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BloodRayne

 

BloodRayne, 2005

 
Poster zu 'BloodRayne' kaufen
deutscher Start:0000
Herstellungsland:USA
Regie:Uwe Boll ("House of the Dead")
Drehbuch: Guinevere Turner
Darsteller:Kristanna Loken, Michelle Rodriguez, Matthew Davis u.a.
Verleih:

unbekannt
Genre:

Action/Fantasie/Horror
Länge:95 Minuten
FSK: nicht bekannt
Website:

Link nicht vorhanden

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Inhalt:


18. Jahrhundert: Rayne (Kristanna Loken) - halb Vampir, halb Mensch - wird in einem Wanderzirkus gefangen gehalten und als Hauptattraktion zur Schau gestellt. Aus Notwehr erschlägt sie eines Nachts einen ihrer Peiniger und kommt zum ersten Mal in Berührung mit Menschenblut. Nachdem sie vom Blut gekostet hat, erwacht ihr düsteres Wesen (Bloodrayne); von Sinnen flüchtet sie und schlachtet in einem Amoklauf alles nieder.

Bild 1 zu BloodRayne
Kagan (Ben Kingsley)

Rayne, geplagt durch hässliche Kindheitserinnerungen, begibt sich auf einen Rachefeldzug gegen ihren Vater Kagan, König der Vampire (Ben Kingsley), um den Tod ihrer Mutter zu rächen, welche Kagan vergewaltigt und ermordet hat. Auf ihrer schwierigen Reise trifft sie auf das Vampirjägertrio Sebastian, Vladimir und Katarin (Matthew Davis, Michael Madsen und Michelle Rodriguez), die zunächst auch Rayne für einen gefährlichen Vampir halten...

Kritik:


Keinen anderen (lebenden) Regisseur betrachtet die Filmgemeinde derzeit so einstimmig als weltweit Schlechtesten. Als Erbe von Ed Wood (Edward Davis Wood Jr.) wird er bezeichnet, der jedoch spätestens seit dem wunderbaren Biopic von Tim Burton berühmter als zu Lebzeiten wurde. Anstelle seiner einstigen „Berüchtigkeit“ findet sich mittlerweile eine wohlwollende Bewunderung, die bis zur Erhebung in den Kultstatus reicht. Ed Wood thront fortan im Trash-Olymp, während sich Uwe Boll noch mit den verheerenden Kritiken der Sterblichen herumschlagen muss. Ungeachtet möglicher Antipathie für den klobigen Underdog mit dem unverkennbaren, amüsanten Deutschakzent - besonders die Amerikaner offenbaren ihre Feindseeligkeit hemmungslos -, bleibt die eigentliche Frage meist unbeantwortet, nämlich ob er denn wirklich dermaßen miese Filme macht, wo er doch bereits im Big-Budget-Stil mitmischt, nicht unerhebliche Geldsummen einspielt und namhafte Schauspieler für seine Filme engagiert, wogegen Ed Wood lediglich Peanuts produzierte.

Bild 2 zu BloodRayne
Kristanna Loken spielt „BloodRayne“.

In seiner aktuellen, 21-millionenschweren Videospielverfilmung „BloodRayne“ erzählt Uwe Boll die Vorgeschichte der Halb-Mensch-Halb-Vampir-Rächerin (sog. "Dhampir") aus dem gleichnamigen Videospiel-Zweiteiler. Das Prequel spielt im 18. Jahrhundert - man verzichtet daher sowohl auf moderne Schusswaffen als auch auf die Nazis -, wo der Rachefeldzug der sexy Vampirbraut ihren Anlauf nahm. Nackte Haut, viel Blut, ein B-Movie-Flair sowie ein simples Gameplay machten die beiden Third-Person-Shooter beliebt; ausreichend Stoff, um ein humorvolles und überdrehtes B-Movie im Stile von „Blade“ anzufertigen - vielleicht mit etwas Oldschool-Grindhouse-Einschlag. Mit Darstellern wie Ben Kingsley, Michael Madsen oder Meat Loaf wäre das Szenario mit durchaus viel versprechenden Charaktermimen ausgestattet, sogar Kristanna Loken könnte man sich gut als eiskalte Blutsaugerin vorstellen. Uwe Boll aber, allen guten Vorzeichen zum Trotz, brilliert geradezu darin zielstrebig daneben zu hauen. Fasziniert und schockiert zugleich wird man erneut Zeuge einer fatalen Inszenierung, die schwer in anständige Worte zu fassen ist.

