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Garden State

 

Garden State, 2004

 
Poster zu 'Garden State' kaufen
deutscher Start:2005
Herstellungsland:USA
Regie:Zach Braff ("Open Hearts")
Drehbuch: Zach Braff
Darsteller:Zach Braff, Natalie Portman, Peter Sarsgaard u.a.
Verleih:

Buena Vista
Genre:

Drama/Komödie/Romanze
Länge:102 Minuten
FSK: ab 12 Jahren
Website:

Link nicht vorhanden

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Inhalt:


Andrew „Large“ Largeman (Zach Braff) ist die verkörperte Leere, sein Zimmer repräsentiert eigentlich sein ganzes Leben. Komplett weiß, vom Boden bis zur Tapete, von der Bettdecke bis hin zum Schlafanzug. In Los Angeles muss er sich als Aushilfskellner über Wasser halten und alles was er im Moment in seinem Leben vorzuweisen hat, ist eine TV-Rolle als geistig zurückgebliebener Quarterback. Hinzu kommt, dass er seit seiner Kindheit starke Medikamente zu sich nimmt, die ihn hindern noch Gefühle für etwas zu empfinden.

Bild 1 zu Garden State
So ehrlich wie das Leben selbst – Garden State.

So wird er dem Zuschauer präsentiert, ohne allzu viel über seine Vergangenheit preiszugeben, doch die ist äußerst interessant. Denn als er aufgrund des Todes seiner querschnittsgelähmten Mutter in seine Heimatstadt im „Garden State“ New Jersey zurückkehrt, beginnt die Geschichte. Er trifft auf seinen Vater Gideon (Ian Holm), begegnet alten Bekannte – darunter seinem Schulfreund Mark (Peter Saarsgard) – und lernt eine neue Liebe kennen, Sam (Natalie Portman).

Kritik:


Das hätte man dem John „J.D.“ Dorian Mimen Zach Braff nicht zugemutet. Während er in Scrubs den kindisch clownesken Oberarzt spielt, brütete er über einem Projekt, das sich als einer der besten Indie-Filme entpuppen sollte, die das noch junge Jahrtausend zu bieten hat. Die Geschichte ist dabei gar nicht so speziell. Ein gefühlsarmer Mittzwanziger kehrt nach Hause zurück und wird mit alten Problemen und neuen Erfahrungen konfrontiert. Doch was zunächst wie ein typisches „Coming of Age“-Drama wirkt, entpuppt sich als detailverliebte teilautobiografische Reise durch alle Lebens- und Gefühlsstufen des Menschen. Von traurig und tragisch bis hin zu komisch und lebensbejahend.
Zunächst steht fest, dass Andrew Largemann eigentlich nichts mit seiner Familie zu tun haben will. So wird schon sehr früh im Film klar, dass beim Verhältnis zwischen Andrew und seinem Vater Gideon, der auch gleichzeitig sein Psychiater ist und ihm die viel zu starken Medikamente verschreibt, einiges im Argen liegt. Nachdem er einigen seiner ehemaligen Freunde während der Trauerzeremonie wieder begegnet und zu einer wilden Party mit Drogen und Frauen eingeladen wird, klagt er über Kopfschmerzen und besucht auf Anraten seines Vaters einen Arzt. Im Wartezimmer lernt er durch ein ungewöhnliches Erlebnis mit einem Hund die junge und notorisch lügende Sam kennen. Daraus entwickelt sich eine herzliche Liebesgeschichte, die Andrew etwas gibt, was er niemals zuvor empfunden hat: Echte und tief greifende Gefühle.

Bild 2 zu Garden State
Nette und witzige Details tragen unheimlich zu Atmosphäre des Films bei!

