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 | Fantastic Four - Rise of the Silver Surfer |  | | |
Fantastic Four - Rise of the Silver Surfer, 2007 | |
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| deutscher Start: | 2007 | | Herstellungsland: | USA | | Regie: | Tim Story ("Taxi") |
| Drehbuch: |
Don Payne, John Turman, Mark Frost, Stan Lee, Jack Kirby |
| Darsteller: | Ioan Gruffudd, Jessica Alba, Chris Evans u.a. | | Verleih: | Constantin Film | | Genre: | Abenteuer/Action/Fantasie/Sci-Fi | | Länge: | 92 Minuten | | FSK:
| ab 12 Jahren |
| Website: | Link nicht vorhanden | | Günstig DVD, Video, Buch oder Soundtrack zu "Fantastic Four - Rise of the Silver Surfer" | 
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Inhalt:
Es ist das Celebrity-Ereignis des Jahres: Die Hochzeit von Mr Fantastic Reed Richards (Ioan Gruffudd) und Invisible Girl Susan Storm (Jessica Alba) befindet sich in der akribischen Planung. Da lassen es sich die menschliche Fackel Johnny Storm (Chris Evans) und das Ding Ben Grimm (Michael Chiklis) nicht nehmen ihre ständigen Streitigkeiten zu Gunsten der Harmonie zumindest ein wenig zurück zufahren. Ohnehin kommt ein viel schwerwiegenderes Problem auf die fantastischen 4 zu. General Hager (Andre Haugher) sucht Reed Richards auf, um mit ihm über eine seltsame Erscheinung im Weltall und ungewöhnliche Naturphänomene zu sprechen.
Das Pärchen kurz vor der Hochzeit: Reed und Susan. Eher widerwillig begibt sich Richards an die Forschung, bis sich die merkwürdige Gestalt aus dem All als der Silver Surfer entpuppt, der zusammen mit seinem Befehlshaber Galactus für die Zerstörung mehrerer Planeten verantwortlich zeichnet. Zu allem Überfluss tritt auch noch Victor von Doom (Julian McMahon), der Erzfeind der Fantastic Four auf den Plan, um ihnen das Leben noch zusätzlich schwer zu machen. So scheint nicht nur die Hochzeit zwischen Susan und Reed, sondern vor allem auch die Zukunft der Menschheit stark gefährdet. |
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| Kritik:
„Der Erfolg gibt ihm Recht!“, eine gern gewählte Phrase, wenn sich ein Künstler oder eben auch ein Film oder sonst was gut verkauft hat, obwohl das Produkt ganz offensichtlich Mist ist. Kommerzieller Erfolg und künstlerische Qualität hängen nun mal nicht unbedingt, eigentlich sogar in den seltensten Fällen, zusammen, so verkauft Dieter Bohlen unverschämt viele Platten, obwohl seine peinlichen Kompositionen zwischen Schlager und Euro-Trash doch einfach nur Scheiße sind. Auch Produzenten-Legende Bernd Eichinger und Regisseur Tim Story dürften sich vor 2 Jahren das ein ums andere Mal mit „der Erfolg gibt uns Recht“ gut zugeredet haben. Ihre Comic-Adaption „Fantastic Four“ wurde von Kritikerseite völlig zu Recht gnadenlos verrissen, aber immerhin konnte der Film, dank einer treuen Comic-Fangemeinde, doch noch weltweit ein beachtliches Einspielergebnis von $ 330 Mio. vorweisen. Nach hollywoodschen Maßstäben muss diese Geschichte natürlich fortgesetzt werden. Da macht es nichts, wenn der Vorgänger mal so gar nichts taugt, schließlich kann es dann ja nur bergauf gehen. Und tatsächlich ist „Fantastic Four – Rise of the Silver Surfer“ einen Tick besser als sein Vorgänger und schliddert diesmal knapp an einer mittelschweren Kinokatastrophe vorbei.
Die Helden einer ganzen Generation: Fantastic Four. „Fantastic Four“ war ein fürchterliches Plastik-Produkt, auch wenn vielleicht keine bösen Absichten dahinter steckten. Das kunterbunte Kasperletheater verzichtete auf fast alles was andere Comic-Verfilmungen sehenswert macht. Weder gab es eine gute Geschichte, noch interessante, sich entwickelnde Figuren, sondern stattdessen halbgare, meist langweilige Actionszenarien, die man schon oft besser gesehen hatte, durchschnittliche Effekte, mehr oder weniger gelungene Gags und Logikfehler an allen Ecken und Enden. „Fantastic Four“ war Trash, der kein Trash sein wollte und eben deshalb ein Reinfall. Daran hat sich leider nicht allzu viel geändert. Was einmal kommerziell funktioniert hat, dürfte sich auch ein zweites Mal lohnen, dachten sich wohl Eichinger und Story, der erneut auf dem Regiestuhl Platz nahm. Inhaltliche Tiefe, Realtitätsbezug oder Charakterentwicklungen sucht man hier folglich vergebens, findet stattdessen aber wieder einige Löcher im Drehbuch (Es gibt im Schwarzwald keine freilaufenden Bären, liebe Skript-Autoren!). Dennoch wollte man auf provisorische, pseudo-tiefsinnige Nebenhandlungsstränge nicht verzichten. So müssen sich Susan und Reed mit dem Problem auseinander setzen, ihren Job als Superhelden, ihr Celebrity-Dasein und ein harmonisches Familienleben unter einen Hut zu bringen. Das ist nicht nur klischeehaft und plump, es wird auch noch im Laufe des Films verworfen und findet keine Erwähnung mehr.
