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Human Traffic

 

Human Traffic, 1999

 
Poster zu 'Human Traffic' kaufen
deutscher Start:2002
Herstellungsland:Großbritannien/Irland
Regie:Justin Kerrigan
Drehbuch: Justin Kerrigan
Darsteller:John Simm, Lorraine Pilkington, Shaun Parkes u.a.
Verleih:

Sunfilm
Genre:

Drama/Komödie
Länge:95 Minuten
FSK: ab 18 Jahren
Website:

Link nicht vorhanden

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Inhalt:


Jedes Wochenende ziehen Jip (John Simm) und seine Freunde los, um ihren Frust über öde Jobs, Familienstress und Beziehungsprobleme mit Parties, Tanzen, Sex und Drogen so richtig abzureagieren. Jip hat einen langweiligen Job als Jeansverkäufer und außerdem Versagensängste beim Sex, sein bester Kumpel Koop (Shaun Parkes) träumt von einer Karriere als DJ und muss dummen Jungs schlechte Platten verkaufen. Seine Freundin Nina (Nicola Reynolds) hat vor allem Probleme mit Koops extremer Eifersucht, ihren Job in einem Fastfood-Restaurant hat sie gerade hingeschmissen.

Bild 1 zu Human Traffic
Von links: Koop , Lulu, Jip, Moff und Nina im Partygetümmel.

Lulu (Lorraine Pilkington) hat von Jungs und Beziehungen überhaupt die Nase voll, und der Polizistensohn Moff (Danny Dyer) protestiert gegen seine langweilig-wohlgeordnete Familie, indem er sein Geld hauptsächlich mit Drogenhandel verdient. Dieses Wochenende wird auch noch Ninas jüngerer Bruder Lee (Dean Davies) mit dabei sein, der von den Freunden in ihre Partywelt eingeführt werden soll.

Kritik:


„Human Traffic“ darf sich berechtigt neben „Spun“ in die Sammlung der wirklichkeitsnahen Drogenverfilmungen einreihen. „Für Feierleute eine Jagd nach dem nächsten „Aha“-Erlebnis und für Unbeteiligte eine schräge Fahrt durch die Welt des Ecstasy“. So könnte der dazugehörige Werbetext lauten. Justin Kerrigan bisher erstes und scheinbar letztes originelles Produkt (erschienen 1999) punktet auf voller Linie. Innerhalb kurzer Zeit vereint er komödiantische Momente, in Form von plastisch dargestellten inneren Dialogen der Charaktere, Euphorie, anhand überzeichneter Situationen, und den klagenden Unterton der jetzigen jugendlichen Generation – die gesungene Hymne ist fantastisch - , in einem simplen Geschichtskonstrukt. Man darf wohl mit großer Sicherheit behaupten, dass Regisseur Kerrigan sich die Erlebnisse nicht nur aus den Fingern gesogen hat, sondern einen Teil seiner Erfahrungen auf Zelluloid bannte.

Bild 2 zu Human Traffic
"Du, Koop, schau mal, ich bin voll druff!"

Dokumentarisch verfolgt man sieben junge Protagonisten aus Cardiff an einem für sie typischen Wochenende, in dem sie den Drogen mal wieder erliegen. Dabei werden ungewöhnliche Perspektiven und faszinierende Lichteffekte sprachlich ergänzt von den Gedanken der jeweiligen Person. Beispielsweise wie sie leben, was sie fühlen oder warum sie zu Suchtmitteln greifen. Derartige Erzählweise trägt ungemein zur Bindung zwischen den Figuren und dem Zuseher bei. Denn wirklich jeder in dem Alter wird sich in einen von ihnen wieder finden können. Vielleicht nicht zu hundert Prozent, aber soweit um etwas Verständnis für Jip, Lulu und dem Rest der Clique aufbringen zu können. Alle haben sie ihre Fehler, Macken, Probleme im Leben, und obwohl jeder eine gänzlich andere Persönlichkeit besitzt, vereint sie die Frage: „Wann zur Hölle ist wieder Freitag?“ Der Zeitpunkt, an dem für sie zwei Tage das Wort Freiheit die einzige Regel bildet in ihrem sonst schnöden Leben. Obwohl bis hierhin alles sehr philosophisch klingt, Ernsthaftigkeit ist fehl am Platz. Kerrigan setzt am laufenden Band auf karikative Situationen und überspitzte Dialoge in einem Maß, dass der Film selbst zur Sucht wird.

