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Death Proof - Todsicher

 

Death Proof, 2007

 
Poster zu 'Death Proof - Todsicher' kaufen
deutscher Start:2007
Herstellungsland:USA
Regie:Quentin Tarantino ("Reservoir Dogs")
Drehbuch: Quentin Tarantino
Darsteller:Kurt Russell, Vanessa Ferlito, Sydney Tamiia Poitier u.a.
Verleih:

Senator Film
Genre:

Krimi
Länge:113 Minuten
FSK: ab 16 Jahren
Website:

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Inhalt:


Das heiße Girl-Trio Julia (Sydney Tamiia Poitier) Arlene (Vanessa Ferlito) und Shanna (Jordan Ladd) wollen sich ein spaßiges Frauen-Wochenende gönnen und ein wenig die Stadt unsicher machen. Um für Vergnügen und Männerandrang zu sorgen, hat sich Radiomoderatorin Julia ein Spiel überlegt. In ihrer Sendung versprach sie dem Mann der Arlene alias Butterfly ausfindig macht einen Lapdance von Arlene, falls jener ihr ein spezielles Gedicht vor trägt. Arlene weiß selbstverständlich vorerst nichts davon und ist schließlich wenig begeistert, als sie vor vollendete Tatsachen gestellt wird und sich der Gewinner als Stuntman Mike (Kurt Russell) herausstellt, ein sehr kerniger, eigenwilliger, durch eine Narbe entstellter Einzelgänger. Mike wirkt zunächst lammfromm und alle Beteiligten amüsieren sich großartig, doch sobald er sexy Pam (Rose McGowan) auf eine Spritztour in seinem Dodge einlädt und schließlich auch die Fährte der 3 Girls aufnimmt, zeigt er sein wahres Gesicht: Er ist ein skrupelloser Serienmörder.

Bild 1 zu Death Proof - Todsicher
Sydney Tamiia Poitier, Vanessa Ferlito und Jordan Ladd als heißes Trio.

14 Monate später sucht sich Mike erneut eine Mädchen-Gruppe aus, um diese mit seinem Fahrzeug auf einer scheinbar unendlichen Landstraße um die Ecke zu bringen. Doch mit Kim (Tracie Toms), Zoe (Zoe Bell), Abernathy (Rosario Dawson) und Lee (Mary Elizabeth Winstead) hat er eindeutig die falsche Wahl getroffen, denn die toughen Girls erweisen sich nicht nur als sehr widerstandsfähig, sondern drehen auch noch den Spieß gnadenlos um.

Kritik:


Quentin Tarantino ist nun wirklich dieser eine Regisseur auf den sich die ganze Welt einigen kann. Sein großer Durchbruchshit „Pulp Fiction“ taucht in Bestenlisten immer wieder aufs Neue in den Top 10 auf, rangiert in der IMDb auf einem sensationellen Platz 5, in der OFDb sogar auf der Pole Position und auch weitere seiner Filme zählen als Meilensteine der Filmgeschichte (u.a. „Reservoir Dogs“, „Kill Bill“). Noch dazu gönnt man ihm diesen Erfolg aus ganzem Herzen, zumal er eine sympathische, ganz und gar nicht abgehobene Erscheinung ist und seine Kontakte und Freundschaften pflegt wo es nur geht. So kann er jeden Darsteller haben, den er will, darf auch selbst mal vor die Kamera und wenn er dann auch mal die Möglichkeit hat die Jugend zu unterstützen, wie das bei Eli Roth („Hostel“) der Fall war, schlüpft er in die Rolle des Produzenten. Wenn es mal wieder ein eigener Film sein soll, muss das natürlich ein todsicheres Ding werden. Vorbeugend hat er seinen neusten Streich schon mal „Death Proof“ genannt und, damit auch ja nichts schief geht, ihn in einem „Grindhouse“-Double Feature zusammen mit Kumpel Robert Rodriguez´s „Planet Terror“ verpackt. So ruft er nicht nur ein neues Kino-Format (wieder) ins Leben, sondern huldigt den 70er Jahre Grindhouse-Kinos, kleine Underground-Theater, die sich auf gewagte Exploitation-Low-Budget-Produktionen spezialisiert hatten.

Bild 2 zu Death Proof - Todsicher
Sydney Tamiia Poitier, Vanessa Ferlito und Jordan Ladd als heißes Trio.

Und doch ist „Death Proof“ keine simple Hommage an das Exploitation-Kino der 70er geworden. Ganz so einfach wie Robert Rodriguez, der die alten Filme einfach authentisch durchgepaust hat, macht es sich Tarantino nicht. „Death Proof“ ist nicht nur ein in jeder Hinsicht eigenständiger Film, er eröffnet auch noch ein neues Genre. Irgendwo zwischen Roadmovie, Horror, Thriller, Action, Komödie und Ensemble-Streifen mit reichlich Exploitation-Elementen spielt „Death Proof“ frech nach ganz eigenen Regeln, was ihn, neben David Lynchs „Inland Empire“, zum wohl außergewöhnlichsten Film des Jahres macht. Eine erkennbare Spannungskurve gibt es hier nicht und auch die eigentliche Handlung, die Story des Frauen mordenden Stuntman Mike, ist eigentlich recht nebensächlich. Zudem spaltet Tarantino seinen Film auch noch mir nichts dir nichts in 2 Episoden, die lediglich durch den erwähnten Stuntman zusammen gehalten werden. Die breite Masse wird sich an „Death Proof“ gehörig verheben, denn der Film bietet so rein gar nichts was Mainstream-Gewohnheiten entspricht. Auch die Blutgierigen werden mit „Death Proof“ nicht glücklich werden, denn hier wird eine volle Stunde nur gequatscht und zwar zu 95% aus der Sicht der Frau. Lediglich die rasante Sequenz zum Ende der ersten Episode und das Finale, eine grandios gefilmte Auto-Verfolgungsjagd sind als große Action-Highlights zu verbuchen und durchbrechen das sehr gemächliche Tempo des Films.

