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Fast Food Nation

 

Fast Food Nation, 2006

 
Poster zu 'Fast Food Nation' kaufen
deutscher Start:2006
Herstellungsland:Großbritannien/USA
Regie:Richard Linklater ("A Scanner Darkly")
Drehbuch: Eric Schlosser, Richard Linklater
Darsteller:Greg Kinnear, Catalina Sandino Moreno, Ashley Johnson u.a.
Verleih:

Senator
Genre:

Drama
Länge:113 Minuten
FSK: ab 12 Jahren
Website:

Link nicht vorhanden

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Inhalt:


Der erfolgreiche Geschäftsmann Don Henderson (Greg Kinnear) ist der stellvertretende Chef der Marketingabteilung der erfundenen Fast-Food-Kette Mickeys und wurde durch seine Erfindung des Erfolgsburgers „Big one“ zum reichen Mann. Als ihm mitgeteilt wird, dass Mickeys Beschwerden erhalten hat, da angeblich Tierkot im Fleisch zu finden sei, macht er sich wohl oder übel auf den Weg an die Grenze zu Mexiko, um eine der Produktiosstätten zu beaufsichtigen. Doch die Fabrik zeigt sich von ihrer besten Seite und Don beschließt in Eigenantrieb zu forschen. Währenddessen geht es in einer weiteren Episode um die Arbeiterinnen dieser Fertigungsstätte Sylvia (Catalina Sandino Moreno), sowie um deren Schwester (Ana Claudia Talancón) und ihren Mann Raul (Wilmer Valderrama).

Bild 1 zu Fast Food Nation
Der berühmt-berüchtigte Big One.

Unter härtesten Bedingungen muss sie sich durch die widerlichen Aufgaben des Fast-Food-Herstellers durchkämpfen und erhält dafür auch nur einen minimalen Lohn. Außerdem werden die illegalen, mexikanischen Arbeiterinnen dort immer wieder mit Drogen voll gepumpt und vergewaltigt. Ein weiterer Handlungsstrang dreht sich um die junge Schülerin Amber (Ashley Johnson), die einen undankbaren Job als Bedienung in einem Mickeys-Restaurant inne hat. Während ihre Kollegen planen das Geschäft auszurauben, entschließt sie, von Mutter (Patricia Arquette) und Onkel (Ethan Hawke) unterstützt, sich einer Aktivisten-Gruppe (u.a. Avril Lavigne) anzuschließen und gegen die Fast-Food-Missstände anzukämpfen.

Kritik:


Jeder kennt sie, jeder hat schon mindestens einmal dort geschlemmt und sie zählen mittlerweile zu den beliebtesten und erfolgreichsten Restaurants weltweit; McDonalds, Burger King und wie sie alle heißen. Zwar beteuern die Inhaber immer wieder, dass ihre Mahlzeiten gesundheitlich unbedenklich sind und einer naturbelassenen Herstellung entspringen, doch trotzdem kann man sich nicht so wirklich sicher sein, ob dort immer alles mit rechten Dingen zu geht. Dieser altbekannten Problematik hat sich nun Richard Linklater mit seiner Gesellschafts-Satire „Fast Food Nation“ angenommen, bildet damit den Spielfilm-Gegenpol zum Doku-Hit „Super Size Me“. Allerdings konzentriert sich „Fast Food Nation“, in 3 Episoden und mehreren kleinen Nebenhandlungssträngen, mehr auf Herstellung und Arbeitsbedingungen, als auf die Folgen von übermäßigem Junk-Food-Genuss.

Bild 2 zu Fast Food Nation
Ein undankbarer Job: Amber als Bedienung.

Leider hat sich Richard Linklater mit seinen verschiedenen Handlungsebenen offensichtlich etwas übernommen. Er ist eben geeigneter für simple, authentische Geschichten wie in seinem Kulthit „Before Sunrise“ und nicht für komplizierte Episoden-Dramen, wo er sich schwer tut, alle Handlungsstränge zu einem befriedigenden Ergebnis zu bringen. Die 3 Hauptebenen sind nur lose miteinander verbunden. Hier geht es nicht um eine faszinierende Verknüpfung der verschiedenen Geschichten, sondern darum mit den Stories verschiedene Aspekte, der Problematik aufzuzeigen. So kümmert sich Don Henderson um die gesundheitlichen Facetten, die Mexikaner stehen für die harten Arbeitsbedingungen und Amber ergreift die Initiative, um gegen all das vorzugehen. Leider verlaufen die Geschichten teilweise im Sand, was einen bitteren Nachgeschmack hinterlässt. Dramaturgisch fehlt es „Fast Food Nation“ an Höhepunkten und Szenen die nachhaltig in Erinnerungen bleiben. Der Zuschauer ist nicht berührt oder erschüttert, sondern lässt den Film nüchtern über sich ergehen.

