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H6 - Tagebuch eines Serienkillers

 

H6: Diario de un asesino, 2005

 
Poster zu 'H6 - Tagebuch eines Serienkillers' kaufen
deutscher Start:2007
Herstellungsland:Spanien
Regie:Martín Garrido Barón
Drehbuch: Martín Garrido
Darsteller:Fernando Acaso, Maria Jose Bausa, Xenia Reguant u.a.
Verleih:

Tiberius Film
Genre:

Horror/Thriller
Länge:81 Minuten
FSK: ab 18 Jahren
Website:

Link nicht vorhanden

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Inhalt:


Antonio Frau (Fernando Acaso) ist ein ebenso unberechenbarer wie gefährlicher Mann. Nach dem Mord an seiner Frau wandert er mehrere Jahre hinter Gitter, wo er reichlich Zeit hat, um sich einen grausamen Plan auszudenken, womit er seinen unersättlichen Blutdurst stillen kann. Zurück in der Freiheit erbt er eine heruntergekommene Pension, der perfekte Tatort für seine grausigen Taten. Seine neue Frau (Maria Jose Bausa) ist Krankenschwester und arbeitet jede Nacht, wobei sie außerdem eine Affäre zum Chefarzt pflegt. So ist Antonio ungestört, vergiftet zunächst einen Obdachlosen, um ihn anschließend zu zerlegen; quasi als Testlauf. Von nun an lockt er Prostituierte in seine Pension um sie gefangen zu halten, zu foltern und zu vergewaltigen und schließlich mit der Kettensäge zu zerstückeln.

Kritik:


Jeder Film hat seine bestimmte Zielgruppe, da jede Art von Publikum auf ganz spezielle Schlüsselreize reagiert. Für das gemeine Mainstream-Publikum gibt es nichts Schöneres als pompöse Fantastereien mit heldenhaften Hauptfiguren, prominent besetzt und mit spektakulären Effekten und Stunts ausgestattet. Der Actionfan von Welt erfreut sich dagegen an riesigen Explosionen und möglichst maskulin auftretenden Charakteren, die sich gegenseitig ordentlich vermöbeln. Der Mystery- und/oder Thriller-Freund verliert sich gerne mal in spannenden, düsteren Rätselwelten, während die Art-Haus-Fraktion sich Dramen und Tragikomödien rein zieht, die gar nicht anspruchsvoll genug sein können. Die sentimentale Hausfrau von heute kann sich zu jeder Zeit für kitschige Romanzen begeistern, die spaßorientierten Teens sind entweder auf jede Menge Blut oder albernen Klamauk aus und die Kleinsten haben es am liebsten mit zauberhaften Märchen oder spritzigen Animationsfilmen zu tun, u.s.w.. Nur „H6- Tagebuch eines Serienkillers“ vom spanischen Debutant Martin Garrido Baron kann wohl keine Zielgruppe für sich beanspruchen, da der hundsmiserable Streifen keine echten Reize zu bieten hat.

Bild 1 zu H6 - Tagebuch eines Serienkillers
Gepeinigt, vergewaltigt und gefoltert: Antonios erstes Opfer.

Was „H6-Tagebuch eines Serienkillers“ fehlt, ist eine klare Linie. Das Drehbuch der Geschichte, die an eine wahre Begebenheit angelehnt ist, wirkt so kurzweilig und uninspiriert erdacht, dass jegliche positive Aspekte des Films im Keim erstickt werden. Baron, der auch das Skript verfasste, hat nicht das geringste Gespür für eine ansprechende Dramaturgie und Spannungsbögen. Nach einer kurzen Einleitung wiederholt sich derselbe Ablauf immer wieder aufs Neue. Antonio lockt eine Nutte zu sich, hält einen kurzen Tratsch mit ihr, überwältigt und fesselt, vergewaltigt und demütigt sie eine Zeit lang, um sie dann grausam zu töten. Das funktioniert beim ersten mal noch ganz gut, lässt aber bereits bei der ersten Wiederholung jeglichen Nachgeschmack vermissen, zumal eine echte Abwandlung nur in den Dialogen statt findet. Weder Spannung noch Atmosphäre will aufkommen, da „H6“ auch keinen einzigen Sympathieträger zu bieten hat und stets viel zu distanziert bleibt. Irgendwie ist der gesamte Film ein einziger Leerlauf. Die Handlung bewegt sich dermaßen monoton und ermüdend voran, dass selbst die Goreeffekte wirkungslos am Publikum vorüberziehen.

