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Der verbotene Schlüssel

 

The Skeleton Key, 2005

 
Poster zu 'Der verbotene Schlüssel' kaufen
deutscher Start:2005
Herstellungsland:USA
Regie:Iain Softley ("K-Pax")
Drehbuch: Ehren Kruger
Darsteller:Kate Hudson, Gena Rowlands, Peter Sarsgaard u.a.
Verleih:

UIP
Genre:

Drama/Horror/Mystery/Thriller
Länge:104 Minuten
FSK: ab 16 Jahren
Website:

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Inhalt:


Ausgestattet mit einem gesunden Menschenverstand und vitalem Durchsetzungsvermögen gehört die Hospiz-Mitarbeiterin Caroline Ellis (Kate Hudson, „Almost Famous“) garantiert nicht zu denen, die ihre Zeit mit dem Aberglauben an Hexerei und Schwarze Magie vergeuden. Alles, was sie will, ist so schnell wie möglich genügend Geld für die Ausbildung zur Krankenschwester zusammenzubekommen. Auch wenn das bedeutet, dass sie als Betreuerin für die schon etwas in die Jahre gekommenen Plantagen-Besitzer arbeiten muss, die in einer abgelegenen Gegend, über eine Autostunde von New Orleans entfernt, leben. Und zwar genau in jenem „mystischen Delta“ von Louisiana, das dafür berüchtigt ist, dass die Einheimischen dort zu seltsam geheimnisvollen Praktiken und dunklen Zeremonien neigen.

Bild 1 zu Der verbotene Schlüssel
Violet versucht Caroline von der Macht der bösen Geister zu überzeugen.

Das heruntergekommene Terrebonne-Parish-Anwesen ist das Zuhause von Violet (Gena Rowlands, „Taking Lives“) und Ben Devereaux (John Hurt, „Hellboy“), einem waschechten Bayou-Ehepaar. Und sowohl das Herrenhaus wie auch die Bewohner scheinen von einer düster-melancholischen Aura umflort zu sein. Doch Caroline lässt sich nicht davon abschrecken, sich um Ben zu kümmern, der nach einem Schlaganfall fast völlig gelähmt ist und so gut wie nicht sprechen kann.

Bild 2 zu Der verbotene Schlüssel
Caroline sucht überall nach Informationen über das schreckliche Geheimnis.

Um Caroline ihre Arbeit im Haus zu erleichtern, gibt Violet ihr einen Generalschlüssel, der ins Schloss von jeder Tür des Hauses passt – inklusive einer mysteriösen Tür, die sich im hinteren Teil des Dachbodens befindet. Nach einigem Zögern schaut sich Caroline auch in diesem „verbotenen Zimmer“ neugierig um. Überall stehen antike Möbel herum und es gibt auch diverse Spiegel – die man seltsamerweise aus dem übrigen Haus entfernt und hier abgestellt hat – sowie Gegenstände, die offensichtlich mit schwarzer Magie zu tun haben, also mit einem Aberglauben, mit dem Caroline – dank ihrer pragmatischen Lebensauffassung und ihres gesunden Menschenverstandes – nun überhaupt nichts anfangen kann.

Bild 3 zu Der verbotene Schlüssel
Der „Skeleton Key“ führt Caroline (Hudson) in große Versuchung.

Doch dann passieren seltsame Dinge im Haus – und mit Ben, die sich nicht so ohne weiteres rational erklären lassen. Auch scheint vor allem Violet voller unergründlicher Geheimnisse zu sein. Je mehr Caroline diesen merkwürdigen Dingen auf die Spur kommen will, desto tiefer wird sie in die dunklen Mysterien des Hauses – und vor allem des Dachzimmers – hineingezogen.

Kritik:


New Orleans ist die Hauptstadt des filmischen Voodoo – schon James Bond musste sich in „Leben und sterben lassen“ hier mit üblen Hexenmeistern und magischen Püderchen herumschlagen. Im Gegensatz zu Roger Moores verspielten, aber gleichrangigen Umgang mit seinen Widersachern, ist Iain Sofleys Zeichnung der Kultur Louisianas einseitig – für ihn ist alles dreckig und böse – herablassend. Die Stimmung soll hier nur durch Fliegendreck und ausgestopfte Krokodilköpfe entstehen. Die weiten Sumpflandschaften, aus denen das Unheimliche nur so hervorquillt, werden nur in Totalen, fast widerwillig, mit einbezogen. Es scheint als habe Softley Angst, die wahre Stimmung der Region einzufangen und weicht deshalb auf eine abschreckend artifizielle aus. Das er so den Menschen, ihrer Kultur und ihrer zunächst erschreckend wirkenden Religion nicht gerecht werden kann, folgt zwangsläufig.

