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Chucky`s Baby

 

Seed of Chucky, 2004

 
Poster zu 'Chucky`s Baby' kaufen
deutscher Start:2005
Herstellungsland:USA
Regie:Don Mancini
Drehbuch: Don Mancini
Darsteller:Hannah Spearritt, Redman, Debbie Lee Carrington u.a.
Verleih:

Constantin Film
Genre:

Horror/Komödie/Krimi
Länge:86 Minuten
FSK: ab 16 Jahren
Website:

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Inhalt:


Einst zeugte die blutrünstige Mörderpuppe Chucky (Brad Dourif) mit ihrer ebenso durchgeknallten Braut Tiffany (Jennifer Tilly) einen Sohn, Glen/Glenda (Billy Boyd). Der, mittlerweile verwaist, macht sich nach Hollywood auf, wo man gerade einen Film über die todbringenden Abenteuer seiner Eltern dreht. Und wie es sich für einen guten Sohn gehört, erweckt Glen seine Erzeuger kurzerhand wieder zum Leben.

Bild 1 zu Chucky`s Baby
Na, welcher Film? (Auflösung unter Bild 4)

Eine schlechte Idee, wie sich herausstellt, denn Mama und Papa beginnen zum Entsetzen des Sprösslings sofort mit einer neuen Killer-Tour. Als sich Chucky dann zu allem Überfluss auch noch mit der friedfertigen Natur seines Sohnemanns konfrontiert sieht, hängt erwartungsgemäß der Haussegen schief.

Bild 2 zu Chucky`s Baby
Rapper Redman führt Regie bei einem Film über die Jungfrau Maria.

Tiffany hingegen schwebt im siebten Himmel, als sie erfährt, wer die Hauptrolle in der Verfilmung ihres Lebens spielt: Ihre Lieblinsschauspielerin Jennifer Tilly (Jennifer Tilly). Und die lernt die kleine, aber feine Puppenfamilie bald näher kennen, als ihr lieb sein kann...

Kritik:


Don Mancini, der außer den Drehbüchern zu allen Chucky-Filmen nur einige Serien-Credits zustande gebracht hat, darf bei „Chucky`s Baby“ nun endlich auch einmal selbst auf dem Regiestuhl Platz nehmen. Nachdem der Reihe zwischen „Chucky 3“ und dem 4. Teil „Chucky und seine Braut“ ein riesen Sprung von Old-School-Horror hin zu einer brillanten Tour de Force des schwarzen Humors gelungen ist, wagte man zu hoffen, dass es Mancini gelingen könnte, seinen eigenen, neu entdeckten Humor zu inszenieren. Ein Fehlglaube und ein weiterer Strich auf der langen Liste der enttäuschten, in die schwächelnde US-Genrefilm-Industrie gesetzten Hoffnungen.

Bild 3 zu Chucky`s Baby
Tilly möchte diese Jungfrau sein und muss dafür mit Redman ins Bett.

Anstatt auf Altbewährtes oder eine sinnvolle Weiterentwicklung zu setzen, schnappt Mancini total über und zeigt erste Ansätze von Größenwahn – ein bei Erstlingsregisseuren nicht selten zu beobachtendes Phänomen. Sein Film soll alles sein: In erster Linie eine schwarze Komödie, natürlich ein klein wenig Horror, die Film-Bizz-Satire überrascht noch nicht wirklich und auch die Quizshow für Filmverrückte hätte man noch erwarten dürfen – dass „Chucky`s Baby“ anscheinend aber gleichzeitig für ein erwachsendes (viel Blut) als auch kindliches (die ganze Inszenierung erinnert doch sehr an RTL-Sonntag-Nachmittag-Filmchen mit irgendwelchen Söhnen von Tim Allen aus „Hör mal, wer da hämmert“ in der Hauptrolle) Publikum gedacht scheint, haut um. Vielleicht kann man sich als Zielpublikum auf sehr, sehr naive Junggebliebene einigen – und damit meine ich nicht die 50jährigen, die noch immer ihre Mickey-Maus-Hefte wie einen Schatz hüten, sondern die, die auch mit 60 noch nicht ohne ihren Gute-Nacht-Lolly einschlafen können.

Bild 4 zu Chucky`s Baby
The Shining – Stanley Kubrick UK 1980

Chucky und Tiffany, zunächst noch kaltgestellt, bis sie von ihrem Sohn / ihrer Tochter Glen / Glenda wieder zum Leben erweckt werden, spielen in einem Horrorfilm die Hauptrollen, in dem die „wahren“ Ereignisse der vorigen Teile verarbeitet werden. Das ruft Erinnerungen an die „Scream“-Triologie wach, in dem das Thema der Selbstreferenzialität im Horror-Genre aber schon recht abschließend behandelt wurde. Mancini benutzt hingegen die Filmset-Kulissen zu Beginn und die Morde im Schauspielermilieu im weiteren Verlauf des Films nur für billige Gags, anstatt mit den Erwartungen der Zuschauer oder den Gesetzen der nun immerhin schon 5. Teile schweren Serie zu spielen. Höhepunkt der Verschwendung von Möglichkeiten ist die missglückte Selbstironie von Jennifer Tilly – sie besteht nämlich nur aus drei immer wiederkehrenden Witzchen: Jennifer Tilly ist nicht Julia Roberts, Jennifer Tilly hat in dem tollen Film „Bound“ mal eine Frau geküsst, ist aber mittlerweile ein abgehalfterter B-Star und Jennifer Tilly ist dick. Letzterer ist dazu auch noch ein Insider-Gag: Mancini hat Tilly bei einem ihrer häufigen Mittagessen gebeten ein wenig abzunehmen. Zur „Unterstützung“ hat er jede Menge Fett-Witze in das Drehbuch geschrieben und gedroht sie nicht wieder raus zu streichen, wenn Tilly es nicht schafft – sehr lustig.

Bild 5 zu Chucky`s Baby
Ein glückliches Paar – und nun auch noch glücklichere Eltern.

Im Abspann werden uns in kurzen Sequenzen noch einmal alle Morde des Films gezeigt, an deren Ende uns jeweils ein von säure zerfressendes oder ein von Messern zerhacktes Gesicht angrinst und der Name des Schauspielers eingeblendet wird. Durch diese Schlussinszenierung der Todesszenen, die aus dem Zusammenhang herausgerissen für sich alleine stehen, also keine Stimmung erzeugen, sondern nur den Akt der Tötung an sich wiederholen, verrät sich der Film endgültig, schmeißt er seinen letzten Glauben an sich selbst über Bord. Blut bedeutet hier nicht mehr Spannung und Horror, es ist eher lustig. Statt dem Clown eine Torte an den Kopf zu werfen, schneidet man ihm heutzutage – zynisch wie wir sind – den selbigen einfach ab.

Fazit:


Der 5. Teil der Chucky-Reihe ist allenfalls noch für ratefreudige Horrorfans, denen das Suchen von Zitaten und Anspielungen für einen unterhaltsamen Abend ausreicht, zu empfehlen, da er weder als Horrorfilm noch als Parodie auch nur ansatzweise funktioniert.
 

Bewertung[?]::

Userbewertung:

Autor:

Christoph

Eingetragen am:

24.04.2005

Aufgerufen:

85541 Mal

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