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 | Boogeyman - Der schwarze Mann |  | | |
Boogeyman, 2005 | |
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| deutscher Start: | 2005 | | Herstellungsland: | Deutschland/Neuseeland/USA | | Regie: | Stephen T. Kay ("Wasted") |
| Drehbuch: |
Eric Kripke |
| Darsteller: | Barry Watson, Emily Deschanel, Skye McCole Bartusiak u.a. | | Verleih: | UIP | | Genre: | Drama/Horror/Mystery/Thriller | | Länge: | 89 Minuten | | FSK:
| ab 16 Jahren |
| Website: | Link aufrufen | | Günstig DVD, Video, Buch oder Soundtrack zu "Boogeyman - Der schwarze Mann" | 
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Inhalt:
Tim (Barry Watson) wurde als Kind Nacht für Nacht von furchtbaren Ereignissen in seinem Schlafzimmer traumatisiert. Jähre später - Tim leidet immer noch unter schrecklichen Angstzuständen - erhält er von seiner Therapeutin die Anweisung, an den Ort des Geschehens zurückzukehren und sich seinen Ängsten zu stellen, die ihrer Meinung nach nur Einbildungen sind. Doch Tim weiß was geschah... |
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| Kritik:
Im Zuge der derzeitigen Horror-Mania durfte in meinem Repertoire der aktuellsten Gruselstreifen natürlich auch „Boogeyman - Der schwarze Mann“ nicht fehlen und trotz anders lautender Meinungen war ich positiv überrascht. Regisseur Stephen T. Kay bisherige Karriere ist nicht gerade mit Lorbeeren gesegnet worden, doch diesmal tat er den Schlag in die richtige Richtung. Das angsteinflößende Genre scheint genau sein Fall zu sein. Der Anlass dieser anerkennenden Aussage liegt in der überraschend wirkungsvollen Umsetzung des zugrunde liegenden Drehbuchs von Eric Kripke, der bisher noch nicht über zwei Kurzfilme und eine TV-Serie hinausgekommen ist. Dem Skript mangelt es nämlich an erfrischend neuen Ideen, dafür aber nicht an etlichen Kopien aus Klassikern wie Poltergeist und Konsorten. Am ähnlichsten ist er dem Film „Der Fluch von Darkness Falls“, der es ihm, was das „inspirieren“ betrifft, gleich tat, „Boogeyman“ aber im Vergleich wesentlich besser abschneidet. Allein der Spannung wegen, welche überzeugend auf den Zuschauer übertragen wird.
Den Boogeyman trifft man in der Regel nur einmal.
Was die Geschichte angesichts fehlenden Anspruchs nicht schafft, rettet die fantastische Kameraführung und der beängstigende Soundtrack. In enger Zusammenarbeit mit Kameramann Bobby Bukowski („Arlington Road“) nutzt Kay weitwinkelige Szenen. In Horrorfilmen ein hervorragendes Mittel, weil neben den unbedarften Zusehern auch abgebrühte Kenner in Alarmbereitschaft gehalten werden. Es besteht nämlich immer soviel Raum im Bild, dass jederzeit mit Aktionen zu rechnen ist, doch nicht immer welche folgen. Eine Berg- und Talfahrt des Schreckens bei der jegliche Vorbereitung für die Katz ist und man nur über sich selbst grinst, wenn der kalte Schauer über den Rücken läuft. Um visuelle Abwechslung bieten zu können, macht Kay, neben den festen Kameras, auch von der bewährten Handkamera in brenzligen Situationen gebrauch. Sie filtern wirklich noch die letzte Ruhe heraus und im Verbund mit dem Soundtrack garantiert dies eine schaurig schöne Atmosphäre. Insgesamt ein Konzept, das bis zum Finale unterhält.
Tim (Barry Watson) fürchtet seit seiner Kindheit die Dunkelheit.
Natürlich sind all diese Nennungen keine neuen Errungenschaften, aber das Rad muss nicht immer neue Funktionen aufweisen, es sollte nur solide gebaut und reibungslos nutzbar sein. Daher habe ich nichts gegen traditionell gut aufgezogene Gruselfilme. Nun würde ich gerne meine Kritik verheißungsvoll beenden, aber auch „Boogeyman“ beherbergt zum Leidwesen aller ärgerliche Fehler. Zum einen die mehr oder weniger erträglichen Schauspieler und zum anderen der fantasielos animierte „Boogeyman“ selbst. Aber eins nach dem anderen. Barry Watson verkörpert die Hauptfigur Tim Jensen und greift dafür auf einen reichhaltigen Erfahrungsschatz als Serienstar in „Eine Himmlische Familie“ zurück. Mit einer Vielzahl von Emotionen unterstreicht er jede schockbehaftete Situation. Ich möchte währenddessen
die Ironie des Satzes extra betonen. Eigentlich kennt Watson nur ein Gesicht, ob das Angst ausstrahlen soll oder Gleichgültigkeit, liegt im Auge des Betrachters. Dasselbe kann man auch von Emily Deschanel (Kate) sagen. Sie versucht zwar krampfhaft seltsam und unantastbar zu wirken, scheitert dabei aber kläglich und agiert stockend. Fällt aber nicht weiter ins Gewicht, denn die düstere Atmosphäre lenkt vom fehlenden Talent ab und Nahaufnahmen sind sowieso rar gesät. Das Zepter haben zumeist ohnehin die Schockszenerien in der Hand.
Der schwarze Mann ist mehr als nur ein Hirngespinst.
Trotz nicht menschlicher Abstammung fehlt auch dem Boogeyman selbst die Fähigkeit den Nervenkitzel zu porträtieren. Eine Mischung aus „Die Mumie“ und Rumkritzelei in 3D-Max soll den Killer etlicher Kinder und Erwachsener repräsentieren. Eine Spur furcht einflößender, gerade bei einer FSK 16, wäre angemessener gewesen bzw. hätte ein alternatives Ende ohne Entblößung des schwarzen Mannes deutlich zur Aufwertung beigetragen. Nicht nur wegen der Dunkelheit heißt er „der schwarzer Mann“, sondern weil jeder Mensch ihm ein anderes Aussehen verleiht, wonach er aber mit Sicherheit kein billiger CGI-Effekt ist. |
| | Fazit: „Boogeyman - Der schwarze Mann“ ist meiner Meinung nach ein unterschätzter Film. Für sein zugehöriges Genre ist er zwar keine Referenz, dennoch ein unterhaltsamer und „Freundin in die Arme“ treibender Streifen dem man ruhig mal Beachtung schenken kann. Gutmütige 3,5 Filmklappen von mir, weil er seinem Daseinsrecht nachkommt und den Zuschauer mal ganz ohne Blut erschaudern lässt. |
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