Der unbekannte Feind kann sogar durch Wände hindurch fliegen. Besser ist da schon die Idee, Johnny, durch eine Begegnung mit dem Silver Surfer, die unvorteilhafte Fähigkeit, mit seinen Mitstreitern die Kräfte tauschen zu können, zu verleihen. Das sorgt für ein paar Lacher und dient auch manchmal als spannungsschürendes Handlungselement, womit des Pudels Kern getroffen wäre: „Fantastic Four – Rise of the Silver Surfer“ funktioniert nämlich immer nur dann, wenn Action oder Humor im Spiel ist. Wo der Vorgänger das noch nicht wahr haben wollte, scheint sich Teil 2 damit abgefunden zu haben, weswegen mehr und bessere Actionszenen und auch mehr Gags vorhanden sind, aber alles andere, was zuvor nicht funktionierte, auf ein Minimum zurück gefahren wurde. Da möchtegern-dramatische Nebenhandlungen fast ausgespart und nicht unnötig ausgewalzt wurden, kommt das „Fantastic Four“-Sequel lediglich auf eine Laufzeit von 92 Minuten, was dem Film durchaus gut tut. Leider schöpfen die Macher auch hier nicht das volle Potenzial aus. Die Witze sind nicht immer gut, bewegen sich manchmal sogar auf einem regelrecht peinlichen Niveau und auch die Actionsequenzen sind größtenteils nicht wirklich herausragend und oft recht kurz gehalten, wobei zwischendurch auch immer wieder Leerlauf beackert werden muss.
Feuer gegen Silber. Diesmal hat es Tim Story immerhin geschafft eine wirklich tolle Szene in seinen Film einzubauen. Die Rede ist von einer rasanten, stark inszenierten Verfolgungsjagd zwischen Johnny und dem Silver Surfer, die zwischen Wolkenkratzer, durch einen Tunnel und schließlich sogar bis ins Weltall führt. Diese Sequenz würde auch in einer Comic-Verfilmung der höheren Klasse positiv auffallen. Daraus ergeben sich allerdings 2 Probleme: 1.) Sie ist schon im ersten Drittel des Films platziert, wodurch alle nachfolgenden Actionszenen enttäuschend wirken; 2.) Sie wurde im Trailer schon nahezu komplett verwendet. Wer sich also das Geld fürs Kino sparen will, muss sich nur eben jenen anschauen. Ansonsten hat „Fantastic Four – Rise of the Silver Surfer“ keine sonderlich aufregenden oder besonderen Bilder zu bieten. Das ist alles sehr durchschnittlich und nach Handbuch. Lediglich der Silver Surfer sieht ganz nett aus und auch dessen Befehlshaber Galactus wurde zwar ganz und gar nicht originalgetreu, aber ansehnlich inszeniert. Schauspielerisch wird natürlich nichts gefordert, weswegen hier auch keine Probleme entstehen. Während die Herren ein Auge auf Jessica Alba werfen können, dürfen die weiblichen Kinobesucher einmal mehr durch Chris Evans in Verzückung geraten.
Schick: Der Silver Surfer. So war es wahrscheinlich nicht die schlechteste Idee die schwachen Elemente des Vorgängers zu entsorgen und stattdessen die Stärken ein wenig auszubauen. Ein guter Film, der den Erwartungen an eine Comic-Verfilmung gerecht wird, sieht trotzdem anders aus. „Fantastic Four – Rise of the Silver Surfer“ ist im unteren Mittelfeld anzusiedeln. Vielleicht sollte sich Bernd Eichinger für einen möglichen 3. Teil (, der mit Sicherheit kommen wird, schon allein wegen des guten Trailers, der viele Leute ins Kino lockt) überlegen, nicht nur einige Schwächen des Vorgängers, sondern auch Tim Story und die Drehbuchautoren über Bord zu werfen und stattdessen einen Regisseur und Autoren engagieren, die auch tatsächlich die Kragenweite haben, um eine Comic-Verfilmung ansprechend umzusetzen. |
| | Fazit: „Fantastic Four – Rise of the Silver Surfer“ ist besser als sein Vorgänger, kann aber dennoch noch nicht mal ansatzweise, aufgrund eines schwachen Drehbuchs und einer mittelmäßigen Inszenierung, an die großen Comic-Verfilmungen wie „Spiderman“ oder „X-Men“ anschließen. |
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