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Harry Potter und der Gefangene von Askaban

 

Harry Potter and the Prisoner of Azkaban, 2004

 
Poster zu 'Harry Potter und der Gefangene von Askaban' kaufen
deutscher Start:2004
Herstellungsland:USA
Regie:Alfonso Cuarón („Große Erwartungen“)
Drehbuch: J.K. Rowling (Roman), Steven Kloves
Darsteller:Daniel Radcliffe, Gary Oldman, Rupert Grint u.a.
Verleih:

Warner Brothers
Genre:

Abenteuer/Familienfilm/Fantasie
Länge:141 Minuten
FSK: ab 12 Jahren
Website:

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Inhalt:


Widerwillig hat der 13-jährige Harry Potter (Daniel Radcliffe) seine Sommerferien erneut bei seinen unausstehlichen Verwandten, den Dursleys, verbracht – er ist aber ganz „artig“ und probiert keine Zauberkunststücke aus – zumindest bis Onkel Vernons tyrannische Schwester, Tante Magda (Pam Ferris), zu Besuch kommt. Tante Magda behandelt Harry besonders garstig – sie macht ihn derart wütend, dass er sie „aus Versehen“ wie einen gigantischen Ballon aufbläst und davonfliegen lässt! Aus Angst vor Tante und Onkel flieht Harry in die Nacht – nicht zuletzt fürchtet er auch ein Nachspiel in Hogwarts beziehungsweise im Ministerium für Zauberei, das den Schülern Zauberei in der nicht-magischen Welt strikt untersagt.

Bild 1 zu Harry Potter und der Gefangene von Askaban
Gegen Onkel Vernon wehrt sich Harry diesmal mit einer davonfliegenden Tante.

Sofort nimmt ihn der Fahrende Ritter auf, ein fantastischer dreistöckiger lila Bus, der ihn im Nu am Gasthaus Zum Tropfenden Kessel absetzt. Dort wird Harry von Cornelius Fudge (Robert Hardy), dem Minister für Zauberei, empfangen, der ihn für seine eigenmächtige Zauberei erstaunlicherweise nicht bestraft, sondern stattdessen darauf besteht, dass Harry die Nacht im Tropfenden Kessel verbringt, um dann in Hogwarts sein drittes Ausbildungsjahr zu beginnen.

Bild 2 zu Harry Potter und der Gefangene von Askaban
Ist der Ausbrecher wirklich ein gefährlicher Irrer, oder steckt mehr dahinter?

Schnell wird klar, dass der gefährliche und rätselhafte Zauberer Sirius Black (Gary Oldman) aus dem Askaban-Gefängnis entkommen ist – es heißt, er sei auf der Suche nach Harry. Der Legende nach war Black verantwortlich dafür, dass Lord Voldemort Harrys Eltern aufspüren und schließlich umbringen konnte; man nimmt also an, dass Black jetzt auch Harry töten will.

Kritik:


Das Zauberer Sein entfaltet seine volle Faszination nur in der Verbindung mit dem Mensch Sein. Niemand wünscht sich in einem Land voller Zauberer zu leben; es geht gerade darum, mit den Mitteln der Magie auf seinen eigenen, bekannten Alltag einwirken zu können. Strenge Lehrer, gemeine Mitschüler oder blöde Eltern sind die Opfer in magischen Träumen, eher selten wünscht man sich in einem Kampf gegen Lord Voldemort zu bestehen. Der neue Potter-Regisseur Alfonso Cuarón hat dies erkannt und versucht nun, indem er weg von der durchaus charmanten Zuckerwatten-Ästhetik der ersten beiden Filme zurück zu einem etwas wahreren Leben schwenkt, dem dritten Teil der Potter-Saga seinen ganz eigenen Stempel aufzudrücken.

Bild 3 zu Harry Potter und der Gefangene von Askaban
Vorsicht Bissig! Ob ein solcher Ratgeber wirklich eine Hilfe ist?

