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Die Chroniken von Narnia: Der König von Narnia

 

The Chronicles of Narnia: The Lion, the Witch & the Wardrobe, 2005

 
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deutscher Start:2005
Herstellungsland:USA
Regie:Andrew Adamson ("Shrek - Der tollkühne Held")
Drehbuch: S. Lewis (Novelle), Ann Peacock, Andrew Adamson, Christopher Markus, Stephen McFeely
Darsteller:Tilda Swinton, William Moseley, Anna Popplewell u.a.
Verleih:

Buena Vista International
Genre:

Abenteuer/Familienfilm/Fantasie
Länge:138 Minuten
FSK: ab 6 Jahren
Website:

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Inhalt:


England im Zweiten Weltkrieg: Zum Schutz vor Bombenangriffen werden die Geschwister Peter (William Moseley), Susan (Anna Popplewell), Edmund (Skandar Keynes) und Lucy (Georgie Henley) auf den Landsitz eines alten Professors (Jim Broadbent) geschickt.

Bild 1 zu Die Chroniken von Narnia: Der König von Narnia
Durch den Kleiderschrank im Abstellraum betritt man die geheime Welt Narnia.

Beim Versteckspiel entdecken sie einen Schrank, der in das magische Land Narnia führt. Dieses wurde von der Weißen Hexe (Tilda Swinton) mit einem Fluch belegt: es herrscht ewiger Winter. Mit Hilfe des Löwen Aslan, versuchen die vier Kinder diesen Bann zu brechen.

Kritik:


Die PR-Abteilungen der US-Kirchen haben für sich einen einfachen Weg entdeckt, ihre Botschaften in den Medien unterzubringen. Immer öfter geben sie ihren Senf zu den neuesten Filmstarts dazu, worüber dann gerne und ausgiebig in Zeitungen und Fernsehshows diskutiert wird. So sind unzählige Kirchenverbände gegen den Start des 50-Cents-Film „Get Rich or Die Tryin´“ Sturm gelaufen und gegen den kleinen Zauberkünstler „Harry Potter“ wurde sogar mit Unterstützung aus Rom landesweit gewettert. Auch direkt aus der Kanzel werden mittlerweile Veranstaltungstipps fürs Wochenende verteilt, sind doch unzählige Gemeinden geschlossen in Sonntags-Matineen von „Die Reise der Pinguine“ gepilgert um sich anschließend im Gottesdienst die religiösen Bezüge einreden zu lassen. Auf diese Weise sind die Pinguine sogar zur zweit erfolgreichsten Dokumentation in der US-Box-Office-Geschichte avanciert. Auch Hollywood hat spätestens seit Mel Gibsons „Die Passion Christi“ das finanzielle Potential kirchlicher Meinungsmache erkannt und versucht nun mit speziellen Produktionen für das gläubige Publikum Kasse zu machen.

Bild 2 zu Die Chroniken von Narnia: Der König von Narnia
Der Faun Tumnus ist das erste Wesen, dem Lucy in Narnia begegnet.

Auch „Narnia“ hat das Zeug zum Kirchen-Knaller, glaubt zumindest der US-Verleih und fährt eine zweigleisige Medien-Kampagne. Zum einen will man einen Abenteuerfilm zwischen „Der Herr der Ringe“ und „Harry Potter“, auf der Anderen eine bibeltreue Neuverfilmung der Leidensgeschichte Jesu verkaufen. Und wirklich hat der Film von beidem etwas, nur dass beide Versuche total in die Hose gehen. Das große Abenteuer erstickt an der absolut emotionslosen Inszenierung, die weit entfernt von der Bombast-Inszenierung der „Ringe“-Filme und der Phantasie des „Potter“-Franchise jegliches Gefühl von Größe oder Gefahr vermissen lässt. Nur wenn zu Beginn der Titel eingeblendet wird und glitzernder Schnee das Dunkel des Kinosaals erhellt, kommt für kurze Zeit so etwas wie Magie auf. Die Kinderschauspieler, von denen nur die Jüngste Georgie Henley als Lucy den Zuschauer für sich einnehmen kann, die beiden Jungen sogar nur mimikfrei durch die Sets stolpern, haben keine Chance, gegen diese unterkühlte Art des „Filme Machens“ anzuspielen. Zwar können Tilda Swinton in ihrer Paraderolle als unterkühlte Hexe und Jim Broadbent als leicht verwirrter Professor überzeugen, haben aber viel zu wenig Zeit auf der Leinwand, bleiben so eindimensional und uninteressant.