Bild 4 zu Der verbotene Schlüssel
Der erste Blick auf das altehrwürdige Kolonialstil-Herrenhaus der Devereauxs.

Kate Hudson spielt die junge Caroline, die sich ganz der Menschenliebe verschrieben hat. Ihren Job in einem staatlichen Hospiz kündigt sie, nachdem sie feststellen musste, dass die Sterbenden gleich nach ihrem Tod in Form von Pappkartons, die ihre letzten Hinterlassenschaften enthalten, auf dem Müll entsorgt werden. Die Kritik am US-Gesundheitssystem, für das der Tod Teil des Business ist, mag durchaus angebracht sein, bleibt aber oberflächlich und wird schon nach fünf Minuten komplett fallen gelassen. Zwar soll so Carolines Intention erklärt werden, persönlicher arbeiten zu wollen und so die Stelle beim Ehepaar Devereaux anzunehmen, außer der Beantwortung der Zeitungs-Anzeige zeigen sich aber keine weiteren Auswirkungen dieser Erfahrungen auf Carolines Verhalten - sie treibt halt irgendwie durch das geisterhafte Geschehen, ohne dass ihr Charakter irgendeinen Einfluss darauf nehmen würde.

Bild 5 zu Der verbotene Schlüssel
Der Anwalt Luke scheint neben Caroline der einzig „Normale“ zu sein.

!!! In diesem Absatz wird das Ende des Films verraten !!!

Die überraschende Schlusswendung wirkt im ersten Moment recht stimmig konstruiert, denkt man jedoch länger darüber nach, offenbart sich das ganze katastrophale Ausmaß dieses einfachen Drehbuchgags. Vor hunderten Jahren begann ein schwarzes Sklavenpärchen mit Hilfe eines Voodoo-Rituals die Körper mit jüngeren Menschen zu tauschen und so selbst ewiges Leben zu erlangen. Dieses Spielchen trieben sie über die Generationen immer weiter, bis sie in dem Ehepaar Devereaux ihre bislang letzten Opfer fanden. Waren den ganzen Film über schon die Schwarzen die Wahnsinnigen, die an der Tankstelle auf einmal hinter dir stehen und dich zu Tode ängstigen, werden nun nachträglich auch die bösen Weißen zu Schwarzen. Was soll uns das sagen? Alles Böse ist auf etwas Schwarzes zurückzuführen. In jedem von uns steckt etwas Schwarzes und damit Böses. Oder als letzte und wahrscheinlichste Möglichkeit waren die Macher auch einfach nur zu blöd, um die Auswirkungen der Schlusswendung auf die Aussage des Films zu realisieren – gar nicht gut.

Bild 6 zu Der verbotene Schlüssel
Ein letzter, verzweifelter Fluchtversuch in die Sümpfe Louisianas.

Die Inszenierung lässt sich passend mit dem Motto „Denn sie wissen nicht, was sie filmen“ beschreiben. Seitdem Hitchcock das Zeitliche gesegnet hat, scheinen Regisseure sich immer weniger Gedanken darüber zu machen, welche Wirkungen von ihnen gewählte Stilmittel auf die Stimmung, die Geschichte oder den Zuschauer haben. Auch Iain Softley schmeißt mit Zeitlupen, -raffern, plötzlichen Ansätzen von wackelnder Handkamera und allen möglichen anderen technischen Spielereien ohne das geringste Konzept um sich. Höhepunkt dieses zufälligen Regie-Stils ist eine „The Ring“-artige Rückblende, in der ohne jede Entsprechung im Geschehen zwischen Farbe und schwarz-weißer, grobkörniger Optik gewechselt wird. Sollte sich die Spannung doch zumindest zu Teilen aus der Geschichte selbst ergeben, entsteht sie hier nur durch aufgesetzte Sound-Effekte und billige Schockmomente, deren Ursprung in den schnellen Schnitten liegt – ob man dann auf einen zermatschten Menschenschädel oder ein Osterglöckchen im Sonnenschein blickt, ist für die Wirkung beim Zuschauer ohne Bedeutung.

Fazit:


Mit seiner konzeptlosen „Kraut und Rüben“-Inszenierung, seiner pathologischen Spannungsarmut und seinen altbackenen Schock-Effekten scheint der Film alles zu tun, um seinen Status als Horror-Thriller zu verbergen. Außerdem ist der Umgang mit der schwarzen Kultur Louisianas mehr als fragwürdig.
 

Bewertung[?]::

Userbewertung:

Autor:

Christoph

Eingetragen am:

07.08.2005

Aufgerufen:

18474 Mal

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