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Constantine

 

Constantine, 2005

 
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deutscher Start:2005
Herstellungsland:USA
Regie:Francis Lawrence
Drehbuch: Kevin Brodbin, Mark Bomback, Frank Cappello
Darsteller:Keanu Reeves, Rachel Weisz, Shia LaBeouf, Djimon Hounsou u.a.
Verleih:

Warner Bros. Pictures
Genre:

Action/Drama/Fantasie/Thriller
Länge:121 Minuten
FSK: ab 16 Jahren
Website:

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Inhalt:


John Constantine (Keanu Reeves) ist ein etwas anderer Privatdetektiv. Seine Passion: Stinkenden Dämonen so lange in den Arsch zu treten, bis sie den Weg zurück in die Hölle freiwillig antreten. Unterstützt wird er dabei von der Polizistin Angela (Rachel Weisz), die sich ihre hellseherischen Fähigkeiten nicht eingestehen will, und seinem jugendlichen Taxifahrer Chaz (Shia LaBeouf). An sich ein lockeres Leben, haben doch Gott und Teufel einen Waffenstillstand für das Schlachtfeld Erde geschlossen, so dass John immer genug Zeit hat, zwischen zwei Prügeleien in Ruhe eine Zigarette zu rauchen.

Bild 1 zu Constantine
Auch wenn John gerne mal eine qualmt, hier ist es ihm dann doch zu heiß.

Hektisch wird es erst, als ein mexikanischer Müllsammler einen Dolch mit dem Blut Jesu findet, mit dem er sich direkt auf den Weg nach L.A. macht, um dort den Sohn Satans zu beschwören. Der Film basiert auf den „Hellblazer“-Comics, den geänderten Titel verdankt er der Verwechslungsgefahr mit dem „Hellraiser“-Franchise.

Kritik:


Es wird immer schwieriger im überschwemmten Comic-Genre noch etwas zu bewegen. Einfach nur ein anderer durchtrainierter Körper in einem anderen Umhang, der andere Monster verprügelt, die trotzdem irgendwie alle gleich aussehen, reicht nicht mehr. Der Trend geht zu gebrochenen Helden, wie auch John Constantine einer ist. Als übersinnlich begabter Jugendlicher, von Höllenvisionen geplagt, versuchte er sich das Leben zu nehmen. Eine Todsünde, die ihm den Weg in den Himmel für immer versperrt. Und so schleicht er durch die regnerische Großstadt, um einen möglichst hohen Dämonen-Bodycount zu erreichen, vielleicht lässt sich Gott ja doch noch irgendwie umstimmen. Leider erfährt der Zuschauer von Johns gebrochener Seele nur durch die Entwicklung der Geschichte. Man hätte sich von Keanu Reeves gewünscht, dass er zumindest einen kleinen Teil seines vielschichtigen Charakters in seinem Gesicht untergebracht hätte. Immerhin hat er im ersten „Matrix“-Film gezeigt hat, dass er auch in Effektschlachten die eine oder andere kleine Geste unterbringen kann. Stattdessen ist Reeves einfach nur „cool“. Das unterhält, ist aber auch fünf Minuten nach Filmende wieder vergessen.

Bild 2 zu Constantine
Des Dämonenjägers Frühstück: Kippen und Alk.

Neben Reeves spielt Rachel Weisz („Die Mumie“) die weibliche Hauptrolle der desillusionierten Polizistin Angela. Eine starke Rolle, viel mehr als nur „a girl to kiss“. Leider weiß Weisz damit nicht allzu viel anzufangen. Man hat das Gefühl, dass sie weder an Comics noch an ihren Charakter glaubt und den Film eher als Chance auf schnelles, einfaches Geld begreift. Dies ist vor allem deshalb schade, weil sie mit der vom Drehbuch zugebilligten Komplexität einen neuen Standard im Genre hätte setzen können. Selbst der fast perfekte „Spiderman 2“ hatte seine einzige Schwäche in der Eindimensionalität von „leading Lady“ Kirsten Dunst.

Bild 3 zu Constantine
Ob Liebesszene oder Amoklauf, sie (Rachel Weisz) guckt immer so.

