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 | House of 9 |  | | |
House of 9, 2005 | |
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| deutscher Start: | 2006 | | Herstellungsland: | Deutschland/Frankreich/Großbritannien/Rumänien | | Regie: | Steven R. Monroe ("The Contract") |
| Drehbuch: |
Philippe Vidal |
| Darsteller: | Dennis Hopper, Kelly Brook, Hippolyte Girardot u.a. | | Verleih: | ems | | Genre: | Horror/Mystery/Thriller | | Länge: | 86 Minuten | | FSK:
| ab 16 Jahren |
| Website: | Link nicht vorhanden | | Günstig DVD, Video, Buch oder Soundtrack zu "House of 9" | 
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Inhalt:
Was haben ein ehemals vermögendes Paar (Hippolyte Girardot, Julienne Davis), ein Polizist (Raffaello Degruttola), eine Tänzerin (Kelly Brook), ein Modedesigner (Peter Capaldi), ein Society-girl (Susie Amy), ein aufsteigender Rapstar (Asher D), eine Drogendealerin (Morven Christie) und ein Priester (Dennis Hopper) gemeinsam? Zunächst einmal rein gar nichts. Aber sie alle spielen eine Rolle in Steven R. Monroes neuem Werk „House of 9“. Diese 9 Persönlichkeiten werden entführt und in ein prunkvolles Haus eingesperrt, wobei alle Ausgänge verriegelt und Fenster zugemauert sind.
War ja klar: Wer die Knarre hat, hat das Kommando.
Nachdem sich die allgemeine Unruhe untereinander etwas gelegt hat, wird ihnen von einem Unbekannten eine klare Ansage gemacht: Sie werden rund um die Uhr von Kameras überwacht. Der letzte Überlebende erhält mal eben so $ 5 Mio. Zunächst stößt das Spiel auf Ablehnung und statt sich gegenseitig an die Gurgel zu gehen, versuchen Father Duffy und Cop Jay die Situation zu schlichten und alle lenken sich gemeinsam mit reichlich im Haus gebunkertem Alkohol ab. Da es aber schließlich doch zu einem Todesfall kommt, der allerdings ohne Absicht durch alberne Eifersüchteleien, sinkt der moralische Anspruch rapide. Das Gemetzel kann beginnen, erst recht als sich herausstellt das jeder Mord mit zusätzlicher Nahrung belohnt wird. |
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| Kritik:
Da hat Monroe ja den Vogel der Innovation abgeschossen. Wahrscheinlich wurde uns keine Geschichte in den letzten Jahren öfter zum Konsum vorgesetzt, als die, in der ein paar Fremde, eingesperrt in ein Haus oder sonst wo, um ihr Leben kämpfen müssen. Was hat „Big Brother“ da nur angerichtet. Man schaue sich nur „The Hole“, „Cube“ oder „Saw“ an. Am penetrantesten erinnert „House of 9“ allerdings an „Saw 2“, wobei zur Verteidigung gesagt werden muss, dass das Haus mit den neun vor dem etwas enttäuschenden „Saw“-Sequel entstand. Literarisch bewanderte Menschen dürften allerdings weniger an einen Film, als an einen Roman denken. Eigentlich ist „House of 9“ eine Hardcore-version von William Sleators Jugendroman „Das Haus der Treppen“. Darin werden 5 Waisenkinder in ein Haus voller Treppen eingeschlossen und erhalten Verpflegung, indem sie ihren Mitinsassen fiese Dinge antun. Aber immerhin hat „House of 9“ doch noch den ein oder anderen Kniff zu bieten, den man noch nicht kannte und der ihn vor der vollständigen Belanglosigkeit rettet. Schnell stellt man fest das dieses Machwerk und „Saw 2“ doch meilenweit auseinander liegen.
Kelly Brook in "House Of 9".
