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 | Der rosarote Panther |  | | |
The Pink Panther, 2006 | |
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| deutscher Start: | 2006 | | Herstellungsland: | USA | | Regie: | Shawn Levy ("Im Dutzend billiger - Chaos hoch 12") |
| Drehbuch: |
Maurice Richlin, Blake Edwards, Len Blum, Michael Saltzman, Len Blum, Steve Martin |
| Darsteller: | Steve Martin, Kevin Kline, Beyoncé Knowles | | Verleih: | 20th Century Fox | | Genre: | Abenteuer/Komödie/Krimi | | Länge: | 93 Minuten | | FSK:
| ab 6 Jahren |
| Website: | Link aufrufen | | Günstig DVD, Video, Buch oder Soundtrack zu "Der rosarote Panther" | 
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Inhalt:
Inspektor Clouseau ermittelt wieder! Nach dem Mord an dem bekannten Fußballtrainer Gluant wird auch noch dessen wertvoller Diamantring, der ‚Rosarote Panther’ gestohlen und Inspektor Clouseau (Steve Martin, „Im Dutzend billiger“) übernimmt den Fall. An seiner Seite stehen der Gendarm Ponton (Jean Reno, „Das Imperium der Wölfe“) und die hilfsbereite Sekretärin Nicole (Emily Mortimer, „Match Point“), die mit ihm bald durch dick und dünn gehen. Bei seinen Recherchen wird Clouseau misstrauisch von Chefinspektor Dreyfus (Kevin Kline, „De-Lovely“) beobachtet, der eigentlich darauf hofft, das Clouseau bei dieser Aufgabe scheitern wird.
Um einen großen Fall zu lösen, wird Inspektor Clouseau nach Paris beordert.
Doch Clouseau wäre nicht Clouseau, wenn es ihm nicht gelänge, durch alle Fettnäpfchen hindurch und am Chaos vorbei, Licht in das Dunkle dieses Kriminalfalles zu bringen. Dass er bei der Beschattung von Xania (Beyoncé Knowles), der Freundin des Opfers, gezwungen ist, nach New York zu fliegen, sieht Clouseau dabei eher als sportliche Herausforderung. In seiner unnachahmlichen Art und mit seiner faszinierenden Vorgehensweise mag Clouseau seine Umgebung noch so oft in Schutt und Asche legen, letztendlich löst er unbeirrt den Fall und stiehlt Chef-Inspektor Dreyfuss die Show... |
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| Kritik:
Die „Rosaroter Panther“-Filme von „Frühstück bei Tiffany“-Regisseur Blake Edwards sind trotz sehr unterschiedlicher Qualität der absolute Kult. 1963 begab sich der von Peter Sellers kongenial dargestellte trottelige Inspektor Clouseau zum ersten Mal auf die Suche nach dem „Pink Panther“, einem der wertvollsten Diamanten der Welt. Nach der schnellen Fortsetzung „Ein Schuss im Dunkeln“ nur ein Jahr später, dauerte es bis Mitte der 70er, bis Edwards und Sellers sich noch einmal für drei weitere Teile zusammentaten. In den deutlich schwächeren sechsten Aufguss „Der rosarote Panther wird gejagt“ wurde dann schon nur noch Archivmaterial von Sellers reingeschnitten, in den total misslungenen „Der Fluch des rosaroten Panther“ (´83) und „Der Sohn des rosaroten Panther“ (´93) kam Inspektor Clouseau dann sogar gar nicht mehr vor. Hieran hätte man schon erkennen müssen, dass „Der rosarote Panther“ ohne Peter Sellers einfach nicht funktioniert und wenn er dann auch noch durch Steve Martin ersetzt wird, der in letzter Zeit hauptsächlich Comedy-Gurken wie die „Im Dutzend billiger“-Filme oder „Haus über Kopf“ verbrochen hat, musste man wohl mit dem Schlimmsten rechnen.
Clouseaus Helfer: Detektiv zweiter Klasse Ponton und Sekretärin Nicole.