Bild 2 zu H6 - Tagebuch eines Serienkillers
Antonio vor dem Mord...

Letztere werden mit dem Slogan „Härter als „Hostel“, schonungloser als Irreversible“ angekündigt, was natürlich immer eine wirkungsvolle Werbestrategie ist. Selbst wenn man dem keinen Glauben schenkt, möchte man doch erfahren, ob man sich vielleicht irrt. Letztendlich entpuppt sich das Ganze selbstverständlich als hohles Geschwätz. Der Vergleich mit „Hostel“ hinkt gewaltig. Selbst wenn bei den Mordszenen das Blut ohne Ende spritzt, spielt sich die eigentliche Tat immer im Off ab. Nur das Ergebnis wird teilweise präsentiert. Auch die psychologische Ebene, z.B. Kettensägen-Gedröhne in Verbindung mit Frauengeschrei und dem spritzenden Blut, funktioniert nur beim ersten Mal. Die restlichen Tötungsszenen sind relativ schlaff inszeniert, schocken nicht und bleiben kaum in Erinnerung. Selbst die zahlreichen Sexszenen sind zu feige, um mit nackten Tatsachen aufzuwarten.

Bild 3 zu H6 - Tagebuch eines Serienkillers
...während des Mordes...

Mit der Referenz zu „Irréversible“ soll natürlich der Eindruck einer intelligenten Psychoanalyse angestrengt werden, was sich ebenfalls als komplette Fehleinschätzung herausstellt. Man hofft auf einen Einblick in die Gedankenwelt eines psychopathischen Killers, was ihn dazu verleitet, wie sein Umfeld aussieht und wie er auf andere Menschen wirkt. Geboten bekommt man aber nur platte Klischees, unbegründete Theorien und zahlreiche Ungereimtheiten. Die vielen Voice-Overs von Antonio, seiner Frau und später auch vom ermittelnden Cop sollen zu diesen Aspekten Aufschluss verschaffen, sind aber auf Dauer eher nervig als interessant. So glaubt Baron die Frage nach dem Motiv mit der Faszination für einen anderen Serienkiller ausreichend beantwortet zu haben. Von Tiefsinn ist hier keine Spur. „H6“ wirkt, als wolle er sich komplett auf seine kontroverse Grundidee verlassen, ohne irgendetwas anderes bieten zu wollen. Als wolle man viel Geld abstauben, den Zuschauer aber nicht überzeugen.

Bild 4 zu H6 - Tagebuch eines Serienkillers
...und danach.

Als Regisseur hat der gerade mal 21-jährige Martin Garrido Baron sicherlich Talent. Er hat eindeutig ein Gespür für ästhetische, homogene Inszenierungen, wie seine düsteren Bildkompositionen und der klassische Score beweisen. Allerdings können diese Vorzüge den Film ebenso wenig retten wie die soliden Darstellerleistungen. „H6- Tagebuch eines Serienkillers“ ist nichts Halbes und nichts Ganzes. Weder wird man hier intellektuell bedient, noch kann man sich durch ausufernde Gewaltorgien verstören oder durch eine spannende Dramaturgie unterhalten lassen. Inhaltlich versagt Barons Werk auf ganzer Linie. Eine solide Idee und Mut zur Kontroverse reichen nun mal lange nicht, um einen passablen Film zu garantieren.

Fazit:


Trotz einer soliden Inszenierung ist „H6- Tagebuch eines Serienkillers“ bemüht kontroverser, aber letztendlich nichts sagender und langweiliger Bockmist unter einem pseudo-intelektuellen Deckmantel.
 

Bewertung[?]::

Userbewertung:

Autor:

Kevin

Eingetragen am:

28.02.2007

Aufgerufen:

49143 Mal

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