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Der Maschinist

 

El Maquinista, 2004

 
Poster zu 'Der Maschinist' kaufen
deutscher Start:2004
Herstellungsland:Spanien
Regie:Brad Anderson ("Happy Accidents")
Drehbuch: Scott Kosar
Darsteller:Christian Bale, Jennifer Jason Leigh, Aitana Sánchez-Gijón u.a.
Verleih:

3L
Genre:

Drama/Mystery/Thriller
Länge:101 Minuten
FSK: ab 16 Jahren
Website:

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Inhalt:


Der Maschinist Trevor Reznik (Christian Bale) hat seit einem Jahr nicht mehr geschlafen. Seine Schlaflosigkeit hat zu einem schockierenden Verfall seiner körperlichen und geistigen Verfassung geführt, den seine Kollegen mit Argwohn, sowie seine einzigen Bezugspersonen – die Prostituierte Stevie (Jennifer Jason Leigh) und die Kellnerin Marie (Aitana Sánchez-Gijón) – mit Sorge verfolgen. Dann verschuldet Trevor auch noch einen Arbeitsunfall, bei dem ein Mann einen Arm verliert.

Bild 1 zu Maschinist
Christian Bale geht als Trevor Reznik an seine gesundheitlichen Grenzen.

Seine Schuldgefühle weichen jedoch bald einem wachsenden Misstrauen und schließlich einer ausgewachsenen Paranoia, als er in seiner Wohnung kryptische Notizen findet und von einem mysteriösen neuen Arbeitskollegen verfolgt wird, den es gar nicht geben soll. Sind all die Vorkommnisse Teil einer großen Verschwörung, die Trevor in den Wahnsinn treiben soll? Oder ist es nur seine Müdigkeit, die ihm langsam aber sicher den Verstand raubt? Entschlossen macht sich Trevor daran, die Lösung eines Rätsels zu finden, das sein Leben in einen schlaflosen Alptraum zu verwandeln droht. Doch je mehr er herausfindet, umso weniger will er wissen...

Kritik:


Während „Der Maschinist“ über die Mattscheibe flimmert, beschleicht einen das Gefühl, Altmeister David Lynch („Mulholland Drive“, „Lost Highway“) hatte während den Dreharbeiten seine Finger im Spiel gehabt. Die Sichtung der Crew-Liste lässt den Verdacht zwar unbestätigt, dennoch lies sich Regisseur Brad Anderson und Autor Scott Kosar („Michael Bay`s Texas Chainsaw Massacre“, „The Amityville Horror“) wahrscheinlich von seinen Filmen auf die eine oder andere Weise inspirieren. Verständlich, denn es ist immer wieder verblüffend anzusehen, wie in eine sonst banale Geschichte fesselnde Atmosphäre hinein geflochten wird. Ich glaube, selbst aus einem Kinderstreit um einen Lolly würde nach Anwendung des Lynchprinzips – verwirrende Story, Andeutungen, Rätseleien -, ein packender Thriller werden, welcher wiederholt eine Vielzahl von Menschen noch Tage später im Internet nach Erklärungen suchen ließe. Anderson ist sich dessen bewusst und bleibt dem Erfolgskonzept treu. Gezielt nutzt er das Drehbuch von Kosar, welches wesentlich besser verdaubar ist als zum Beispiel „Lost Highway“. Stundenlange Grübeleien bleiben nämlich im großen Ganzen durch das angeheftete -„alles erklärende“-Ende erspart. Ein Fakt, der vielen gerade Recht kommt, die nicht gerne Detektiv spielen und ein Belohnsystem bevorzugen, dass den Film mit einer direkten Bestätigung für ihre These beschließt.

Bild 2 zu Maschinist
Marie (Aitana Sánchez-Gijón) gehört zu Trevors wenigen Bezugspersonen.

Kennzeichnend für „Der Maschinist“ sind die tristen und tonarmen Bilder. Sie unterstreichen deutlich, neben dem fürchterlich abgemagerten Körper, den desolaten psychischen Zustand von Trevor Reznik (Christian Bale), in dem er seit einem Jahr dahinvegetiert. Es ist schon entsetzlich anzusehen wie sehr Christian Bale für seine Rolle gelitten hat. Besonders wenn man, wie ich, sich die Bilder aus „American Psycho“ zurück ins Gedächtnis ruft, in denen er sehr durchtrainiert war. Diese Rolle lässt ihn in jedem Falle einen großen Sprung auf der Karriereleiter nach vorne machen und verdrängt das „Saubermann“-Image mit dem breiten Grinsen. Nicht infolge der gesundheitsschädigenden Diät, sondern weil er sich verletzlich zeigt und auf der untersten Ebene, die ein Mensch erreichen kann, hervorragende Schauspielerqualität beweist. Da sind keine Muskeln mehr, die im Stile Vin Diesels von fehlender Ausdrucksstärke ablenken können oder eine Story voll gestopft mit CGI-Effekten.

Bild 3 zu Maschinist
Die Hure Marie (Jennifer Jason Leigh) mag Trevor nicht nur des Geldes wegen.

Nein, hier ist alleine Bale in der Hauptrolle inklusive unzähligen Close-Ups zu sehen und eine Geschichte, die zum großen Teil von ihm abhängig ist. Es erfordert trotz Schockiertheit Respekt für sein Engagement. Obwohl kaum noch etwas an ihm dran ist, ist seine Interaktion in den verschiedensten Situationen sehr glaubwürdig und mitreißend. Ebenfalls erwähnenswert ist John Sharian und sein charismatisches, wenngleich auch gefährlich wirkendes Lächeln. Sein Charakter Ivan übernimmt dieselbe mysteriöse Funktion wie Robert Blake in „Lost Highway“ und spielt das Zugpferd für Trevor, der ihm immer wieder hinterher jagt. Jedoch wäre Sharian nichts ohne den grandiosen perspektivischen Einstieg durch die Kameramänner Xavi Giménez („Darkness“) und Charlie Jimine. Ihre ruhige Kameraführung und die sanften Übergänge von einer Szene zur nächsten, lassen den Film erst, so gegensätzlich es auch klingt, lebendig und depressiv wirken.

Bild 4 zu Maschinist
Der seltsame Mann namens Ivan (John Sharian) wirft einige Fragen auf.

Traurig ist nur, dass Andersons Glanzstück keinen Sprung in die großen Kinos schaffte und nur vereinzelt in kleinen Spielhäusern lief. Zu anspruchsvoll und speziell ist „Der Maschinist“. Man könnte meinen, dass die Anzahl der Computereffekte und ideenlosen Stories eine Anforderung für den Erfolg darstellt oder nur Filme, die in die von Hollywood vorgesetzten Schablonen passen, es wert sind, einer breiten Masse zugänglich gemacht zu werden. So fristet das Werk sein Dasein als Geheimtipp unter Cineasten und in Kreisen von Liebhabern der Independentfilme, wie ein „Donnie Darko“ damals. Bleibt zu hoffen, dass die DVD finanziell ähnlich erfolgreich wird und Regisseur Brad Anderson für einen weiteren ansehnlichen Film das benötigte Budget bietet.

Fazit:


Ergreifend und bedrückend liefert Christian Bale sein bisher bestes Ergebnis ab und führt durch eine Welt voller Schuld und Gewissensbissen. Ausgezeichnet und auf den ersten Blick undurchsichtig inszeniert von Regisseur Brad Anderson, der bereits mit „9 Session“ positive Stimmen sammelte.
 

Bewertung[?]::

Userbewertung:

Autor:

Tamas

Eingetragen am:

27.03.2005

Aufgerufen:

36292 Mal

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Weitere Kritik:

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