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Children of Men

 

Children of Men, 2006

 
Poster zu 'Children of Men' kaufen
deutscher Start:2006
Herstellungsland:Großbritannien/USA
Regie:Alfonso Cuarón ("Harry Potter und der Gefangene von Askaban")
Drehbuch: Alfonso Cuarón, Timothy J. Sexton, David Arata, Mark Fergus, Hawk Ostby, P.D. James
Darsteller:Clive Owen, Julianne Moore, Clare-Hope Ashitey u.a.
Verleih:

UIP
Genre:

Abenteuer/Drama/Sci-Fi/Thriller
Länge:110 Minuten
FSK: ab 16 Jahren
Website:

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Inhalt:


Im Jahre 2027 ist die Menschheit dem Untergang geweiht. Die Frauen der Welt sind unfruchtbar und das letzte Kind wurde im Jahre 2009 geboren. Die Welt wird regiert von Anarchie. Die, die jetzt noch für irgendetwas kämpfen wollen, schließen sich in hunderten verschiedenen Terrorgruppen zusammen und versuchen mit Gewalt ihre Wünsche durchzusetzen. Großbritannien will die letzte beständige Instanz in der von Chaos regierten Welt darstellen. Folglich greift die Regierung dort zu harten Maßnahmen, um sich gegen all die gefährlichen Rebellentruppen durchzusetzen. Attentäter, Verbrecher, Einwanderer und Flüchtlinge werden in heruntergekommene Siedlungen verbannt.

Bild 1 zu Children of Men
Ein zwiespältiges Wiedersehen zwischen Theo und Julian.

Theo (Clive Owen) war einst auch ein Widerstandskämpfer. Doch jetzt sucht er Ruhe und Abstand vor dem allgegenwärtigen Verderben in einem normalen Bürojob. Urplötzlich wird er von einer terroristischen Gruppierung entführt. Als Anführerin dieser Truppe stellt sich seine Ex-Freundin Julian (Julianne Moore) heraus, die ihn dazu zwingt, ihr einen Gefallen zu tun. Da er Beziehungen zu großen, politischen Persönlichkeiten hat, erhält er die Aufgabe, Transitpapiere für das Mädchen Kee (Clare-Hope Ashitey) zu erbeuten. Sie muss aus schleierhaften Gründen das Land umgehend verlassen. Als die Papiere an Land gezogen sind und Theo Einblick in die Welt der Gruppierung erhält, wird ihm auch prompt vorgeführt, weshalb Kee schnellstmöglich auswandern muss: Sie ist schwanger und falls sie in die Hände der falschen Organisation gerät, kann das verheerende Folgen haben.

Kritik:


Allein vom Storyumriss von „Children of Men“ lässt sich nur schwer erschließen, auf was sich das Publikum mit diesem Film einlässt. Man vermutet am ehesten noch einen politisch-kritischen, schnittig gefilmten Endzeit-Actionthriller a la „V wie Vendetta“. Doch weit gefehlt! Regisseur und Drehbuchautor Alfonso Cuaron, der sich jüngst für den dritten Teil der Harry Potter-Reihe verantwortlich zeichnete, liefert einen, in Sachen Action, sehr unspektakulären Film ab, den er in rauhe, apokalyptische Bilder, weit weg von Hollywood-Hochglanz-Ästhetik, verfrachtet und mit einem sehr fremdartigen, aber auch interessanten Inszenierungsstil umsetzt, um ihm den gewissen Kick zu verleihen. Trotzdem kann das Werk, das von Science-Fiction-Fans schon heiß erwartet wurde, die Ansprüche des Publikums kaum erfüllen.

Bild 2 zu Children of Men
Der Ursprung allen „Übels“: Die schwangere Kee.

Schon in den ersten 10 Minuten beraubt sich „Children of Men“ jeder Glaubwürdigkeit. Zu Beginn wird dem Publikum über Nachrichtensendungen mehrfach mitgeteilt, dass die Frauen auf der Erde nicht mehr fähig sind Kinder zu bekommen und Chaos die Welt beherrscht. Hier geht es schon los. Nachdem nämlich klar wird, dass der interessierte Zuseher auf die Frage „Warum sind die Frauen unfruchtbar?“ keine Antwort bekommt, da die Protagonisten ebenso wenig Bescheid wissen, drängt sich der Gedanke auf, dass diese Endzeitvision ein albernes Hirngespinst darstellt und im Grunde völlig substanzlos daherkommt. Wovor will „Children of Men“ die Menschheit denn warnen? Ebenso wenig wird geklärt welche Zusammenhänge zwischen der Unfruchtbarkeit und dem anarchistischem Status Quo der Welt bestehen. Cuaron bietet eine Welt auf, die das Publikum eben einfach so hinnehmen muss, wobei kein Bezug zur realen Welt gebildet werden kann. Das kann nicht Sinn und Zweck eines politisch sichtlich engagierten Endzeitfilms sein. Somit ist schon das Grundkonstrukt des Streifens nicht stimmig, was fatale Folgen für den Rest des Films hat. Die zahllosen Messages über alles was in diesem Kontext Sinn ergibt, lässt Cuaron ständig vom Stapel, wirken aber, aufgrund des wackeligen Gerüsts, wahllos in den Plot hineingepresst, plakativ und wenig aussagekräftig.