Bild 3 zu Die Chroniken von Narnia: Der König von Narnia
Das Böse: Die Weiße Hexe (Tilda Swinton) hat Narnia mit einem Fluch belegt.

Viel schlimmer als die Langeweile, die der Film fast über die gesamte Laufzeit verströmt, sind aber seine unerträglichen religiösen und politischen Metaphern und Zitate. Schon die Vorlage von C.S. Lewis wurde von vielen zu recht als reaktionäres Machwerk verschrien, das der Film nun aber gerade in Zeiten von Bushs „Glaubenskriegen“ im Nahen Osten entstehen musste, ist katastrophal. Der Löwe Aslan, das personifizierte Gute und der reine König Narnias, will seinen rechtmäßigen Thron von der Weißen Hexe zurückerobern. Ein unnötiger Rückfall in klassisches Schwarz-Gegen-Weiß-Denken, das sich in den USA natürlich im Moment gut macht, aber zumindest im Rest der Welt auf Ablehnung stoßen sollte. Als dann Edmund, der seine Geschwister an die Hexe Verraten hat, als Strafe sterben muss, opfert sich Aslan für ihn, genau wie es Jesus für Judas und die anderen Ungläubigen getan hat.

Bild 4 zu Die Chroniken von Narnia: Der König von Narnia
Der Löwe Aslan (Liam Neeson) ist der wahre Herrscher über Narnia.

Die Szene, in der Aslan sich nachts in das Lager der Feinde schleicht, um sich dort von der Hexe töten zu lassen, hat dann auch wirklich kaum noch Unterschiede zur Kreuzigung in „Die Passion Christi“. Aslan bahnt sich seinen Weg durch eine Menge merkwürdiger Kreaturen, die ihn anschreien und mit Hassparolen überschütten – vergleichbar mit dem Tragen des Kreuzes durch Jerusalem und den jüdischen Schaulustigen. Bevor die Hexe Aslan aber den Dolch ins Herz jagt, lässt sie den stolzen Löwen zunächst rasieren, eine Anspielung auf die Herabwürdigung Jesu durch die Dornenkrone. Weil sich Aslan aber freiwillig für die Anderen geopfert hat und auf einer heiligen Stätte starb, ersteht er wieder auf – einen Osterhasen gab’s aber leider dennoch nicht zu sehen (dafür in einer anderen Szene aber den Weihnachtsmann, der Waffen! als Geschenke an die Kinder verteilt).

Bild 5 zu Die Chroniken von Narnia: Der König von Narnia
Ein Glück, dass der Kleiderschrank voller wärmender Mäntel hing.

Haben natürlich schon diese Szenen voller unreflektierter religiöser Wertvorstellungen nichts in einem Kinderfilm verloren, wird es kurze Zeit später dann so richtig eklig. Der auferstandene Aslan macht auf dem Weg zur entscheidenden Schlacht noch kurz einen Abstecher zum Schloss der Hexe und haucht dort im wahrsten Sinne des Wortes seinen gefallenen Soldaten neues Leben ein. Die Kämpfer für die „gute“ Sache werden für ihre Taten mit neuem Leben belohnt, nicht einmal der Tod kann solchen Helden mehr etwas anhaben. Eine Vorstellung, die im amerikanischen Militarismus stark verankert ist, die ganz nebenbei aber auch islamistische Selbstmordattentäter für sich in Anspruch nehmen. Vielleicht sollten die Eltern von Opfern des Irak-Krieges die Särge auf dem Weg nach Hause noch kurz beim Weißen Haus vorbeischicken und die Leichen von Bush anpusten lassen. Nach dem man diesen reaktionären Käse ertragen hat, möchte man fast glauben, es könnte klappen.

Fazit:


Jetzt versucht Hollywood schon unseren Kindern die Legitimität der neuen Kreuzzüge Amerikas zu predigen. Zumindest weiß Präsident Bush endlich, was er sich über Weihnachten im Kino ansehen sollte.
 

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Userbewertung:

Autor:

Christoph

Eingetragen am:

23.11.2005

Aufgerufen:

91105 Mal

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