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 | Dark Blue - Die Farbe der Korruption |  | | |
Dark Blue, 2002 | |
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| deutscher Start: | 2002 | | Herstellungsland: | USA | | Regie: | Ron Shelton ("White Men Can´t Jump") |
| Drehbuch: |
James Ellroy, David Ayer |
| Darsteller: | Kurt Russel, Scott Speedman, Ving Rhames, Brendan Gleeson u.a. | | Verleih: | Tobis Studio Canal | | Genre: | Thriller | | Länge: | 116 Minuten | | FSK:
| ab 16 Jahren |
| Website: | Link aufrufen | | Günstig DVD, Video, Buch oder Soundtrack zu "Dark Blue - Die Farbe der Korruption" | 
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Inhalt:
Vor dem Hintergrund der schweren Rassenunruhen in Los Angeles im Jahr 1992 (ausgelöst durch den Freispruch der weißen Polizeibeamten, die den Schwarzen Rodney King fast zu Tode geprügelt hätten), wird der Kampf des stellvertretenden Polizeichefs Arthur Holland (Ving Rhames) gegen Polizeibrutalität und Korruption, personifiziert durch den Sonderermittler Sgt. Eldon Perry (Kurt Russell) und seinen Vorgesetzten Jack Van Meter (Brendan Gleeson), gezeigt. |
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| Kritik:
Den Film dominieren drei Farben:
Dark Blue - Dunkelblau.
Die Farbe der in Los Angeles getragenen Polizeiuniformen und im Film von Ron Shelton Synonym für Polizeitradition, gepaart mit Stolz
und, zumindest für die weißen Träger eben dieser Uniformen, einem
Selbstjustizethos, welches besagt, dass ein toter Krimineller keine
weiteren Straftaten begehen kann.
Unruhen in den Straßen von Los Angeles.
Schwarz.
Hier ein Synonym für Gerechtigkeit und moralische Unfehlbarkeit.
Die schwarzen Polizisten, gleich, ob Streifenpolizisten oder
Führungspersonal, werden als Stütze der Behörde, als
völlig immun gegen jegliche Form der Korruption dargestellt.
Noch herrscht Frieden in Eldon Perrys (Kurt Russell) Beziehung.
Weiß.
Hier Synonym für Korruption, Brutalität, moralische
Abgründe.
Polizisten leben in diesem Viertel gefährlich.
Die klare (Über)Zeichnung der Charaktere hilft auf der einen Seite ganz sicher, den kompromisslosen Plot voranzutreiben und ihn plausibler zu machen, lässt aber leider auf der anderen Seite nicht genügend Spielraum für fein gezeichnete Charaktere. Niemand ist im wirklichen Leben nur "böse" oder nur "gut", wie es uns die Drehbuchautoren James Ellroy (L.A. Confidential) und David Ayer(Training Day) hier weismachen wollen. Der Ansatz, ein
moralisches "Grau" in Form von Perrys Wandlung zum Judas seines Vorgesetzten zuzulassen, versickert leider in der klar erkennbaren Intention, ein typisches Hollywood Ende zu gestalten. |
| | Fazit: Es bleibt ein manchmal etwas zu einseitiges Polizeidrama, welches, so man gewillt ist, über die genannten Schwächen und die etwas platte Botschaft hinwegzusehen, allein durch die unglaubliche schauspielerische Leistung Russels (sicher mit die beste seiner
langen Karriere) und die brisante Thematik am Ende doch überzeugen kann. |
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