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 | Hannibal Rising - Wie alles begann |  | | |
Hannibal Rising, 2007 | |
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| deutscher Start: | 2007 | | Herstellungsland: | USA | | Regie: | Peter Webber ("Men Only") |
| Drehbuch: |
Thomas Harris |
| Darsteller: | Gaspard Ulliel, Li Gong, Rhys Ifans u.a. | | Verleih: | Tobis Film | | Genre: | Drama/Thriller | | Länge: | 122 Minuten | | FSK:
| ab 18 Jahren |
| Website: | Link aufrufen | | Günstig DVD, Video, Buch oder Soundtrack zu "Hannibal Rising - Wie alles begann" | 
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Inhalt:
Der zweite Weltkrieg hat begonnen, eine der wohl traurigsten und brutalsten Zeiten der Weltgeschichte fängt an sich zu realisieren. Unter den leittragenden befindet sich auch die Familie Lecter, mit ihren Kindern Hannibal und Mischa. Nachdem sie in ihr Fluchtdomizil abgetaucht sind, werden die Eltern von feindlichen Fliegertruppen überrascht und umgebracht. Der Nachwuchs der Familie überlebte, doch dies sollte sich schon bald ändern. Weitere Truppen bemerkten ihr Haus und beschlagnahmten es für sich, aufgrund von Nahrungsdefiziten musten sie Hannibals kleine Schwester verspeisen. Seit diesem Zeitpunkt an schwört Hannibal bittere Rache. |
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| Kritik:
Die Hannibal-Reihe wird fortgesetzt, allerdings geht es diesmal nicht wie bekannt weiter in die Zukunft, sondern der Zuschauer taucht in die Vergangenheit des Kannibalen ein. Für viele war die Idee, die Hintergrundgeschichte zu Hannibals abartigen Neigungen zu ergründen, ein Geniestreich. Man muss sagen, dass sich gerade diese Filmreihe besonders für ein Prequel anbietet, aufgrund der grandiosen Story. An dieses Werk hat sich Peter Webber gewagt und taufte es auf den Namen „Hannibal Rising“. Webber wurde vor allem bekannt durch seine gute Regie in „Underworld“, der ebenfalls das Horror-Genre wiederspiegelt. Der Zuschauer darf seine Erwartungen demnach am oberen Ende der Messlatte platzieren und hoffen, das diese auch realisiert werden.
Hannibal als mutiger Bruder der seine Schwester schützen will... Hintergrundgeschichten sind in Prequels das Kriterium, dem man am meisten Aufmerksamkeit schenken sollte. Wirkt die Geschichte glaubwürdig und überzeugend, kann der Kinobesucher seine Gedanken bündeln und die Ideen des Regisseurs auf sich wirken lassen. Bemerkt man allerdings schon Fehler und Widersprüche zum Hauptfilm, dann hat sich gerade diese Atmosphäre schlagartig in Luft aufgelöst. Peter Webber traut sich einiges, wenn er Hannibals Kindheit mit dem zweiten Weltkrieg verbindet und die Soldaten als blutrünstige Mörder darstellt, die Hannibals Schwester essen um am Leben zu bleiben. Das erklärt dann auch die etwas perverse Art von Hannibal der Anscheinend in der Kindheit durch dieses Erlebnis traumatisiert worden war.
Hannibal wird in seiner frühen Kindheit von Aaran Thomas gespielt, der dort seinen ersten richtigen Auftritt zu verbuchen hatte. Er spielt seine Rolle als kleiner aufgeweckter Junge passend gut, auch wenn seine Präsenz nicht von Dauer ist. Später wird er dann abgelöst von Gaspard Ulliel, der Hannibal als jungen Erwachsenen verkörpert. Mit seinen 22 Jahren passt der Franzose genau ins Bild und spielt die Rolle als Hannibal grandios. Da könnte man meinen, das sich selbst Anthony Hopkins eine Scheibe von abschneiden könnte. Einen weiteren Auftritt gab es von Li Gong als Lady Murasaki, sie kümmert sich um Hannibal und lehrt ihn einiges. Warum man nun gerade sie als Asiatin in diesen Film gebracht hat, wirkt am Anfang etwas unstimmig, zumal bisher nur die russischen Landsleute von Hannibal gezeigt wurden. Sie macht das jedoch alles mehr als wett, mit ihrer einfachen aber dennoch feinfühligen Art hat sie das Publikum größtenteils im Griff. Unter Beweis stellen konnte sie sich schon in „Miami Vice“ und „Die Geisha“.
Lecter tastet sich an potenzielle Opfer ran... Es gibt allerdings auch einige Kritikpunkte, die das Gesamtbild um einiges nach unten drücken. Der Film wirkt an sich ziemlich unausgeglichen und sehr hastig ablaufend. Die Geschichte von Hannibal wird zum Anfang des Filmes in rasender Geschwindigkeit mehr oder weniger überflogen. Danach hält sich der Film ziemlich lange mit der Erziehung des Jungen bei Lady Murasaki auf, so das am Ende nur noch wenig Zeit bleibt um den genauen Racheakt des Hannibal Lecter genau zu beschreiben. Also wird dies dann auch in Lichtgeschwindigkeit abgehandelt um die Zeitvorgabe von 130 Minuten einzuhalten. Hätte man die Geschichte besser untergliedert und den verschiedenen Geschichtspunkten die passende Zeitangabe zugeordnet, dann hätte es um einiges besser ausfallen können. Ansonsten ist der Film mit eben genannter Laufzeit schon ein richtig langer Zeitvertreib, da hätte man mehr draus machen können. |
| | Fazit: "Hannibal Rising" ist einer der Filme, der für Liebhaber der Hannibal Filme und Bücher eventuell etwas zu übertrieben und unrealistisch rüberkommt. Für einen DVD Abend im gemütlichen Kreise, ist er allerdings auf jeden Fall zu empfehlen. Die Darsteller machen ihre Aufgabe sehr gut, die Landschaften sind nett gewählt. Einziges Manko ist der Ablauf der Story die am Anfang zu schnell abläuft und am Ende dann nicht mehr genug Zeit aufweist für ein grandioses Ende. |
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