title=
Filmfans online
HOME
NEWS
KINO
FILM
CHARTS
SERVICE
COMMUNITY
Celluloid Dreams
KONTAKT
 /TD>


Kritik suchen erweiterte Suche

0-9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

Feed

 

Feed, 2005

 
Poster zu 'Feed' kaufen
deutscher Start:2006
Herstellungsland:Australien
Regie:Brett Leonard ("Virtuosity")
Drehbuch: Kieran Galvin
Darsteller:Marika Aubrey, Mary Beaufort, Yure Covich
Verleih:

Mc One
Genre:

Krimi/Thriller
Länge:97 Minuten
FSK: ab 18 Jahren
Website:

Link nicht vorhanden

Günstig DVD, Video, Buch oder Soundtrack zu "Feed"
DVD zu 'Feed' kaufen
Musik zu 'Feed' kaufen Musik zu 'Feed' kaufen Buch zu 'Feed' kaufen
 

Inhalt:


Phillip Jackson (Patrick Thompson) ist Cybercrime-Ermittler und ist somit im Internet stets auf der Jagd nach Pädophilen, Nekrophilen und anderen illegalen, pornographischen Sündern. Eines Tages weckt eine Site sein Interesse, in der ein Mann namens Michael (ein so genannter Feeder) Frauen (Gainer) bei sich aufnimmt und diese mästet bis sie etwa ein Gewicht von 300 kg erreicht haben und völlig bewegungsunfähig sind. Doch die Frauen tun dies aus freiem Willen, nicht zu letzt weil sie nun auch mit Michael ihre sexuellen Fantasien ausleben können und die Filmchen die dabei zu Stande kommen im Netz zu begutachten sind. Was sie jedoch nicht ahnen ist, dass Michael nebenbei auch noch Wetten annimmt, wann seine „Opfer“ denn nun aufgrund ihres hohen Fettgehalts den Geist aufgeben.

Bild 1 zu Feed
Die Show kann beginnen!

Phillips kriminalistischer Instinkt ist jedenfalls geweckt und er macht sich trotz Einwände seines Vorgesetzten auf die Suche nach Michael. Schnell stellt sich aber heraus, dass er selbst auch nicht gerade eine weisse Weste hat und mit seiner alles anderen als ausgeglichenen Persönlichkeit sich nur selbst im Weg steht. Noch dazu hat sich Michael bereits auf ihn vorbereitet und beginnt ein gefährliches Spiel mit ihm zu spielen.

Kritik:


Genialität und Wahnsinn liegen ja bekanntlich nah beieinander. Vor allem in letzter Zeit wagten die Filmemacher des öfteren eine Wanderung auf dieser dünnen Linie, die die beiden Zustände von einander trennt. Bei „Saw“ zum Beispiel ist diese Unternehmung geglückt. Trotz vieler kranker Ideen übernahm hier doch die Genialität die Oberhand. Das Sequel war noch annehmbar und auch Eli Roths „Hostel“ reihte sich gekonnt in das Spiel mit perversen und brutalen Fetischen ein. Andere Kaliber wie „The Descent“ oder „The Hills Have Eyes“, absolut sehenswerte Streifen, setzten hingegen statt auf eine verworrene Story mit einigen Überraschungen nur noch auf hemmungslose Brutalität und brachten damit das Nervenkostüm ordentlich zum flattern. Die Hemmschwelle, was Ekel und Brutalität angeht, sinkt also stetig. Dies ist auch dem australischen B-Movie-thriller „Feed“ anzusehen. Jedoch ist dieser wohl mit keinem der oben genannten Kinohits zu vergleichen. „Feed“ bewegt sich auf einem ganz anderen Level, jedenfalls handlungstechnisch. Mag auch daran liegen, dass der Film auf Tatsachen beruht. Kaum zu glauben, aber es ist so. Die ekelhaftesten Geschichten bietet eben immer noch die Realität selbst.

Bild 2 zu Feed
Phillip ist auch kein Engel, wie seine Freundin feststellen muss.

Tatsächlich gibt es wahrscheinlich nur einen Film mit dem man das neue Werk von Brett Leonard vergleichen könnte: Der so umstrittene „Rohtenburg“. Und das nicht zu letzt, weil zu Beginn in „Feed“ ein kleiner Seitenhieb zu eben diesem kannibalischen Verbrechen in Deutschland getätigt wird. Ein Mann schneidet einem anderen den Penis ab und zwingt ihn sein bestes Stück gebraten zu verschlingen, während er diesen Vorgang per Webcam überträgt. Phillip Jackson und seine Kollegen können gerade noch das Schlimmste verhindern. Und er hätte das gedacht? Die Szene spielt sich in Deutschland ab (Na, wenn das kein Zufall ist.)
Doch auch rein filmtechnisch weisen die beiden Streifen klare Parallelen auf. Leider im negativen Sinne. „Feed“ übertreibt es maßlos und macht ganz unverschämt einen Satz über die dünne Linie in Richtung Wahnsinn. Unterhaltend und schockierend soll es sein statt authentisch, ganz im Stil von „Saw“ und Konsorten. Anstelle eines interessanten Tatsachenberichts bekommt der Zuschauer eine Ekelorgie geboten, bei der er schnell an seine Schmerzgrenze stößt. Spätestens wenn der vermeintliche Bösewicht Michael seinem „Opfer“ das abgesaugte Fett ihrer verstorbenen Vorgängerin mit einem Trichter einflößt, wird der eine oder andere reflexartig zur Fernbedienung greifen und abschalten. Perversion und Ekel schön und gut, aber das ist einfach zu viel.

