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 | Dick und Jane - zu allem bereit, zu nichts zu gebrauchen |  | | |
Fun with Dick and Jane, 2005 | |
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| deutscher Start: | 2006 | | Herstellungsland: | USA | | Regie: | Dean Parisot („Galaxy Quest“) |
| Drehbuch: |
Judd Apatow, Nicholas Stoller, Peter Tolan |
| Darsteller: | Jim Carrey, Tea Leoni, Alec Baldwin u.a. | | Verleih: | Sony Pictures | | Genre: | Komödie/Krimi | | Länge: | 90 Minuten | | FSK:
| ab 6 Jahren |
| Website: | Link aufrufen | | Günstig DVD, Video, Buch oder Soundtrack zu "Dick und Jane - zu allem bereit, zu nichts zu gebrauchen" | 
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Inhalt:
Dick (Jim Carrey, „Die Maske“) und seine Ehefrau Jane (Tea Leoni, „Spanglish“) führen ein luxuriöses, angenehmes Leben. Bis Dick völlig überraschend arbeitslos wird und die beiden plötzlich vor einer Reihe von Problemen stehen. Woher das Geld nehmen, um das Haus abzubezahlen oder gar den gewohnten Lebensstil aufrecht zu erhalten? Ganz zu schweigen von den Nachbarn, die auf keinen Fall bemerken dürfen, was passiert ist. Dick sieht deshalb nur einen Ausweg – aber der ist nicht ganz legal.
Dick gibt alles, um seinen Job zu behalten. Aber er hat keine Chance.
Er will sich als Dieb versuchen. Leichter gesagt als getan. Denn Dick gibt als Gauner keine wirklich gute Figur ab. Ganz im Gegensatz zu seiner Frau, die den Dreh raus hat und ein kriminelles Naturtalent zu sein scheint. Mit Janes Hilfe klingelt bald die Kasse... |
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| Kritik:
Der Abspann von „Dick und Jane“ beginnt mit einer Danksagung an Enron und viele andere Unternehmen, die nach gigantischen Betrugsversuchen pleite gingen und Tausende von Angestellte ohne Abfindungen, Renten oder irgendeine Art der Absicherung in die Arbeitslosigkeit entließen. Eigentlich sind diese Schicksale nicht zum lachen, aber Regisseur Dean Parisot versucht sich auch nicht an einer einfachen Komödie, sondern vielmehr an einer bitteren Wirtschaftssatire. Leider wurde er dabei von seinem Hauptdarsteller Jim Carrey sabotiert und das Ergebnis fällt so ziemlich dürftig aus.
Ohne Job geht es mit Dick (Jim Carrey) rapide bergab.
Die amerikanische „Weißer Gartenzaun“-Gesellschaft wird in „Dick und Jane“ mit einem einzigen, genialen Gag karikiert, der in seiner Brillanz das ganze verschenkte Potential des Stoffes offenbart. Der Sohn der Harpers spricht „Spanglish“, weil er mehr von der mexikanischen Putzfrau als von seinen eigenen Eltern erzogen wurde. Auch Dicks beruflicher Niedergang wird mit wunderbaren Szenen bebildert. Vor allem das schiefgelaufene Vorstellungsgespräch ragt aus der Masse der „All You Can Eat“- und Discounter-Jokes heraus. Eine ganze Armada von anzugtragenden Aktentaschenschleppern bekriegt sich auf dem Weg zum Büro des Chefs bis aufs Blut. Als die „Überlebenden“ ankommen steht schon eine unendlich scheinende Schlange vor der geschlossenen Tür. Abschließend muss man sagen, dass dieser Teil bis auf das pointenlose, eintönige Spiel der beiden Hauptdarsteller durchaus gelungen ist.
Also müssen neue Wege zur Geldbeschaffung begangen werden.
So weit, so gut. Leider scheint Parisot seinem Stoff nicht so recht über den Weg zu trauen und bleibt nicht auf der satirischen Schiene, sondern inszeniert die zweite, räuberische Hälfte wie eine einfach TV-Comedy-Show. Zwar ziehen sich bei den affigen Überfall- und Einbruchsversuchen des diebischen Paares die Mundwinkel hier und da mal nach oben. Der rebellische Geist, mit dem sich die Beiden gegen ihr kapitalistisches Schicksal stellen, ist aber nicht mehr zu finden. Überhaupt fließt der finanzielle Absturz nicht nachvollziehbar in die Motivation der Charaktere ein, vielmehr scheinen „Dick und Jane“ einfach nur eine Menge Spaß bei der Sache zu haben. Hätte man die Diebstähle ernsthaft gestaltet und wären die Situationen dann durch Absurditäten von außen auf den Kopf gestellt worden, wäre das um einiges interessanter gewesen, als nur eintönigen Peinlichkeiten zuzusehen. Ist dies alles zumindest noch erträglich, ist der Showdown dann aber einfach richtig schlecht. Der Heist ist so kompliziert, dass er dem Zuschauer trotz der geringen Laufzeit des Film erst einmal zehn Minuten lang in allen Einzelheiten erklärt werden muss – und dann passiert überhaupt nichts aufregendes.
Und am Schluss gehen alle gutgelaunt nach Hause.
Carrey hat in seiner Karriere schon viele schlechte Drehbücher mit seiner Gummi-Visage vor dem Absturz bewahrt, „Dick und Jane“ aber hat er mit seinen Grimassen zerstört. Dick erlebt den Absturz seines Lebens, versucht sich verzweifelt ein letztes Bisschen Würde zu bewahren und kämpft sich dann durch seine Raubzüge langsam wieder nach oben. Eine bewegte Zeit und trotzdem zieht Carrey seinen übertriebenen Stil ohne jede Zurückhaltung konsequent durch. Er spielt Dick als erfolgreichen Geschäftsmann genauso durchgeknallt, wie als mexikanischen Flüchtling. So nimmt er der interessanten Geschichte jede Ernsthaftigkeit und seinem Charakter die Glaubwürdigkeit. Schade, hier wäre mit einer ambitionierten Darstellung eindeutig sehr viel mehr drin gewesen. |
| | Fazit: Die Ansätze zur bissigen Satire sind durchaus erkennbar, trotzdem wird „Dick und Jane“ durch Jim Carreys übertriebenes Spiel zur uninteressanten Klamotte. |
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