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Frostbite

 

Frostbite, 2005

 
Poster zu 'Frostbite' kaufen
deutscher Start:2007
Herstellungsland:Schweden
Regie:Anders Banke ("John Howe: There and Back Agai")
Drehbuch: Daniel Ojanlatva, Pidde Andersson
Darsteller:Petra Nielsen, Grete Havnesköld, Jonas Karlstöm u.a.
Verleih:

Legend Home Entertainment
Genre:

Horror/Komödie
Länge:98 Minuten
FSK: ab 16 Jahren
Website:

Link nicht vorhanden

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Inhalt:


1944, Ukraine: Eine handvoll Soldaten erleben ihr blaues Wunder, als sie in einer kleinen Waldhütte vor der eisigen Kälte Schutz suchen. Das Häuschen scheint bewohnt, der Ofen ist noch warm, aber die Bewohner sind spurlos verschwunden. In der Nacht werden sie von einem blutdürstenden Wesen aus dem Schlaf gerissen und teilweise getötet. In letzter Sekunde können sie einen der Vampire daran hindern, seinem Sarg zu entsteigen. CUT. Wir befinden uns nun in einem Provinznest in der schwedischen Einöde. Annika Wallen (Petra Nielsen) und ihre Tochter Saga (Grete Havnesköld) ziehen gerade erst dort ein.

Bild 1 zu Frostbite
Noch sind die seltsamen Bissspuren ein Rätsel.

Während die Mutter ihren Job im örtlichen Krankenhaus antritt, wo sich der leitende Arzt Beckert (Karl-Ake Eriksson) ungewöhnlich intensiv um eine komatöse Patientin kümmert und sie ständig mit seltsamen, roten Pillen füttert, macht Saga Bekanntschaft mit der flippigen Vega (Emma Aberg) und ihrer Clique, die sie schnell zu einer Party einladen. Mehr und mehr kommt Annika hinter das Geheimnis von Beckert und seiner roten Pillen. Was diese anstellen, muss Krankenpfleger Sebastian (Jonas Karlstöm) am eigenen Leib erfahren. Nach Einnahme entwickelt er zunehmend einen unbändigen Blutdurst. Als die mysteriösen Pillen auch noch durch verzwickte Umstände in der Bowle der genannten Party landen, ist ein Schlachtfest garantiert.

Kritik:


Der Vampir ist das absolute Urgestein der Filmlandschaft. Keine Figur ließ sich öfter auf Leinwänden blicken, als die legendäre Sagengestalt, die Menschen das Blut aussaugt und allergisch auf religiöse Reliquien, Sonnenlicht und Knoblauch reagiert. Vom Klassiker „Nosferatu“ aus dem Jahre 1922, über dessen Remake mit Klaus Kinski, unzählige „Dracula“-Filme, Kathryn Bigalows Kult-Roadmovie „Near dark“, bis zu modernen Fantastereien wie „Blade“, wurden dem Vampir immer wieder neue Facetten abgerungen. Im leider völlig vergessenen „Die Weisheit der Krokodile“ mit Jude Law wurde die Blutsauger-Thematik sogar aus einer ganz anderen Perspektive beleuchtet. Auch der schwedische Film „Frostbite“ von Regiedebutant Anders Banke hat dem Genre die ein oder andere Neuerung hinzu zu fügen. So bietet die schwedischen Polarnacht natürlich den idealen Ausgangspunkt für eine spannende Blutsauger-Geschichte. Leider will Banke nur viel zu viel und verhebt sich mit seinem facettenreichen Stoff ein wenig.

Bild 2 zu Frostbite
Auch Vampire hören gern Musik.

Eine Horrorkomödie hätte es werden sollen, doch letztendlich bietet „Frostbite“ weder das eine noch das andere voll befriedigend. Die Witze sind durchaus originell und mit Filmzitaten, Klischeeausschlachtung und raffiniertem Wortwitz in zahlreichen Variationen vorhanden, wollen aber dennoch nicht so recht zünden, zumal sie für eine gute Horrorkomödie zu wenig Spielzeit einnehmen. Wie man die beiden Genres passender verbindet, hat jüngst Christopher Smith mit seiner Survival-Horrorkomödie „Severance“ gezeigt. Was den Horror betrifft, will „Frostbite“ nie so recht in Fahrt kommen, was zum einen sicherlich am geringen Budget, zum anderen an den überambitionierten Plänen des Regisseurs liegt.

Bild 3 zu Frostbite
Sebastian hat seinen Blutdurst nicht mehr unter Kontrolle.

