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 | I am Legend |  | | |
I am Legend, 2007 | |
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| deutscher Start: | 2008 | | Herstellungsland: | USA | | Regie: | Francis Lawrence |
| Drehbuch: |
Mark Protosevich. Akiva Goldsman. Richard Matheson. John William Corrington, Joyce Hooper Corrington |
| Darsteller: | Will Smith, Alice Braga, Charlie Tahan u.a. | | Verleih: | Warner Bros. | | Genre: | Action/Drama/Fantasie/Horror/Sci-Fi | | Länge: | 101 Minuten | | FSK:
| nicht bekannt |
| Website: | Link aufrufen | | Günstig DVD, Video, Buch oder Soundtrack zu "I am Legend" | 
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Inhalt:
„Ich heiße Robert Neville. Ich habe in New York City überlebt. Falls es irgendwo noch jemanden gibt… irgendjemanden. Bitte. Du bist nicht allein."
Trotz Einsamkeit ist Robert wählerisch bei seinen Besuchern. Auch der hervorragende Wissenschaftler Robert Neville (Will Smith) konnte den von Menschenhand entwickelten Virus nicht in den Griff bekommen – grausam und unerbittlich breitete sich die Epidemie über den gesamten Erdball aus. Unaufhaltsam. Unheilbar. Aus unbekannten Gründen ist Neville immun – als einziger Mensch hat er in den Ruinen von New York City überlebt. Vielleicht ist er sogar der letzte Mensch auf der ganzen Welt. Seit drei Jahren funkt er unbeirrt Botschaften durch den Äther – in seiner Verzweiflung sucht er so den Kontakt zu möglichen anderen Überlebenden.
Der einzige Gesprächspartner ist sein Hund Sam. Doch der letzte Mensch auf der Erde ist nicht allein: Lichtscheue Mutanten – die Infizierten – beobachten Neville auf Schritt und Tritt. Sie warten ab, bis er eines Tages einen tödlichen Fehler macht. Neville geht davon aus, dass die Zukunft der Menschheit allein von ihm abhängt. Deshalb verfolgt er hartnäckig sein Ziel: Er will die verheerenden Folgen des Virus umkehren, indem er die Immunstoffe seines eigenen Blutes nutzt. Doch er steht als Einzelkämpfer einer gewaltigen Übermacht gegenüber. |
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| Kritik:
Wer träumt nicht nach einem harten Arbeitstag mal davon sich von alltäglichen Problemen freizumachen und sich den Gesetzen der modernen Welt zu entziehen. Robert Neville bekommt unfreiwillig diese Chance geboten. Nachdem ein Virus den Großteil der Menschheit dahingerafft hat und scheinbar nur er immun gegen diese tödliche Seuche ist, bieten ihm nur noch nachts dunkle Gestalten Gesellschaft. Gestalten, welche zuvor wie er Menschen waren und durch die Krankheit zu aggressiven Zombies mutierten. Kurzum Robert ist aus seiner Perspektive der einzig Überlebende auf der Erde. Was sich für uns nach viel Spaß anhört, wird nach einem gewissen Zeitraum ein Kampf gegen die Einsamkeit. Fahrten mit den teuersten Autos, Mäuschen spielen in fremden Wohnungen und andere Dinge, wofür ein Bürger zumindest ein gewisses Vermögen besitzen oder mit einer Anzeige rechnen müsste, helfen nicht darüber hinweg, dass unsere Seele nicht für das allein sein geschaffen ist. Robert, verkörpert von Oscar-Träger Will Smith, versucht diesen Missstand durch seinen Hund Sam zu kompensieren. Mit ihm bewältigt er den Tag, führt Gespräche und ist die einzig greifbare Erinnerung an seine Familie. Basierend auf einer Novelle von Richard Matheson, gastierte für „Outer Limits“ und „Twilight Zone“, interpretieren Mark Protosevich („The Cell“) und Akiva Goldsman („Poseidon“) den 1971 erschienen Klassiker „Omega Man“ neu und schufen ein kleines Endzeitdrama, dessen Vorbild auch ein wenig das bekannte Epos „Quiet Earth“ sein dürfte.
