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 | Flightplan - Ohne jede Spur |  | | |
Flightplan, 2005 | |
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| deutscher Start: | 2005 | | Herstellungsland: | USA | | Regie: | Robert Schwentke („Eierdiebe“) |
| Drehbuch: |
Peter A. Dowling, Billy Ray |
| Darsteller: | Jodie Foster, Peter Sarsgaard, Sean Bean u.a. | | Verleih: | Buena Vista International | | Genre: | Action/Drama/Thriller | | Länge: | 98 Minuten | | FSK:
| ab 12 Jahren |
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Inhalt:
Nach dem plötzlichen Tod ihres Mannes macht sich Flugzeugingenieurin Kyle Pratt (Jodie Foster, „Das Schweigen der Lämmer“) mit ihrer sechsjährigen Tochter Julia (Marlene Lawston) auf den Rückflug von Berlin in die USA. Gezeichnet von den Strapazen der letzten Tage schlafen Kyle und Julia an Bord sofort ein. Als Kyle einige Stunden später aufwacht, ist Julia spurlos verschwunden.
Zunächst scheint alles noch in Ordnung zu sein,...
Weder Passagiere noch Mitglieder der Crew können sich daran erinnern, Julia überhaupt jemals an Bord gesehen zu haben. Als der Name ihrer Tochter nicht einmal auf der Passagierliste auftaucht, glaubt Kyle, den Verstand zu verlieren. Verzweifelt versucht sie, das Rätsel um das Verschwinden ihrer Tochter zu lösen. Als sich ihre Paranoia immer mehr auf die Passagiere in der Flugkabine überträgt, gerät die Situation mitten über dem Atlantik völlig außer Kontrolle... |
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| Kritik:
Als sein Kameramann vorschlug, einen Dialog auf einem Kreuzfahrtschiff von außerhalb der Reling zu filmen, entgegnete Hitchcock nur, dass dies unmöglich ginge, der Zuschauer würde doch ins Wasser fallen. Bei ihm mussten die Perspektiven immer so gewählt sein, dass der Kinobesucher sich als menschlicher Beobachter fühlen kann, der eher zufällig in der Nähe steht. Regisseur Robert Schwentke nimmt zusammen mit seinem Kameramann Florian Ballhaus (Sohn des berühmten Michaels) den gänzlich konträren Standpunkt ein. Der Zuschauer wird einer Achterbahnfahrt gleich durch das riesige Flugzeug gewirbelt, schaut aus Gepäckfächern heraus, guckt gottgleich von oben auf die nagelneue E-474 herab, bevor er auf Fußhöhe durch die Gänge gerollt wird. Diese Art des Filmemachens ist verspielter und weniger kontrolliert als die des Meisters, macht dem Zuschauer aber ähnlich viel Spaß. In der ersten Stunde, in der inhaltlich nicht viel passiert, passen die wilden Perspektiven wunderbar zur erwünschten klaustrophobischen Stimmung. Wird es zum Ende aber storylastiger, scheint die Kamera von der Geschichte an die Leine gelegt. Da die Auflösung zu konstruiert erscheint, hätten aber gerade hier tobende Bildkompositionen, die sagen „Es ist doch alles nur ein Film, keine Abbildung der Realität.“, alles leichter ertragen lassen.
...dann beginnt die rätselhafte Suche nach dem verschwundenen Mädchen...
Trotz aller Unterschiede im Stil sind inhaltliche Parallelen zu Hitchcock nicht zu verkennen. Wie in „Eine Dame verschwindet“ ist auch in „Flightplan“ eine Person in einem abgeschlossenen Verkehrsmittel spurlos verschwunden. War es im Klassiker von ´37 noch ein fahrender Zug und stellte sich alles als eine Verschwörung von Geheimagenten heraus, ist es technisch mit dem zweistöckigen, fliegenden Riesen E-474 moderner, auf der anderen Seite durch die Mutter-Tochter-Beziehung aber auch persönlicher geworden. Wohl auch ein Zugeständnis an Hauptdarstellerin und finanzielles Zugpferd Jodie Foster, die die gewohnte Mischung aus Verletzlichkeit und Stärke gewohnt souverän abruft, ihrer Rolle aus „Panic Room“ aber auch nichts hinzufügt.
...und enden tut alles mit einer weiblichen „Stirb Langsam“-Version im Flugzeug.
Seit den Anschlägen vom 11.September betrachtet man Flugzeuge einfach anders. Nach „Red Eye“ ist „Flightplan“ nun der zweite Film, der diese neuen Gefühle für sich ausnutzt. Im Gegensatz zu Wes Craven, der die Angst einfach nur im Hintergrund seines geradlinigen Thrillers mitschwingen ließ, geht Schwentke offensiver zur Sache, hinterfragt die üblichen Reaktionen. An Bord befinden sich zwei arabische Geschäftsreisende, die Kyle ohne wirkliche Beweise verdächtigt, etwas mit dem Verschwinden ihrer Tochter zu tun zu haben. Wie natürlich misstrauen auch die anderen Passagiere den Beiden sofort. Eine ungewohnte Rolle für die sonst Weltoffenheit und Toleranz propagierende Foster, aber natürlich ist dies nur ein Spiel mit Klischees, das spätestens mit der Auflösung die amerikanischen Ansichten von Freund und Feind ad absurdum führt. Erst in einer der allerletzten Szenen des Films wird aus dieser Kritik der pure Kitsch, aber vielleicht ist das auch nur der letzte Schritt des deutschen Regisseurs Schwentke auf dem Weg nach Hollywood. Trotzdem hätte es besser gefallen, wäre er mit einem Bein zurückgeblieben und nicht komplett in der Traumfabrik aufgegangen. |
| | Fazit: Verspielter Hochglanz-Thriller, bei dem nicht alles zusammenpasst, der aber trotzdem viel Spaß macht. |
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