Bild 3 zu Feed
Michael verwöhnt seine Opfer.

Handlungstechnisch hat der Streifen vor allem ein Problem: der Antiheld. Phillip Jackson ist durch und durch unsympathisch. Dies wird schon in der ersten viertel Stunde klar, wenn er seine Freundin brutal vergewaltigt und diese ihn anschließend verlässt. Da fragt sich der Zuschauer wie dieser Typ mit solchem Gewaltpotenzial es geschafft hat Polizist zu werden. Machen die nicht so was wie psychologische Tests? Da ist selbst der scheinbar böse Michael sympathischer. Jedenfalls führt die Hauptfigur im Laufe des Filmes sein gewaltbereites Verhalten unaufhaltsam fort und man will nicht so recht mit ihm mitfiebern. Man gönnt es ihm nicht dem Verbrechen auf die Schliche zu kommen und freut sich, wenn er mal einen Rückschlag erleidet und auf das Spiel seines Feindes hereinfällt, auch wenn Schauspieler Patrick Thompson seine Sache gut macht. Die Hauptprotagonisten sind ohnehin ein gutes Gespann. Wenn sie aufeinander treffen, knistert es vor Spannung. Beide sind relativ unberechenbar. Zum Schluss verschmelzen der Nebenstrang der zwiespältigen Persönlichkeit Phillips und der Hauptplot zum überraschenden, heftigen Finale. Hier hat Drehbuchautor Kieran Galvin die Handlung wenigstens konsequent zu Ende gedacht. Es passt auf seltsame Weise zusammen, obwohl es nicht gerade realitätsnah wirkt.

Bild 4 zu Feed
Ist Michaels Frau des Rätsels Lösung?

Pluspunkte kann „Feed“ mit der Optik sammeln, denn diese ist für einen Thriller recht außergewöhnlich. Keine Spur von gewollter Düsternis. Sehr viele Szenen spielen tagsüber und blasse, helle Farben dominieren. Dennoch wird den entscheidenden Situationen dadurch nicht ihre Intensität genommen. Komplettiert wird das Ganze von blitzschnellen Schnitten. Insgesamt kommt „Feed“, rein optisch, überraschend durchgestylt daher, was man von einem B-Movie nicht unbedingt erwartet. Dennoch tröstet der Look nicht über die starke Verzerrung der Grundidee und die extremen Ekelszenen hinweg.

Fazit:


„Feed“ verschenkt sein Potential. Was eine interessante Studie über die Gefahren des Internets oder ein spannender Einblick in ein recht unbekanntes Milieu hätte werden können, endet als extremer Ekelthriller, der schamlos Schmerzgrenzen überschreitet und den man nicht so recht nachvollziehen will.
 

Bewertung[?]::

Userbewertung:

Autor:

Kevin

Eingetragen am:

02.06.2006

Aufgerufen:

38771 Mal

Diskutiere über "Feed" im Forum

Weitere Kritik:

keine vorhanden


Eine Vervielfältigung oder Verwendung unserer Kritiken in anderen elektronischen oder gedruckten Publikationen ist ohne unsere ausdrückliche Zustimmung nicht gestattet. Jegliche Zuwiderhandlung bringen wir ohne Wenn und Aber zur Anzeige!




SEITENSUCHE

Web auf CD (lokal)
Anzeigen:
UMFRAGE

Welcher Film aus Mai 2009 gefiel dir am besten?

Simons Geheimnis
17 Again
Der Womanizer
Last House on the Left
Der Junge im gestreiften Pyjama
Zwölf Runden
Nachts im Museum 2
Illuminati
A Boy
Public Enemy No. 1 - Todestrieb
WIR sind Papst!
Ichi - Die blinde Schwertkämpferin
Star Trek
My bloody Valentine 3D
anderer Film

Ergebnis
Archiv
Umfrage vorschlagen
NEWSLETTER
Immer auf den neuesten Stand mit CD...

E-Mailadresse:
eintragen
austragen

VOTE FOR US
MovieNation.de - One Passion, One Nation! - Topliste

zum Seitenanfang
| • Hinweise zum Datenschutz | • Nutzungsbedingungen | • © 2003-2009 Celluloid-Dreams.de |
Sitemap 1 2 3 4
Blu-ray Filme Filmering.at Cineclub.de Bollywoodsbest.de Bolly-wood.de Filmfacts.de Movie-Infos.de Regiecut.de DVD Beilagen DVDimHeft.de