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Der Fluch der Betsy Bell

 

An American Haunting, 2006

 
Poster zu 'Der Fluch der Betsy Bell' kaufen
deutscher Start:2007
Herstellungsland:USA
Regie:Courtney Solomon ("Dungeons & Dragons")
Drehbuch: Brent Monahan, Courtney Solomon
Darsteller:Donald Sutherland, Sissi Spacek, Rachel Hurd-Wood u.a.
Verleih:

Splendid Film
Genre:

Drama/Horror/Mystery/Thriller
Länge:90 Minuten
FSK: ab 16 Jahren
Website:

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Inhalt:


1817: In einem verschlafenen Provinznest in Tennesse lebt die wohlhabende Familie Bell, unter der Führung von Vater John (Donald Sutherland) mit Mutter Lucy (Sissi Spacek), der jugendlichen Tochter Betsy (Rachel Hurd-Wood), dem etwas älteren Sohn John Bell Jr. (Thom Fell) und den farbigen Hausangestellten. Die Familie genießt einen angesehenen Ruf in der Gegend. Doch Vater John begeht einen schwerwiegenden Fehler: Er wagt es sich mit Kate Batts (Gaye Brown) aufgrund eines Grundstücks in Streitereien zu verstricken. In der Ortschaft munkelt man, bei Kate handele es sich um eine Hexe. Prompt belegt sie John und auch Betsy mit einem Fluch.

Bild 1 zu Der Fluch der Betsy Bell
Betsy (Rachel Hurd-Wood) wird von Geistern heimgesucht.

Zunächst schenkt John den prophetischen Worten der angeblichen Hexe keinen Glauben. Doch von nun an beginnen sich mysteriöse Ereignisse zu häufen. Erst vermutet die Familie, Kate habe einen ihrer Sklaven geschickt, der nun durchs Haus schleicht und versucht der Gemeinschaft Angst einzujagen. Doch als eindeutig klar wird, dass eine Art Poltergeist sein Unwesen treibt, der es vornehmlich auf Betsy abgesehen hat, sieht sich die Familie gezwungen radikale Maßnahmen zu ergreifen. Doch Exorzismen und Geisteraustreibungen schlagen fehl, auch Lehrer Richard Powell (James D´Arcy) weiß keinen Rat. Hilflos muss die Familie mit ansehen, wie das Leben von Betsy und John den Bach hinunter geht.

Kritik:


„Nach einer wahren Begebenheit“; kaum ein anderer Werbespruch wurde in den letzten Jahren dermaßen überstrapaziert wie dieser. Das wäre eigentlich halb so wild, wenn sich die mit diesem Spruch angepriesenen Filme nicht meist als Mogelpackung herausstellten oder nur über 5 Ecken etwas mit einer wahren Begebenheit zu tun haben. Auch mit „Der Fluch der Betsy Bell“ verhält es sich nicht anders. Er schildert die Geschichte des angeblich einzigen nachweisbaren Todesfalls durch Geister, der Anfang des 19 Jhd. stattgefunden haben soll. Mehrere Bücher haben sich bereits mit diesem Phänomen beschäftigt, nachweisbar wahr ist es allerdings nicht und ob sich die ganze Sache auch so wie im Film abgespielt hat, ist noch viel mehr in Frage zu stellen. Abgesehen davon bietet „Der Fluch von Betsy Bell“ wenig Neues. Doch auch das ist nicht schlimm, da die Innovation im Horrorgenre mittlerweile restlos ausgeschöpft ist und es meist lediglich auf Nuancen ankommt. Mit dem bisher ungenutzten vorzeitlichen Backround bietet der Streifen eine durchaus willkommene Abwandlung des alten aber immer wieder bewährten Stoffs und mit dem hochkarätigen Ensemble steht einer netten Gruselmär eigentlich nichts im Wege. Oder etwa doch?

Bild 2 zu Der Fluch der Betsy Bell
Die düsteren Kulissen erwecken nicht unbedingt einen gemütlichen Eindruck.

Der schwerwiegende und glücklicherweise auch einzige Haken an „Der Fluch der Betsy Bell“ ist das nahezu katastrophale Drehbuch. Regisseur, Produzent und Drehbuchautor Courtney Salomon mischt alle, in diesem Zusammenhang erdenklichen, Klischees zu einem wenig innovativen Potpourri. Es gibt die wohlhabende Familie, eine Hexe, Flüche, Poltergeister, Exorzismusrituale, Visionen und Alpträume, ländliche Mythen und die farbige Bevölkerung, die über diese Mythen bestens bescheid weiß, ein rätselhaftes, kleines Mädchen und Bezüge zur Gegenwart. Salomon lässt wahrlich nichts aus, was auch nur ansatzweise in seinen Plot hinein passen könnte. Das ist zwar ein bisschen viel des Guten, aber letztendlich doch nur ein geringeres Übel, da auch alles irgendwie Hand und Fuß hat. Schlimmer ist, dass die Story nach einer zackigen Einleitung zu völligem Stillstand kommt, sich bis 15 Minuten vor Schluss keinen Millimeter voran bewegt und stattdessen immer und immer wieder die selben Szenarien durchkaut. Betsy wird vom Geist verdroschen, die Familie hält Lagebesprechung und leitet Schritte in die Wege, gegen den unerwünschten Gast vorzugehen, bis Betsy erneut heimgesucht wird und das ganze Spiel von vorne los geht. Dieser Ablauf wiederholt sich bis zum Erbrechen in verschiedenen Variationen und wird jedesmal zäher.

