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Elektra

 

Elektra, 2005

 
Poster zu 'Elektra' kaufen
deutscher Start:2005
Herstellungsland:USA
Regie:Rob Bowman ("Akte X - Der Film")
Drehbuch: Raven Metzner, Stu Zichermann, Zak Penn, Henry Bean
Darsteller:Jennifer Garner, Terence Stamp, Will Yun Lee u.a.
Verleih:

Universum Film
Genre:

Abenteuer/Action/Fantasie/Krimi/Thriller
Länge:97 Minuten
FSK: ab 12 Jahren
Website:

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Inhalt:


Die Killerin Elektra (Jennifer Garner) bekommt einen neuen Auftrag, den sie nur widerwillig und aufgrund der horrend hohen Entlöhnung annimmt. Der unbekannte Auftragsgeber verlangt, dass sie dafür in ein Haus einzieht und solange wartet, bis ihr die Zielperson mitgeteilt wird. Während Elektra ungeduldig ausharrt, trifft sie auf das aufdringliche Mädchen Abby (Kirsten Prout), die alleine mit ihrem Vater Mark (Goran Visnjic) eines der Nachbarhäuser bewohnt. Elektra freundet sich, trotz ihrer unnahbaren Art, mit den Beiden an.

Bild 1 zu Elektra
Jennifer Garner spielt Elektra aus dem gleichnamigen Comic.

Elektra hat die Warterei satt und verlangt von ihrem Agenten McCabe (Colin Cunningham) unverzüglich die Namen der Zielpersonen zu erhalten. Erschreckt muss sie feststellen, dass sie Mark und Abby Miller eliminieren soll. Elektra zögert und wird unverhofft zur Beschützerin der Beiden, die nun von anderen Killern attackiert werden. Elektra beschließt Vater und Tochter bei ihrem ehemaligen Meister Stick (Terence Stamp) abzuschieben und das Weite zu suchen. Doch ohne Elektra scheinen Abby und Mark verloren und so stellt sich Elektra wagemutig ihren mächtigen Verfolgern...

Kritik:


Zwischen den Kinoerfolgen von „X-Men“ und „Spiderman" liegen derweilen 5 bzw. 3 Jahre; doch ungebremst, obschon bisher die meisten Comicumsetzungen hinter den Erwartungen blieben - ausgenommen die beiden Sequels „X-Men 2“ und „Spider-Man 2“-, sowohl bei den Einspielergebnissen als auch bei der Qualität, ist nach wie vor das unerschöpfliche Bemühen der Filmbranche selbst den hinterletzten Superhelden auf Zelluloid zu bannen. Und da schon beinahe jeder Superheld aus der Comicschmiede Marvel eine Realverfilmung besitzt, sind jetzt sogar die Spin-Offs an der Reihe. Zu einer der bekannteren Spin-Off-Charaktere gehört „Elektra", die zum ersten Mal 1980 im Heft Nr. 168 vom Comickollegen "Daredevil", der bekanntlich durch Ben Affleck seinen Filmauftritt hatte, das Licht der Welt erblickte - auch Elekra (Jennifer Garner) war darin schon als messerschwingende Amazone zu sehen, allerdings noch mit untypisch ockerfarbenem Heldenoutfit. Von diesem Comicverfilmungstrend möchte sich nun auch Regisseur Rob Bowman, ein geläufiger Name unter "X-Files" Jüngern, noch ein Scheibchen abschneiden. Die Liste der Fortsetzungen und Neuerscheinungen ist zwar bereits kürzer geworden, aber immer noch umfangreich. Dieses und nächstes Jahr erwarten den Kinobesucher Blockbuster wie „Spiderman 3“, „X-Men 3“, „Batman Begins“, „Hellboy 2“, Superman Returns“ und mein persönlicher Hoffnungsträger: „Sin City“. Sogar der stetig weitersinkende Stern John Woo versucht sich an „He-Man“; wo Jason Lewis, der sich momentan vermutlich 24h-täglich im Kraftraum die Muskeln aufpumpt, in Dolph Lundgrens Fußstapfen treten soll. Wie dem auch sei: „Elektra“ folgt penibel dem Trend vieler lieblosen Comicverfilmungen, dem mittlerweile ein öder Beigeschmack anhaftet, der bald einmal als kommerzielle Ausschlachtung tituliert werden darf.

Bild 2 zu Elektra
Elektra, Abby und Mark Miller auf der Flucht.