Man merkt schon, man kann sehr wohl eine tiefgreifende, facettenreiche, fein ausgearbeitete Geschichte erzählen ohne auch Akzente zu setzen. Es ist unglaublich wie es Braff schafft, solch eine wunderschöne Geschichte zu erzählen und diese mit allerlei detailreichen Anspielungen und witzigen Szenen zu bereichern. Dabei geht es vom Ausnutzen von Supermarktgesetzen um an Geld zu kommen bis hin zu einem reichen Freund der sein Geld mit einem Patent eines geräuschlosen Klettverschlusses verdient hat und nun mit brennenden Pfeilen auf seinem Hof umher schießt und mit einem Golfcaddi durchs heimische Wohnzimmer fährt. Doch das wirkt nicht aufgesetzt, sondern trotz der Obskurität der Ereignisse enorm erheiternd und sympathisch. Wie im richtigen Leben liegen Freude, Trauer und Liebe sehr eng beieinander.

Bild 3 zu Garden State
Sam (Natalie Portman) und Andrew Largemann (Zach Braff).

Doch wo man dachte, man würde schon alle Details von Andrews Vergangenheit kennen, enthüllt sich der eigentliche Paukenschlag, denn wie sich herausstellt, er ist nicht ganz unschuldig an der Behinderung seiner Mutter. Und so ergibt alles eigentlich noch viel mehr Sinn. So enträtseln sich langsam alle Details und ohne es wirklich zu bemerken, wird man immer tiefer in die Geschichte hinein gesogen, ohne auch nur zu im Ansatz an dem Geschehenen zu zweifeln.
Einen enormen Anspruch auf dieses Lob haben die exquisiten Darsteller. Kaum erwähnt werden muss, dass die superbe Natalie Portman ihrem Ruf alle Ehre macht. Ihr Schauspiel als leichtverrückte Lügnerin unterstreicht eindeutig, dass sie zu den stärksten Mimen Hollywoods zählt und nicht umsonst schon als Kind neben Jean Reno in „Léon – der Profi“ spielen durfte. Auch Zach Braff beweist, dass er neben Regie und Drehbuch auch perfekt die Hauptrolle einnehmen kann. Er spielt den gefühlslosen introvertierten jungen Mann und seine Wandlung hin zum erstarkten lebensbejahenden Menschen spielt er mit einer erhabenen Leichtigkeit. Das er bei der Krankenhauskomödie Scrubs nicht mal annähernd seine Fähigkeiten zeigt, hätte man ehrlich gesagt nicht von ihm erwartet, so ist es eigentlich auch ein Pluspunkt, dass das Synchronstudio für seine Rolle als Andrew Largemann auf eine andere Synchronstimme gesetzt hat. Peter Saarsgards Charakter Mark braucht zwar etwas Zeit, um sich in das Herz des Zuschauers zu spielen, aber er rundet das Trio perfekt ab. Komplettiert wird die Riege der wichtigsten Darsteller vom Altmeister Ian Holm, der zwar nur relativ wenige Szenen wirklich prägen kann, dafür bringt er die Dramatik zwischen seinem Alter Ego Gideon und Andrew richtig gut zur Geltung. Eine Bereicherung für diesen Film.

Bild 4 zu Garden State
Der Soundtrack trägt einen großen Teil zur Stimmung des Films bei.

Nicht zu vergessen, ist natürlich der Soundtrack. Künstler die bei uns noch nicht allzu bekannt sind, aber in den USA zum Teil Kultstatus erreicht haben, sind hier vertreten, wie z.B.: „The Shins“, „Remy Zero“, „Iron And Wine“. Aber auch prominente Vertreter, allen voran „Coldplay“ und „Simon and Garfunkel“ tragen ihren Teil dazu bei, dass diese melancholisch schönen Lieder, die Stimmung des Films ungemein unterstreichen. Und wer zeichnet sich für diesen nahezu perfekten Score verantwortlich? Natürlich hat auch hier Zach Braff seine Finger im Spiel. Handverlesen sind die Songs…und das hört man auch!

Fazit:


Eine Geschichte, so schön, wie sie nur das Leben schreiben kann. Hauptdarsteller, die nicht perfekter interagieren könnten. Und eine Detailverliebtheit, so wunderschön auf Zelluloid gebannt, dass es einfach nur Spaß macht, diesen Film zu sehen. Weniger als die volle Punktzahl würde diesem Meisterwerk der Independent-Szene nicht gerecht werden!
 

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Userbewertung:

Autor:

Vicious!

Eingetragen am:

15.01.2007

Aufgerufen:

8751 Mal

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Weitere Kritik:

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