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Broken - Keiner kann dich retten

 

Broken, 2006

 
Poster zu 'Broken - Keiner kann dich retten' kaufen
deutscher Start:2007
Herstellungsland:USA
Regie:Simon Boyes, Adam Mason ("Prey")
Drehbuch: Simon Boyes, Adam Mason
Darsteller:Nadia Brand, Eric Colvin, Abbey Stirling u.a.
Verleih:

MIG
Genre:

Horror/Thriller
Länge:88 Minuten
FSK: ab 18 Jahren
Website:

Link nicht vorhanden

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Inhalt:


Die liebevolle Mutter Hope (Nadia Brand) erlebt ein grausiges Erwachen. Nachdem sie am Vorabend ihre kleine Tochter noch zu Bett gebracht hat, findet sie sich bald in einer vernagelten Holzkiste wieder und hat nicht die geringste Ahnung wie sie dort hin gelangt sein könnte und wer für dieses perfide Spiel verantwortlich ist. Schnell stellt sich heraus, dass sie in die Hände eines irren Waldschrats (Eric Colvin) gefallen ist, der junge Frauen entführt und sie zunächst einer brutalen Bewährungsprobe unterzieht, indem er ihnen in bester "Saw"-Manier eine Rasierklinge in den Bauch implantiert, die schließlich zur Verwendung kommen muss, wenn sich die Opfer von ihren Fesseln befreien wollen.

Bild 1 zu Broken - Keiner kann dich retten
Ein grausames Erwachen für Hope.

Ist diese Hürde überwunden, werden die Damen als Sklaven gehalten und müssen sich in einem heruntergekommenen Waldlager um Haushalt und Gartenarbeit kümmern. Doch diesmal hat sich der mörderische Einsiedler eine zähe Gegnerin angelacht, denn Hope ist nicht nur äußerst widerstandsfähig und intelligent, sondern wird auch durch Angst um ihre Tochter, die spurlos verschwunden ist, am Leben gehalten. Für die junge Mutter beginnt eine 2-monatige Gradwanderung zwischen Leben und Tod.

Kritik:


Was tut man sich als Kritiker nicht alles an, wenn man der netten Leser-Gemeinde nicht nur die üblichen Kinofilme in aller Ausführlichkeit präsentieren, sondern auch mal das ein oder andere unbekannte Schmankerl mit besten Empfehlungen aus dem Hut ziehen möchte. Da verirrt man sich in die Untiefen der Horror-Direct-to-DVD-Veröffentlichungen, findet sich in Ecken der Videothek wieder, die noch nie ein Mensch zuvor erblickt hat, in der Hoffnung, doch einmal ein kleines Meisterwerk aus der kollektiven Masse heraus zu fischen. Meist sieht man sich doch nur durch Machwerke wie „Wild Country“ misshandelt, aber hin und wieder, so 2-3 mal im Jahr, macht sich dann auch mal ein No-Budget-Streifen bemerkbar, der die Ausleihgebühr mehr als wert ist. So auch in diesem Fall! „Broken“ heißt das Miststück, das „Saw“ und „Hostel“ das fürchten lehren wird. Die filmische Raffinesse und die Originalität hält sich zwar in Grenzen und kann es nicht mit den berühmten Vorbildern aufnehmen, aber rein spannungstechnisch und vor allem die Gore-Szenen, die in ihrer schockierenden Härte gen „High Tension“ streben, stechen positiv hervor.

Bild 2 zu Broken - Keiner kann dich retten
Die nächtliche Vergewaltigung am Lagerfeuer.

„Broken“ ist auch ein Beweis dafür, dass eine Reduzierung auf lediglich 2 (später 3) Figuren und einen Schauplatz nicht zwangsläufig öde sein muss. Vor allem dann, wenn die Heldin mal nicht dem Horror-Klischee-Katalog entsprungen ist und dem Publikum nicht ständig durch hysterisches Kreischen und mitleidiges Wimmern auf den Senkel geht. Hope ist eine Figur, die sich Mitleid, Sympathien und vor allem Mitfiebern hart verdient. Gar nicht mal dumm versucht sie sich ihrem Gegner anzunähern, seine Beweggründe herauszufinden, grausame Torturen zu überstehen, lernt schnell und startet Fluchtversuche (meist vergeblich). Leider fehlt es „Broken“ an Dialogen, da der Waldschrat auf Hopes eindringliche Fragen nicht eingeht oder ausweicht. So steuert der Film bis etwa zur Mitte hin seinem Tiefpunkt entgegen, da immer wieder dasselbe, in variierter Form, geschieht (seltsames Gespräch, Fluchtversuch, erneute Gefangenschaft) und keine neuen Erkenntnisse zu Tage gefördert werden. Die Anspannung die von der ersten Minute an stark vorhanden ist, lässt stetig nach. Erst als eine weitere Person im Waldlager auftaucht, kommt wieder Schwung in die Sache.

