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Cry_Wolf

 

Cry_Wolf, 2005

 
Poster zu 'Cry_Wolf' kaufen
deutscher Start:2005
Herstellungsland:USA
Regie:Jeff Wadlow
Drehbuch: Beau Bauman, Jeff Wadlow
Darsteller:Julian Morris, Jon Bon Jovi, Lindy Booth u.a.
Verleih:

3L Filmverleih
Genre:

Horror/Thriller
Länge:90 Minuten
FSK: ab 16 Jahren
Website:

Link nicht vorhanden

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Inhalt:


Owen (Julian Morris) ist der Neue an der Westlake Preparatory Academy, einer traditionsreichen privaten Internats-High-School, irgendwo im Nirgendwo. Durch seinen chaotischen Zimmergenossen Tom (Jared Padalecki) und die ebenso attraktive wie intelligente Dodger (Lindy Booth, „Dawn of the Dead“) gerät er schnell an die coolste Clique der Schule, den geheimen „Liar´s Club“. Gelangweilt vom Schulleben versuchen sich diese Kinder reicher Eltern die Zeit mit einem ganz besonderen Spiel zu vertreiben: Einem Lügenspiel, bei dem sie integrieren, manipulieren und sich gegenseitig aufeinander hetzen.

Bild 1 zu Cry_Wolf
Auf den ersten Blick ein ganz süßes Schnuckelchen: Der Neue aus England.

Ein Mordfall in der Gegend bietet dem „Liar´s Club“ die Möglichkeit, das Spiel auf die gesamte Schule auszuweiten. Zusammen mit Dodger erfindet Owen den Serien-Killer „The Wolf“, der eben jenen Mord begangen haben soll, und angeblich nun auf dem Campus sein nächstes Opfer sucht. Per E-Mail verbreiten sie diesen Hoax an der ganzen Schule. Ein Lehrer (Jon Bon Jovi) warnt Owen zwar noch vor den unabschätzbaren Risiken, die so ein Spiel mit sich bringt. Doch zu groß ist die Lust am Manipulieren und Fingieren, als dass „die Lügner“ aussteigen wollten.

Bild 2 zu Cry_Wolf
Jon Bon Jovie als Professor mit besonderem Interesse an Studentinnen.

Dabei mehren sich bereits die Anzeichen, dass ihnen das Spiel entglitten ist. Entweder, es erlaubt sich jemand anders einen Riesen-Scherz oder aus dem Spaß ist längst Ernst geworden und auf dem Campus treibt ein echter Serien-Killer sein Unwesen. Diese Frage entwickelt sich für Owen, Dodger und Co. zu einer Entscheidung über Leben und Tod...

Kritik:


Seitdem Wes Craven mit seiner cleveren Auflösung in „Scream“ solch riesen Erfolg gehabt hat, geht die Entwicklung im modernen Horrorfilm hin zu immer komplizierteren Konstruktionen. Dabei übersehen die meisten Macher aber zwei Punkte. Erstens hatte „Scream“ neben dem übertriebenen Plot Atmosphäre, Spannung, interessante Charaktere und wunderbar selbstironische Elemente. Und zum zweiten muss das abgedrehte Ende, genau wie der Rest des Films, auch als Parodie auf andere „Who´s done it“-Slasher verstanden werden. Craven wollte die gesteigerte Aufmerksamkeit auf den Schlussgag also anprangern und nicht noch weiter vorantreiben - leider hat er das Gegenteil erreicht. Es ist kein Wunder, dass die beiden neben „Scream“ erfolgreichsten Horror-Reihen „Nightmare on Elmstreet“ und „Halloween“ dem Publikum bekannte Killer haben. Sie mussten sich weder mit geschicktem Versteckspiel noch dem mühsamen Legen von falschen Fährten beschäftigen, konnten sich so ganz auf ihre Hauptaufgabe, den Horror, konzentrieren.

Bild 3 zu Cry_Wolf
Mittlerweile bekommt man alles aus dem Internet. Auch selbstgebackene Killer!

In letzter Zeit gibt es solche Filme kaum noch. Neuerdings behält man Horrorszenen nicht mehr in Erinnerung, weil man sich besonders gegruselt oder gefürchtet hat, sondern weil man die Ausgangssituation, die Tötungsart oder die Auflösung besonders cool (neudeutsch für menschenverachtend) fand. Abschreckenstes Beispiel dafür ist „Saw“, dessen einzige Dramaturgie nach der Einführung in der Steigerung der Todesarten besteht und der sowohl atmosphärisch wie auch filmisch ein absoluter Rohrkrepierer ist. Es ist noch zu verstehen, dass Fans „Saw“ als gelungenen Partyspaß nach vier, fünf Bier betrachten, aber dass selbst frühere Mario Bava oder Dario Argento Anhänger auf diesen eindimensionalen Käse reinfallen und wirklich von einem guten Film sprechen, ist absolut unverständlich.

