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Die Eisprinzessin

 

The Ice Princess, 2005

 
Poster zu 'Die Eisprinzessin' kaufen
deutscher Start:2005
Herstellungsland:USA
Regie:Tim Fywell ("Verhängnisvolles Erbe")
Drehbuch: Hadley Davis
Darsteller:Michelle Trachtenberg, Kim Cattrall, Joan Cusack u.a.
Verleih:

Buena Vista International
Genre:

Drama/Komödie/Familienfilm
Länge:98 Minuten
FSK: ab 0 Jahren
Website:

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Inhalt:


Casey Carlyle (Michelle Trachtenberg; „EuroTrip“) hat sich von einem richtigen Leben schon lange verabschiedet, ihre Welt ist die Physik. Sie bekommt die einmalige Chance auf ein Harvard-Stipendium. Alles was sie dafür tun muss ist eine Hausarbeit anzufertigen, die neben der fachlichen Kompetenz auch eine persönliche Note enthalten soll. So kommt sie dazu, die Abläufe beim Eiskunstlaufen mit Hilfe eines Computer-Programms zu simulieren und das Geheimnis hinter den perfekten Bewegungen zu erforschen. Hat sie doch selbst den ganzen Winter auf dem verträumten See vor dem kleinen Bauernhaus, indem Casey zusammen mit ihrer Mutter (Joan Cusack; „Arlington Road“) lebt, geübt – ein persönlicher Bezug ist dem Projekt also nicht abzusprechen.

Bild 1 zu Die Eisprinzessin
Der einzige Junge im Film: Trevor Blumas als „Teddy“.

In der lokalen Eislaufhalle angekommen, stößt ihr Vorhaben zunächst auf wenig Gegenliebe. Trainerin Tina Harwood (Kim Cattrall; „Sex and the City“) und die Eltern der jugendlichen Hoffnungsträgerinnen haben Angst, Casey könnte mit ihrer Videokamera spionieren, immerhin steht die regionale Meisterschaft kurz bevor und die Küren sind streng geheim. Mit jeder Menge Empfehlungsschreiben von ihrer Arbeit als Babysitterin gelingt die Überzeugung dennoch. Casey beginnt damit die Sprünge und Pirouetten der Profis, unter anderem Schulschönheit und Tochter der Trainerin Gen (Hayden Panettiere; „Im Rennstall ist das Zebra los“), zu analysieren und bekommt dabei immer mehr Lust es selbst einmal zu versuchen.

Bild 2 zu Die Eisprinzessin
Noch die liebevolle Trainerin: Kim Cattrall als Tina Harwood.

Schnell stellt sich bei einem Anfängerkurs, den Casey sich durch den Verkauf von Hot Dogs finanziert, heraus, dass sie es mit ihrem Talent auch mit den ganz Großen aufnehmen könnte. Das würde aber noch härteres Training und noch viel höhere Kosten bedeuten. Unvereinbar mit ihren schulischen Verpflichtungen und ihrer Mutter, die die engen Kleider der Eiskunstläuferinnen für verächtlich hält und Frauen in Führungspositionen und nicht beim Tanzen sehen will. Trotzdem findet Casey einen Weg an den Meisterschaften teilzunehmen, bei denen ein so harter Konkurrenzkampf angesagt ist, dass selbst scheinbare Verbündete zu erbitterten Gegnern werden.

Kritik:


Der Film beginnt mit dem Bild einer spiegelglatten Eisfläche. Nach und nach erscheinen wie von Zauberhand Kufenspuren, glitzernder Eisstaub spritzt herum. Die Spuren sind alle kurvig, keine gerade. Es scheint als hätte Regisseur Tim Fywell mit diesem Vorspann eine Ouvertüre inszenieren wollen, die die Moral der Geschichte in einer einzigen Einstellung, mit einer einzigen Metapher, vorwegnimmt: Der gerade Weg ist nie der richtige, vielmehr muss man sich nach allen Seiten umschauen um seinen wahren Traum zu erkennen und zu verwirklichen.

Bild 3 zu Die Eisprinzessin
Lädt dieses Bild nicht geradezu zum lustigen Zielgruppen-Raten ein?