Demgegenüber scheinen die Darsteller der Nebenfiguren, allesamt Charaktermimen, verstanden zu haben, worum es bei einem Film dieser Art geht. Sie nehmen das Thema ernst, spielen so kontrolliert comichaft-übertrieben ihren Part ohne ins Lächerliche abzugleiten. Shia LaBeouf etabliert sich nach „I, Robot - Ein Mann sah es voraus“ als Sidekick der Stars, zusätzlich schafft er es, die Entwicklung seines Charakters vom unbeachteten Chauffeur hin zum ernstzunehmenden Mitstreiter glaubwürdig rüberzubringen. Gabriel wird von einer Frau gespielt. Tilda Swinton („The Beach“) unterstreicht die Bösartigkeit des Erzengels durch eine frostige Mimik und eine teuflische Frisur, selten hat man eine so passende Haarpracht auf der Leinwand gesehen. Den Höhepunkt setzt aber der schwedische Shakespeare-Darsteller Peter Stormare („The Lost World: Jurassic Park“), der als Höllenherrscher Luzifer seine exzentrische Ader voll ausspielt.

Bild 4 zu Constantine
Udo Walz war anderweitig beschäftigt.

Als Regisseur wurde Francis Lawrence engagiert. „Constantine“ ist sein erster Spielfilm, vorher sammelte er erfolgreich Erfahrungen in der Musikvideo- und Werbebranche. Leider merkt man dem Film an, dass Lawrence vorherige Werke erheblich kürzer waren. Die einzelnen Szenen sind einfallsreich konzipiert und mit spannenden optischen Einfällen garniert. Dabei schafft Lawrence es aber nicht, das Ganze im Auge zu behalten und so ist der Film voller Brüche, sowohl innerhalb der Charaktere als auch in der Bildgestaltung. Unterstützt wird dieser Effekt zusätzlich durch ein episodenhaftes Drehbuch, das seiner Geschichte nicht so recht über den Weg zu trauen scheint, sondern eher auf kleine Gags setzt. Lawrence Stil hat aber auch Vorteile. Die Actionsequenzen liegen über Genre-Durchschnitt, auch wenn sie eher rar gesät sind und zu neunzig Prozent im Trailer zu sehen waren. Vor allem aber die Inszenierung seines Hauptdarstellers überzeugt. Mit Close-Ups von qualmenden Zigaretten und schlürfenden Schuhen scheint Reeves aus einem Film-Noir entsprungen, um sich in der bunten Welt der Comics von der farblosen Tristesse der schwarzen Ära zu erholen.

Bild 5 zu Constantine
John Constantine (Keanu Reeves) bringt einer Spinne das Rauchen bei.

Dass das Böse in Form eines illegalen mexikanischen Einwanderers in die USA dringt, könnte als Rassismus ausgelegt werden. Beschäftigt man sich aber tiefer mit der Geschichte von Comics, muss man zu einem anderen Ergebnis kommen. Schon immer waren die Bösen ein Abbild der Ängste der Nation. „Superman“ flog in seinen ersten Fernseheinsätzen meist mal kurz rüber nach Europa um ein paar Nazis zu vermöbeln, später übernahmen die Bösewichter, wenn auch weniger offensichtlich, die Eigenschaften, die man den Kommunisten zusprach. Nach dem Fall des eisernen Vorhangs, aus dieser Zeit stammen die „Hellblazer“-Comics, wurde die mexikanische Grenze zum Abbild des Bösen. Vor allem Drogenhändler und illegale Einwanderer drängten in das öffentliche Bewusstsein. Die Besetzung eines Mexikaners als „Todesbringer“ ist also keine Form des Rassismus, sondern eine Bestandsaufnahme amerikanischer Ängste Anfang der neunziger Jahre.

Fazit:


Auch wenn der Film als Ganzes scheitert, so schafft er es durch seine „mal andere“ Hauptfigur und seinen Zitatenreichtum doch, dem Genre die eine oder andere Nuance hinzuzufügen.
 

Bewertung[?]::

Userbewertung:

Autor:

Christoph

Eingetragen am:

13.02.2005

Aufgerufen:

27799 Mal

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