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Black Christmas

 

Black Christmas, 2006

 
Poster zu 'Black Christmas' kaufen
deutscher Start:2006
Herstellungsland:USA
Regie:Glen Morgan ("Final Destination 3")
Drehbuch: Glen Morgan, Roy Moore
Darsteller:Katie Cassidy, Michelle Trachtenberg, Mary Elizabeth Winstead u.a.
Verleih:

Concorde Filmverleih
Genre:

Horror/Thriller
Länge:85 Minuten
FSK: ab 18 Jahren
Website:

Link nicht vorhanden

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Inhalt:


Der kleine Billy führte ein grausames Leben: Von seiner Mutter misshandelt und jahrelang auf dem Speicher weggesperrt, wuchs er wie ein Tier auf. Als seine inzestuös gezeugte kleine Schwester zur Welt kommt und sich als Mamas Liebling herauskristallisiert platzt die Bombe und Billy beginnt an einem Weihnachtstag mit seinem grausamen Rachefeldzug. Anschließend wurde er in eine psychiatrische Anstalt eingewiesen und ward seitdem nie wieder gesehen. So erzählt es zumindest die Legende, die über das Haus erzählt wird, in das die Mitglieder einer studentischen Mädchenverbindung mit ihrer Betreuerin Einzug halten.

Bild 1 zu Black Christmas
Billys gelbliche Haut weißt auf eine seltene Krankheit hin.

So wirklich glauben können und wollen u.a. Kelli (Katie Cassidy) Melissa (Michelle Trachtenberg), Lauren (Crystal Lowe), Heather (Mary Elizabeth Winstead), Dana (Lacey Chabert) und Megan (Jessica Harmon) diese Geschichte nicht und freuen sich stattdessen auf ein gemütliches und harmonisches Weihnachtsfest. Plötzlich ist eines der Mädchen spurlos verschwunden und mysteriöser Telefonterror beginnt. Als die erste Leiche gefunden wird, drängt sich den Mädels ein schrecklicher Gedanke auf: Ist Billy (Robert Mann) zurückgekehrt, um sein blutiges Werk fortzuführen?

Kritik:


Wenn „Last Christmas“ im Radio rauf und runter gedudelt wird und man sich selbst dabei ertappt, wie man durch die 3. Kanäle zappt um auch ja nicht den Klassiker „Ist das Leben nicht schön?“ zu verpassen, dann steht Weihnachten vor der Tür. Die letzten Einkäufe sind erledigt, die liebe Omi biegt bei ihrem Plätzchenback-Marathon in die Zielgerade ein und die Kleinsten freuen sich, in nervöser Erwartung auf ihre unfassbar teuren Geschenke, Löcher in den Bauch. Vom allgegenwärtigen Kitsch eingelullt, schafft man es doch jedes Jahr irgendwie, diesen Overkill an Liebe und Harmonie schadlos zu überstehen. Um von dieser Weihnachtsdröhnung wieder runter zu kommen, braucht es aber doch ein ordentliches Massaker. Damit dieses nicht selbst angestellt werden muss, beschert uns „Willard“-Regisseur Glen Morgan ein Remake vom 1974er Gruselthriller-Klassiker „Black Christmas“, in Deutschland unter dem umständlichen Titel „Jessy- die Treppe in den Tod“ erschienen. Die Wenigsten wissen, dass eigentlich jener Film der Beginn einer langen Reihe von Slasherfilmen darstellt. Zwar prägte Carpenters „Halloween“ die Kinowelt weitaus mehr, doch auch er zeigte sich sichtlich von Bob Clarks „Black Christmas“ inspiriert. So ist es natürlich aller höchste Zeit die Welt mit einem Neuaufguss zu konfrontieren und da 2006 ohnehin schon das Jahr der unüberschaubaren Remakes ist, passt das ganz gut. Doch die Erwartungshaltung ist hoch: Das Original trumpfte mit einer perfekten Inszenierung, wenig Blut aber viel Atmosphäre, einer gelungenen Charakterzeichnung und sogar dem ein oder anderen komödiantischen Moment. Diesen Ansprüchen kann das Remake nicht gerecht werden, was den Film aber nicht davon abhält zu unterhalten.

Bild 2 zu Black Christmas
Die sexy Girls sind in Angst und Schrecken.

