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Himmel und Huhn

 

Chicken Little, 2005

 
Poster zu 'Himmel und Huhn' kaufen
deutscher Start:2006
Herstellungsland:USA
Regie:Mark Dindal („Ein Königreich für ein Lama“)
Drehbuch: Robert L. Baird, Steve Bencich, Ron Friedman, Dan Gerson
Darsteller:Keine Schauspieler
Verleih:

Buena Vista
Genre:

Abenteuer/Action/Animation/Familienfilm/Komödie
Länge:81 Minuten
FSK: ab 0 Jahren
Website:

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Inhalt:


Hühnchen Junior ist in seinem Heimatstädtchen Oakey Oaks nicht gerade beliebt. Jedenfalls nicht mehr seit jenem unglückseligen „Ereignis mit der Eichel“, als er vor gut einem Jahr durch die Straßen rannte, „Der Himmel fällt uns auf den Kopf“ brüllte, damit eine Massenhysterie auslöste und die Stadt ins Chaos stürzte.

Bild 1 zu Himmel und Huhn
Nach dem „Eichel-Vorfall“ fällt die lokale Presse über den armen Junior her.

Alles, was er sich nun wünscht, ist, dass dieser hochpeinliche Vorfall aus dem kollektiven Gedächtnis der Stadt verschwindet – und sich das etwas angespannte Verhältnis zu seinem Vater Bruno Hühnchen wieder lockert. Um den Respekt seines Vaters, eines legendären Ex-Superstars des lokalen Baseballclubs, wiederzugewinnen, tritt Junior sogar in dessen Fußstapfen und sorgt bei einem wichtigen Heimspiel für einen unerwarteten Sieg. Aber gerade, als sich die Dinge in Oakey Oaks ein wenig zu seinen Gunsten entwickeln und der Spottpegel sinkt, fällt Hühnchen erneut etwas auf den Kopf...

Kritik:


Nach der Trennung von Pixar („Die Unglaublichen“, „Findet Nemo“) im letzten Jahr ist „Himmel und Huhn“ nun Disneys erster Versuch, einen eigenen computeranimierten Film ins Kino zu bringen. Nach langsam wachsenden Zweifeln am Erfolg und überwiegend negativen Reaktionen amerikanischer Kritiker, wurde schon über die Schließung der gerade erst gegründeten Animationsabteilung spekuliert. Nun spielte „Himmel und Huhn“ am Startwochenende in den USA knapp über 40 Mio. Dollar ein, der nach „Der König der Löwen“ zweitbeste Start einer Disney-Eigenproduktion und bei weitem mehr als die Analysten vorhergesagt haben – die Marke „Disney“ zieht noch. Der Aktienkurs stieg, das Hauptziel ist also erreicht. Trotzdem wurden die Starts aller ausstehender Produktionen erst einmal nach hinten verlegt, was angesichts des finanziellen Erfolgs nur daran liegen kann, dass die Produzenten gemerkt haben, was für einen gigantischen Mist sie da eigentlich verbrochen haben.

Bild 2 zu Himmel und Huhn
Dem hässlichen Entlein leiht die frühere "Feldbusch" Verona Pooth ihre Stimme.

Hühnchen Junior ist klein, sein Vater groß und stark, die Ente ist hässlich, das Schwein fett und der Goldfisch hat ein Aquarium auf dem Kopf, mehr Eigenschaften werden den Figuren in „Himmel und Huhn“ nicht zugemutet. So bleiben sie natürlich weit entfernt von den unvergesslich charmanten Charakteren aus den Pixar- und früheren Disney-Filmen. Kein Kind wird sich nach dem Kinobesuch ein kleines Kücken wünschen, wie es nach dem Riesenerfolg von „Findet Nemo“ mit Clownfischen der Fall war. Dass dies in Zeiten der Vogelgrippe auch seine guten Seiten hat, kann man dem Film natürlich trotzdem nicht anrechnen. Endgültig begraben wird jegliches Interesse spätestens durch die deutsche Synchro. Spricht das pubertierende Hühnchen im Original „Garden State“-Star Zach Braff mit lakonischem Humor, zeigt sich, dass „Echt“-Sänger Kim Frank, der in „NVA“ schon sein schauspielerisches Untalent bewiesen hat, besser auch kein Synchronsprecher geworden wäre. Die Nebenrollen werden von Society-Sternchen wie Boris Becker und Verona Pooth gesprochen, die ihre Aufgabe prinzipiell nicht schlecht machen, da sie aber ihre Stimmen nicht richtig verstellen können, hat man immer ihre wahren Gesichter vor Auge und wird von den ohnehin schon schwachbrüstigen Figuren noch mehr abgelenkt.