Bild 3 zu Death Proof - Todsicher
Einer der wenigen Actionmomente des Films.

Doch die ausgiebigen Dialoge sind die eigentlichen Glanzmomente von „Death Proof“, auch wenn der Otto-Normal-Kinogänger diese womöglich als sterbenslangweilig empfinden wird. Das ist dann Ensemble-Kino par excellence, gerade die erste Episode, die größtenteils in einer Kneipe spielt. Wenn die 3 hinreißenden Mädels Vanessa Ferlito, Sydney Tamiia Poitier und Jordan Ladd herrlich geschliffene Teen-Talk-Dialoge von sich geben und später noch durch die tollen Over-the-top-Performances von Kurt Russell, der zur absoluten Hochform aufläuft, Rose McGowan und als Sidekick Tarantino himself bereichert werden, ist das ein Fest für jeden Filmfan. Hier passiert im Grunde 50 Minuten gar nichts, bis auf ein paar irreführende „Halloween“-Referenzen und doch wird es nie langweilig. Die zweite Episode ist deutlich action-lastiger geraten. Nachdem die Charaktere, das Damen-Quartett Rosario Dawson, Zoe Bell, Tracie Toms und Mary Elizabeth Winstead, erneut sehr unterhaltsam eingeführt wurden, beginnt eine Action-Thriller-Sequenz, die sich gewaschen hat und bewundernswerterweise komplett ohne Special-FX auskommt. Hier werden kongenial, in einer gewaltigen Hommage an „Fluchtpunkt San Francisco“, wenn Dodge Challenger und Dodge Charger gegen einander antreten, plötzlich die Opfer/Täter-Rollen vertauscht und die Figur des zunächst gefährlichen und unberechenbar wirkenden Stuntman Mike wird radikal ad absurdum geführt, was in einen Schluss mündet, der so manchen Zuschauer zu enthusiastischen Applaus, aufgrund der herrlichen Rache, verleiten wird.

Bild 4 zu Death Proof - Todsicher
Sexy: Das Girl-Quartett Nr. 2.

Ein bisschen schimpfen müssen wir aber trotzdem noch mit Tarantino, weil er uns im Grunde eine Story präsentiert, die mit Leichtigkeit auf einem Bierdeckel Platz finden würde. Er hat nun mal 2 kleine Kurzgeschichten auf Spielfilmzeit ausgewalzt und mit Dialogen aufgefüllt, was als Abzug in der B-Note vermerkt werden muss. Lobend zu erwähnen ist aber selbstverständlich seine Inszenierung. Die ist, wie immer, unglaublich stylisch geraten. Hier wird problemlos nostalgischer Charme aufgebaut und der Zuschauer auf eine Zeitreise 30 Jahre in die Vergangenheit geschickt. Mit einem unglaublichen Händchen für Atmosphäre spielt Tarantino gewohnt souverän mit seinen verwaschenen Bildern in bester Grindhouse-Optik, mit seinem supercoolen Score und den auf 70s getrimmten Kulissen. Der gewollt amateurhafte Schnitt und die unsichere Kameraführung sind der Exploitation-Ästhetik durchaus dienlich.

Bild 5 zu Death Proof - Todsicher
Tarantino wie immer mit einem Cameo-Auftritt.

Was Quentin Tarantino hier erschaffen hat, ist nicht nur eine Wiederbelebung des Grindhouse-Kinos. Stattdessen hat er sich die wesentlichen Elemente und einen riesigen Batzen Zitate dieses Underground-Genres geliehen, geschickt zusammen gesetzt und seine eigene, unverkennbare Handschrift darauf hinterlassen. Mainstream-Fans sollten sich von „Death Proof“ dringend fern halten und eher auf Rodriguez´s „Planet Terror“ zurückgreifen, denn an der ungewohnten Machart des Films werden sich jene die Zähne ausbeißen. Die echten Filmfans, die sich für innovative Ideen und das 70er-Exploitation-Kino interessieren, sollten dieses kleine Meisterwerk allerdings nicht verpassen.

Fazit:


Quentin Tarantino präsentiert mit „Death Proof“ einen hochinnovativen und vollkommen unkommerziellen Genre-Mix, der zwar storytechnisch ein wenig schwächelt, aber mit starken Darstellern, tollen Dialogen und einer superstylischen Inszenierung auftrumpft.
 

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Userbewertung:

Autor:

Kevin

Eingetragen am:

03.08.2007

Aufgerufen:

28250 Mal

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