Von der Kamera, die sich nun auch zutraut düstere und beklemmende Bilder einzufangen über die Musik, die sich nun auch für andere Stücke als das allbekannte Potter-Thema interessiert bis hin zur Geschichte, die nicht mehr das oberste Gebot, sondern nur noch Mittel zum Zweck ist, ist alles trotz Hypogreifen und Werwölfen ein wenig echter, ein wenig näher bei den Charakteren. Natürlich konnte niemand von Cuarón, der nun einmal eher Charakterregisseur als Geschichtenerzähler ist, erwarten, dass er Chris Columbus (Regisseur der ersten beiden Teile) narrativen Stil weiterführen würde. Aber dass er seine eigenen Vorstellungen komplett in das Potter-Universum retten würde, war Angesichts der bei einem 100 Millionen Dollar Projekt verständlicherweise vorsichtigen Produzenten nun auch nicht zu erwarten. Harry Potter ist tot – lang Lebe Harry Potter.

Bild 4 zu Harry Potter und der Gefangene von Askaban
Nach dem Tod von R. Harris übernahm Michael Gambon die Dumbledore-Rolle.

Da bedurfte es doch wirklich erst eines südamerikanischen Regisseurs um den Regen zurück ins altehrwürdige England zu bringen. Schon in einer der ersten Szenen, in der Tante Magda die Tür geöffnet wird, kann man durch einen schmalen Spalt draußen die Wassermassen niedergehen sehn. Musste bei Columbus trotz aller schwarzen Magie alles einfach nur gut aussehen, mag Cuarón es matschig, schlammig, schmutzig. Auch eine Anpassung der Optik an Harrys einsetzende Pubertät, die unbeschwerte Kindheit (zumindest bei anderen Kindern in dem Alter) ist vorbei, der düstere Ernst des Lebens mit Verantwortung und Pickeln beginnt. Die schemenhaften Dementoren, die ihrer Umgebung jegliche Freude und Wärme entziehen, und der geisteskranke Mörder Sirius Black, mit fettigen Haaren und verwachsenen Vollbart, tun ihr Übriges, um den Niedlichkeitsgrad im Vergleich zu den ersten Teilen auf ein Minimum zu reduzieren. Aber nicht nur visuell versinkt der Film in einem nebligen Silberton, auch die Geschichte fängt an grauer zu werden, der klar definierte Kampf „Gut gegen Böse“ gehört der Vergangenheit an. Zum einen wird die Gesinnung vieler Charaktere erst während der Auflösung klar und zum anderen fängt die Politik langsam an sich einzumischen. Zaubereiminister Cornelius Fudge hat seinen ersten Auftritt und der Rassismus gegen Halbblüter wird tiefergehend thematisiert.

Bild 5 zu Harry Potter und der Gefangene von Askaban
Im neuen Fach Hellsehen unterrichtet die leicht verwirrte Sybil Trelawney.

Eine weitere Errungenschaft Cuaróns ist, dass er neben bombastischer Ausstattung und großartiger Special-Effects auch echte filmische Qualität in das Potter-Franchise einführt. Sowohl die mutig surreale „Fahrende Ritter“-Sequenz zu Beginn, in der Harry in einem mit Reggae-Schrumpfköpfen besetzten Bus durch das nächtliche London rast und der Bus sich in Zeitlupe zwischen zwei Anderen hindurchzwängt als auch die von Phantasie überbordende Verteidigung gegen die dunklen Künste Unterrichtsstunde mit rollschuhfahrenden Spinnen und einem als Oma verkleideten Snape sind das Beste, was man bisher von Potter gesehen hat. Außerdem wirkt die Inszenierung weitaus fließender, nicht so holprig wie in den ersten beiden Teilen, die nur von einem Highlight zum anderen gesprungen sind. Hervorzuheben sind hierbei vor allem die kurzen, aber sehr gelungenen Übergangssequenzen, durch die eine neue Jahreszeit Einzug in Hogwarts erhält. Da hält sich die Peitschende Weide den ersten Frühlingsvogel wie eine lästige Fliege vom Hals oder befreit sich wie ein begossener Pudel von der winterlichen Last des Schnees.

Fazit:


Cuarón schafft es das ganze Potter-Universum in eine realere Welt zu verfrachten. Ein wichtiger Schritt - denn so ist nicht nur Harry, sondern die ganze Filmreihe erwachsener geworden.
 

Bewertung[?]::

Userbewertung:

Autor:

Christoph

Eingetragen am:

13.11.2005

Aufgerufen:

64221 Mal

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