Michelle Trachtenberg, die kleine Schwester von Sarah Michelle Gellar in der TV-Erfolgsserie „Buffy – Im Bann der Dämonen“, spielt die High-School-Schülerin Casey, die sich mehr über naturwissenschaftlichen Durchblick als gutes Aussehen oder cooles Auftreten definiert. Immer wenn sie nervös wird, zum Beispiel wenn sie versucht zu flirten, zieht sie sich auf bekanntes Terrain zurück und fängt an unkontrolliert über Hydrofugalkräfte zu philosophieren – das nervt nicht nur ihre bemitleidenswerten Mitmenschen sondern auch den Zuschauer. Glücklicherweise findet sie schnell eine neue Passion - das Eislaufen. Auch das Schauspiel entspannt sich, die verkrampfte Naivität weicht einem angenehmen Selbstbewusstsein und Trachtenberg wird beinahe erträglich. Eine viel bessere Figur macht aber Hayden Panettiere als Schulschönheit und Eislaufhoffnung Gen Harwood. Hört sich nach einer 08-15-Rolle an, ist aber weitaus komplexer angelegt als im Teenie-Genre üblich. Gen ist nicht die schon so oft gesehene Beauty-Bitch, sondern ein gebrochenes Mädchen, das sich nicht gegen die übermächtige Mutter durchsetzen kann und von einem „normalen“ Leben träumt.

Bild 4 zu Die Eisprinzessin
Die einzige positive Überraschung: Hayden Panettiere.

Hauptthema des Films ist ein viel universelleres als der Eislaufsport. Es geht um Eltern, die ihre eigenen unerfüllten Träume auf ihre Kinder projizieren und versuchen diese durch sie zu verwirklichen. Joan Cusack ist in ihrer typischen verschrobenen Art als Caseys Mutter Joan zu sehen, eine Feministin der gehobenen Sorte. Für sie repräsentieren Eis laufende Mädchen die Kapitulation vor der Männer-Orientierten Gesellschaft: Sie verwenden ihre ganze Energie darauf gut auszusehen und anbiedernd herumzutanzen anstatt in Wissenschaft oder Wirtschaft Karriere zu machen. Der Mutter-Tochter-Konflikt entwickelt jedoch keine Tiefe, viel zu kurz sind Cusacks Auftritte, zu eindimensional – selbst für einen Disney-Film - ihre Darstellung. Auch hier liegt Panettiere vorn. Sie muss sich gegen ihre übergroße Mutter und Trainerin Kim Cattrall durchsetzen. Die trat einst sogar bei Olympia an, wurde aber wegen unfairen Verhaltens disqualifiziert. Nun liegen alle Hoffnungen bei ihrer Tochter. Aus ihren Fehlern hat sie aber nicht gelernt, Unsportlichkeiten sind noch immer an der Tagesordnung. So kommt es nach einer erneuten Attacke, diesmal sogar gegen eine Konkurrentin aus dem eigenen Team, zum endgültigen Bruch. Cattrall und Panettiere bilden dabei ein überraschend stimmiges Leinwand-Paar. Cattrall überzeugt als kratzborstiges, aber gebrochenes Biest und Panettiere haucht ihrer Rolle trotz Gutmenschentums echtes Leben ein.

Bild 5 zu Die Eisprinzessin
Lass den grauen Pullover bloß an, das Kleid ist noch hässlicher!

Im Gegensatz zu seinen Hauptfiguren geht der Film den geraden, einfachen Weg. Er übernimmt den Traum einer 12-jährigen Durchschnittsamerikanerin und überträgt ihn unreflektiert auf die Leinwand. Die kritischen Elemente wie der überharte Konkurrenzkampf und die Unmöglichkeit einer normalen Jugend werden zwar angesprochen, dann aber doch anbetracht des großen Ziels akzeptiert. Für die Generationsprobleme werden keine Lösungen aufgezeigt, vielmehr lösen sie sich im Glanze einer gelungenen Eislaufkür in Wohlgefallen auf. Hört sich nach typischem Hollywood-Kitsch und jeder Menge Herz-Schmerz an, aber nicht einmal auf der emotionalen Ebene weiß der Film zu fesseln. Alles wirkt, passend zum Setting, für einen Teenie-Film ungewöhnlich kalt, ein Spannungsaufbau innerhalb der einzelnen Konflikte findet nicht statt. Aufgeworfene Probleme werden schon in der nächsten Szene wieder aufgelöst, zumindest kann man sich so entspannt auf die lustig herumhüpfenden Girlies konzentrieren.

Fazit:


Leicht verdaulicher Disney-Teenie-Sportfilm, der zu unkritisch ist, um einen ernsthaften Beitrag zum Thema zu leisten, und zu wenig Herz hat, um den Zuschauer emotional zu fesseln. Für Eislauf-Fans oder Trachtenberg-Bewunderer trotzdem genießbar.
 

Bewertung[?]::

Userbewertung:

Autor:

Christoph

Eingetragen am:

14.06.2005

Aufgerufen:

35354 Mal

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Weitere Kritik:

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