Bild 3 zu Himmel und Huhn
Junior bekommt seinen Vater einfach nicht dazu, ihm zuzuhören.

Die Geschichte lässt sich zu einfach in zwei Hälften teilen. Einfälle, die für die gesamte Laufzeit gereicht hätten, wurden scheinbar keine gefunden. Nach dem Eichelvorfall zu Beginn ist Hühnchen Junior seinem Vater nur noch peinlich. Hühnchen traut sich aber nicht, mit ihm darüber zu reden und versucht deshalb durch Baseball spielen in der Schulmannschaft den Stolz seines Vaters zurückzugewinnen. Eine solche 08-15-Story bekommt man jeden Sonntag-Nachmittag in der Disney-Filmparade zu sehen, dafür muss man nun wirklich nicht ins Kino gehen. Außerdem ist es in diesem Teil total unsinnig, vermenschlichte Tiere als Charaktere zu benutzen, ein Realfilm hätte viel besser zur Thematik gepasst. In Pixar-Filmen können die Tiere zwar auch alle sprechen, bleiben ansonsten aber in ihrer natürlichen Umgebung – das ist spannender und bietet einen weit größeren Fundus für ausgefallene Ideen. In der zweiten Hälfte muss Hühnchen dann in einer nicht immer kinderfreundlichen „Krieg der Welten“-Parodie die Erde vor einer Alien-Invasion bewahren. Sein Vater glaubt ihm aber nicht, als Hühnchen seine Entdeckung erzählt. War die Moral in der Baseball-Episode noch, dass man bei Problemen mit seinen Eltern sprechen soll, zeigt der Film sinniger Weise gleich hinterher, dass das überhaupt keinen Sinn macht – ob das Drehbuch wohl bei Disney irgendjemand von vorne bis hinten durchgelesen hat? Und dass Papa Hühnchen seinen Sohn erst wieder in die Arme schließt, nachdem dieser mal kurz die Welt gerettet hat, wird klein Peter von nebenan mit Sicherheit (k)eine große Hilfe sein, die Probleme mit seiner Familie in den Griff zu bekommen.

Bild 4 zu Himmel und Huhn
Der chilligste Igel aus Oakey Oaks – einfach nur „Cool Man“.

Im Endeffekt bleibt „Himmel und Huhn“ trotz aller Moral und Action wie die meisten Animationsfilme in erster Linie eine Komödie. Schande über mich, ich habe sogar zweimal gelächelt. Aber verglichen mit dem Dauerlachen in „Die Monster A.G.“ und „Die Unglaublichen“ ist das natürlich mehr als einfach nur zu wenig. Statt einfallsreicher Pointen gibt es nur hektisches Rumgerenne. So bekommt man nichts anderes als eine längere Version der 20-minütigen Samstagmorgen-Cartoons auf Super RTL. Auch optisch sieht „Himmel und Huhn“ nicht besser aus als die TV-Serie „Jimmy Neutron“. Mehrschichtige Witze, die sowohl eine Ebene für Kinder und eine für erwachsene Zuschauer haben (wieder ein verlorener Vergleich gegen Pixar), sucht man vergeblich. Stattdessen gibt es für die Größeren uninspirierte „Indiana Jones“ und „King Kong“ Zitate, während die Kleinen mit schlecht getimtem Brachialhumor abgespeist werden.

Fazit:


Beim Umstieg vom Zeichnen zum Animieren ist alles verloren gegangen, was „Disney“ einmal ausgemacht hat. „Himmel und Huhn“ ist weder charmant, lustig oder kindgerecht und dazu noch unglaublich nervig.
 

Bewertung[?]::

Userbewertung:

Autor:

Christoph

Eingetragen am:

05.12.2005

Aufgerufen:

16187 Mal

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