Bild 3 zu Human Traffic
Ruhe vor dem Sturm: Lulu und Nina in gemütlicher Zweisamkeit.

Humoristisch wirft die Story mit eigentümlichen Verhaltensweisen um sich, die jedem „Verbraucher“ ein Grinsen aufs Gesicht zaubert, weil er sich selbst wieder entdecken wird. „Human Traffic“ verwischt bemerkenswert gut die Grenze zwischen absoluter Selbstironie und der harten Realität. Die Altersempfehlung FSK 18 kommt deswegen nicht von ungefähr. Zwar wird indirekt, und ich betone indirekt, auf Selbstzweifel seitens der Charakter im Bezug auf den Konsum und auf körperliche Schäden hingewiesen. Diese Warnungen transportieren sich aber derart harmlos ins heimische Wohnzimmer, dass sie schon in der nächsten Szene vergessen und Schnee von gestern sind. Daher empfinde ich „Human Traffic“ eher fast als Werbung statt neutral oder gar präventiv. Die Moral ist nämlich mehr oder weniger harmlos - „Nehmt das Leben nicht so ernst!“ (eigene Meinung). Weiterhin spart der Film nicht mit ordinärer Sprache und obszönen Sprüchen. Da aber während der Übersetzung garantiert schon Zensur betrieben wurde, empfehle ich unbedingt die Originale Fassung. Das Leben ist halt keine Ansammlung von jugendfreien Sätzen!

Bild 4 zu Human Traffic
Ob den Taxifahrer Moffs (Danny Dyer) hinrissige Rede echt interessiert?

Ectasy beeinflusst wie jede andere Droge auch die Gefühlslage in die eine oder andere Richtung und welches Medium würde sich dafür nicht besser eignen diese so real wie möglich zu interpretieren als Musik! Matthew Herbert und Rob Mellow ergriffen die einfachste aber richtige Lösung und verwendeten damalige Hit-Tracks aus den Clubs. Sie vermittelten nahe liegend am besten Außenstehenden die Wirkung des Rauschmittels und dazugehörige hervorgerufene Empfindungen. Entstanden ist ein Mix aus Trance, Techno und weichen Beats. Selbst der hartnäckigste Partymuffel wird sich spätestens bei „The Age of Love“ wünschen seinen Couchplatz mit einer Eintrittskarte tauschen zu dürfen. Der Mix ist übrigens der angedachte Anfang des musikalischen und emotionalen Höhepunkts des Films und der Leitfiguren. Danach verläuft es melodisch und filmtechnisch langsam dem Ende zu. Man kommt quasi mit den gezeigten Gestalten „runter“ auf den Boden der Tatsachen.

Fazit:


Wem der zuerst wirkende TV-Charm nicht abschreckt, wird in „Human Traffic“ einen von Grund auf zynisch gemeinten Film über die Partydroge XTC vorfinden. Gespickt mit viel Witz, Situationskomik und toller Musik, amüsiert er nahtlos die komplette Laufzeit. Eine korrekte Interpretation für die Geschichte gibt es nicht, daher muss sich jeder seine eigene bilden. Ich hab es getan und gebe 5/5 Filmklappen.
 

Bewertung[?]::

Userbewertung:

Autor:

Tamas

Eingetragen am:

13.07.2005

Aufgerufen:

38044 Mal

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Weitere Kritik:

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