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 | Hot Fuzz - Zwei abgewichste Profis |  | | |
Hot Fuzz, 2007 | |
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| deutscher Start: | 2007 | | Herstellungsland: | Großbritannien | | Regie: | Edgar Wright ("Grind House") |
| Drehbuch: |
Edgar Wright, Simon Pegg |
| Darsteller: | Simon Pegg, Nick Frost, Timothy Dalton u.a. | | Verleih: | UIP | | Genre: | Action/Komödie/Krimi | | Länge: | 121 Minuten | | FSK:
| ab 16 Jahren |
| Website: | Link aufrufen | | Günstig DVD, Video, Buch oder Soundtrack zu "Hot Fuzz - Zwei abgewichste Profis" | 
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Inhalt:
Officer Nicholas Angel (Simon Pegg) ist ein hochqualifizierter Londoner Polizeimitarbeiter, der aber, obwohl er sich eigentlich schon lange durch seine Verdienste im Außeneinsatz einen heimeligen Bürojob hätte genehmigen können, immer noch für seine Arbeit auf der Straße lebt. 400% höhere Verhaftungsrate als der Durchschnitt, 9 Belobigungen allein im letzten Jahr und die Auszeichnung seiner Leistung mit dem silbernen Schlagstock tun ihr Übriges, so dass die Kollegen und noch viel mehr seine Vorgesetzten in einem schlechten Licht da stehen. Unter dem Vorwand der Beförderung wird er dann ins ländliche Sandford verfrachtet, in dem er sogleich beginnt, seiner Pedanterie nachzugehen. Der ortseigene Pub wird sofort von jedwedem minderjährigen Gesindel befreit, denn Gesetz ist Gesetz. Auch Alkohol am Steuer ist kein Kavaliersdelikt.
Officer Angel lebt für seinen Job, wofür ihm seine Vorgesetzten leider nicht dankbar sind. So werden die üblen Schergen sofort zur Polizeistation gebracht, bei der man sich schon über das Engagement von Sergeant Angel wundert. Dennoch wird der Trunkenbold, der ein alter Bekannter zu sein scheint, in die Ausnüchterungszelle geworfen. Am nächsten Tag ist er jedoch nicht mehr in seiner Zelle. Der füllige, junge Mann ist nämlich, wie nicht anders zu erwarten, Angels neuer Partner: Danny Butterman gespielt von Nick Frost. Diese Konstellation und die nicht erwiderte aufopferungsvolle Arbeit von Sergeant Angel bilden den Ausgangspunkt einer Geschichte voll britischem Humor und einem Dorf dem alles Recht ist, um den Titel „Dorf des Jahres“ zu ergattern – auch ein blutrünstiger Mörder. |
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| Kritik:
Das Team um Regisseur Edgar Wright und den beiden Hauptdarstellern Simon Pegg und Nick Frost sind schon einige Zeit erfolgreich zu Gange. Außerhalb von Groß Britannien wurden sie mit ihrer um die Jahrtausendwende produzierten Sitcom Spaced zumindest einem größerem Publikum bekannt. Da diese Serie derart erfolgreich war, konnte sich das Team einen lange gehegten Traum erfüllen und bekamen die Finanzierung eines eigenen Kinofilms genehmigt. 2004 kam dann eine Hommage an den klassischen Zombiefilm in die Kinos, der nicht nur gespickt war von Zitaten und Referenzen zu bekannten Zombiestreifen, sondern es war auch sehr von ihrer eigenen Produktion Spaced beeinflusst. Nachdem der Film bei Kritikern als auch an den Kinokassen großartige Erfolge erzielen konnte, war es nur eine Frage der Zeit, bis ein weiterer Film folgen würde. Nachdem das Zombie-Genre demnach beschritten wurde, folgt mit Hot Fuzz nun der klassische Hollywood Actionreißer.
Können wir das schaffen? Jo, wir schaffen das! Nicht erfreut über die Versetzung, aber immer noch voller Tatendrang, macht er dort weiter, wo er im Londoner Großstadtdschungel aufhören musste. Er steht für das Gesetz ein und ahndet jedes noch so kleine Vergehen. Ganz zum Missfallen der Dorfbewohner und seiner Polizeikollegen, von denen er weder ernst genommen wird, noch Hilfe erwarten kann. Hilfe, die er dringend gebrauchen kann, denn in Sandford gehen merkwürdige Dinge vor sich. Ungewöhnlich viele Menschen sterben auf Grund von vermeintlichen Unfällen. Doch bevor Sergeant Angel und Officer Butterman untersuchen können, was vor sich geht, werden
zunächst alle stereotypen Charaktere des Dörfchens vorgestellt. Dies wird natürlich möglichst klischeeüberfrachtet und mit kauzigem Unterton getan. Dabei setzt der Film auf allerlei merkwürdige und unvergessliche Momente, driftet dabei aber selten in pubertären Humor ab, sondern garniert seine Odyssee in das Territorium der Dörfler mit erfrischend britischem Humor.
