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Die Regeln der Gewalt

 

The Lookout, 2007

 
Poster zu 'Die Regeln der Gewalt' kaufen
deutscher Start:2007
Herstellungsland:USA
Regie:Scott Frank
Drehbuch: Scott Frank
Darsteller:Joseph Gorden-Levitt, Jeff Daniels, Matthew Goode
Verleih:

Buena Vista International
Genre:

Drama/Komödie/Thriller
Länge:99 Minuten
FSK: ab 12 Jahren
Website:

Link nicht vorhanden

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Inhalt:


Nach einem Autounfall, bei dem 2 Jugendliche ums Leben kommen, ist Chris Pratt (Joseph Gordon-Levitt) nicht nur traumatisiert, sondern trägt auch einen Hirnschaden, der ihn die einfachsten Dinge vergessen lässt, davon. Durch diese Behinderung hat es der einstige Schulschwarm, der durch sein Eishockey-Talent von sich reden machte, von nun an schwer mit anderen Menschen in Kontakt zu treten, fristet ein einsames Dasein, lediglich mit seiner wohlhabenden Familie und seinem blinden Mitbewohner Lewis (Jeff Daniels) als Rückenstärkung. Um über die Runden zu kommen, nimmt er einen Job als Hausmeister in einer kleinen, örtlichen Bank an – eine der wenigen Aufgaben, die er noch problemlos bewältigen kann.

Bild 1 zu Die Regeln der Gewalt
Ein seltsames Duo: Der Blinde und der Verwirrte.

„Whoever has the money has the power!“

Mit einem Schlag scheint sein Leben wieder in Schwung zu kommen, als er von Gary Spargo (Matthew Goode) in einer Bar angesprochen wird, der behauptet ihn von früher zu kennen. Gary nimmt Chris in seine Clique auf, wodurch der Traumatisierte auch die bezaubernde Luvlee (Isla Fisher) kennen lernt, mit der er schließlich zusammen kommt und so glücklich wird wie seit dem Unfall nicht mehr. Noch ahnt er nicht, dass Gary ihn eigentlich nur ausnutzt. Dieser braucht Chris´s Hilfe, um die Bank auszurauben und er wird auch nicht vor Gewalt zurück schrecken, um sein Vorhaben umzusetzen.

Kritik:


Es kommt nicht selten vor, dass Drehbuch-Autoren, die an einem kommerziellen wie künstlerischen Hit beteiligt sind, sich auch mal als Regisseure versuchen dürfen. Meist entspringen daraus aber leider nur durchschnittliche Filme, wie zu letzt im Fall von David S. Goyer, der mit „Dark City“ und „Batman Begins“ herausragende Scripts verfasste, aber mit „Blade: Trinity“ und „Unsichtbar“ in der künstlerischen Gesamtleitung nur fade Fließband-Produktionen ablieferte. Ähnliches war nun bei Scott Frank zu befürchten, der nach Drehbuch-Arbeiten für starke Filme wie „Out of Sight“, „Minority Report“ und „Die Dolmetscherin“ erstmals, natürlich mit einem eigenen Drehbuch, auf dem Regiestuhl Platz nahm. Die Befürchtungen sind aber vollends überflüssig, nicht nur weil Franks kleines Thriller-Drama „The Lookout“ (dt. Titel: „Die Regeln der Gewalt“) mit einem großartigen Ensemble und einer guten Inszenierung überzeugt, der Regisseur und Autor erweist sich auch einmal mehr als absolut erhabener Geschichten-Erzähler.

Bild 2 zu Die Regeln der Gewalt
Toll: Jeff Daniels als blinder Musiker.

Wer in „The Lookout“, aufgrund der Gedächtnisschwund-Thematik, ein Rätselspiel oder gar einen Abklatsch von Christopher Nolans „Memento“ erwartet, wird sich getäuscht sehen. Zum einen weil der Erinnerungsverlust nicht ganz so radikal wie bei Guy Pierce in Nolans Independent-Kulthit ausfällt, Chris Pratt vergisst vieles, aber nicht alles, zum anderen, weil „The Lookout“ weitestgehend auf überraschende Twists und eine komplexe Erzählstruktur verzichtet. Der Fokus liegt hier mehr auf Drama und Frank hat statt aufwühlenden Wendungen einen ganz anderen Trumpf im Ärmel, denn er weiß, was viele andere Drehbuch-Autoren missachten: Die Geschichte lebt von ihren Charakteren und nicht umgekehrt. Wo in vielen anderen Filmen die Figuren wahllos in den Plot gepresst werden und somit zwangsläufig eindimensional wirken, spinnt Frank seine Geschichte um die Protagonisten herum. Die spannenden Situationen ergeben sich aus den verschiedenen Eigenschaften der Figuren, womit die Story sowohl einen ordentlichen Drive und keine Längen aufweist, aber auch tiefe Einblicke in das Innenleben der Personen gewährt.