Bild 4 zu Cry_Wolf
Intelligent und verschlagen ist Dodger eine eiskalte, rothaarige Schlange.

„Cry_Wolf“ setzt nun auf diesen Trend sogar noch einen obendrauf, treibt die Konstruktion auf die Spitze. Es gibt im gesamten Film scheinbar kein Wort, keine Handlung, nicht einmal ein Zwinkern, das nicht in Hinblick auf die Schlusswendung eingebaut wurde. Fast immer wenn ein paar Horrorfans nach einem Kinobesuch beisammen stehen und sich über Filme unterhalten, wird auch über eigene, möglichst überraschende Plot-Ideen diskutiert. Das Neve Campbell in „Scream 3“ doch selbst der Killer sein könnte, war eine äußerst beliebte Variante. Die Entstehungsgeschichte von „Cry_Wolf“ war wohl ähnlich, bloß dass den Autoren beim Verarbeiten ihrer ach so tollen Idee zu einem Drehbuch nichts weiteres mehr eingefallen ist. So steht wirklich alles im Dienste dieses Endes, rechtfertigt für sich genommen aber nicht das geringste Interesse.

Bild 5 zu Cry_Wolf
Eigentlich hat der Killer eine Pistole, aber ein Messer ist dann doch cooler.

Gleich zu Beginn, wenn der süße, aber durchtriebene Neue aus England mit einem Spiel in die coolste Clique der Schule eingeführt wird, tun sich spekulative Abgründe auf, wird jede nachvollziehbare Handlungsweise der Charaktere über Bord geworfen. Alle sitzen im Kreis und müssen die Augen schließen. Dann kennzeichnet Dodger, die so genannte Schäferin, einen der Sitzenden als Wolf, die übrigen sind Schafe. Im Folgenden müssen die Spieler Intrigen schmieden, lügen und betrügen um nicht selbst für den Wolf gehalten zu werden. Wer trotzdem zum potentiellen Wolf gewählt wird, fliegt raus. Eine kleine, lustige Spielidee, aber warum die Verlierer alle stinksauer von dannen ziehen und mit ihren ehemals besten Freunden nichts mehr zu tun haben wollen (das Spiel findet einmal die Woche statt), kann der Zuschauer beim besten Willen nicht nachvollziehen. Später wird er natürlich merken, dass das fürs Ende! wichtig war, aber bis dahin hält er alle Mitspieler für mucksche Vorschulkinder, denen man ihr Lieblinsspielzeug weggenommen hat. Auf jeden Fall interessiert es ihn nicht mehr die Bohne, ob sie von einem wahnsinnigen Killer niedergemetzelt (der Film ist klar für eine niedrige Jugendfreigabe inszeniert) werden, Spannung ist in den nächsten 80 Minuten somit Fehlanzeige.

Bild 6 zu Cry_Wolf
Ein modischer Killer, ist doch Orange die Farbe der Saison.

Die weitere Inszenierung wirkt wie eine Ansammlung von Home-Videos der misslungensten Halloween-Scherze. Die Schüler rennen halbherzig vor einem Killer weg, der typisch Teen-Horror über jeden Stuhl stolpert (auch wenn das bei „Scream“ noch ganz lustig war, muss irgendwann aber mal gut sein), und am Ende war es wieder nur ein verkleideter Halloween-Scherzer mit einem Gummimesser. Eins, zwei Mal zum warm werden, hätte man das vielleicht noch ertragen, aber wenn die Wiederholungen dieses Gags dann ins zweistellige gehen, ist bestenfalls ein gelangweiltes Gähnen vom Publikum zu erwarten, wenn es nicht schon eingeschlafen ist. Da haben Autoren und Regisseur Überkonstruktion mit intelligentem, durchdachtem Filmemachen, billigsten Slapstick mit Selbstironie und Kasperletheater mit Hochspannungskino verwechselt. Nur die Produzenten werden über diesen Halloween-Streich lachen können, wenn ein armer Zuschauer sich im dichten Gestrüpp des Unterhaltungskinos verirrt und tatsächlich 6 € Eintritt für diesen Dreck abdrückt.

Fazit:


Schon die überkonstruierte Grundidee dieses schlecht inszenierten und billig produzierten Horror-Thrillers ist über alle Maße dämlich und der Rest macht noch weniger Sinn. Da er außerdem weder spannend noch lustig ist, sollte man ihn sich am besten einfach NICHT ANSEHEN!
 

Bewertung[?]::

Userbewertung:

Autor:

Christoph

Eingetragen am:

18.11.2005

Aufgerufen:

13583 Mal

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Weitere Kritik:

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