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Beim Ersten Mal

 

Knocked Up, 2006

 
Poster zu 'Beim Ersten Mal' kaufen
deutscher Start:2007
Herstellungsland:USA
Regie:Judd Apatow ("Jungfrau (40), männlich, sucht....")
Drehbuch: Judd Apatow
Darsteller:Seth Rogan, Katherine Heigl, Leslie Mann u.a.
Verleih:

Universal
Genre:

Drama/Komödie/Romanze
Länge:129 Minuten
FSK: ab 12 Jahren
Website:

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Inhalt:


Alison Scott (Katherine Heigl) ist offenbar auf dem besten Weg ganz nach oben. Gerade hat die tüchtige und schöne Mitarbeiterin eines Fernsehsenders eine ordentliche Beförderung abgesahnt und darf bald auch vor die Kamera treten, um Promis zu interviewen. Das muss gefeiert werden! So macht sich Alison zusammen mit Schwester Debbie (Leslie Mann) auf in den Club, um mal so richtig die Sau raus zu lassen. Dort lernt sie den etwas schrägen Ben Stone (Seth Rogan) kennen mit dem sie sich prompt anfreundet und nach übermäßigem Alkoholgenuss in der Kiste landet, wobei, aufgrund eines Missverständnisses, noch nicht mal ein Kondom benutzt wird. Man ahnt es schon – Alison wird schwanger und sieht ihre Karriere und ihr restliches Leben vor dem geistigen Auge den Bach hinunter gehen.

Bild 1 zu Beim ersten Mal
Ein ungleiches Paar: Alison und Ben.

Sie kontaktiert Ben, den sie nach der Nacht nicht mehr gesehen hat und auch eigentlich nicht mehr sehen wollte, um ihm die „frohe“ Botschaft mitzuteilen. Der ist im Grunde arbeitslos, hängt tagtäglich mit seinen freakigen Freunden Jonah (Jonah Hill), Jason (Jason Segel), Jay (Jay Baruchel) und Martin (Martin Starr) in einer versifften Bude ab, kifft und säuft und arbeitet an einer Website, die festhält welcher weibliche Star, in welchem Film, zu welcher Filmminute nackt zu sehen ist – ein weiteres Ärgernis für Alison. Dennoch beschließen die beiden das Kind zu behalten und es miteinander zu versuchen. Unterstützung erhalten sie dabei von Schwester Debbie und deren Mann Pete (Paul Rudd), die allerdings selbst in Eheproblemen stecken.

Kritik:


Kaum ein Drehbuchautor ist im Komödiefach zurzeit so sehr gefragt wie Judd Apatow. Begonnen hat er seine Karriere als Comedian, war danach einige male vor der Kamera in Filmen wie „Der Anchorman“ zu sehen, bevor er schließlich auf den Regiestuhl und in die Autorenrolle wechselte. Der Durchbruch gelang ihm schließlich, nach einigen Dreharbeiten für Fernsehserien, mit der spritzigen Komödie „Jungfrau (40), männlich, sucht“, die ihm international Anerkennung verschaffte und nebenbei Steve Carrell zum Star machte. Dennoch hat er gar keine Lust auf große Hollywood-Produktionen, begnügt sich lieber mit kleinen Film, die er meist zusammen mit Freunden erarbeitet und auch als Darsteller in seinen Werken bevorzugt er Familienmitglieder, Freunde oder Bekannte. So ist anzunehmen, dass an so einem Apatow-Set immer eine ausgelassene und idyllische Stimmung herrscht. In seinem neusten Film „Beim ersten Mal“ ist diese Atmosphäre deutlich zu spüren. Mit der simplen Beziehungsgeschichte ist ihm ein kleiner Geniestreich gelungen. „Beim ersten Mal“ ist wohl die Feel-Good-Komödie des Jahres.

Bild 2 zu Beim ersten Mal
Trotz Differenzen kommen sich Alison und Ben näher.

Besonders zu Gute kam „Jungfrau (40), männlich, sucht...“ und nun auch „Beim ersten Mal“, dass Apatow ein erstaunliches Talent beim Schreiben hat, dass viele Komödienautoren sehr vermissen lassen. Zum einen ist sein Hang zum Gross-Out-Humor stets allgegenwärtig; in „Beim ersten Mal“ geht eigentlich keine Szene vorbei in der nicht unter die Gürtellinie geschossen wird. Im Gegensatz zu vielen anderen Produktionen ist diese Art der Gags aber nicht albern oder gar eklig, weil die Situationen immer unglaublich echt und ganz und gar nicht überzogen wirken. Die Figuren sind teils skurril, aber durch die Bank höchst sympathisch und realistisch gezeichnet, perfekt eingeführt und aufgebaut und noch dazu mit wundervollen, spritzigen Dialogzeilen ausgestattet, die ein Gagfeuerwerk garantieren. Wenn die Protagonisten hier also derbe Sex- und Fäkal-Jokes abfeuern, passt das einfach zu ihnen und dem Moment. So räumt Apatow mit einem fantastischen Gespür für Timing einen erfrischenden und herzlichen Lacher nach dem nächsten ab – die Trefferquote in „Beim ersten Mal“ diesbezüglich ist wirklich erstaunlich hoch. Es gibt kaum einen Witz, der gar nicht zündet.