Aber trotz böser Vorahnungen hätte wohl niemand gedacht, dass Shawn Levys („Voll verheiratet“) „Rosaroter Panther“-Fehlschlag solch katastrophale Ausmaße haben würde. Eigentlich sollte der Film schon im Sommer 2005 seinen US-Start haben, aber nach ersten Publikums-Test-Vorführungen wurde dieses Vorhaben sofort wieder gestoppt und der Film erst einmal ein Jahr lang umgeschnitten. Geholfen hat es scheinbar relativ wenig, noch schlechter kann man sich den Film nämlich einfach nicht vorstellen. Aber was ist der Grund für dieses Desaster? Nur an der uninspiriert aufspielenden Cast (sowohl Jean Reno als auch Kevin Kline bieten die mit Abstand schlechtesten Performances ihrer Karriere, überhaupt merkt man nur Emily Mortimer an, dass sie sich zumindest bemüht) kann es alleine nicht liegen. Vielmehr haben die Macher, vor allen die Drehbuchautoren Len Blum, Michael Saltzman und Steve Martin höchstpersönlich, einfach nicht verstanden, warum die Originalfilme damals so lustig waren.
Popstar Xania ist eine köstliche Versuchung, aber Clouseau bleibt standhaft.
Zunächst einmal war Clouseau deshalb so unglaublich komisch, weil er gerade nicht der 08-15 sympathische Loser-Typ war, sondern ein egoistischer, sich selbst gnadenlos überschätzender Egomane, der die Meinung anderer überhaupt nicht wahrnahm und so eigentlich Null Sympathien verdient hätte. Dass das Publikum dennoch auf seiner Seite war, lag einzig und allein an Sellers begnadetem Spiel. Martin hat nun aus dem selbstfixierten Clouseau einen herzensguten Volldeppen gemacht, wie man ihn in jeder zweiten US-Comedy findet. Das Besondere am „Rosaroter Panther“-Franchise ist somit schon mal verloren gegangen, aber auch im Maßstab einer einfachen Komödie sind die Gags schlicht unterirdisch. Der klassische Clouseau war viel zu selbstverliebt, um seine Umwelt überhaupt wahrzunehmen und so einen Fall zu lösen, alle seine Erfolge waren der reine Zufall. Für ein solches Ende ist Martin aber scheinbar nicht mutig genug, sein Clouseau deckt am Schluss Columbo-gleich ein komplexes Komplott mit seiner geschulten Beobachtungsgabe auf. Das ist zum einen sterbenslangweilig, vor allem aber lässt dies den neuen Clouseau nicht einmal in sich schlüssig erscheinen.
Der fiese Chef-Inspektor Dreyfuss versucht Clouseau auszubooten.
Auch die interessanten Besonderheiten der anderen Charaktere wurden ersatzlos gestrichen. Zum Beispiel landet Kevin Kline als Chef-Inspektor Dreyfuss zwar wie seine Vorgänger aus den Edwards-Filmen auch bandagiert im Krankenhaus. Aber lag dies in den Klassikern noch daran, dass seine Anschläge auf den verhassten Clouseau selbstzerstörerische Tendenzen annahmen, liegt nun der Ursprung aller Verletzungen einzig in Clouseaus Ungeschick. Überhaupt wurde die ganze Art des Humors nachteilig verändert. Statt schwachsinnigem Humor für Erwachsene, liefert Shawn Levy bestenfalls Kinderfernsehen für den Sonntag-Nachmittag bei Super-RTL. Den halben Extrapunkt gibt es nur für einige ganz wenige Szenen, in denen eine Richtung zumindest angedeutet wird, in der der Film durchaus hätte funktionieren können. Wenn zum Beispiel ein Fahrrad in einen einfachen Gemüse-Marktstand fährt, der daraufhin ohne Vorwarnung explodiert, könnte man sich vorstellen, dass „Der rosarote Panther“ vielleicht eine ganz ansehnliche Parodie auf Action- und Agentenfilme hätte werden können. Um ernsthaft von verpassten Chancen zu sprechen, ist der Film dann aber einfach zu weit von jeglicher Qualität entfernt. |
| | Fazit: Die Macher des Remakes haben die Mechanismen des Originals nicht einmal ansatzweise verstanden und so ist ihr Versuch, Inspektor Clouseau auf der Leinwand neues Leben einzuhauchen, alles, nur nicht witzig. |
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