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Firewall

 

Firewall, 2006

 
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deutscher Start:2006
Herstellungsland:USA
Regie:Richard Loncraine
Drehbuch: Joe Forte
Darsteller:Jimmy Bennett, Paul Bettany, Beverley Breuer u.a.
Verleih:

Warner Bros
Genre:

Action/Drama/Krimi/Thriller
Länge:105 Minuten
FSK: ab 16 Jahren
Website:

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Inhalt:


Jack Stanfield (Harrison Ford, „Die Stunde der Patrioten“) arbeitet als Computer-Sicherheitsexperte für die Landrock Pacific Bank in Seattle. Er ist als Manager in diese Spitzenposition aufgestiegen, weil er in seiner Laufbahn das volle Vertrauen der Firma für sich gewonnen hat: Jack genießt den Ruf, das einbruchsicherste Computersystem der Branche entwickelt zu haben. Damit schützt er die finanziellen Rücklagen der Bank vor der ständigen Bedrohung durch immer raffiniertere Internet-Hacker, denen er mit einem komplexen System aus Tracern, Zugangscodes und Firewalls das Handwerk legt. Jacks Position hat ihm einigen Wohlstand gebracht: Er und seine Frau, die Architektin Beth (Virginia Madsen, „Sideways“), und die beiden Kinder Sarah und Andy leben in einem prächtigen Haus in einem Nobelvorort am Meer. Eine rundum glückliche Familie.

Bild 1 zu Firewall
Jack Stanfield glaubt, gegen jede Art von Online-Bankraub gewappnet zu sein.

Doch Jacks System hat einen Schwachpunkt, den er nicht berechnet hat: seine eigene Person. Und diesen Schwachpunkt will ein ebenso skrupelloser wie findiger Dieb für sich ausnutzen. Bill Cox (Paul Bettany, „Master and Commander:Bis and Ende der Welt“) beobachtet Jack und seine Familie schon fast ein Jahr lang: Er verfolgt ihre Online-Aktivitäten, hört ihre Telefongespräche ab und überwacht ihren Alltag mit einem Arsenal aus digitalen Videorekordern und Richtmikrofonen, mit denen er auch an die intimsten Informationen kommt. Er weiß, wie die Freunde der Kinder heißen, kennt ihre Krankheitsgeschichten und auch den Zugangscode für das Sicherheitstor, mit dem das Viertel, in dem die Stanfields leben, abgeschottet ist...

Kritik:


Ein hauptsächlich für seine anspruchsvollen Fernseharbeiten („The Gathering Storm“, „Band of Brothers“) bekannter englischer Regisseur tut sich bei seinem US-Kinodebüt mit einem leicht abgehalfterten Action-Star zusammen, der nach zuletzt zwei Flops („Hollywood Cops“ und „K 19“) wieder einen Hit braucht. So weit, so gut, aber leider haben sich Filmemacher Richard Loncraine und sein Zugpferd Harrison Ford bei der Wahl des Stoffes gehörig vergriffen. Statt des gewünschten geradlinigen, spannenden Thrillers ist das Ergebnis eher eine unfreiwillige Parodie auf das Genre, die aber auf der anderen Seite auch nicht krank genug ist, als dass „Firewall“ schon wieder vor trashigem Charme sprühen würde. Im Niemandsland zwischen hartem Action-Reißer und sinnlosen Absurditäten langweilt sich der Zuschauer zu Tode.

Bild 2 zu Firewall
Bankräuber Bill scheint erst eiskalt, offenbart aber schon bald Schwächen.