Bild 3 zu Beim ersten Mal
Alison, Debbie und ihr Schwangerschaftstest-Marathon.

Dramaturgisch lebt „Beim ersten Mal“ in erster Linie von dem Zusammenprall zwischen den beiden grundverschiedenen Welten von Alison und Ben, ohne jemals über das Ziel hinaus zu schießen. Daraus ergeben sich einige peinliche, aber realistische Situationen, die die Charaktere wunderbar greifbar machen und breite Identifikationsflächen bilden. Durch die omnipräsente Authentizität kommt man auch gar nicht erst auf den Gedanken, „Beim ersten Mal“ mit handelsüblichem Hollywood-RomCom-Einheitsbrei zu vergleichen, obwohl einige Mechanismen durchaus ähnlich sind. Viel mehr rückt Apatows Film in die Nähe von kultigen Indie-Komödien wie „Garden State“ oder „Little Miss Sunshine“, weil eine sehr ähnliche Feel-Good-Stimmung verbreitet wird, Apatow aber auch nicht verpasst ein paar ernste Untertöne in seinem Film zu verarbeiten, wenn wichtige Lebensweisheiten in Sachen Beziehung thematisiert werden. Eine weitere Parallele zwischen „Beim ersten Mal“ und den gefeierten Indie-Komödien der letzten Jahre ist ein erfrischender Einfallsreichtum, nicht nur die Gags betreffend. So nutzt Apatow z.B. die Möglichkeit, durch die schräge Website der Loser-Clique, die Filmgeschichte rauf und runter zu zitieren und hat einige überraschende Cameo-Auftritte von namenhaften Stars auf Lager, von James Franco über Steve Carrell bis Jessica Alba. Manchmal steht auch einfach irgendein Star im Hintergrund herum oder huscht schnell durchs Bild. Es macht Spaß danach Ausschau zu halten.

Bild 4 zu Beim ersten Mal
In der Krise: Debbie und Pete.

Die wahren Stars von „Beim ersten Mal“ sind aber natürlich die Hauptdarsteller, allen voran Seth Rogan als Ben. Apatow hat ihm die Rolle auf den Leib geschneidert, so ist es nicht verwunderlich, dass er seine Figur perfekt ausfüllt. Durch sein Auftreten als tapsiger Kuschelbär mit Hang zum Vulgären ist er auf seine tollpatschige Art witzig und charmant zu gleich. „Grey´s Anatomy“-Star Katherine Heigl ist das optimale Gegenstück, sympathisch, zielorientiert und lebensfroh, aber genau so wenig frei von Fehlern wie Ben. Man fragt sich zunächst wie der schräge Freak und die schöne Geschäftsfrau glaubwürdig zusammen finden sollen, doch dieses Problem löst Apatow tadellos. Die Chemie zwischen Rogan und Heigl stimmt und die Kennenlern-Szene ist komplett glaubhaft. Neben der Haupthandlung wird behutsam ein Subplot um Debbie und Pete, ideal besetzt mit Paul Rudd und Apatows Frau Leslie Mann, aufgebaut. Sie sind das Gegenstück zu der frischen Beziehung, könnten im Prinzip auch Ben und Alison in 5 Jahren sein. Damit schließt Apatow einen Beziehungszyklus der reichlich Platz für Ratschläge und Erkenntnisse rund um das Thema Liebe lässt. Wunderbar natürlich auch die Chaosclique mit Jonah Hill, Jay Baruchel, Jason Segel und Martin Starr, die für einen Großteil der Lacher verantwortlich zeichnen und mit Iris und Maude hat Apatow sogar seine kleinen Töchter als wichtige Elemente eingebaut, die immer wieder für putzige Gags gut sind.

Bild 5 zu Beim ersten Mal
Die Loser-Clique in Aktion.

Selbst die, für das Komödienfach, gewaltige Laufzeit von 129 Minuten wird Apatow nicht zum Problem. Ganz im Gegenteil, „Beim ersten Mal“ vergeht wie im Flug und keine Szene wirkt überflüssig. Da ist es kein Wunder, dass Apatows kleines Meisterwerk in den USA bereits der Überraschungshit des Jahres geworden ist und von Presse wie Publikum gleichermaßen gefeiert wird. Wer nichts dagegen hat 2 Stunden auf lustigstem, herzigstem und einfach höchstem Niveau unterhalten zu werden, kann hier wirklich nichts falsch machen. In Sachen Komödie ist „Beim ersten Mal“ dieses Jahr mit Sicherheit nicht mehr zu überbieten.

Fazit:


Judd Apatow liefert mit seinem zweiten Film „Beim ersten Mal“ eine sensationelle Mischung aus urkomischem Gross-Out-Humor und ganz viel Herz, mit charmanten, glaubhaften Charakteren, originellen Ideen und sogar wichtigen Botschaften fürs Leben. Die Feel-Good-Komödie des Jahres!
 

Bewertung[?]::

Userbewertung:

Autor:

Kevin

Eingetragen am:

28.08.2007

Aufgerufen:

13332 Mal

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