Bild 3 zu BloodRayne
Uwe Boll mit Ben Kingsley (Kagan)

Die Story scheint so dünn wie das eine Blatt Papier auf dem sie geschrieben steht und weniger spektakulär als ein Nachmittagsspaziergang mit Bolls Schäferhunden. Als ob die langweilige und konfuse Story nicht schon hanebüchen genug wäre, sind die Dialoge an Abgedroschenheit kaum mehr zu überbieten. Auf der handwerklichen Seite sieht es nicht besser aus: Die Kameraperspektiven wurden höchst unästhetisch gewählt, die Sets wirken steril, der Schnitt ist grausig, die Kostüme sowie Requisiten sehen billig aus und der Kampf-Choreografie fehlt jegliche Dynamik. Man könnte eine beliebige Szene aus "BloodRayne" wählen - in jeder würde mindestens etwas nicht stimmen. Im Hintergrund des Geschehens dudelt ständig noch eine gewöhnungsbedürftige Score. Die einzelnen Handlungsstränge sind ungeschickt zusammengefügt und der Erzählrhythmus wird dadurch unterbrochen. Die prophezeiten, extrem blutigen Schlachten sucht man überdies auch vergebens, denn BloodRayne ist nicht nur langweilig und einfallslos, sondern auch noch unentschlossen. Boll kann sich nicht entscheiden, ob er in Richtung Mainstream (Action) oder Subgenre (Splatter) gehen will. Höhepunkt der cineastischen Tortur ist wiederholt (vgl. „Alone in the Dark“) die unerotische Liebesszene, welche ohne Vorwarnung hereinbricht und von einem abrupten Szenenwechsel beendet wird.

Bild 4 zu BloodRayne
Ein Schwertduell im Kerzenschein - die Choreografie ist weniger „illuminiert“.

Ittenbach und Boll bilden wirklich ein katastrophales Team: vom Schlechten ist hier nur das Beste gut genug. Boll, der sich irgendwie gerne in der Rolle eines Kino-Revolutionärs sehen möchte, macht schlicht und einfach alles falsch, was man falsch machen kann. Ihm fehlt jegliches grundlegende Gefühl für das Medium Film, geschweige denn Innovation oder Kreativität, aber anstatt sich wie viele andere, untalentierte Regisseure anzupassen, schlägt er wild um sich. Das Unerträglichste an „BloodRayne“ scheint, dass Uwe Boll alles auch noch todernst nimmt. Während man die versteinerte Mimik eines Ben Kingsley noch zaghaft belächeln kann, verstummt man angesichts der unbeschreiblich schlechten „Schauspielerei“ eines Will Sanderson (Domastir). Sanderson hat bereits bei sechs Boll-Filmen in Nebenrollen mitgewirkt. Sogar neben dem allgemein tiefen Repertoire aller Beteiligten sticht er gewohnt unvorteilhaft hervor.

Bild 5 zu BloodRayne
Will Sanderson (Domastir) schaut immer gleich blöd aus der Wäsche.

Es gibt zur Zeit keinen vergleichbaren Regisseur, der annähernd mit solch einer beispiellosen Präzision voranschreitet und absoluten Schwachsinn fabriziert; dabei - zumindest bis vor kurzem noch - derartig von sich selbst und seinem Schaffen überzeugt ist wie Uwe Boll. Beinahe ernüchternd erscheint die Vorstellung sich in Zukunft nicht mehr an seinen Videospiele-Adaptationen ergötzen zu können, so dass man insgeheim hofft, diese kursierenden Nachrichten bezüglich Anzeichen einer Resignation würden sich als unwahr erweisen und er sei nach wie vor unbeirrbar, unerschütterlich und voller Elan am Werke. Auf die Frage, ob Uwe Boll tatsächlich nicht imstande ist gute Filme zu machen, gibt es derzeit eine korrekte Antwort: JA.

Fazit:


„BloodRayne“ gliedert sich nahtlos in die Filmografie ihres Schöpfers ein - Uwe Bolls Inszenierung könnte man als "Vorzeige-Fauxpas" des modernen Kinos bezeichnen.
 

Bewertung[?]::

Userbewertung:

Autor:

Mr. Blonde

Eingetragen am:

16.04.2006

Aufgerufen:

24204 Mal

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