Bild 3 zu Die Regeln der Gewalt
Chris glaubt dank Luvlee die Krise überwunden zu haben.

Im Zentrum der Story steht Chris Pratt, ein ehemals sehr beliebtes Sportass, das mit den Folgeschäden eines Unfalls zu kämpfen hat und nun schwer Kontakte knüpfen kann. Ein Großteil des Films lebt von der Tragik dieser Figur, wenn daraus ein dramatischer Plot über Vertrauen und Enttäuschung gezogen wird. Chris fristet ein einsames Dasein. Bis auf seinen blinden Mitbewohner Lewis, seine Familie und einen Polizisten, der während seiner Schicht stets Donuts vorbeibringt, hat er im Grunde niemanden, zumal er sich einfachste Dinge wie Namen oft nicht merken kann. Als er schließlich von Gary angesprochen und akzeptiert zu werden scheint, glaubt er einen Lichtblick in seinem Leben gefunden zu haben, doch wird abermals enttäuscht und für hinterhältige Zwecke missbraucht. Doch Frank lässt nicht zu, dass der Zuschauer von dieser Tragik erdrückt wird, lockert stattdessen mit komischen Momenten und herzigen Dialogen und flechtet außerdem geschickt einige Neo-Noir-Elemente in seinen Plot ein, bis das letzte Drittel des Films schließlich mit einem aufwühlenden und radikalen Showdown aufwartet.

Bild 4 zu Die Regeln der Gewalt
Der Banküberfall funktioniert nicht reibungslos.

„The Lookout“ baut zu 100% auf seinem Hauptdarsteller Joseph Gordon-Levitt auf. Das ist seine Show und er nutzt sie restlos aus. Hier hat er die Möglichkeit die gesamte Emotionsklaviatur rauf und runter zu spielen und alles sitzt perfekt. Egal ob traurig und zurückgezogen, wütend, tollpatschig, ängstlich, schüchtern oder gut gelaunt; Gordon-Levitt beherrscht den Ausdruck im Schlaf und knüpft damit mühelos an seine brillianten Leistungen in „Brick“ und „Mysterious Skin“ an. Nicht minder beeindruckend spielt Jeff Daniels als Lewis auf, der nicht nur für Wortwitz sondern auch als cleverer, fürsorglicher Ratgeber bestens zu gebrauchen ist. Matthew Goode dagegen überzeugt als ebenso charismatischer wie psychopathischer Bösewicht und Isla Fisher erspielt sich Sympathien als forsche und liebenswerte Luvlee mit Links. Scott Frank hält sich mit visuellen Mätzchen stets zurück und überlässt seinen Darstellern das Feld, trumpft aber immer dann auf, wenn es darum geht seine Kulissen, wie die stylische Bank, in Szene zu setzen oder wenn er die Möglichkeit hat Chris‘ Gedächtnis-Problematik aufzuzeigen. Dann überrascht er oft mit raffinierten Einfällen.

Bild 5 zu Die Regeln der Gewalt
Die verhängnisvolle Begegnung zwischen Chris und Gary.

Sicherlich hätte „The Lookout“ etwas verworrener, detaillierter und weniger geradlinig sein können, doch Scott Frank verzichtet darauf glücklicherweise zu Gunsten seiner wunderbaren Charaktere, obwohl es meist umgekehrt ist. Wer einen twistreichen, actionlastigen Thriller sehen möchte, sollte sich von „The Lookout“ fern halten. Wer aber ein intelligentes, mitreißendes Ensemble-Drama mit einigen packenden Thriller-Elementen erwartet, ist hier genau richtig. Vielleicht wird „The Lookout“ für Scott Frank einen ähnlichen Karriereschub bedeuten wie „Memento“ für Chris Nolan und Joseph Gordon-Levitt, der sowieso auf dem besten Weg nach ganz oben ist, steht nach „Brick“ nun schon zum zweiten mal in Folge für eines der großen Highlights des Fantasy Filmfests ein.

Fazit:


Scott Franks „The Lookout“ erweist sich sowohl als einfühlsame Charakter-Studie mit großartigen Darstellern, als auch als spannender, geradliniger Thriller, der speziell im letzten Drittel ordentlich an den Nerven rüttelt.
 

Bewertung[?]::

Userbewertung:

Autor:

Kevin

Eingetragen am:

08.09.2007

Aufgerufen:

8099 Mal

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