere Distanz zu den Opfern entsteht. Diese verpuffen zu lassen gelingt zum Beispiel im Film „Savior“.
Rambo hat sein Handwerk nicht verlernt. Der Charakter John Rambo erfährt wenig neue Facetten. Er ist und bleibt äußerlich ein Gefangener seiner inneren Kälte und den Erfahrungen aus dem Krieg. Zwar blitzt ein wenig Hoffnung und wenn nicht sogar ein Gefühl der Zuneigung gegenüber der Missionarin Sarah Miller auf, wird aber Gott sei dank gegen Ende im Keim erstickt. Eine Love-Story wäre auch der Todesstoß gewesen. Stattdessen zeigt John erneut – der Kampf ist und bleibt sein Leben. Das ist es, was er am besten kann. Und das ist es was Sylvester Stallone verkörpert. Ein harter Brocken mit finsterer Miene. Auch wenn zwei Jahrzehnte mehr auf seinen Schultern mittlerweile lasten, liefert Stallone eine herausragende Performance. Gut viel verlangt die Figur nicht ab, von der physischen Fitness abgesehen, dennoch hätte es anders kommen und ein unmotivierter Sly die MG bedienen können. Der restliche Cast sticht nicht besonders heraus. Die Rollen sind ehrlich gesagt auch nur reines Füllmaterial, um wenigstens ein wenig Geschichte erzählen zu können. |
| | Fazit: Es ist traurig und erneut ein Beweis für die Zensurmentalität in Deutschland, dass trotz einer FSK 18 Kennzeichnung die Originalfassung nicht unbeschadet über den Schnitttisch ging. Dies fällt ins besonders auf, wenn einem die US Trailer bekannt sind. Der Ruf nach dem Ende der Bevormundung erwachsener Menschen ging wieder ins Leere. Nichtsdestotrotz bleibt der Kinogang ein Erlebnis. Es sollte die Chance genutzt werden wie bei Rocky, auch den 80er Kultstar John Rambo nochmal auf der Großleinwand erleben zu dürfen. Die Meidung der später erscheinenden deutschen DVD sollte selbstverständlich sein! |
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