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Disturbia

 

Disturbia, 2007

 
Poster zu 'Disturbia' kaufen
deutscher Start:2007
Herstellungsland:USA
Regie:D.J. Caruso ("Das Schnelle Geld")
Drehbuch: Christopher B. Landon, Carl Ellsworth
Darsteller:Shia LaBeouf, Sarah Roemer, Carrie-Anne Moss u.a.
Verleih:

UIP
Genre:

Thriller
Länge:104 Minuten
FSK: ab 16 Jahren
Website:

Link nicht vorhanden

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Inhalt:


Als Kale (Shia LaBeouf) mit seinem Vater einen Angelausflug unternimmt, kommt es zu einem folgenschweren Autounfall und Kale muss zu sehen, wie sein Vater stirbt, während er schwerverletzt überlebt. Noch lange Zeit danach wird er von Schuldgefühlen geplagt, ist depressiv und als sein Spanischlehrer eine abfällige Bemerkung über ihn und seinen Vater äußert, rastet der Jugendliche aus und bricht dem Ignoranten die Nase. Das hat natürlich juristische Konsequenzen, weswegen Kale von der Justiz einige Wochen Hausarrest mit Funksender am Fuß aufgebrummt bekommt. Was macht der durchschnittliche Jugendliche von Heute in einer solchen Situation? Er schlägt die Zeit natürlich mit Fast Food, Trash-TV, Internet und Daddelboxen tot. Von diesem Lebensstil hat Mama Julie (Carrie-Anne Moss) schnell die Nase voll, weswegen sie ihrem Sohnemann kurzerhand den Saft abdreht.

Bild 1 zu Disturbia
Großartig: Shia LaBeouf als Kale.

Aus der Not entdeckt Kale nun seinen Hang zum Voyeurismus und beobachtet die lebhafte Nachbarschaft mit Fernglas und Camcorder, u.a. auch die heiße, neue Nachbarin Ashley (Sarah Roemer), mit der er schon bald Freundschaft schließt und sich auch etwas mehr anbahnt. Besonderes Interesse weckt aber auch der seltsame Mr. Turner (David Morse) von gegenüber, denn bei ihm gehen merkwürdige Dinge vor sich und zunehmend verdichtet sich der Verdacht, dass er möglicherweise der bundesweit gesuchte Frauenmörder sein könnte, der seit einiger Zeit sein Unwesen treibt. Zusammen mit Ashley und seinem besten Freund Ronnie (Aaron Yoo) versucht Kale, Mr. Turner zu entlarven.

Kritik:


Fragt man einen echten Experten im Bereich Film, wer denn nun der beste Regisseur aller Zeiten ist, kann es eigentlich nur eine Antwort geben: Alfred Hitchcock, der Meister des Suspense. Seine brillianten, perfekt ausbalancierten Werke prägten die Filmgeschichte wie keine anderen, nicht nur inszenatorisch, sondern vor allem auch im Kreativbereich. Gäbe es z.B. sein Meisterwerk „Psycho“ nicht, wäre es doch sehr zu bezweifeln, ob uns die Filmwelt Klassiker wie „Halloween“ oder „Scream“ geschenkt hätte, weil die Geschichte über den schizophrenen Norman Bates als Ursprung aller Slasherfilme gilt und John Carpenter maßgeblich beeinflusst hat. „Frenzy“ ist dagegen ein Serienkiller-Filme, der die Nachwelt zu Werken wie „Das Schweigen der Lämmer“ inspiriert hat , „Die Vögel“ ist einer der ersten Streifen, der die Tierwelt als Gefahr thematisierte und Klassiker wie „Vertigo“ oder „Rebecca“ sind sicherlich Vorreiter der twistreichen Verwirrspiel-Thriller von heute. D.J. Caruso hat sich für seinen Film „Disturbia“ nun ganz offensichtlich bei den Werken von Hitchcock bedient – er überführt quasi den Geist des besten Regisseurs aller Zeiten in das 21 Jhd., in die popkulturelle Welt der Jugendlichen. Ein riskantes Projekt, dass aufgrund einer angenehmen Ungezwungenheit und Frische gut gelungen ist.

Bild 2 zu Disturbia
Massenmörder oder charmanter Nachbar? David Morse als Mr. Turner.

