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Globi und der Schattenräuber

 

Globi und der Schattenräuber, 2003

 
Poster zu 'Globi und der Schattenräuber' kaufen
deutscher Start:2005
Herstellungsland:Algerien/Frankreich
Regie:Robi Engler
Drehbuch: Peter Lawrence
Darsteller:Stimmen: Herbert Feuerstein, Wigald Boning, Andreas Fröhlich u.a.
Verleih:

Motionworks, Central
Genre:

Animation/Komödie/Fantasie
Länge:75 Minuten
FSK: ab 0 Jahren
Website:

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Inhalt:


Benji und Lucinda sind die besten Freunde und spielen gemeinsam in einer Rockband. Benji ist ein großes Talent – die Musik bedeutet ihm alles. Bis er eines Tages in ein ungewöhnliches Abenteuer gerät. Der böse Maestro (Andreas Fröhlich), ein erfolgloser Trommler, möchte die Welt der Musik beherrschen. Er verfolgt einen finsteren Plan: Er stiehlt den größten Musikern aller Zeiten ihren Schatten und damit ihre Seele und ihr musikalisches Talent. Auch Benjis Schatten muss dran glauben.

Bild 1 zu Globi und der Schattenräuber
Erfinder Globi (H. Feuerstein) mit seinem selbstgebauten Gehilfen Squidney.

Zum Glück kennt seine Freundin Lucinda den ebenso genialen wie skurrilen Erfinder Globi (Herbert Feuerstein, „Schmidteinander“). Der schlaue Papagei ist den Machenschaften des Maestro schon länger auf der Spur. Gemeinsam mit Globis selbst erfundenen Assistenten Squidney, einem vorwitzigen Roboterei, machen sich die Freunde auf die Suche nach dem gefährlichen Schattenräuber. Es gilt keine Zeit zu verlieren, denn die Welt der Musik ist in höchster Gefahr und Benjis Lebenskräfte schwinden...

Kritik:


Der blaue Papagei Globi ist Held einer in der Schweiz überaus populären Comic- und Kinderbuchreihe, auf der mittlerweile eine Hörspiel- und sogar eine Fernseh-Serie basieren. Mit „Globi und der Schattenräuber“ folgt nun der erste Leinwandauftritt des pfiffigen Erfinders. Zu erwarten war eine zwar qualitativ hochwertigere, aber optisch nicht allzu weit vom TV-Vorbild entfernte Kinoversion, mit der einen oder anderen Moral zuviel und Spannung zu wenig. Umso größer die Überraschung, als das Presseheft vollmundig den ersten Anime Europas ankündigt. Sogar einen japanischen Meister hat Produzent Tony Loeser als Experten engagiert – merkwürdig nur, dass Sen Sei Takashi Masunaga als einzigen größeren Film-Credit den eines Creative Producers für die mäßig erfolgreiche US-TV-Animationsserie „King Arthur and the Knights of Justice“ (1992-93) innehat. Und wirklich, die einzigen Animeansätze sind gelbe Blitze, die in mancher Actionszene wild durchs Bild zucken, und die leicht vergrößerten Augen des Bösewichts Maestro. Ansonsten erinnern Globi und seine Freunde eher an den Zeichenstil der Bibi Blocksberg und Benjamin Blümchen TV-Versionen.

Bild 2 zu Globi und der Schattenräuber
Der wahnsinnige Maestro will die Musik der ganzen Welt beherrschen.