Bild 3 zu Fast Food Nation
Don (links) ist einem Geheimnis auf der Spur.

Beachtlich ist, welch ein Staraufgebot Linklater für seinen Streifen verpflichten konnte. So verstecken sich die größten Namen meist hinter kleinen, aber pikanten Nebenrollen. Allen voran Bruce Willis, der einen Viehhändler mimt und für die interessanteste Szene des Films einsteht. Er führt eine hitzige Diskussion mit Don Henderson und bringt den ernüchternden Status Quo auf den Punkt. Ebenfalls zu sehen sind Kris Kristofferson als hinterwäldlerischer Farmer, Patricia Arquette als flippige Mutter, Ethan Hawke als links geneigter Onkel und Rockgöre Avril Lavigne als Umweltaktivistin. Dieses hochkarätige Ensemble erweist sich allerdings als Bumerang, denn umso ärgerlicher ist die Tatsache, dass einige Episoden einfach ins Leere laufen und die Figuren nicht angemessen zu Ende gedacht wurden. Außerdem sind die Charaktere etwas zu eindimensional geraten, sind zu stark dem Ziel des Films untergeordnet. Als glaubhafte, authentische Figuren gehen die wenigsten von ihnen durch.

Bild 4 zu Fast Food Nation
Die Schwarzarbeiter kurz vor Arbeitsbeginn.

Solche dramaturgischen Unzulänglichkeiten sollte man in einer ambitionierten Gesellschafts-Satire allerdings hinten anstellen. Hauptkriterium sollte sein, ob „Fast Food Nation“ seine Message befriedigend vermittelt. Hier kann es nur eine Antwort geben: Ja! Zwar zeigt Linklater nichts wirklich Neues, aber doch immer wieder Brisantes auf. Zum einen die Sache mit dem Tierkot im Essen, was die Konsequenz aus den zu schnell eingestellten Laufbändern ist. Die Arbeiter in den Fabriken können mit den Maschinen einfach nicht Schritt halten. Außerdem gibt es Jahr für Jahr zahlreiche Arbeitsunfälle, mit abgetrennten Gliedmaßen usw. . Die meist mexikanischen Schwarzarbeiter sind natürlich unausgebildet, können die Arbeit nicht angemessen erledigen und schuften unter unmenschlichen Bedingungen. Die Bedienungen in den Restaurants werden rund um die Uhr überwacht und müssen für ihr Essen zahlen. Der Klassiker mit dem vollgerotzten Burger darf natürlich als Gag nicht fehlen. Gelegentlich schockt Linklater mit einigen Ekelszenen, die in einer echten Fleischfabrik gedreht wurden, womit man ihm Holzhammer-Taktik vorwerfen könnte, aber letztendlich ist das der einzig richtige Weg einen solchen Film zu bestreiten. Schließlich soll es hier nicht nur darum gehen die nackten Tatsachen auf den Tisch zu legen, sondern auch dem Publikum den Appetit auf Fast Food auszutreiben.

Bild 5 zu Fast Food Nation
Die Umweltaktivisten schmieden neue Machenschaften.

So ist „Fast Food Nation“ dramaturgisch gesehen eher mangelhaft, aber der gute Wille und die gekonnte, eindringliche Kritik machen vieles wett. Um sich 90 Minuten unterhalten zu lassen, ist Linklaters Werk überhaupt nicht geeignet und ein Muss für alle die an der Thematik interessiert sind, ist er auch nicht. Aber so mancher Kinobesucher wird, nach dem Genuss dieses Werks, eine Zeitlang Fast Food-Restaurants meiden. Mission halb erfüllt!

Fazit:


Sehr unausgegorene und nur leidlich unterhaltsame Aneinanderreihung von Geschichten rund um Fast Food, die aber die wichtige Message gekonnt und recht eindrucksvoll an den Mann bringt.
 

Bewertung[?]::

Userbewertung:

Autor:

Kevin

Eingetragen am:

05.03.2007

Aufgerufen:

6116 Mal

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Weitere Kritik:

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