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Charlie und die Schokoladenfabrik

 

Charlie and the Chocolate Factory, 2005

 
Poster zu 'Charlie und die Schokoladenfabrik' kaufen
deutscher Start:2005
Herstellungsland:Großbritannien/USA
Regie:Tim Burton („Batman“)
Drehbuch: John August
Darsteller:Johnny Depp, Freddie Highmore, Helena Bonham Carter u.a.
Verleih:

Warner Bros.
Genre:

Abenteuer/Familienfilm/Fantasie
Länge:115 Minuten
FSK: ab 0 Jahren
Website:

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Inhalt:


Der kleine, gutmütige Charlie Bucket (Freddie Highmore, „Wenn Träume fliegen lernen“) wohnt mit seiner verarmten Familie neben der Schokoladenfabrik des exzentrischen Willy Wonka (Johnny Depp, „Fluch der Karibik“). Bei den Buckets gibt es abends nur eine dünne Gemüsesuppe, die der junge Charlie fröhlich mit seiner Mutter (Helena Bonham Carter, „Planet der Affen“), seinem Vater (Noah Taylor, „Lara Croft: Tomb Raider“) und allen vier Großeltern teilt. Sie wohnen in einem winzigen, windschiefen und zugigen alten Haus, in dem aber die Liebe regiert. Allabendlich wirft Charlie von seinem Fenster aus einen letzten Blick auf die große Fabrik, und wenn er einschläft, malt er sich in seinen Träumen aus, wie es darin wohl aussehen mag. Seit fast 15 Jahren hat man keinen einzigen Arbeiter die Fabrik betreten oder verlassen sehen, und auch Willy Wonka selbst bleibt unsichtbar. Aber dennoch werden dort nach wie vor große Mengen Schokolade hergestellt und in die Läden rund um die Welt geliefert.

Bild 1 zu Charlie und die Schokoladenfabrik
Los geht’s! Willy Wonka (Depp) eröffnet seine Schokoladen-Fabrik.

Eines Tages veröffentlicht Willy Wonka eine folgenschwere Erklärung: Er will fünf glücklichen Kindern seine berühmte Fabrik zeigen und ihnen den „gesamten geheimnisvollen Zauber“ präsentieren. Die Gewinner müssen eine goldene Eintrittskarte vorweisen – fünf dieser Karten werden nach dem Zufallsprinzip auf die Wonka-Schokoladentafeln verteilt. Nichts würde die Buckets glücklicher machen, als Charlie unter den Gewinnern zu erleben. Aber die Chancen stehen dankbar schlecht, denn die Eltern können sich nur einmal im Jahr eine Tafel Schokolade leisten – die bekommt Charlie aber erst zu seinem Geburtstag.

Bild 2 zu Charlie und die Schokoladenfabrik
Überall lauert die süße Versuchung, auch Charlie kann ihr nicht widerstehen.

Doch dann geschieht etwas Wunderbares. Im Schnee auf der Straße findet Charlie Geld, dass er im nächsten Laden für „Wonkas Wunder-Weichcreme-Füllung“ ausgibt – dabei denkt er nur an seinen Hunger und wie gut es schmecken wird. Doch in der Packung blitzt es golden: Es ist die letzte Eintrittskarte. Charlie darf in die Fabrik! Sein Großvater Joe (David Kelly, „Lang lebe Ned Devine!“) ist von der Neuigkeit derart begeistert, dass er aus dem Bett springt, als ob er Jahre jünger geworden wäre: Er denkt zurück an die Zeiten, als er in der Fabrik arbeitete, bevor Willy Wonka das Tor zur Stadt für immer verschloss. Laut Familienbeschluss begleitet also Großvater Joe den kleinen Charlie auf seinem einzigartigen Abenteuer in der Schokoladenfabrik.

Bild 3 zu Charlie und die Schokoladenfabrik
Waghalsige Wildwasserfahrt mit dem Seepferdchenboot auf dem Schokofluss.