Abgesehen vom Handlungsrahmen und einigen unverkennbaren Referenzen hat Morgans Remake nur noch sehr wenig mit dem Original zu tun. Aus dem subtilen Gruselthriller ist eine brutale Schlachtplatte geworden. Rigoros werden die süßen Schönheiten als Schlachtvieh auf den Servierteller gelegt, erhalten lediglich eine Art Pseudo-Backround, der vornehmlich durch 1-2 beiläufige Dialogsätze zum Ausdruck gebracht wird. Das hat allerdings auch seine Vorteile. Da sich die Mädels nur sehr schwer in übliche Muster pressen lassen, kann der Zuschauer sich nie sicher sein welche als nächste über den Jordan springen muss und dass hier nach Genreregeln gemeuchelt wird. Der Handlungsverlauf von „Black Christmas“ ist für einen Slasher dieser Marke überraschend komplex. Zu den Damen gesellen sich einige Persönlichkeiten, die an Zwiespältigkeit nicht mehr zu überbieten sind. Diese werden genutzt, um das Publikum immer wieder geschickt auf den falschen Dampfer zu locken, stets darauf bedacht das Original und speziell dessen Schlusstwist zu toppen. Leider ist dieser dann nicht halb so originell, wie uns die Macher das zunächst weiß machen wollen, kommt zudem 15 Minuten zu früh, was den Rest des Films arg in die Länge gezogen wirken lässt, der dann auch viel zu abrupt endet.

Bild 3 zu Black Christmas
Tüte mit Köpfchen.

Spannungstechnisch kommt „Black Christmas“ nie über ein gutes Mittelmaß hinaus. Die Charakterzeichnung ist schlicht viel zu belanglos, als dass Mitfiebern angesagt wäre. Einige der Darstellerin hat man in letzter Zeit häufiger gesehen und gemocht (z.B. Michelle Trachtenberg im famosen „Mysterious skin“); vielleicht könnte das ein Grund sein, einen Hauch Nervenkitzel aufzubringen. Erschwerend kommt hinzu, dass sich die erste Hälfte, bis endlich mal eine Leiche gefunden wird, sehr holprig erzählt. Hier werden nur einige kleine Schockmomente geboten, die nicht besonders wirkungsvoll sind, was übrigens für die Meisten des Films gilt. Zwischendurch gibt es viel Leerlauf und einige ausgedehnte Rückblenden, die Billys Vorgeschichte erzählen, seine Taten psychologisch erden und seine Tötungsvorlieben klar machen sollen. Durch diese Sequenzen muss die Geschichte noch mehr Drive einbüßen, obwohl sie inszenatorisch zu den Besten gehören. Der Rest sowie die darstellerischen Leistungen sind solide und genregerecht, zumal mehr als Kreischen ohnehin nicht drin ist. Zum Glück gibt Glen Morgan in der zweiten Hälfte ordentlich Gas und bietet eine rasante Blutorgie, die ohne nennenswerte Mängel auskommt.

Bild 4 zu Black Christmas
Augen auf beim Eierkauf!

Trotz aller Macken im Handlungsverlauf entbehrt sich „Black Christmas“ nicht einem ganz speziellen Charme. Am stärksten ist der Streifen, wenn er gewisse, satirische Untertöne erkennen lässt, z.B. wenn die Mädels hemmungslos über Weihnachten und in diesem Zusammenhang über ihre Kolleginnen lästern, der skurrile Weihnachtsscore morbide Momente untermalt oder eben weniger subtil, wenn diverse Weihnachtsutensilien, aber auch abgetrennte Körperteile auf ulkige Weise zweckentfremdet werden. Ohnehin splattert es in „Black Christmas“ bis der Glühwein brodelt. Hier werden Augen bei lebendigem Leibe herausgerissen, Köpfe abgetrennt, Blut spritzt ohne Ende und auch die legendäre Plastiktüten-Szene wird mehrfach zelebriert. In dieser Hinsicht ist „Black Christmas“ ein echter Partykracher. Besonders die Rückblenden haben einen gewissen Fun-Splatter-Gehalt vorzuweisen. Ob sich das mit den Ambitionen der Macher deckt, ist allerdings eine ganz andere Frage.

Bild 5 zu Black Christmas
Keine guten Aussichten für Dana.

Letztendlich sollte man „Black Christmas“ das sein lassen, was er nun mal ist: nämlich ein nicht besonders ambitionierter, aber grundsolider Slasher. Besser als die letzten traurigen Ergüsse des Genres („Ich werde immer wissen, was du letzten Sommer getan hast“) ist das allemal und mit seinem fast trashigen Blutgehalt wertet der Streifen jede öde Weihnachtsfeier auf. Dass hier das ein oder andere Loch in der Logik oder im gesunden Menschenverstand überwunden werden muss, muss gar nicht mehr gesagt werden. Jedoch sind diese Unzulänglichkeiten immer im Dienste des hohen Unterhaltungswerts. Im Grunde verhält es sich mit „Black Christmas“ ähnlich, wenn auch nicht ganz so raffiniert, wie mit „House of Wax“: strunzdoof aber tierisch unterhaltsam.

Fazit:


Etwas holprig erzählter, anspruchsloser, aber erfrischend kaltschnäuziger Slasher, der mit einigen originellen Details und bitterbösem, unterschwelligem Humor punkten kann.
 

Bewertung[?]::

Userbewertung:

Autor:

Kevin

Eingetragen am:

02.01.2007

Aufgerufen:

15464 Mal

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