Zum einen gibt es in „House of 9“ keine Fallen und es ist auch niemand dazu gezwungen sich irgendwelche Gliedmaßen abzuhacken. Das Werk von Steven Monroe erzählt eine recht interessante Geschichte von moralischen Vorstellungen, Hierarchiendenken und das Zusammenhalten von völlig unterschiedlichen Menschen. Wo man sich in „Saw 2“ viel mehr darauf konzentrierte die unsympathischen Figuren möglichst spektakulär und brutal ins Jenseits zu befördern, legt man im vorliegenden Fall doch zu mindest ein bisschen Wert auf Charakterzeichnung, so dass dem Zuschauer die agierenden Personen nicht gänzlich egal sind. Dieser Vorzug stößt allerdings schnell an seine Grenzen, denn die Figuren sind allzu stereotyp (Beruf= Charakter) und die Schauspieler teilweise minderbemittelt. Dennis Hopper als Priester ist zwar mal wieder sehr präsent, kann dem Zuschauer mit seinem Bibelgeschwafel aber schnell auf den Senkel gehen. Für das Drehbuch kann er allerdings nichts. Asher D als Möchtegern-Rapstar, Peter Capaldi als tuntiger Modedesigner und Susie Amy als Paris Hilton-Abklatsch karikieren gekonnt die ihnen aufgeladenen Berufsgruppen. Kelly Brook präsentiert die durch und durch gutartige Tänzerin Lea in Ordnung. Rafaello Degruttola als Polizist Jay besitzt rein gar keine Ausstrahlung und Hippolyte Girardot als Francis soll den paranoiden, gefährlichen Verrückten mimen, schafft es aber keine dieser Eigenschaften befriedigend zu transportieren. Die beiden übrigen Weibchen agieren durchschnittlich. Ohnehin ist die Charakterisierung viel zu lange geraten, nämlich die komplette erste Hälfte des Films, bevor dann tatsächlich mal was Spannendes geschieht. Selbst wenn dann etwas Schwung in die Sache kommt, vermag es Monroe gerne mal eine Vollbremsung einzulegen. So werden nach jedem Tod ein paar videoclip-artige, musikalisch unterlegte (mal Rock, mal Oper) Einstellungen geboten, die den Geisteszustand der Beteiligten verdeutlichen sollen. Völlig überflüssig! Die Tötungen sind teilweise zu hektisch, so werden 2 Personen gleichzeitig, aber in verschiedenen Szenen um die Ecke gebracht (Wie das funktioniert, sollte man sich selbst anschauen).
Big Brother is watching you.
Immerhin gibt es dann doch ein paar Dinge mit denen „House of 9“ punkten kann. Das Haus wirkt wunderbar unterkühlt und durch exquisite Kameraführung ist es schön in Szene gesetzt. Des Weiteren hat der Streifen Überraschungen auf Lager, was die Reihenfolge der Ablebenden angeht und manchmal ist auch plötzlich jemand lebendig, der schon als tot galt. Die Nahrung als Druckmittel funktioniert auch recht gut und es ist nett anzusehen, wie die Charakterzüge der Figuren allmählich weichen und Misstrauen und Blutdurst die Überhand nehmen. Außerdem sind kaum Lücken in der Logik zu entdecken, wo diese bei „Saw 2“ en masse vorhanden waren. Sehr gelungen sind der Anfang und der Schluss geraten. Die einzelnen Entführungsszenen wurden bereits in den Vorspann gepackt, womit dieses inszenatorische Problem frühzeitig gelöst ist und auch nicht noch mehr Zeit während des Films verschwendet werden muss. Für die Schlusspointe kann es nur ein Wort geben: Grandios. Damit hätte wohl niemand gerechnet. Erst in den letzten 2 Minuten offenbart sich die gesamte Alptraumhaftigkeit des Szenarios. Hier mag man fast schon an „Cube“ denken. Es scheint fast so, als hätte Monroe einen Grossteil seiner Genialität für den dramaturgischen Schlusszwist verballert, während der Rest des Films auf Sparflamme köchelt. Zurück bleibt ein durchschnittlicher Thriller, der gerne etwas von diesem Geistesblitz zum Schluss abbekommen hätte. Schade! Hätte wirklich gut werden können. |
| | Fazit: Viele gute Ansätze, die nur selten richtig zu ende gedacht wurden, mal ganz abgesehen vom sensationellen Schlussgag. Dennoch versöhnliche 2,5 Filmklappen. |
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