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Im Feuer

 

Ladder 49, 2004

 
Poster zu 'Im Feuer' kaufen
deutscher Start:2005
Herstellungsland:USA
Regie:Jay Russell ("Mein Hund Skip")
Drehbuch: Lewis Colick
Darsteller:Joaquin Phoenix, John Travolta, Jacinda Barrett u.a.
Verleih:

Buena Vista, Touchstone
Genre:

Action/Drama/Thriller
Länge:115 Minuten
FSK: ab 12 Jahren
Website:

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Inhalt:


Flammendes Inferno in einem Hochhaus in Baltimore. Wie so oft in seiner Laufbahn ist Feuerwehrmann Jack Morrison von der Einheit 49 der Erste, der in die Flammen stürmt, um Überlebende zu retten. Er kommt keine Sekunde zu früh: Gerade noch gelingt es Jack, einen Mann aus einem der oberen Stockwerke in die rettende Sicherheit abzuseilen, da wird er selbst von einer Explosion drei Etagen tief mitten in den Schlund des Brandes geschleudert.

Bild 1 zu Im Feuer
Sie riskieren ihr Leben ,um Menschen zu retten - die Einheit 49 aus Baltimore.

Benommen bleibt er immer stärker von dem tobenden Feuer bedrängt, liegen und lässt dabei die wichtigsten Stationen seines Lebens Revue passieren. Sein Vorgesetzter und langjähriger Freund Mike Kennedy lässt inzwischen draußen nichts unversucht, seinen besten Mann zu retten - und setzt dabei das eigene und das Leben seiner Männer aufs Spiel...

Kritik:


In zwei Punkten kann man sich bei Amerika sichern sein: ihre Großspurigkeit und den unübersehbaren Patriotismus. Im Winde wehende Flaggen, ob am Anfang, Ende oder zwischendrin, sind oft ein treuer Wegbegleiter in Filmen aus dem Land der mittlerweilen stark begrenzten Möglichkeiten. So verwundert es auch nicht, dass „Im Feuer“ sämtliche Klischees erfüllt, nachdem das Bush-Volk lechzte, als im September 2001 das World Trade Center terroristischen Anschlägen zum Opfer fiel. Wer möchte schon ein abweichendes Bild der heroischen Feuerwehrmänner sehen, die nach der Katastrophe einen wahren Schub an Respekt ergattern konnten. Zu Recht, keine Frage, begründet aber dennoch nicht diesen exzessiven Gebrauch von Dramatik bis an die Schmerzgrenze, die Regisseur Jay Russell („Tuck Everlasting“) hier serviert. Autor Lewis Colick („Beyond the Sea“) gab sein Bestes großartige Spannung und Unterhaltung im Keim ersticken zu lassen. Unter diesen Umständen hilft auch „kein typisches gutes Ende“, wie mein Videothekar vor kurzen meinte. Zu Mal Anti-Happy-Ends keinen mehr vom Hocker reißen.

Bild 2 zu Im Feuer
Jack Morrisons Traumberuf ist ein verdammt heißes Pflaster.