In der Fabrik wird Charlie von seinen Eindrücken schier überwältigt. Die von Wonka selbst erfundenen, wundersam glänzenden Apparaturen rotieren, knallen, pfeifen und bringen immer wieder aufs Neue die unterschiedlichsten, höchst appetitlichen Leckereien hervor. Horden von fröhlichen Umpa Lumpas (alle Deep Roy, „Big Fish“) arbeiten sich wie Bergleute durch wahre Buttertoffee-Gebirge neben einem schaurigen Schokoladen-Wasserfall. Oder sie steuern ein durchsichtiges Drachenboot aus Zucker über einen Schokoladen-Fluss, vorbei an Bäumen mit jeder Menge Zuckerstangen und essbarem Gras aus Pfefferminz. Überreife und süße Marshmallow-Kirschcreme wächst aus Büschen. Und Wonka selbst lenkt einen unglaublichen gläsernen Fahrstuhl in jede nur denkbare Richtung durch die riesige, fantastische Fabrik.

Kritik:


Burton is Back! Nach „Planet der Affen“, einer Hollywood Auftragsarbeit ohne typische Burton-Handschrift, und „Big Fish“, der nicht mehr als ein bloßes Best-Of mit zuviel Sonnenschein war, musste man sich schon ernsthaft Sorgen um den einstigen Regie-Querdenker machen, der seinen Stil vor allem durch zwei visionäre „Batman“-Interpretationen etablierte. Vielleicht ging es ihm, der meist mit düsteren Welten und menschlichen Abgründen überzeugte, einfach nur zu gut, immerhin hatte er kurz vor den Dreharbeiten zu „Big Fish“ geheiratet. Nun zumindest scheint Burton wieder genug Schlechtigkeit in der Welt ausgemacht zu haben, um ordentlich abzurechnen. Und was könnte da besser passen, als der tiefschwarze, aber trotzdem moralische Humor eines Roald Dahl. Also schnell den Kinderbuchklassiker „Charlie und die Schokoladenfabrik“ eingepackt, dessen erster Leinwandausflug aus dem Jahre 1970 Burton überhaupt nicht gefiel, an der nächsten Ecke noch kurz Stammkomponist Danny Elfman aufgesammelt, großartige, ins fantastische ausufernde Sets in den Koffer gestopft und Johnny Depp (zwangsläufig, wenn man den Film gesehen hat, kann man sich unmöglich jemand anderen in der Rolle des exzentrischen Süssigkeitenfabrikanten Willy Wonka vorstellen) besetzt. Fertig ist einer der besten Burton-Filme überhaupt und die Kinder können mit einem brennenden Puppenspiel begrüßt werden.

Bild 4 zu Charlie und die Schokoladenfabrik
Burton (rechts) passt selbst so gar nicht in seine bunten Bonbon-Welten.

Heimlicher Höhepunkt (Johnny Depp und die Ausstattung sind die offensichtlichen) ist die Charakterisierung der vier bösen Kinder, die außer Charlie noch goldene Eintrittskarten gefunden haben und so auch an der Besichtigung der Schokoladenfabrik teilnehmen dürfen. Da gibt es Augustus Glupsch, einen düsseldorfer Fettsack, der den ganzen Tag nur Schokolade in sich hineinstopft und seiner ebenfalls stark beleibten Mutter nicht unähnlich sieht. Der Clou an dieser Figur ist, dass man nie ganz sicher sein kann, ob sie computeranimiert ist oder ob der Klos aus echtem Fleisch besteht. Die verzogene Veruschka Salz, Tochter eines reichen Nuss-Fabrikanten, kriegt jedes Mal einen Wutanfall, wenn ihr Vater einen Wunsch nicht auf der Stelle erfüllt. Violetta Beauregarde (Annasophia Robb, „Winn-Dixie – Mein zotteliger Freund“), Weltmeisterin im Kaugummi kauen und Trägerin des schwarzen Gürtels in Karate, will in allem die Beste sein. Im Zusammenspiel mit ihrer „White Trash“-Mutter, die sie im typisch amerikanischen Jogging-Outfit antreibt, erinnert das Paar stark an Familie Spears und Konsorten. Letztes Mitglied der Truppe ist der US-TV-Junkie Micky Schießer, Großmeister aller 3D-Shooter-Variationen und kompromissloser Befürworter des wissenschaftlichen Fortschritts, dessen glatzköpfig-werdender Vater jegliche Erziehungsversuche vor langer Zeit eingestellt hat. Gestaltet sich die emotionale Bindung an den herzensguten Charlie über weite Strecken eher schwierig, hat der Zuschauer keine Probleme damit, diese vier Kinder abgrundtief zu hassen.