Robert mit seinem Sohn während dem Ausbruch des Viruses. Warum „klein“? „I am Legend“ hätte soviel mehr sein können. Ca. die Hälfte des Films baut William Smith Schritt für Schritt, reduziert auf seine Mimik und die Interaktion mit einem Tier, die Charaktere seiner Rolle auf, nur um wenig später wieder zum „Bad Boy“ zurückkehren zu müssen. Regisseur Francis Lawrence lässt Smiths Mühe wortwörtlich nach Hollywoodmanier in Flammen aufgehen. Dabei bot die Story soviele Ansätze um „I am Legend“ sogar eine Laufzeit von mehr als 150 Minuten zu ermöglichen. Beispielsweise ein Kennenlernen der „neuen Spezies“, denn zeigte der Anführer nicht Intelligenz? Wut? Sorge um das entwendete Gruppenmitglied, welche Robert als Testperson nutzte? Vielleicht aber auch ein Robert dessen Menschlichkeit so langsam an Gewichtung verliert und das Treffen auf andere Menschen dann vom ehemals treusorgenden Familienvater zum Egoisten wandelt lässt. Oder die komplette Heilung der „Zombies“ eher zu meiden, und deren Aggressivität durch Roberts Forschungen auf ein ungefährliches Maß zu reduzieren, um eventuell mehr Raum für philosophisch Themen zu geben. Stattdessen verwurschteln die Drehbuchautoren einen Boby Marley Song in die Geschichte, um dem Zuschauer irgendetwas zum nachdenken zu geben. Doch Gott sei dank gibt es tierische Rettung - aufgrund der leichten Kost avanciert der Hund Sam zum heimlichen Star. Er trägt neben Will Smith dazu bei, dass die Dramatik im Film nicht zu kurz kommt und eine weitere Verbindung zwischen Zuschauer und Hauptcharaktere geknüpft wird. Weiterhin weiß der Film in Sachen Bildgewaltigkeit zu punkten.
Auf Kuschelkurs mit den Mutanten. „I am Legend“ schafft viel mehr noch die totale Einsamkeit zu simulieren als „28 Days Later“ und dessen Fortsetzung „28 Weeks Later“ es konnten. Grund ist der gewählte Ort – New York City. Eine pulsierende Metropole die jeder nur aus dem Fernseher als Wirkungsstätte der Wirtschaft und Kultur kennt. Diese Stadt plötzlich total leergefegt, gar von wilden Tieren bevölkert zu sehen, ist beeindruckend. Den ersten Gedanken, wie viel Regisseur Francis Lawrence („Constantine“) wohl für das Mieten der Straßen hingelegt hat, wich gleich dem Nächsten, dass das unbezahlbar wäre. CGI - Computer Generated Imagery - ist das Zauberwort, welches glaubwürdig in die Umgebung eingebettet wurde. Nach der Meinung der Crew hat das sogar so gut funktioniert, die von mir bezeichneten „Zombies“ bekamen gleich mit eine Polygonhaut verpasst. Schade eigentlich, bewies doch das „Dawn oft he Dead“-Remake was mit talentierten Make-Up Artisten alles möglich ist, und im Ergebnis wesentlich schauriger wirkt. So bleiben nur stark künstlich ausschauende Wesen, deren Anblick der Version aus „I, Robot“ ähneln, und bis auf wenige Momente wenig Gänsehautfeeling verursachen.
Robert gibt die Suche nach einem Gegenmittel nicht auf. „Ende gut, alles gut“? Eins sei gesagt, es fühlt sich unbefriedigend an und gerne hätte ich noch mehr gesehen. Das Erzähltempo nimmt so schnell an Geschwindigkeit zu, dass man sich mit der Zeit gelangweilt in den Action Sequenzen verliert und an manchmal auftauchender Tiefgründigkeit klammert, die letztendlich aber oberflächlich übergangen bzw. abgehandelt wird. |
| | Fazit: „I am Legend“ ist nicht der erwartet Neujahrshit und erfüllt nur meine Erwartungen hinsichtlich der Optik. Francis Lawrence fehlte der Mut neue Wege zu beschreiten und das Risiko in Kauf zu nehmen die sicherlich gesetzte Gewinnspanne durch Ticketverkäufe nicht zu erreichen. Mir ist die Novelle von Richard Matheson unbekannt, bin aber so frei zu behaupten, dass sie mehr bot als „I am Legend“ letztendlich preisgab. Zumindest Freiraum um der eigenen Kreativität freien Lauf zu lassen. |
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