„Globi und der Schattenräuber“ ist der erste Film der 1998 gegründeten Produktionsfirma MotionWorks, die sich mit Sitz in Sachsen-Anhalt auf Animationsfilme spezialisiert hat. Warum sich ein deutsches Unternehmen als erstes Projekt einen Film über eine schweizer Comicfigur wählt verwundert zunächst, aber schon in den ersten Szenen wird klar, dass das Vorkommen des blauen Vogels reiner Zufall ist. Alles beginnt mit einem von der restlichen Geschichte vollkommen unabhängigen Computerspiel, in dem Globi als Drachenflieger Raketen ausweicht, sich in der Wüste mit feindlichen Robotern prügelt, einen wilden Ritt auf einem coolen Motorrad abliefert und oben rechts sind die verbleibenden Leben eingeblendet. Im Gegensatz zum Rest des Films sind diese Szenen 3D-animiert, denn auch das kann MotionWorks. Und so geht es weiter, jede Sequenz ist in einem anderen Stil gestaltet, bloße Eigenwerbung sollen wir uns da ansehen. Die bekannte Figur Globi und die lose zusammenhängende Story scheinen nur widerwillig integriert, um sich mit der Vorstellung des Drehbuchs bei den Filmförderungen nicht komplett der Peinlichkeit preiszugeben. Ähnliches versuchte schon Regisseur Claudio Fäh, der mit seinem Film „Coronado“ der Welt sein Talent, trotz nur 7 Millionen Budget Hollywood-Standards zu halten, offenbaren wollte. Dessen Zielpublikum waren aber Erwachsene, Globi ist ein Kinderheld und die Grenze zur Frechheit ist schon lange überschritten, wenn man deren Träume für pures Marketing missbraucht – vor allem, weil sie gar nicht Ziel der Werbung sind, sondern potentielle, erwachsene Kunden für die Animations-Angebote. Auch in der Musikvideo-Branche scheint MotionWorks fuß fassen zu wollen, anders sind die künstlich überhöhten Clips um tanzende Ratten und grelles Neonlicht – dazu noch von experimenteller Musik (unter anderem von Uwe Fahrenkrog-Petersen (Popstars-Jury) komponiert) unterlegt - nicht zu erklären.

Bild 3 zu Globi und der Schattenräuber
Benji soll durch einen raumschiffartigen Sauger der Schatten gestohlen werden.

Der Geschichte um den wahnsinnigen Maestro, der die Musik der ganzen Welt unter seine Kontrolle bringen will, fehl etwas Konkretes, das ein Kind nachvollziehen könnte – alles spielt sich auf einer metaphorischen oder symbolischen Ebene ab. Ohne genaue Kenntnisse von „Faust“ und „Das Phantom der Oper“ dürfte auch so mancher Erwachsene große Schwierigkeiten haben, der jenseits jeglicher erfahrbarer Dramatik liegenden Entwicklung zu folgen. In der ersten Hälfte fasst Globi das bisher Geschehene alle Viertelstunde mal zusammen, aber in einem Kinderfilm sollten die Kleinen die Möglichkeit haben, das Gesehene selbst zu verstehen und nicht auf die Kommentierung des Papageienhelden angewiesen sein – außerdem endet dieses einzige Zugeständnis an den Zuschauer irgendwann auch abrupt. Natürlich kommt auch die Moral nicht zu kurz, allerdings ergibt die sich hier nicht aus der Handlung oder der Entwicklung der Charaktere, sondern wird von den Figuren ab und an einfach mal fein ausformuliert vorgetragen – zumindest können die Autoren jetzt gut schlafen. Höhepunkt ist aber der Humor, den Kinder anscheinend lustig finden sollen (mein 9-jähriger Bruder hat sich zumindest nur gelangweilt): „Das ist ja schlimmer als die Polizei erlaubt“, sagt die Hawaii besessene Polizeidirektorin.

Fazit:


Ein reines Werbeprodukt für die (beschränkten) technischen Möglichkeiten der Produktionsfirma MotionWorks, die Figur Globi scheint nur mit eingebaut, um Zuschauer und Fördergelder abzugreifen. Da ist selbst das Nachmittagsprogramm von RTL II interessanter als diese herz- und charmelose Aneinanderreihung von experimentellen Versatzstücken.
 

Bewertung[?]::

Userbewertung:

Autor:

Christoph

Eingetragen am:

28.07.2005

Aufgerufen:

13626 Mal

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