Vom aufregenden Leben als Londoner Großstadtpolizist ist nicht mehr viel übrig. Dadurch, dass Hot Fuzz inmitten eines typisch britischen Dorfes spielt und dieser Umstand essentiell für die Geschichte und die Atmosphäre des Filmes ist, ist der Humor noch spezieller als beim Vorgänger Shaun oft he Dead. Man muss schon dafür geboren sein, um das karikierende kollegiale Kuchenessen, während Officer Angel versucht seine Arbeit zu erledigen, amüsant zu finden. Oder ein Bauer mit britischem Charme ein ganzes Waffenarsenal bunkert, als sei es das Normalste der Welt.
Im Grunde hat das 1. Drittel des Filmes seine Schwierigkeiten in Fahrt zu kommen. Zu monoton wird Angels Disput zwischen sich, seiner Arbeit und dem Ansehen bei anderen Menschen dargestellt. Wenngleich auch einige brillante Einfälle die Stimmung auflockern. Unter Anderem der Cameo Auftritt von Kate Blanchett als Mitglied der Spurensicherung im Vollschutz und Peter Jackson als wütender Weihnachtsmann.
Du nervst, geh sterben! Nachdem aber alle Charaktere kennengelernt sind, die Unglücksfälle ihren Lauf nehmen und die Antipathie der Bevölkerung Sandfords gegenüber Sergeant Angel kontinuierlich steigt und nur noch sein Partner zu ihm hält, entwickelt sich auch langsam der Film zu einem herrlichen Fest von intelligenten Wortspielen, mitunter selbstreferenziellen Zitaten aber auch einer guten Prise haustümlichen Slapstick. Auch die eigentliche Geschichte, die mehr als nur Fassade ist, nimmt so langsam Fahrt auf. Dadurch, dass die Geschichte, um das Dörfchen Sandford an sich schon einen hieb- und stichfesten Krimi darstellt, muss auch nicht jede Szene ein Feuerwerk an Witzen aufbieten. Was am Anfang deshalb noch einen Kritikpunkt darstellte, egalisiert sich somit zu einem durchaus sehr unterhaltsamen Stück Kinokunst.
Sowieso ist die Art und Weise wie der Film visualisiert wurde mehr als nur übliche Komödienkunst. Wie schon beim Vorgänger setzte man, anders als bei üblichen Komödien, auf rasante Schnitte, ordentliche Splatter-Einlagen und schicke Kamerafahrten. Dies erfüllt den Film und seine Bilder nicht nur mit Leben, sondern bildet auch ein „Mittendrin“-Gefühl, dass einen förmlich mitreißt. Von den großen Action-Blockbustern Hollywoods inspiriert, wurde die gesamte Atmosphäre inmitten der ländlichen Dorfromantik durch eine coole Inszenierung gestützt.
Das furiose Finale ist über jeden Zweifel erhaben. Allerdings werden erst am Ende alle Register eines zünftigen Actionfilms gezogen. Ein Superfinale, die einem Stirb Langsam oder Lethal Weapon in Nichts nachstehen. Besondere Rasanz erhält die Situation, da wir uns immer noch in besagtem Dorf befinden, in denen Großteils nur Personen älteren Semesters hausen. Demnach kämpfen Angel und Butterman nicht gegen kubanische Drogenbosse oder stahlharte ehemalige deutsche Wehrmachtsfanatiker, sondern gegen Pubbesitzer, Priester und Supermarktbetreiber. Eben jene Situation erhält so einen gewissen humorvollen Faktor, der fernab von jedwedem Slapstickfest anderer Filmparodien liegt. Wenn man plötzlich wild um sich ballernde Cops in einem Dorf sieht, in dem vor kurzem noch die Aufgabe der Polizisten darin bestand, wilde Schwäne einzufangen, dann kann man sich einfach dem Charme dieser abstrusen Situation nicht entziehen. Angereichert durch die typischen Oneliner, die sich mitunter sogar selbst auf die Schippe nehmen und geschickt integrierten Wandlungen, bleibt das Finale nicht nur spaßig, intelligent und kurzweilig, sondern vor Allem eines: Unterhaltend wie ein zünftiger Jerry Bruckheimer! |
| | Fazit: Hot Fuzz unterhält die gesamten 120 Minuten mit liebevollen Details, intelligenten Zitaten und interessanten stereotypen Dorfbewohnern. Leider fehlt dem ersten Teil des Filmes ein wenig die Spritzigkeit die er erst im Laufe der Handlung aufbauen kann, bis hin zum über alle Zweifel erhabenen, grandiosen Finale. So bleibt dem Film leider der Klassikerstatus verwehrt. Dennoch erwartet den Zuschauer, der dem britischen Humor nicht abgeneigt ist, eine facettenreiche britische Komödie weit über dem Durchschnitt. |
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