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 | Good Night, and Good Luck |  | | |
Good Night, and Good Luck, 2005 | |
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| deutscher Start: | 2006 | | Herstellungsland: | Frankreich/Großbritannien/Japan/USA | | Regie: | George Clooney (“Confessions of a Dangerous Mind”) |
| Drehbuch: |
George Clooney, Grant Heslov, Fred W. Friendly |
| Darsteller: | David Strathairn, Robert Downey Jr., Patricia Clarkson u.a. | | Verleih: | Kinowelt | | Genre: | Drama | | Länge: | 93 Minuten | | FSK:
| ab 0 Jahren |
| Website: | Link nicht vorhanden | | Günstig DVD, Video, Buch oder Soundtrack zu "Good Night, and Good Luck" | 
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Inhalt:
1953 in den USA. Der einflussreiche Senator Joseph McCarthy inszeniert eine landesweite Hexenjagd gegen vermeintliche Kommunisten und Andersdenkende, klagt Unschuldige in Schauprozessen an und zerstört ganze Existenzen. Auch im Newsroom von CBS ist die Angst angekommen. Doch schließlich erhebt der respektierte Fernsehmoderator Edward R. Murrow (David Strathairn) seine Stimme.
David Strathairn als kämpferischer Fernseh-Moderator Edward R. Murrorw.
Unter dem Motto "Fakten statt Mutmaßungen" berichtet er in seiner Sendung "See it Now" über einen Piloten, der ohne triftigen Grund aus der Luftwaffe ausgeschlossen wurde. Schnell bringt Murrow die Armee, aber auch Werbekunden und seine Chefs gegen sich auf. Doch er und seine Mitstreiter, angeführt von dem Produzenten Fred Friendly (George Clooney, „Ocean`s Twelve“) und dem Reporter Joe Wershba (Robert Downey Jr.), bleiben standhaft. In der nächsten Sendung nehmen sie McCarthy selbst ins Visier. Der holt schnell zum Gegenschlag aus. |
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| Kritik:
Die Schonfrist für die US-Politik ist vorbei. Die Anschläge vom 11. September und die folgenden Kriege machten es schwer, systemkritische Filme ins Kino zu bringen. Doch nun scheinen Hollywoods-Linke endlich aus ihren Löchern zu kriechen. Allen voran George Clooney, der neben seiner kritischen Regie-Arbeit „Good Night, and Good Luck“ auch in dem komplexen Öl-Thriller „Syriana“ auftritt. Aber auch an anderer Stelle wird gegen Bushs wirtschaftsfreundliche Regierung gewettert. So wird zum Beispiel Oliver Stones 9/11-Beitrag „World Trade Center“ mit Sicherheit kein Loblied auf die politischen Reaktionen nach den Anschlägen und Paul Greengrass, der in seinem „Flight 93“ die Geschehnisse an Bord jenes Flugzeugs rekapituliert, das am 11.09.2001 in Pennsylvania abgestürzt ist, ist auch nicht gerade für seine konservative Weltsicht berüchtigt.
Clooney in seiner typisch charmanten Art als TV-Produzent Fred Friendly.
Obwohl das Porträt des integeren Fersemoderators in Schwarz-Weiß gedreht wurde, um die Unmengen an Archivmaterial möglichst unauffällig in den Film zu integrieren, und auch die Journalistenriege um Edward R. Murrow im Allgemeinen ins positive überzeichnet ist, ist Clooney mit „Good Night, and Good Luck“ doch ein hochkomplexes politisches Kammerspiel mit feinen Zwischentönen gelungen. Um all den hintergründigen Humor und die vielen versteckten Anspielungen zu entdecken, muss man allerdings schon eine gute Vorbildung in Sachen McCarthy-Ära und Kommunistenhatz mitbringen. Aber auch ohne dieses Wissen bleibt zumindest eine eindrucksvolle Schilderung der Angst dieser Zeit, die bis in jedes Wohnzimmer vordrang und auch vor Murrows Redaktionskonferenzen keinen Halt machte. Und dass allein ist das Eintrittsgeld schon allemal wert.
In den 50ern haben sich Moderatoren ihre Themen noch selbst erarbeitet.
Clooneys Inszenierungsstil ist auf der einen Seite dokumentarisch, irrt die Kamera doch fast verloren durch die Redaktionsräume und fängt all das ein, was gerade am interessantesten erscheint. Auf der anderen ist er aber auch sehr virtuos und fließend. Fast beiläufig werden die Gesichter der Journalisten gestreift, die Dank dem großartigen Spiel der gesamten Cast die Geschichte einer ganzen Ära erzählen. Angeführt natürlich vom für diese Rolle zu Recht „Golden Globe“-nominierten David Strathairn als intellektueller, kettenrauchender Kämpfer für das Gute. Aber auch die Nebenfiguren sind mit Robert Downey Jr. („Kiss Kiss, Bang Bang“) und Patricia Clarkson ("Safecrackers oder Diebe haben`s schwer") als sich versteckendes Ehepaar, Jeff Daniels („Winn-Dixie – Mein zotteliger Freund“, „Gods and Generals“) als pragmatischer Vorgesetzter und natürlich Clooney selbst als sympathischer Querdenker topp besetzt. Man merkt ihnen an, dass sie bei einem Budget von nur 7.5 Millionen Dollar nicht wegen des Geldes, sondern weil sie an Clooney und das Projekt geglaubt haben, in diesem Film mitspielen.
Intellektuelles TV: Rauchender Moderator, aber ehrbarer Journalismus.
Vor der letzten US-Präsidenten-Wahl haben die Fox News, deren Wahlspruch zynischerweise „fair and balanced“ ist, stets den Countdown „Noch xxx Tage bis zu Bushs Wiederwahl“ eingeblendet. Heute bekennen sich Nachrichtenmagazine klar zu ihrer politischen Ausrichtung, Gäste mit anderen Ansichten werden vor laufender Kamera mit Lügen und Halbwahrheiten denunziert und überhaupt wird die Wahl der Nachrichten nur noch durch subjektive Vorlieben bestimmt. In diesen verkommenden Zeiten ist ein Porträt über Edward R. Murrow, der sich zwar auch offen zu seiner persönlichen Meinung bekannte, aber nur mit gesicherten Fakten ins Feld gegen McCarthy zog, nicht nur hochaktuell, sondern hat auch eine wichtige Vorbildfunktion. Mit Murrow hat Clooney einen Menschen als Hauptperson seines Bio-Pics gewählt, der ein solches filmisches Denkmal auch wirklich verdient. |
| | Fazit: Sehr politisch, hochaktuell und filmisch brillant – mit „Good Night, and Good Luck“ ist George Clooney ein kleines, aber wichtiges Meisterwerk gelungen. |
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