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Ich und Du und Alle, die wir kennen

 

Me And You And Everyone We Know, 2005

 
Poster zu 'Ich und Du und Alle, die wir kennen' kaufen
deutscher Start:2006
Herstellungsland:USA
Regie:Miranda July
Drehbuch: Miranda July ("Nest of Tens")
Darsteller:John Hawkes, Miranda July, Miles Thompson u.a.
Verleih:

Celluloid Dreams, Alamode
Genre:

Drama/Komödie
Länge:91 Minuten
FSK: ab 6 Jahren
Website:

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Inhalt:


Christine Jesperson ist eine einsame Künstlerin, die ihr Geld als Taxifahrerin für Rentner verdient und ihre ganz eigene Videokunst nutzt, um sich den Dingen zu nähern. Richard Swersey, ein Schuhverkäufer, frischgebackener Single und Vater von zwei Kindern, bereitet sich auf tolle Dinge vor, die seiner Meinung nach nun geschehen sollten. Als er schließlich aber Christine kennenlernt, packt ihn in die blanke Panik.

Bild 1 zu Ich und Du und Alle, die wir kennen
Christine, die einsame Künstlerin (Miranda July)

Seine Söhne machen gerade ihre ersten Erfahrungen in Sachen Liebe und Sexualität: Der siebenjährige Robby beginnt eine Internet-Romanze mit einer Fremden und sein sieben Jahre älterer Bruder Peter wird von zwei Klassenkameradinnen als Versuchskaninchen missbraucht.

Kritik:


....,,,,;;;;..;;...,,, Punkte, Kommata und Semikolons tippt Peter in den Computer ein und verblüfft damit seinen kleinen Bruder Robby, der zwar auch schon weiß, dass man mit diesen Zeichen auf Computer-Bildschirmen tolle Bilder malen kann, den Sinn von Peters neuesten Übung allerdings nicht versteht. „Das sind Menschen von oben“, erklärt Peter. „Manche stehen, andere liegen und das hier sind Menschen, die neben liegenden Menschen stehen.“ Miranda Julys in Cannes preisgekröntes Erstlingswerk „Ich und Du und alle, die wir kennen“ kann man durchaus als Verfilmung dieses Bildes bezeichnen. Der Zuschauer nimmt die Vogelperspektive ein und sieht Menschen beim verzweifelten Versuch zu, mit anderen zu interagieren. Miranda July ist eine bereits angesehene Künstlerin und stellte schon im Museum of Modern Art in New York aus. Jetzt stellt sie ihr erstes großes Film-Projekt vor – und übernimmt dabei gleich Drehbuch, Regie und die Hauptrolle.

Bild 2 zu Ich und Du und Alle, die wir kennen
Schuhverkäufer Richard (John Hawkes)

Das Ergebnis ist alles andere als ein 0815-Episodenfilm: Vielmehr unterscheidet er sich trotz der ähnlichen Machart doch sehr von Filmen wie Magnolia, sind die Protagonisten hier doch nicht einander vollkommen fremde Menschen – die Verbindungen sind von Anfang an klar. Christine Jesperson, die Video-Künstlerin, verliebt sich in Richard Swersey (John Hawkes, „Identität“), den Schuhverkäufer, der nach der Trennung von seiner Frau mit seinen beiden Söhnen Peter und Robby umziehen muss. Das ist der Hauptteil des Films, in Nebensträngen lernen wir die altkluge Nachbarin der Swerseys und zwei pubertierende Teenager aus Robbys Klasse kennen. Von diesem Hintergrund ausgehend entfaltet sich der Film als ein Feuerwerk an originellen Ideen und wunderschönen Bildern, von denen man am liebsten alle als Beispiel anführen will. So erinnert „Ich und Du und alle, die wir kennen“ dank Atmosphäre und Witz letztendlich eher an Garden State als an echte Episodenfilme, auch wenn er in letzter Konsequenz nicht an Zach Braffs kleines Meisterwerk heranreicht.