Wie man der Inhaltsangabe schon entnehmen kann, erzählt sich „Frostbite“ recht wirr. Banke hat sich vorgenommen seine Geschichte in 6 verschiedene Handlungsstränge zu packen, wobei keiner der 6 zu kurz kommen soll, was dem Film fast das Genick bricht, obwohl die verschiedenen Fäden gar nicht dumm miteinander verwoben wurden. Bis alle Fronten geklärt sind und die Geschichte endlich Fahrt aufnimmt, zieht eine volle Stunde ins Land. Außerdem lässt sich eine echte Hauptfigur nur schwer ausmachen. Am ehesten stechen hier noch Annika und ihre Tochter Saga heraus, doch nicht etwa weil sie mehr Spielzeit erhalten als die anderen, sondern einfach weil sie als erste langfristig in Erscheinung treten. Beide erhalten unterschiedliche Erzählebenen. Während Saga sich den Teens anschließt und sich später ihren blutrünstigen, neuen Freunden erwehren muss, kommt Annika hinter das Geheimnis des Krankenhauses, droht aber selbst zum Vampir zu mutieren. Außerdem dürfen wir Dr. Deckert bei seinen finsteren Machenschaften zusehen. Am zähesten ist sicherlich der Strang um die Teens, da die Figuren, außer die aufgeweckte Vega, unangenehm stereotyp daher kommen, aber dennoch weniger nervig als ihre amerikanischen Pendants agieren. Gegen Ende rückt dann auch die Polizei in den Mittelpunkt des Geschehens. Letztendlich lässt sich natürlich alles auf die Vergangenheit in der Ukraine zurückführen.

Bild 4 zu Frostbite
Aus dieser Einstellung entspringt einer der besten Gags des Films.

Kein einziger der Handlungsstränge ist wirklich schlecht. Aber es fällt schwer in alle 6 gleichzeitig hinein zu finden. Einzig die Geschichte von Krankenpfleger Sebastian weiß zu 100% zu überzeugen, da hier auf urkomische Art die gängigen Vampirklischees herrlich grotesk auf die Schippe genommen werden. Das der erste Besuch bei den zukünftigen Schwiegereltern recht nervenaufreibend von statten gehen kann, ist bekannt. Wenn allerdings eine Vampirmutation bevorsteht, wird die familiäre Idylle schnell zum peinlichen Spießrutenlauf. Nachdem Sebastian nämlich unwissend eine der Pillen eingeworfen hat und bei den Eltern seiner Freundin angekommen ist, machen sich die ersten Symptome bemerkbar. Wenn Hunde plötzlich sprechen, sich die Familie als fanatisch-religiös herausstellt und Knoblauch auf der Speisekarte steht, ist das Essen schnell mal erbrochen und stattdessen das niedliche Haushäschen angeknabbert. Hier quillt der Ideenreichtum von Drehbuchautor Daniel Ojanlatva förmlich über. Hätte man den ganzen Film in diesem Stil gehalten, wäre „Frostbite“ ein riesen Hit geworden.

Bild 5 zu Frostbite
Tiere bekommen in „Frostbite“ ordentlich ihr Fett weg.

Anders Banke berichtete in einem Interview, dass in „Frostbite“ mehr Kunstblut fließe als in allen schwedischen Produktionen zusammen. Das kann nur ein schlechter Witz sein, denn über blutverschmierte Gesichter und verunstaltete Kleintiere kommt „Frostbite“ nicht hinaus, bewegt sich gerade so im Bodycount-Mittelfeld. Darüber hinaus kann sich sein Streifen aber durchaus sehen lassen. Die glasklare Optik ist gefällig, wobei besonders die Szenenübergänge Hingucker sind. Die Effekte, eine Mischung aus Maske und Digitalspielereien, können durchgehend überzeugen, kameratechnisch hat Banke einige schöne Einstellungen gefunden und die Schauspieler erbringen solide Leistungen. Abschließend lässt sich festhalten, dass „Frostbite“ ein zwar nicht übermäßig guter, aber durchaus sehenswerter Genrebeitrag geworden ist, denn trotz aller Startschwierigkeiten und der mangelnden, physischen Spannung ist der Streifen nie so wirklich langweilig. Bei Sebastians Handlungsstrang und dem rasanten Showdown schießt er sogar deutlich übers Mittelmaß hinaus. Hätte Anders Banken sich mehr auf die Stärken seines Stoffes konzentriert, statt ihn in alle mögliche Richtungen entgleiten zu lassen, wäre „Frostbite“ ein herausragender Vampir-Genre-Beitrag geworden. Schade!

Fazit:


Unterhaltsame Vampir-Kost, die leider das Wesentliche nicht im Auge behält und ihre deutlichen Stärken nicht genügend ausbaut. Für einen gemütlichen DVD-Abend reicht es allerdings allemal.
 

Bewertung[?]::

Userbewertung:

Autor:

Kevin

Eingetragen am:

14.02.2007

Aufgerufen:

12038 Mal

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Weitere Kritik:

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