Die Grundlage für „Disturbia“ liefert natürlich der Altmeister mit seinem Klassiker „Das Fenster zum Hof“. Auch hier befürchtet die bewegungs-eingeschränkte Hauptfigur einen Mörder hinter einer makellosen Hausfassade und beginnt akribisch zu spionieren. Doch wer jetzt glaubt hinter „Disturbia“ verstecke sich ein lupenreiner Thriller irrt gewaltig, denn hier wird hemmungslos, oft von der einen auf die andere Minute, das Genre gewechselt. Innerhalb von 5 Minuten schneien hier Romanze, Drama, Komödie und Suspense-Thriller nach einander herein und es funktioniert prächtig. „Disturbia“ ist genau an den richtigen Stellen mal komisch, mal romantisch, mal traurig und mal wirklich spannend, so dass kein Leerlauf auf kommt, da D.J. Caruso seine Stimmungen stets unter Kontrolle hat und die richtigen inszenatorischen Mittel, vom passenden Score über gelungene Schnittfolgen bis hin zu einer geschickten Kameraführung, ausspielt. Gegen Ende nehmen schließlich die Thriller-Elemente die Zügel in die Hand und sorgen für einen sehr packenden Showdown.

Bild 3 zu Disturbia
Wer würde bei Sarah Roemer nicht zum Voyeur werden?

Außerdem zitiert D.J. Caruso die Filmgeschichte rauf und runter, legt den Schwerpunkt aber logischerweise auf die Werke von Hitchcock. Um dem Ganzen eine moderne Attitüde zu verpassen, wurde nicht nur ein Soundtrack von angesagten Bands zusammen gestellt, sondern hier hantieren die Figuren auch mit stylischen Apparatschaften bis zum Abwinken; Handys, Kameras, PCs und Spiele-Konsolen, alles was das Teenie-Herz begehrt, kommen wunderbar originell zum Einsatz und bereichern viele der Szenen. Mehr als bereichernd kommt auch Hauptdarsteller Shia LaBoeuf daher, der seinem Charakter, dem Durchschnitts-Jugendlichen Kale, soviel Herz und Sympathiewerte einhaucht, dass man ihn einfach knuddeln könnte. Mit ihm wird man in Zukunft rechnen müssen, nicht zuletzt, weil er sich tragende Rollen in Michael Bays Sommer-Blockbuster „Transformers“ und in der „Indiana Jones“-Fortsetzung gesichert hat. Die Nebenrollen mit Sarah Roemer (fuckin´hot!) als Nachbarin und Opfer der Begierde, David Morse als vermeintlicher Psychopath und Aaron Yoo als durchgeknallter, bester Freund werden zwar gut ausgefüllt, geben aber leider nicht allzu viel her. Carrie-Anne Moss als Mutter ist sogar völlig unterfordert.

Bild 4 zu Disturbia
Hart aber gerecht: Carrie-Anne Moss als Mutter Julie.

Darüberhinaus kann man „Disturbia“ eigentlich keine handfesten Vorwürfe machen, bis auf die Tatsache, dass es sich hierbei eben um einen simplen Unterhaltungs-Film handelt und vor tagespolitischen Bezügen, wie der amerikanischen Terrorismus-Paranoia, die hier sehr gut gepasst hätte, zurück geschreckt wird. Auch die Reminiszenzen sind eher kleine Gimmicks am Rande, als dass sie zu munterem Zitate-Raten verführen würden. Ansonsten ist „Disturbia“ aber so schön rund, herzallerliebst und fließt so wunderbar, dass man ihm eigentlich gar nicht böse sein kann. Hier wird niemandem weh getan und das ist eigentlich auch der größte Schwachpunkt des Films. Als leckere Mahlzeit für zwischendurch ist Carusos Werk eine sehr gute Wahl, als sättigendes Gourmet-Dinner ist der Film aber nicht so recht geeignet, denn hier fehlen einfach einige außergewöhnliche, überraschende Zutaten, Ecken und Kanten, Kniffe und Twists, die „Disturbia“ auch über lange Zeit im Gedächtnis verankert hätten.

Bild 5 zu Disturbia
Partners in crime: Kale und Ashley.

Nichts desto trotz ist Carusos Film für einen netten Abend uneingeschränkt zu empfehlen und jeder, vom Comedy-Fan bis zum Spannungs-Fetischisten, kommt irgendwie auf seine Kosten. „Disturbia“ ist eine kleine Perle unter der Thriller-Ausbeute der letzten Zeit, überrascht sogar gelegentlich mit gelungenen Schock-Momenten, die zum zusammen zucken anregen und geht im Finale auch angenehm rabiat vor, mit etwas Blut und verwesten Leichen, womit auch die Horror-Fans zufrieden sein werden. Wer also nichts dagegen hat, sich 100 Minuten gut zu unterhalten, kann bedenkenlos eine Kinokarte für „Disturbia“ einlösen.

Fazit:


Spaßiger Genre-Mix aus Komödie, Drama, Romanze und vor allem Suspense-Thriller im Stil von Hitchcock, der, nicht zu letzt durch Hauptdarsteller Shia LaBoeuf, durchgehend sehr gut unterhält, dem es aber leider ein bisschen an Schärfe fehlt.
 

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Userbewertung:

Autor:

Kevin

Eingetragen am:

21.09.2007

Aufgerufen:

24130 Mal

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