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Die Fährte des Grauens

 

Primeval, 2007

 
Poster zu 'Die Fährte des Grauens' kaufen
deutscher Start:2007
Herstellungsland:USA
Regie:Michael Katleman ("Phobia")
Drehbuch: John D. Brancato, Michael Ferris
Darsteller:Dominic Purcell, Brooke Langton, Orlando Jones u.a.
Verleih:

Buena Vista
Genre:

Horror/Thriller
Länge:94 Minuten
FSK: ab 18 Jahren
Website:

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Inhalt:


Nach einem vermeintlichen Skandalbericht, der reichlich in die Hose ging, wird Tim Manfrey (Dominic Purcell) zusammen mit seiner Reporterkollegin Aviva Masters (Brooke Langton) und dem Kameramann Steven Johnson (Orlando Jones) nach Burundi geschickt, um dort die Gefangennahme des legendären, übergroßen Krokodils Gustave zu dokumentieren. Sie erhalten dabei Unterstützung von Tierschützer Matthew Collins (Gideon Emery) und dem Wildjäger Jacob Krieg (Jürgen Prochnow).

Bild 1 zu Die Fährte des Grauens
Vom Karrieremann zum Wohltäter: Tim Manfrey.

Das Monster-Krokodil erweist sich als hartnäckiger Gegner und wird zur großen Bedrohung für die Truppe. Als Steven zufällig die brutale Hinrichtung einer Burundi-Familie von einer Gruppe Hutu-Rebellen filmt, offenbart sich der Gemeinschaft ein weiteres Problem. Nun stellt nicht nur Gustave eine lebensbedrohende Gefahr für die Journalisten dar, sondern auch die Rebellen, die sich an ihre Fersen klemmen, um das Filmmaterial verschwinden zu lassen und die 5 zu töten.

Kritik:


Wie würde es euch gefallen, wenn die Figuren aus einem x-beliebigen Slasher-Movie, nach einem Angriff des maskierten Killers, plötzlich eine intensive Diskussion über die Bush-Regierung und die Irak-Krise starten würden? Absurd? Lächerlich? Total daneben? Eben. Fast genauso dämlich kommt Michael Katlemans „Die Fährte des Grauens“ daher, eine krude Mischung aus politisch ambitioniertem Thriller und Tier-Horror-Trash. Nicht nur dass sich die beiden Genres hier gegenseitig den Garaus machen, Katleman scheint die 3.Welt-Problematik auch noch nicht im geringsten Ernst zunehmen, womit sich sein Film irgendwo zwischen öde, unfreiwillig komisch und ärgerlich einpendelt. Da Hollywood zurzeit scheinbar das Motto „Habt Erbarmen mit den Armen“ pflegt und ständig neue, aber durchaus gelungene Produktionen über die Afrika-Thematik wie „Blood Diamond“, „Hotel Ruanda“ oder auch „Der ewige Gärtner“ auf den Markt bringt, musste eine solche Variation natürlich auch irgendwann kommen. Was letztendlich daraus geworden ist, gleicht aber einer verwerflichen, kommerziellen Ausschlachtung des brisanten Themas.

Bild 2 zu Die Fährte des Grauens
Ein Stammes-Ritual soll die Journalisten vor Unheil bewahren.

Dabei ist die Ausgangslage noch nicht mal die Schlechteste. Ein Reporterteam, das nach Burundi geschickt wird, um über ein legendäres Krokodil zu recherchieren und dabei die afrikanischen Lebensverhältnisse zwischen Bürgerkrieg, Völkermord, Armut, Dürre und Stammes-Ritualen am eigenen Leib erfahren muss, ist eigentlich eine gute Idee. Nur laufen die beiden Genres Polit-Thriller und Horror kontinuierlich nebeneinander her ohne auf einen gemeinsamen Nenner gebracht zu werden. So stellt man sich irgendwann die Frage, was der Film nun eigentlich von einem will, wenn zunächst eine politische Gruppendiskussion geführt wird, aber dann plötzlich Gustave auftaucht und die Lage in ein haarsträubend überzogenes Horror-Szenario um schwingt. Soll man nun über das Thema nachdenken oder sich von den Splatter- und Actionszenen unterhalten lassen? Wohl eher Letzteres. Angesichts des fahrlässigen Umgangs mit der dritten Welt möchte man sich das Schmunzeln aber besser verkneifen.

