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Holy Smoke! - Auf der Suche nach Erleuchtung

 

Holy Smoke!, 1999

 
Poster zu 'Holy Smoke! - Auf der Suche nach Erleuchtung' kaufen
deutscher Start:2006
Herstellungsland:Australien/USA
Regie:Jane Campion ("In the Cut")
Drehbuch: Anna Campion, Jane Campion
Darsteller:Kate Winslet, Harvey Keitel, Julie Hamilton u.a.
Verleih:

Universum Film
Genre:

Drama/Komödie
Länge:110 Minuten
FSK: ab 12 Jahren
Website:

Link nicht vorhanden

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Inhalt:


Was ist der Sinn des Lebens? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler, Geistliche und eigentlich jeden Menschen nun schon seit Jahrhunderten und es wird wohl nie eine konkrete Antwort auf diese alles entscheidenden 6 Worte geben. Viele Religionen behaaren auf ihr Recht und wollen die einzig, wahre Antwort auf die Frage zu gesprochen haben. Dies ist der zentrale Ausgangspunkt, aus dem die Geschichte zu „Holy smoke“ wächst und gedeiht. Ruth (Kate Winslet) glaubt ihre persönliche Antwort auf diese Frage gefunden zu haben. Die Australierin macht mit ihrer besten Freundin Urlaub in Indien. Während einer Art Seance in der alle Beteiligten in einen exstatischen Zustand versetzt werden, findet sie die Erleuchtung und beschließt kurzerhand sich der Gurugemeinschaft anzuschließen.

Bild 1 zu Holy Smoke! - Auf der Suche nach
Zufrieden: Ruth und ihre neuen Freunde.

Ihre Freundin eilt zurück nach Australien und setzt Ruths Familie brühwarm die seltsamen Neuigkeiten vor. Das ist der Sippschaft gar nicht recht. Ein Familienmitglied in den Fängen einer ominösen Sekte? Das geht ja gar nicht. So schmieden sie den Plan, Ruths Mutter (die seltsamerweise keinen Namen im Film trägt) nach Indien zu schicken, der verlorenen Tochter die Lüge aufzutischen, dass ihr Vater im Sterben lege und sie somit zurück in die Heimat zu locken. Der Plan geht, nach einigen Komplikationen, auf. Doch wie prophezeit können sie zwar ihren Körper, jedoch nicht ihren Verstand zurückgewinnen. Ruth reagiert mit Abneigung und Spott auf ihr Umfeld, nicht zu letzt, weil sie von ihrer eigenen Familie belogen wurde. Ihr sehnlichster Wunsch ist es nach Indien zurückzukehren und eine der zahlreichen Frauen des Gurus zu werden.

Bild 2 zu Holy Smoke! - Auf der Suche nach
Bloß Abstand halten! Die ist besessen.

Ihre Familie ist verzweifelt. Ein Experte muss her. Dieser erscheint in Form von PJ (Harvey Keitel), ein aalglatter, gefühlloser Geschäftsmann, der sich damit brüstet, alle seine „Exorzismus“-Fälle erfolgreich bestritten zu haben und auch dass eine Rückfallquote nicht vorhanden ist. Er schlägt sein 3-Tage-Programm vor um Ruth von ihrer „Besessenheit“ zu „heilen“. Dieses muss auf einem einsamen Landsitz im australischen Outback durchgeführt werden, wo die beiden ganz auf sich selbst gestellt sind. Doch PJ hat seine Rechnung ohne Ruth gemacht, denn diese beginnt nach kurzer Zeit den Spieß umzudrehen.

Kritik:


Wenn ich die Worte Film und Indien in einem Satz höre, muss ich unweigerlich an diese furchtbaren Bollywood-Filme denken, in denen affige Darsteller, talentbefreiter als die Herrschaften, die täglich bei Richterin Barbara Salesch auf der Anklagebank sitzen, durch prunkvolle Kulissen stolzieren, deren farbliche Gestaltung so surreal grell ist, dass der Zuschauer droht zu erblinden. Dann wird auch noch geträllert bis die Stimmbänder anschwellen und platzen oder die Ohren bluten und rumgehüpft, was so was wie tanzen sein soll, bis die Füße von fiesen Eiterblasen übersäht oder die Knöchel mehrfach gebrochen sind. Und das soll Unterhaltung sein? Peinlich ist das und wirkt sich offensichtlich auf fast sämtliche Sinnesorgane des Publikums negativ aus. Zum Glück gibt es noch kein Geruchsfernsehen. Auch in „Holy smoke“ dreht sich vieles um Indien, doch zum Glück ist der neue Streifen von „Das Piano“-Regisseurin Jane Campion nicht mit den oben genannten Attributen ausgestattet. Eine düstere Vorahnung macht sich allerdings breit, wenn man registriert, dass „Holy Smoke!“ bereits 1999 abgedreht wurde und erst 2006, also 7 Jahre später (!!!), auf DVD erscheint. Nach dem Anschauen wird auch schnell klar warum und der Zuschauer wünscht sich doch lieber einen Bollywood-Film gesehen zu haben.

Bild 3 zu Holy Smoke! - Auf der Suche nach
Da hätte mehr für Pam Grier drin sein müssen.

