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Entgleist

 

Derailed, 2005

 
Poster zu 'Entgleist' kaufen
deutscher Start:2006
Herstellungsland:USA
Regie:Mikael Hafström („Evil“)
Drehbuch: Stuart Beattie, James Siegel (Novelle)
Darsteller:Clive Owen, Melissa George, Jennifer Anderson u.a.
Verleih:

Buena Vista
Genre:

Drama/Thriller
Länge:107 Minuten
FSK: ab 16 Jahren
Website:

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Inhalt:


Im Leben des Familienvaters Charles Schine (Clive Owen, „Hautnah“) ging bislang alles seinen routinierten Gang: Jeden Morgen nimmt er den gleichen Zug zur Arbeit in einer Werbeagentur in der Innenstadt von Chicago, jeden Abend kehrt er erschöpft in die Arme seiner Frau Deanne (Melissa George) und seiner an einem schweren Diabetes erkrankten Tochter (Addison Timlin) zurück. Bis der Zufall ihn eines Tages auf dem Arbeitsweg, nachdem er seinen Zug verpasst hat, mit der attraktiven, ebenfalls verheirateten Bankerin Lucinda (Jennifer Aniston, „Wo die Liebe hinfällt“) bekannt macht.

Bild 1 zu Entgleist
Da kommt die Bahn mal pünktlich und schon hat man einen Psychopathen am Hals.

Als er und Lucinda kurz darauf im Begriff sind, ihre Ehepartner zu betrügen, platzt just der brutale Gangster LaRoche (Vincent Cassel, „Irréversible“) in ihr heimliches Schäferstündchen. Und LaRoche scheint nicht nur an ihren Brieftaschen interessiert zu sein, sondern vor allem daran, Charles Schines bisheriges Leben völlig zu zerstören...

Kritik:


Die Liste der europäischen Regisseure, die in den letzten Jahren in Hollywood ihr Glück versucht haben, ist lang. Zuletzt durfte „Tattoo“-Regisseur Robert Schwentke seinen „Flightplan - Ohne jede Spur“ inszenieren, demnächst wird Mr. „Untergang“ Oliver Hitschbiegel mit Nicole Kidman in der Hauptrolle das Körperfresser-Remake „The Visiting“ in Angriff nehmen. Nun ist auch Mikael Hafström den Versuchungen von Geld und Ruhm erlegen. Im Gegensatz zu seinem mitreißenden Internats-Drama „Evil“, das sogar für den Fremdsprachen-Oskar nominiert wurde, ist aus seinem US-Debüt „Entgleist“ aber nicht mehr als eine fragwürdige Schlaftablette geworden.

Bild 2 zu Entgleist
Eine folgenreiche Begegnung – Jennifer Aniston und Clive Owen.

Die gewichtige Darstellerriege ist trotz Schwächen immer noch das Beste an „Entgleist“. Clive Owen spielt den in die Enge getriebenen Familienvater solide, seine Verzweiflung kommt aber beim Zuschauer viel zu selten an, in den meisten Momenten bleibt seine Rolle einfach zu cool. James Bond hätte ihm eindeutig besser gestanden. Jennifer Aniston versucht als düstere Femme Fatale und Vergewaltigungsopfer gleich einen doppelten Imagewechsel, aber ihre „lustigen“ Zeiten stehen der kühlen Verführerin doch erheblich im Wege. Höhepunkt bleibt der Auftritt von Vincent Cassel als wunderbar bösartig-schleimiger Killer, mit dem er sofort jede Szene stiehlt, in der sein Charakter auftritt. Störend ist aber, dass mal wieder französischer Charme auch gleich als Verschlagenheit ausgelegt wird, ein fragwürdiges Klischee.

Bild 3 zu Entgleist
Ein kleiner Seitensprung kann ja nicht schaden...

Gerade seitdem Schwarzenegger seine Leinwandrambo-Zeiten hinter sich gelassen hat und nun in der realen Welt seine konservativen Gerechtigkeitsvorstellungen (inkl. Hinrichtungen) umsetzt, stößt unreflektierte Selbstjustiz in Hollywoodfilmen noch stärker auf. „Entgleist“ geht aber sogar noch einen Schritt weiter, hier wird dem Zuschauer nicht nur das Gefühl gegeben, der Bösewicht hat die Bestrafung durch den „Helden“ doch verdient, hier wird Clive Owen (sinngemäß!) von einem Cop noch mit auf den Weg gegeben: „Eigentlich muss es uns ja egal sein, wer das Opfer ist, wir klären jeden Mord mit dem gleichen Einsatz auf. Aber sie sind ja so ein guter Mann, sie können einfach so nach Hause gehen.“ Dann lächeln sich Polizist und Mörder noch scheinheilig an und freuen sich über den schönen Tag. Das ist nicht einfach nur sehr eklig und verlogen, sondern trägt auf der anderen Seite auch schon fast faschistische Züge.

Bild 4 zu Entgleist
...oder etwa doch?

Endgültig scheitert „Entgleist“ aber an der tödlichen Langeweile, die aus der absoluten Vorhersehbarkeit der Story resultiert. Jeder, der in seinem Leben zumindest eine Hand voll Thriller gesehen hat, kann die Auflösung mit allen Feinheiten allein anhand der Besetzungsliste erraten. Für alle Anderen ist die Sache nach spätestens einer Viertelstunde glasklar. Und wenn der große Moment der Enthüllung im Film durch psychedelische Spannungsmusik angekündigt wird, ist das nicht mehr als eine Verhöhnung des Publikums.

Fazit:


Der treffende Titel „Entgleist“ verleitet natürlich zu allerlei Wortspielen, aber die wären bei diesem Totalausfall alle noch viel zu harmlos. Vielmehr ist der Zug, als sich die Produzenten gerade für die Verfilmung des 08-15 Thrillerromans von James Siegel entscheiden mussten, schon in die falsche Richtung losgefahren.
 

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Userbewertung:

Autor:

Christoph

Eingetragen am:

17.01.2006

Aufgerufen:

13312 Mal

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