Schuld an dem Desaster ist die unsinnig Wahl der Erzählstruktur, ich taufe sie mal, „Erinnerungs“-Prinzip. Im Stile von „Der Soldat James Ryan“ schwelgt der im Gebäude gefangene „Firefighter“ Jack Morrison (Joaquin Phoenix, „Gladiator“) immer wieder in Gedanken und stochert für den Zuschauer in seiner Vergangenheit rum - seine Ankunft bei der Wache, der erste gelöschte Brand, und so weiter. Da wir es nun aber nicht mit einem ungefährlichen Beruf zu tun haben und die Jungs fortwährend in lebensbedrohliche Einsätze geraten, ist man ziemlich benachteiligt mit dem Wissen, dass die Hauptfigur bis zum Anfangs gezeigten Zeitpunkt jede Situation garantiert überleben wird. Robert Rodat hatte das in seinem Kriegsepos wesentlich cleverer gelöst und der Schlüsselfigur erst zum Schluss einen Namen gegeben. Optimistisch betrachtet ist das kein filmischer Genickbruch, doch hinzukommt eine Story ohne großartige überraschende Wendungen und die dazugehörige vor Freundschaft und Liebe strotzende Atmosphäre. Wenn man „Im Feuer“ glauben schenken mag, gibt es keinerlei Konflikte in Feuerwachen und wenn, sind die spätestens nach einem kleinen Faustkampf im Keim erstickt, wofür sogar der grimmige Gegner im betrunkenen Zustand Verständnis zeigt. Morrison wieder immer wieder aufgefangen und verweilt nur kurz in Depressionen. Soll das den wahren Feuerwehrmann darstellen? Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass alle so ein leichtes Leben haben, besonders die Männer vom 9.11. .Alle verstehen sich super und wenn eins, zwei Kollegen über die Klinge springen, ist das zwar traurig, aber zum aufhören bewegt das keinen, man ist ja schließlich geboren, um Menschen zu helfen. Sorry, aber wer besitzt soviel Selbstlosigkeit, besonders wenn man eine Frau und zwei Kinder hat. Lewis Colick wählte hier einen zu bequemen Weg.

Bild 3 zu Im Feuer
Kann man bei diesem süßen Baby nicht die eigenen Ideale unterordnen?

„Im Feuer“ ist trotz Beanstandungen meinerseits kein grottenschlechter Film, denn die akzeptablen Leistungen von Joaquin Phoenix und John Travolta (Captain Mike Kennedy) zwischen den schnell langweilig werdenden Einsätzen, sind echte Rettungsanker. Ihr Charme, Witz und Popularität als Schauspieler hielten mich bis zum Schluss an der Stange und kitzelten sogar eine traurige Miene aus mir heraus - woran die schottischen Klänge als musikalische Untermalung nicht ganz unschuldig waren. Joaquin Phoenix verwickelt einen emotional ab der ersten Minuten in die Story, ungeachtet des farblosen Charakters Jack. Und obwohl weitere Figuren in seinem Leben hinzu stoßen, fällt einzig Travolta aus dem öden Raster heraus und gibt immer wieder Anstoß zum weiterschauen. Fairerweise sollte noch Jacinda Barrett (Linda Morrison) erwähnt werden, aber auch sie leidet unter einer schwachen Persönlichkeit im Film. Muss sie eine verständnisvolle Frau mimen, dessen einzige Auflehnung gegen ihren Ehemann aus 3-4 Szenen besteht. Dessen Entscheidung gegen sie und ihre Kinder scheint dann einzig nur dem Zuschauer sauer aufzustoßen.

Bild 4 zu Im Feuer
Der Tod ist in Großstädten ein ständiger Begleiter der Feuerwehrmänner.

Aus optischer Sicht leistet Regisseur Jay Russell gute Arbeit. Die Kombination aus der soliden Kameraführung, einigen imposanten Rettungsaktionen und Unmengen an beängstigenden Feuerzungen trösten gewiss nicht ganz über die Schwächen hinweg, nehmen aber ein beträchtliches Maß der sonst zeitweiligen Langweile weg. Ausdrücklich lobenswert ist das Aufgebot während der Trauerfeiern, aber bei 74$ Millionen Drehkosten sind solche Details Pflicht. Feuerwehr-Fans werden ihren Spaß dran haben.

Fazit:


„Im Feuer“ ist für Melodrama-Liebhaber ein Muss, denn aus der Perspektive ist der zweistunden Film im oberen Mittelfeld anzusiedeln, wenn nicht der Aufbaupatzer in der Geschichte wäre, worüber ohne weiteres hinweggesehen werden kann – die Melancholie bleibt. Ich hab mich aber von solcherart Streifen satt gesehen, Pathos im Übermaß war noch nie mein Fall, und verweile daher bei 2.5 Filmklappen.
 

Bewertung[?]::

Userbewertung:

Autor:

Tamas

Eingetragen am:

26.07.2005

Aufgerufen:

12027 Mal

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Weitere Kritik:

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