Bild 3 zu Der Fluch der Betsy Bell
Mutter Lucy (Sissi Spacek) ist verzweifelt.

Erst nach einer geschlagenen Stunde kommen die Protagonisten mal auf die Idee der Hexe einen Besuch abzustatten, obwohl schon nach 20 Minuten Laufzeit klar ist, dass sie der Ursprung allen Übels ist. Selbst das ist keine Garantie dafür, dass nun endlich Schwung in die Sache kommt. Zwischendurch geht James D´Arcy dem Zuschauer mit haarsträubenden Theorien gehörig auf den Senkel. Am ärgerlichsten sind allerdings die Szenen, die einen Fortschritt der Handlung nur vortäuschen, sich aber letztendlich doch nur als Traum herausstellen. Ohnehin verwendet „Der Fluch von Betsy Bell“ Traumsequenzen viel zu oft. Gegen Ende treten die Plottwists dann plötzlich im Minutentakt auf. Das letzte Drittel wirkt damit so überhastet und wirr, dass das Publikum große Probleme hat, der sich immer wieder überschlagenden Handlung Folge zu leisten. Wesentlich besser wäre es gewesen, wenn Salomon seine Wendungen über den ganzen Film verteilt und nicht alle in die letzten 10 Minuten gepackt hätte. Die Eröffnungsszene, in der Gegenwart spielend, weiß noch durch ein spitzbübiges Augenzwinkern gen Asia-Horror, zu überzeugen. Die folgenden Spukszenen versinken leider im Einheitsbrei, da sie sich zu offensichtlich und ironielos bei bekannten Klassikern („Der Exorzist“, „...bis das Blut gefriert“, „Poltergeist“) bedienen.

Bild 4 zu Der Fluch der Betsy Bell
Solch schaurig-schöne Bilder werden am laufenden Band geliefert.

In Sachen Inszenierung kann man „Der Fluch der Betsy Bell“ allerdings eine 1 oder mindestens eine 2+ geben. Hier zieht Solomon alle Register der guten Horrorstube. Solch ausgeklügelte, schaurig-schöne Bildkompostionen durften wir in einem Horrorfilm schon lange nicht mehr begutachten. Wirklich atemberaubend sind die wilden Kamerafahrten, die oft hoch hinaus gehen und in geschlossenen Räumen, mit grandiosen Schnitten aufgepeppt, für ein Mordstempo sorgen. So bekommt es Solomon doch noch gebacken selbst die langweiligsten Szenen mit einem Hauch Spannung zu erfüllen. Es bereitet Freude seinen optischen Spielereien beizuwohnen. Eigentlich sind seine düsteren Häppchen fürs Auge über lange Strecke das einzige, dass den Zuschauer bei der Stange hält. Besonders gelungen ist der perspektivische Wechsel in die Sicht des Gespensts, der in schwarz-weiß dargestellt ist. Ein sehr guter Score untermalt die Bildsprache wunderbar und beschwört eine knisternde Atmossphäre herauf. Er dröhnt manchmal dermaßen laut aus den Boxen, sodass er die spärlich gesäten und nicht immer wirklich effektiven Schockmomente halbwegs rettet. Die Kulissen erinnern durch schicke Farbfilter angenehm an „Sleepy Hollow“. Der hochkarätige Cast erledigt solide Arbeit, hat allerdings keine Möglichkeit Glanzleistungen abzuliefern. So rettet sich Solomons Streifen gerade so auf ein durchschnittliches Niveau. Lediglich die Filmfans, die an außergewöhnlichen Bildkompostionen interessiert sind, sollten einen Blick wagen. Der Rest kann diese Gruselmär für den hohlen Zahn getrost links liegen lassen.

Fazit:


Durchwachsen! Handlung: Unterdurchschnittlich; Inszenierung: Überdurchschnittlich. Summa Summarum reiht sich „Der Fluch der Betsy Bell“ in die Kategorie „durchschnittliche Hausmannskost“ ein. Courtney Solomon sollte man als Regisseur im Auge behalten, als Drehbuchautor taugt er allerdings wenig. Mit einem besseren Skript wäre hier viel mehr drin gewesen!
 

Bewertung[?]::

Userbewertung:

Autor:

Kevin

Eingetragen am:

02.12.2006

Aufgerufen:

14860 Mal

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