Bild 5 zu Charlie und die Schokoladenfabrik
Der Zahnarzt (Christopher Lee) darf bei all dem Süßkram natürlich nicht fehlen.

Dem Gewinner der Besichtigungsaktion winkt ein Special-Sonderpreis, dessen Größe unvorstellbar ist. Keiner außer Willy Wonka kennt die Spielregeln, also gehen alle bösen Kinder auf Nummer sicher und schleimen erstmal was das Zeug hält. Nur Charlie genießt den Aufenthalt im Schokoparadies ohne sich am Konkurrenzkampf zu beteiligen und lässt sich genau wie der Zuschauer von den absurdesten Bonbonwelten beeindrucken. Die anderen, durch Fernsehen und übermäßigen Besitz gesättigt, langweilen sich eher und begehen nach und nach jeder eine seinem naturell entsprechende Sünde, von einfachem Ungehorsam über Maßlosigkeit bis hin zu Umweltverschmutzung. Die Strafe folgt auf den Fuß, jeder von ihnen tappt in eine andere, aber immer urkomische Falle und wird von der Gruppe getrennt – untermalt von scharzhumorigen Musicalnummern der Humpa Lumpas. Jedes Mal versichert ein sichtlich amüsierter Willy Wonka dem jungen Zuschauer, das nichts passiert sei, bei manch extremeren Aktion durchaus angebracht. So entwickelt sich ein aufregendes Spiel um Schuld, Sühne und moralische Stärke – eine Mischung aus „10 kleine Negerlein“ und „Seven“ for Kids.

Bild 6 zu Charlie und die Schokoladenfabrik
Kinderträume werden wahr, verbergen aber auch eine dunkle Seite.

Wie nebenbei behandelt Burton auch noch unzählige kritische Themen, die man so nicht in einem Kinderfilm erwarten würde. Zum Beispiel wird Charlies Vater, der einen Job in einer Zahnpastafabrik hat, arbeitslos, weil durch die Werbeaktion mit den goldenen Eintrittskarten mehr Schokolade gegessen, dadurch mehr Zahnpasta verbraucht wird und sich der Chef nach dem Erfolg eine Maschine leisten kann, die Charlies Vater ersetzt. Die Komplexität des Wirtschaftssystems und die Schattenseiten der Industrialisierung zusammengefasst in wenigen kurzen Szenen, das kann nicht jeder. Natürlich besitzt nicht jede Idee eine solche Tiefe, aber selbst einfache Kalauer setzt Burton mit einer solch üppigen Phantasie um, dass man sich des Lachens kaum erwehren kann. Dass eine Kuh während des Melkens ausgepeitscht wird, da es ja sonst keine Schlagsahne geben würde, hört sich doof an, trotzdem wird es nicht viele geben, die sich im Kino ein Kichern verkneifen können. Hinzu kommen einige Filmzitate, die in ihrem Erfindungsreichtum kaum zu überbieten sind – vor allem die Erklärung, woher der Monolith in „2001 – Odyssee im Weltraum“ nun eigentlich gekommen ist, verzückt den geneigten Filmhistoriker. Selbst vor der Duschszene aus „Psycho“ wird trotz jüngerer Zielgruppe nicht halt gemacht. Untermalt wird das wilde Treiben durch den kongenialen Score von „Gute Laune“-Komponist Danny Elfman, der das Herumgetobe auf dem Abenteuerspielplatz Schokoladenfabrik genauso passend beschreibt wie den bedächtig staunenden Ausdruck im Gesicht des begeisterten Zuschauers.

Fazit:


Die aufregendste Firmen-Besichtigung der Filmgeschichte. Burton hat nach einigen Fehlschlägen wieder zu seinen düsteren, aber niemals bösen Visionen zurückgefunden und macht vor allem jede Menge Spaß. Total absurd, einfach klasse!
 

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Userbewertung:

Autor:

Christoph

Eingetragen am:

01.08.2005

Aufgerufen:

30375 Mal

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