Auch Action-Ikone Harrison Ford, der immerhin die Hauptrollen in den beiden wichtigsten Trilogien der Filmgeschichte („Indiana Jones“ und die frühere Hälfte der „Star Wars“-Saga) für sich ergattern konnte, ist mittlerweile dem unter alternden Actionstars weit verbreiteten „Jackie Chan“-Syndrom zum Opfer gefallen. Spätestens mit sechzig wirken Schlägereien einfach weniger schwunghaft und das All-American-Helden-Gehabe reichlich aufgesetzt. Nun, nach Fords Auftritt in „Firewall“, dessen dramatischen Szenen er zwar routiniert herunterspult, sich aber beim Vermöbeln seiner Gegner schon altersgerechter Designer-Kaffeekannen bedienen muss, hat die Vorfreude auf den vierten „Indiana Jones“-Teil einen gewaltigen Dämpfer bekommen. Auch Fords Gegenspieler Paul Bettany, der mit Loncraine schon an dessen unterschätztem „Wimbledon - Spiel, Satz und ...Liebe“ zusammengearbeitet hat, kommt als eiskalter Bankräuber/Killer nicht wirklich beeindruckend daher, viel zu früh offenbart er ein Gewissen, das dem Charakter jeglicher Gefährlichkeit beraubt. Wirklich enttäuschend ist der Auftritt von Virginia Madsen, die in „Sideways“ noch so viel aus ihrer kleinen Rolle herausholen konnte, dieses Mal ihrer Figur aber nicht das geringste Profil verleihen kann.

Bild 3 zu Firewall
Auch Beths (Virginia Madsen) letzte Chance zur Flucht bleibt ungenutzt.

Während der Film sich mit seinem soliden, aber doch sehr konservativen Inszenierungsstil reichlich ernst nimmt, ist das Drehbuch eigentlich für eine viel verspieltere Umsetzung ausgelegt. Dass Autor Joe Forte so etwas wie Logik oder konsequenter Storyführung eher skeptisch gegenübersteht, merkt man vor allem an den technischen Einschüben. Die sind nämlich durchgehend so naiv-effekthascherisch, dass man eigentlich davon ausgehen muss, dass Forte keine Minute zu dem Thema recherchiert hat, sondern alles seiner in virtuellen Dingen veralteten Phantasie entsprungen ist. So versucht Bill Cox den Bankserver mit einem niedlichen USB-Stick zu knacken und Jack baut in wenigen Minuten aus einem einfachen Drucker in McGyver-Manier einen Mini-Scanner, der in sekundenschnelle tausende von über den Bildschirm rauschende Kontodaten auf ein Handy übertragen kann. Das ist an sich noch nicht weiter schlimm, hätte durch die passende Umsetzung sogar recht amüsant werden können, aber Ford versucht die technischen Absurditäten mit einer solchen Ernsthaftigkeit rüberzubringen, dass man glauben muss, er hielte eine Maus lediglich für ein kleines Tier, das gerne Käse frisst.

Bild 4 zu Firewall
In Actionszenen hat Harrison Ford auch schon mal eine bessere Figur gemacht.

Auch die Verwicklungen der Gangster-Story kommen nicht gerade glaubhaft oder nachvollziehbar daher. So findet Jack zurück auf die Spur der Entführer seiner Familie, weil sein Hund ein GPS-Halsband umhat. Natürlich gibt es diese Haustier-Suchhilfe wirklich, aber so gleitet die Geschichte doch stark in Richtung Beliebigkeit ab. Auch die vorwarnungsfreien Auftritte von Bill, der hinter jeder Ecke zu stehen scheint, gehen dem Kinopublikum schnell auf die Nerven. Höhepunkt dieser sinnfreien Dramatik ist der eher unspektakuläre Showdown inklusive einiger doch recht uninspirierten Zweikämpfen, von dem der Zuschauer nie wirklich erfährt, wie die ganze Konstellation nun eigentlich zustande gekommen ist. So bleibt „Firewall“ ein 08-15-Thriller, dessen Macher einfach zu unterschiedliche Ideen von der Ausrichtung des Films hatten und bei dem so nichts wirklich zusammen kommt.

Fazit:


„Firewall“ wartet mit einer komplett hanebüchenen Thriller-Story auf, für die er sich selbst aber viel zu ernst nimmt – so ist der Film weder spannend noch trashig, sonder einfach nur langweilig und ziemlich dämlich.
 

Bewertung[?]::

Userbewertung:

Autor:

Christoph

Eingetragen am:

05.03.2006

Aufgerufen:

7211 Mal

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