Bild 3 zu Broken - Keiner kann dich retten
Hope in den Fängen des verrückten Einsiedlers.

Frappierende Ideenlosigkeit ist ohnehin eine der großen Schwächen von „Broken“. Bis auf einige recht originelle Kleinigkeiten (Fluchtversuch durch vortäuschen des Stockholm Syndroms) fehlt es an raffinierten Winkelzügen und Überraschungen. Über weite Strecken ist der Film recht vorhersehbar. Außerdem wird hier stets nur an der Oberfläche gekratzt. Die Motive des Täters sind nicht ersichtlich, über die Figuren kann nur wenig in Erfahrung gebracht werden, womit „Broken“ aus psychologischer Sicht auf verlorenem Posten steht. Andererseits ist diese Konzentration auf das Wesentliche auch recht hilfreich, da nie echte Längen aufkommen und „Broken“ insgesamt angenehm kurzweilig daher kommt, vor allem wenn im letzten Drittel die Spannungsschraube noch mal ordentlich angezogen wird. Letztendlich machen die Regisseure und Autoren Adam Mason und Simon Boyes gar keinen Hehl darum, worauf sie eigentlich aus sind, denn hier geht´s ums Schocken und Nervenzerren und es funktioniert. Speziell die sehr gelungenen Gore-Szenen landen fiese Treffer, wie die anfänglichen Folterspielchen mit den Rasierklingen. Aber auch eine herausgeschnittene Zunge und ein gebrochenes Bein, zählen zu den ekligen Highlights und stehen dem bitterbösen Schlussgag, der die Handlung zwar nicht umkrempelt, aber dennoch recht originell daher kommt, in nichts nach.

Bild 4 zu Broken - Keiner kann dich retten
Das erste Opfer hat die Bewährungsprobe nicht überstanden.

Masons und Boyes Werk leidet ein wenig unter dem winzigen Budget. Schließlich kam nur eine DV-Kamera zum Einsatz. Doch dieser Umstand darf den beiden nicht zum Vorwurf gemacht werden, denn aus der Not machen sie eine Tugend und holen aus den kläglichen Produktionsbedingungen das Beste heraus. Wenn der dichte Nebel im Hintergrund von vereinzelten Sonnenstrahlen durchbrochen wird, ist das schon richtig klasse und spricht für eine gute Beleuchtung. Auch der komplett dem PC entsprungene Score kann sich hören lassen und untermalt das Geschehen angemessen. Nicht zu verachten sind auch die Leistungen der beiden No-Names Nadia Brand und Eric Colvin, die ihre darstellerischen Aufgaben erstaunlich gut meistern. Mit Bedacht auf die technisch limitierten Mittel, stechen eigentlich nur die Leistungen der deutschen Synchronsprecher negativ hervor. Wer der englischen Sprache mächtig ist, sollte stets auf den Originalton zurückgreifen. Das gilt für „Broken“ besonders.

Bild 5 zu Broken - Keiner kann dich retten
Wird die Flucht diesmal gelingen?

So lässt sich abschließend festhalten, dass „Broken“ nicht frei an Mängeln ist, aber deutliches Potenzial aller Beteiligten durchblitzen lässt. Filmfreunden die gerne mal in Low-Budget-Gefilden wildern, einen starken Magen vorzuweisen haben und über die kleinen Macken getrost hinweg sehen können, ist „Broken“ uneingeschränkt zu empfehlen. Speziell Fans der Terrorwelle mit Filmen wie „Saw“ oder „Hostel“ sollten einen Blick wagen. Dieser kleine Reißer wird zweifellos seinen Weg machen und mit dem nächsten Werk können die beiden talentierten Regisseure, mit einem höheren Budget, vielleicht sogar in hochkarätigere Terrains vor dringen.

Fazit:


Fieser Terrorschocker, der zwar dramaturgische wie technische Mängel aufweist, aber mit Abgebrühtheit und roher Gewalt für kurzweilige Horrorunterhaltung hart an der Schmerzgrenze sorgt.
 

Bewertung[?]::

Userbewertung:

Autor:

Kevin

Eingetragen am:

23.03.2007

Aufgerufen:

43951 Mal

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