Bild 3 zu Die Fährte des Grauens
Gut gelaunt durch Krieg und Armut: Aviva.

Ähnlich katastrophal fällt auch die Charakterisierung aus. Die Figuren sind ohne Ausnahme dem Horror-Baukasten entsprungen. Wir haben einen Karriere geilen Reporter, der in Afrika seine Menschlichkeit wieder findet, eine weitere Reporterin, tierlieb und hoffnungslos naiv, den Quotenschwarzen, der die Sprüche raus kloppt als gäbe es kein Morgen, einen Tierschützer, der unter allen Umständen das Überleben des Krokodils sichern will und einen Jäger, der auf Rache an Gustave sinnt, da dieser seine Frau verfrühstückt hat. Im Horroranteil des Films fällt das noch wenig ins Gewicht, außer dass die Leute einem herzlich egal sind. Da können auch die Darsteller nichts dran ändern, die sich wenigstens Mühe geben. Aber wie wird es wohl enden, wenn diese stupiden Charaktere sich über das Desinteresse der US-Bevölkerung gegenüber der Massenmorde in Afrika unterhalten? Genau! Reichlich dämlich und plakativ.

Bild 4 zu Die Fährte des Grauens
Wie niedlich! So böse ist der Gustave ja gar nicht.

Doch das ist noch nicht mal das Ende der Fahnenstange. Die Afrikaner sind hier konsequent in 2 Gruppen eingeteilt. Entweder sie sind lieb und nett und empfangen die Amerikaner mit offenen Armen oder sie sind ganz doll böse und schießen alles über den Haufen, was ihnen in die Quere kommt. Dann gibt es noch den jugendlichen, englisch-sprachigen Burundi-Jungen, dessen größter Wunsch es ist, in das gelobte Land Amerika einzureisen. Der Gipfel der Dummheit ist schließlich eine Texteinblendung, die dem Zuschauer mitteilt, dass in Burundi wieder alles Friede, Freude, Eierkuchen sei; nur Gustave habe noch ordentlich Appetit. Das man im letzten Drittel die politischen Elemente größtenteils zurück hält und es stattdessen noch einmal richtig krachen lässt, ist da noch einer der besseren Schachzüge, reißt aber nichts mehr raus. Was gibt es sonst noch Positives zu berichten? Nun, wenn nicht gerade eine Action-Szene ansteht, die natürlich viel zu hektisch geschnitten und gefilmt ist, sind die leuchtenden Landschaftsaufnahmen sehr hübsch, Gustave ist ganz nett getrickst und das kleine Hündchen ist süß. Das war´s dann aber auch schon.

Bild 5 zu Die Fährte des Grauens
Back to the roots: Steven.

Mit „Die Fährte des Grauens“ ist wirklich niemandem geholfen. Kinobesucher, die sich auf einen vergnüglichen Tier-Horror-Abend freuen, werden gelangweilt sein, da der Trash-Anteil zu diesem Zweck viel zu wenig Spielzeit ein nimmt, andere Zuschauer, die an der Afrika-Thematik interessiert sind, werden sich, aufgrund der superdämlichen Darstellung der Situation, zu Tode ärgern. Was dieser Schmonz im Kino verloren hat, ist die einzig relevante Frage, die man hier stellen sollte. Also am besten komplett ignorieren und den Machern einen Denkzettel verpassen!

Fazit:


Die brutalen Lebensumstände der dritten Welt auszuschlachten, um einen sinnfreien Monster-Horror-Reißer daraus zu basteln, ist eine bodenlose Frechheit!
 

Bewertung[?]::

Userbewertung:

Autor:

Kevin

Eingetragen am:

19.08.2007

Aufgerufen:

10379 Mal

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