Die „Elektra“-Comics sind mir nicht vertraut, daher ziehe ich all meine Eindrücke direkt aus dem Film. Dabei fällt in erster Linie prägnant ins Gewicht, dass ihre Lebensgeschichte mehr noch als bei anderen Superhelden unspektakulär und kaum von Interesse ist: Sie hatte eine schwere Kindheit, erst recht als ihre Eltern heimtückisch ermordet wurden. Rachegelüste steigen in ihr hoch, und wegen ihrer geistigen Unreife, wird sie von ihrem Mentor verstoßen, worauf sie die Karriere einer skrupellosen Profikillerin antritt. Gewissensbisse sowie schlaflose Nächte plagen ihre rastlose Seele, die sich nach einer Bestimmung sehnt. Die Grundlage für ein simples Actionspektakel ist gelegt, doch unsinnigerweise unterbrechen ständig Flashbacks aus Elektras Vergangenheit das ohnehin schon uninspirierte Geschehen, die weder vertiefend noch vorantreibend der Handlung dienlich sind. Die ersten 20 Minuten ließen die getrübte Vorahnung etwas lichten. Die schleichende Meuchelmörderin in knappem Rot könnte, sofern sie diese Atmosphäre und Gangart aufrechterhält, ein akzeptables Filmdebüt geben. Enttäuschenderweise sackt das Konzept plötzlich in sich zusammen, und das unausgereifte Drehbuch legt sich selbst den Strick um den Hals.

Bild 3 zu Elektra
Diese fünf Bösewichte schickt „Die Hand“.

Anstatt den beiden Parteien (Gut und Böse) ein Gesicht zu verleihen, wird lediglich Elektras Kindheitstrauma großzügig vorgeführt. Ihr Charakter wird dadurch solide präsentiert, doch was ist eine Heldin ohne charismatische Gegner? Diese stellt die Organisation namens „Die Hand“, welche als das personifizierte Böse, in asiatischer Kultur und Struktur verwurzelt, daherkommt. Ein fataler Drehbuchfehler ist, dass ihr Handeln, ihre Beweggründe und ihre Drahtzieher nicht überzeugend in den Plot integriert wurden. Ebenfalls ungeschickt ist die Anzahl der Bösewichte; diese entpuppen sich nämlich rasch als heiße Luft und können ihre speziellen, kämpferischen Eigenschaften nur begrenzt ausspielen; gänzlich im Dunkeln bleibt ihr übriges Wesen - weniger wäre eindeutig mehr gewesen. Sie entfalten von Anfang an keine ernstzunehmende Bedrohung, denn ihren oberflächlichen Figuren mangelt es an Charisma. Der einzige, der nach einem ebenbürtigen Gegner wirkt, ist Kirigi (Will Yun Lee), allerdings verkommt er zum stumpfen und eingebildeten Katana-Schwinger. Zu seinem vierköpfigen Gefolge gehören: Typhoid (Natassia Malthe), die tödliche Küsse verteilt; der Koloss Stone (Bob „The Beast“ Sapp), den "Fight Club"- (auf Eurosport) und Kampfsportfans als K-1 Riese kennen dürften; Kinkou (Edson T. Ribeiro) und Tattoo (Chris Ackerman), dessen Tätowierungen bei Bedarf lebendig werden. Kirigis Vater Roshi, den Oberchef des Syndikats „Die Hand“, welcher jedoch nie aktiv in Kämpfe involviert ist, sondern nur als Befehlshaber fungiert, mimt Cary-Hiroyuki Tagawa.

Bild 4 zu Elektra
Guten Feinden gibt man doch ein Küsschen oder zwei...

Auf der Seite der Guten sieht`s leider auch nur minimal sonniger aus. Die gesamte Stimmung, die einen im Stile einer Seifenoper beträufelt, ist zäh, kitschig und mit zunehmender Intensität weckt sich das Gefühl der Überstrapazierung von seichter Dramatik. Über den blinden Sensei Stick darf bei Zeiten gar herzhaft geschmunzelt werden, denn irgendwie gelingt Terence Stamp die ernstzunehmende Gestalt eines erwürdigen Meisers nicht und er verliert sich als ungewollter Komiker. Rob Bowman versucht zwischen Elektra und Abby (Kirsten Prout) ständig Mutter/Tochter- und Vorbild/Bewunderer-Szenen einzufädeln, die zeitweise zu träge und konstruiert wirken.

Bild 5 zu Elektra
Der blinde Meister Stick (Terence Stamp) ist allen ein Schritt voraus.

Den Lichtblick in der durchwachsenen Geschichte bieten die Kampfszenen, die CGI-Effekte und die Kameraführung. Doch auch hier mangelt es an Inspiration und somit kann man dies auch nicht mehr als gelungen und mittelmäßig bezeichnen. Meiner Meinung nach fehlen Elektra die übernatürlichen Fähigkeiten eines „wirklichen“ Superhelden. Das Einzige was Elektra kann, ist sich aufreizend zu kleiden, blitzschnell mit ihren Messerchen herumzuwirbeln und eine Technik genannt „Kimagure“, die ihr einen flüchtigen Blick in die Zukunft erlaubt. Für Fans der „Elektra“ Comics darf ein Kinobesuch durchaus in Betracht gezogen werden; jenen, die Comicadaptionen nur geringfügig etwas abgewinnen können, empfiehlt sich eher zu verzichten.

Fazit:


„Elektra“ scheitert an einem unausgereiften Drehbuch und mangelnder Zielstrebigkeit. Hätte man die Kämpfe ausgedehnt und das Geplapper reduziert, wäre zumindest das Auge genregerecht befriedigt worden.
 

Bewertung[?]::

Userbewertung:

Autor:

Mr. Blonde

Eingetragen am:

11.03.2005

Aufgerufen:

20403 Mal

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