Bild 3 zu Children of Men
So könnten Videogames in der Zukunft aussehen.

Dabei kann „Children of Men“ mit einer durchweg fesselnden Handlung aufwarten. Die Story hat einen ordentlichen Drive, verläuft gradlinig und ohne überraschende Plotwendungen, aber auch ohne Klischees, Kitschmomente oder Konventionen. Die Umfelder, die Cuaron preisgibt sind bedrückend und spektakulär. Die Aura der Gewalt ist allgegenwärtig. Die Kulissen und Szenarien, in die der Regisseur seine Hauptfigur Theo schleudert, erinnern an übelste Ghettos und moderne Bürgerkriege. Die wenigen großen Thrillmomente wirken heftig. Interessant ist besonders wie die einzelnen Szenen aufgebaut sind. Mittelpunkt ist stets Theo. Alles ist um ihn herum konzipiert. Der Zuschauer registriert, die gesamte Laufzeit über, nur das, was auch Theo wahr nimmt. Dabei ist es egal ob er selbst in Aktion ist oder nur anderen bei Gesprächen zu hört. Alle Personen um ihn herum sind lediglich Nebenfiguren und können genauso schnell verschwinden wie sie aufgetaucht sind. Durch diese ungewohnte, fast schon interaktive Erzählweise, auf die man sich nach etwas Eingewöhnungszeit gerne einlässt, tritt der Zuschauer, wie Theo, jeder anderen Figur mit Skepsis entgegen. Fast automatisch werden die Personen versucht in „Freund“ oder „Feind“ einzuordnen. Somit schwingt selbst in den belanglosesten Szenen eine gewisse Anspannung mit. Um das Publikum durch diese seltsame Perspektive nicht vom Geschehen auszuschließen, wird eine sympathische Hauptfigur benötigt. Mit Theo wurde ein Mann geschaffen, der stets rational agiert, oft cool bleibt, aber auch in der Lage ist Gefühle zu zeigen. Man schlüpft gerne in seine Haut. Über die anderen Figuren kann gerade genug in Erfahrung gebracht werden, um sie irgendwo einordnen zu können.

Bild 4 zu Children of Men
Clive Owen liefert eine erhabene Leistung ab.

Diesem Konzept entsprechend wurde auch die Inszenierung ausgerichtet. Die Kamera bleibt stets auf Clive Owen. Es gibt nur sehr wenige Einstellung in der er mal nicht im Bild ist. Die unverfälschten, farblosen Bilder der rauen Umgebung wirken verstörend. Besondere Leckerbissen sind auch in Sachen Optik die mit Thrill ausgestatteten Szenen. Diese Sequenzen inszeniert Cuaron meist ohne einen einzigen Schnitt, setzt stattdessen auf komplizierte Kamerafahrten und kann damit voll und ganz punkten. Besonders der Showdown in einem der „Ghettos“ ist besonders gefällig, da er ca. 15 Minuten ohne Cut auskommt. Auch die Geburt von Kees Kind wirkt dadurch erschreckend realistisch. Bei den Darstellern ist lediglich Clive Owen wirklich hervor zu heben. Auf ihm lastet, aufgrund der Perspektive, eine besondere Aufgabe, die eher mit Bravour meistert. Die restlichen Schauspieler liefern nur solide Leistungen ab, da das Drehbuch für sie keine starken Momente bereit hält. Einzig Altstar Michael Caine kann in seinen wenigen Szenen, als Hippiegreis, sein Können in die Waagschale werfen und herausstechen.

Bild 5 zu Children of Men
Sehr gut: Michael Caine als Hippie.

Das alles täuscht allerdings nicht darüber hinweg, dass „Children of Men“ Tiefgründigkeit vortäuscht, wo rein gar nichts ist. Gelungene Endzeitfilme gehen wahrlich anders. Mit ähnlich gelagerten Filmen, wie „Minority Report“, „Gattaca“ oder „I, Robot“ die zwar surreal, aber mit Sinn daher kommen, hat das nichts zu tun. „Children of Men“ ist lediglich als sinnbefreiter Unterhaltungsfilm zu gebrauchen. Selbst „V wie Vendetta“ der seine Kritik zwar sehr plakativ, aber dafür mit Substanz anbringt, ist Guarons Werk um Längen voraus. Schade!

Fazit:


Die fantastische Inszenierung täuscht nicht darüber hinweg, dass „Children of Men“ den großen Tiefsinn nur vorheuchelt.
 

Bewertung[?]::

Userbewertung:

Autor:

Kevin

Eingetragen am:

12.12.2006

Aufgerufen:

9843 Mal

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