Bild 3 zu Ich und Du und Alle, die wir kennen
Robby (Brandon Ratcliff), Sylvie (Carlie Westerman), Gott und die Welt

Alle Charaktere stecken in einer anderen Lebensphase und haben dementsprechend unterschiedliche Bedürfnisse. Christine ist die Träumerin, die sich für die Kleinigkeiten des Lebens begeistern kann, und erinnert mit ihrer Art etwas an den berühmten Amélie-Charakter. Als sie Richard kennen lernt, ist sie mit der Situation ähnlich überfordert wie er und wagt ihre Gefühle nur in verkünstelten Botschaften auszudrücken. Der direktere Richard bildet dabei den Gegenpol: Er ist zwar ebenso von Christine fasziniert, nimmt aber trotzdem vorerst eine Abwehrhaltung ein. Schon in den ersten Minuten wird er zum tragischen Held, als er nach der Trennung von seiner Frau den großen Abgang inszenieren will und seine Hand mit Flüssiggas übergießt und anzündet – dabei aber vergisst, dass lediglich Alkohol für den berühmten Brenn-aber-nicht-verbrenn-Effekt sorgt. Richards älterer Sohn Peter beginnt sich gerade langsam für Liebe und Sex zu interessieren und verbringt Stunden in Internet Chatrooms. Ein Hobby, das auch seinen kleinen Bruder Robby fasziniert, der im Cyberspace eine Frau kennenlernt, die sich merkwürdigerweise für seine kindlich-analen Fantasien zu interessieren scheint. Das etwas ältere Nachbarsmädchen Sylvie hat ihr Leben dagegen schon verplant. Sie sieht sich bereits als verheiratete Mutter und kauft schon jetzt allerlei Küchengerätschaften für ihre Aussteuertruhe. Die beiden Teenager Heather und Rebecca warten dagegen auf ihre ersten sexuellen Erfahrungen und lernen den augenscheinlich pädophilen Nachbarn Andrew kennen, der ihnen obszöne Nachrichten in Form von Zetteln an seinem Fenster schreibt. Als die beiden Freundinnen sich schließlich bei der Frage, wer „es“ wohl besser tun würde, in die Haare kriegen, muss der schüchterne Peter als Versuchsobjekt herhalten. Während die 10jährige Sylvie interessiert durchs Fenster sieht...

Bild 4 zu Ich und Du und Alle, die wir kennen
Robby (Brandon Ratcliff) auf der Suche nach der Wahrheit.

Gerade der Umgang mit dem Thema Sexualität macht einen Großteil der Faszination von „Ich und Du und alle, die wir kennen“ aus. Die Kinder, die diese Welt noch nicht verstehen und ihre ganz eigenen Assoziationen bilden, die Teenager, die zwar Angst haben, aber endlich ihre ersten Erfahrungen machen wollen und die Erwachsenen, deren Kommunikation keinesfalls besser funktioniert. Alle nähern sie sich dieser Welt auf ihre eigene Weise, was zu den absurdesten und komischsten Situationen führt. So philosophieren Heather und Rebecca schließlich darüber, ob es nicht besser ist, das erste Mal mit jemandem zu haben, den man überhaupt nicht mag – schließlich enttäuscht man so niemanden und blamiert sich nicht. Christine hat keine Probleme, einem fremden Goldfisch, der gerade auf einem fahrenden Autodach sein Leben aushaucht, ihre Liebe zu gestehen, bei Richard tut sie sich dafür umso schwerer. Das Großartige an diesem Film – abgesehen von der Originalität, der schönen Inszenierung und den tollen (alten und jungen) Darstellern – ist, dass er sich bei all diesen originellen Szenen nicht allzu ernst nimmt und seinem Publikum stets zuzuzwinkern scheint. Auch wenn der 7jährige Robby seine Ideen zum Austausch von Exkrementen sicherlich todernst meint...

Fazit:


„Ich und Du und alle, die wir kennen“ ist ein wunderbarer kleiner Film und hoffentlich nicht der letzte von Multitalent Miranda July. Ihr Erstlingswerk steckt voll von witzigen Einfällen, schrägen Figuren und existenziellen Dialogen. Keine billige Episodenfilm-Kopie, keine bloße Anreihung von Ideen – ein durchdachter, intelligenter Film, der das Leben mal aus einer ganz anderen Perspektive betrachtet.
 

Bewertung[?]::

Userbewertung:

Autor:

Till

Eingetragen am:

01.03.2006

Aufgerufen:

11943 Mal

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