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 | Hitler: Der Aufstieg des Bösen |  | | |
Hitler: The Rise of Evil, 2003 | |
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| deutscher Start: | 2004 | | Herstellungsland: | USA | | Regie: | Christian Duguay ("Extreme Ops") |
| Drehbuch: |
John Pielmeier, G. Ross Parker |
| Darsteller: | Robert Carlyle, James Babson, Stockard Channing, Joel Kirby u.a. | | Verleih: | Universal Pictures | | Genre: | Drama | | Länge: | 180 Minuten | | FSK:
| ab 12 Jahren |
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Inhalt:
Von Hitlers Kindheit und Jugend, die ihn schon als einen Einzelgänger und Psychopathen erkennen lassen, wird die Entwicklung eines Mannes beschrieben, der eine ganze Nation zerstörte – eine Nation, die nach einem Führer verlangte, dem man folgen wollte. Angetrieben von Wut und irregeleitet von seiner Egomanie kämpft sich Hitler durch eine Welt, von der er meint, sie schulde ihm etwas. Dabei verführt er das deutsche Volk zu einer makabren Mischung aus Unterwerfung und Diktatur. |
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| Kritik:
Christian Duguays historisches Drama „Hitler – Aufstieg des Bösen“ war schon vor dem eigentlichen Start mit Vorurteilen behaftet: zum einen die Videopremiere, von denen man ja meistens nie viel erwarten kann, und zum anderen das der Film nur für das Fernsehen produziert wurde. Doch diese Punkte alleine verlieren schon nach der Budgeterwähnung von 20 Millionen US Dollar an Bedeutung. Denn, dass ein Duguay so eine enorm hohe Summe eben mal verpulvert, wird spätestens dann ausgeräumt sein, wenn die bisherigen Erfolge, wie „Jeanne d`Arc - Die Frau des Jahrtausends “ oder „Art of War“, hinzugezogen werden. Doch die nützen ihm bei den Kritikern, unter denen sich auch Historiker tummeln, nichts. „Hitler – Aufstieg des Bösen“ ist leider zu sehr darauf aus seine Kosten wieder einzuspielen und daher medientauglich zurechtgeschnitten. Das macht den Film zwar nicht schlecht, wenn man weiß, dass das Gesehene nicht zu 100 Prozent der Wahrheit entspricht, lässt aber unwissende Zuschauer dumm da stehen.
Adolf Hitler (Robert Carlyle) zieht das Gerichtspublikum auf seine Seite.
Die Gründe liegen in der Figur Hitler selbst. Wobei zuvor erwähnt werden muss, dass Robert Carlyle eine herausragende Leistung als Adolf Hitler, den das Drehbuch geschaffen hat, abliefert. Wenn es der Zuschauer nicht besser wüsste, könnte er glauben, der Diktator lebe tatsächlich noch. Carlyles Blick ist jedenfalls grausig und das Spiegelbild einer blutigen Zukunft, die die Menschen noch erwarten sollte. Ebenfalls in guter Gesellschaft neben ihm befinden sich unter anderem noch Peter O`Toole, in der kleinen Rolle des Präsidenten Paul von Hindenburg, und Peter Stormare als SA Anführer Ernst Röhm. Hohe Schauspielerqualität kann aber nicht über das mangelhafte Drehbuch hinweg täuschen. Selbstverständlich war Adi, Spitzname aus dem Film, ein Tyrann und Schauspieler der seines gleichen sucht, aber ein völlig naiver, fanatischer und zorniger Mensch durch und durch?
Adolf Hitler ( Robert Carlyle) macht mobil gegen die damalige Regierung.
Mit Sicherheit nicht, denn bewusst sollte einem die Frage in den Sinn kommen, ob Hitler wirklich, wie in dem Film gezeigten Zustand, Menschen hätte begeistern können. Das wäre zu offensichtlich gewesen. Der Mann war viel raffinierter und, auch wenn man es nicht glauben mag, in den früheren Jahren an der Führungsspitze ein normaler Mensch. Zahlreiche Berichte bezeugen, dass er charmant, witzig und sich normal im Umgang mit anderen Personen verhielt. Also kein Adolf Hitler in Form eines kleinen verbitterten Mannes, was „Hitler – Aufstieg des Bösen“ uns weismachen möchte. Das Volk hätte ihn in so einer Verfassung niemals als Führer angenommen. Der Film enthält sicher weitere historische Fehler, doch dessen Auffindung überlass ich dann lieber den spitzfindigen Historikern.
Präsident Paul von Hintenburg (Peter O`Toole) ist Hitler ein Dorn im Auge.
Trotz Mängel verfälscht Christian Duguays Werk aber nicht das Wesentliche und das ist die Art und Weise des Aufstieges der NSDAP. Unter anderem die Unterdrückung anders Denkender, die Manipulierung des demokratischen Systems, die Aufhetzung des Volkes gegen die deutsche Regierung und die gekonnte Abschiebung von Problemen auf fremde Kulturen. Markante Szene, die all das widerspiegelt, ist hierbei die vorletzte Rede von Hitler vor allen Parteien im Film. Die Kamera zeigt ein Teil, in Anzug gekleideter Männer, welche von der passenden rechten braunen Seite auf den Sitzen gehalten werden. Adolf fordert in diesem Moment Aufhebung persönlicher Bürgerrechte, wie die Pressefreiheit, Briefgeheimnis etc. Und obwohl viele Anfangs lautstarke Gegenäußerungen abgeben, befinden sich später alle im Gleichgesang der Nationalhymne. Einfach überrollt von der Masse der Nationalsozialisten, nach dem Prinzip „Friss oder stirb!“. |
| | Fazit: Wer genug Hintergrundwissen besitzt, kann sich „Hitler – Aufstieg des Bösen“ als Unterhaltungsfilm durchaus anschauen. Obwohl fraglich ist, ob so ein pikantes Thema als Entertainmentprodukt herhalten sollte. Als Basis für eine Diskussion ist er nicht ernst zu nehmen. Die Botschaft ist aber klar und daher kann ich den Aufhängerspruch nur nochmals zitieren: „Für den Triumph des Bösen reicht es, wenn die Guten nichts tun.“ Und das ist etwas das „Hitler – Aufstieg des Bösen“ garantiert jedem verdeutlicht. |
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