Was die Inhaltsangabe oben angeht, klingt das alles ja recht originell und tatsächlich beginnt „Holy smoke“ vielversprechend. Im Gegensatz zu den Bollywood-Filmen wird verdeutlicht, wie es in Indien tatsächlich zugeht: Die Straßen sind von Menschmengen überfüllt und alles wirkt sehr ärmlich und heruntergekommen. Dennoch sind die Einwohner freundlich, lebensbejahend und hilfsbereit, weil sie zufrieden mit dem sind was sie haben. Kein Wunder, dass sich Ruth in diese Kultur verliebt und sich prompt dieser Gurugemeinschaft anschließt, wobei dieses Unterfangen etwas albern und gegensätzlich der guten Ansätze des Films, in Szene gesetzt wird. Denn die Aufnahme in die „Sekte“ gleicht mehr einer Hypnose als der Erleuchtung, womit der Zuschauer den Eindruck erhält, dass Ruth tatsächlich manipuliert wurde, statt aus eigenem Willen der Gemeinschaft beizutreten. Gelungen ist dagegen die Gestaltung der Familiemitglieder. Diese sind absolut unzufrieden mit dem plötzlichen Sinneswandel ihrer Angehörigen und hegen viele Vorurteile der indischen Kultur gegenüber. Ironischerweise sind diese Personen selbst kulturell etwas eigen, denn sie sind australische Hinterwäldler, wie sie im Buche stehen. Ihr engstirniges und intolerantes Denken wird nur allzu deutlich gemacht und das obwohl sich ein schwules Pärchen in den eigenen Reihen befindet. Wenn Ruth aus Indien zurückkehrt wird sie zunächst behandelt, als wäre sie Linda Blair in „der Exorzist“ und vom Satan höchstpersönlich besessen, nur das sie keine Erbsensuppe spuckt und den Kopf nicht um 360 Grad dreht. Bis dahin erweißt sich der Film noch als unterhaltsam und mit dem Auftritt von Harvey Keitel als Pseudo-Exorzist PJ kommt erst richtig Schwung in die Sache.

Bild 4 zu Holy Smoke! - Auf der Suche nach
Das soll die Erleuchtung sein? Na, dann.

Nachdem die beiden Hauptprotagonisten auf dem einsamen Landsitz angekommen sind, liefern sie sich ebenso tiefgreifende, wie interessante Wortgefechte. Von nun an wird eine eindringliche Charakterisierung der beiden Figuren vorgenommen. Ruth stellt sich als starke Frau heraus, die mit beiden Beinen im Leben steht und in keiner Weise verrückt oder besessen wirkt. PJ ist ein selbstverliebter Macho, der sämtliche Emotionen unterdrückt und voll und ganz für seine Arbeit lebt. Keine der Figuren geht aus den Diskussionen als Gewinner hervor. Kate Winslet und Harvey Keitel geben wie zu erwarten beide eine gute Figur ab und lassen nicht zu, dass sich der Zuschauer langweilt. Ein paar unaufdringliche, komödiantische Einlagen tun dem Plot auch sichtlich gut und nehmen ihm die Schwerfälligkeit.

Bild 5 zu Holy Smoke! - Auf der Suche nach
Das rote Kleid steht dir gut, Harvey. Nur dem Film nicht.

Was dann aber nach der Halbzeit des Films geschieht gleicht blankem Hohn. Nachdem der zweite Teil der Therapie beendet ist, beginnen sich beide Charaktere zu verändern und der zunächst unterhaltsame Kulturencrash entwickelt sich zu einem bizarren Selbstfindungstrip beider Hauptpersonen, den kein Mensch nachvollziehen kann. Ruth, die ja vor der psychologischen Behandlung nett und stark wirkte, scheint danach tatsächlich psychisch gestört zu sein, handelt völlig irrational und entledigt sich jeglicher Sympathien. Auf eine ähnliche Wandlung lässt sich PJ ein, obwohl dieser nicht mal das Zielobjekt des Exorzismuses ist. Auslöser dieser Umstände, sind die Gefühle, die die beiden Protagonisten zu einander entwickeln und die dem Film völlig im Weg stehen. Die sexuellen Eskapaden, die die Beiden nun ausleben, sind weder erotisch noch in irgendeiner Weise interessant, sonder teilweise sogar abstoßend. Wenn zum großen Finale Harvey Keitel geschminkt und mit roten Minikleid Winslets Verfolgung aufnimmt, die mit Pappschachteln statt mit Schuhen an den Füßen durch den Outback flüchtet, ist das nicht witzig, sondern einfach nur lächerlich. Da können auch die beiden Hauptdarsteller nichts mehr retten. Egal wie viel Mühe sie sich geben, von wo nichts ist, kann nichts kommen. Die zweite Hälfte von „Holy smoke“ ist ein einziges Desaster. Erwähnenswert ist noch, dass „Jackie Brown“-star Pam Grier einen Gastauftritt als PJs Frau hat, der an Belanglosigkeit kaum zu überbieten ist. Sie wurde genauso verpulvert, wie die gesamte Idee, die so schön hätte werden können und auch gut beginnt, sich aber schnell in absurden Einfällen verheddert und das Ziel vor Augen in weite Ferne rückt. Letztendlich ist „Holy smoke“ alles andere als eine cineastische Erleuchtung.

Fazit:


Was als unterhaltsamer Kulturencrash beginnt, verliert sich schnell in einem abstrusen Selbstfindungstrip der beiden Hauptfiguren, der ebenso langweilig wie lächerlich ist.
 

Bewertung[?]::

Userbewertung:

Autor:

Kevin

Eingetragen am:

26.08.2006

Aufgerufen:

8199 Mal

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