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Aviator

 

The Aviator, 2004

 
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deutscher Start:2004
Herstellungsland:Japan/USA
Regie:Martin Scorsese ("The Blues")
Drehbuch: John Logan
Darsteller:Leonardo DiCaprio, Cate Blanchett, Kate Beckinsale u.a.
Verleih:

Buena Vista
Genre:

Abenteuer/Drama/Romanze
Länge:170 Minuten
FSK: ab 12 Jahren
Website:

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Inhalt:


"The Aviator" ist eine biographische Annäherung an Howard Hughes (Leonardo DiCaprio) Leben (1905-1976) - dessen Erfolge und Rückschläge. Der Texaner Howard Hughes, Alleinerbe eines Multimillionendollar-Erdölbohrkopf-Imperiums, erreichte Vieles, und hatte stets mit seiner Psyche - vor allem der harten Konkurrenz zu kämpfen. Mit zweiundzwanzig Jahren wurde er Inhaber der "Hughes Tool Co.", und fortan machte sich Hughes auf, die Filmindustrie und den Himmel zu erobern. Der eigentliche Film beginnt nach einem kurzen Prolog; dieser zeigt wie seine Mutter ihn badet und vor Erkrankungen ermahnt, während Hughes das Wort "Quarantäne" buchstabiert - worin sich später wohl seine Neurose begründet.

Der weitere Text enthält Fakten, welche das Filmvergnügen möglicherweise beeinträchtigen. Wer also bevorzugt gänzlich ohne Hintergrundwissen über Hughes in den Film einsteigen möchte, der liest gleich bei der Kritik weiter!

Bild 1 zu Aviator
"Ich bin der König der Welt" - Howard Hughes (Leonardo DiCaprio).

Ohne ausreichende filmische Vorkenntnisse produziert er das Kriegsepos "Hells Angels", der mit seinem dazumal 3.8 Mio. Dollar Produktionskosten der teuerste Hollywoodfilm war. Hughes machte sich einen Namen als Produzent und Frauenschwarm. Heutzutage sind sie Klassiker der Filmgeschichte ("Scarface", "The Outlaw" oder "The Front Page").

Bild 2 zu Aviator
Hughes stets in prominenter, weiblicher Begleitung (Gwen Stefani).

Doch seine größte Leidenschaft galt wohl der Aviatik. Als Flugzeugkonstrukteur erreichte er Weltruhm: Er brach Charles Lindhbergs Geschwindigkeitsrekord, baute und flog das größte Flugboot der Welt, die "Spoose Goose" (Herkules), gründete 1932 die Fluglinie TWA usw. . Howard Hughes gilt als Visionär und großer Frauenheld, aber auch einige Schattenseiten zieren seinen Lebenslauf. So soll Hughes geistige Zwangsneurosen gehabt haben, wie beispielsweise Paranoia sowie panische Angst vor Keimen und Bakterien. Er soll gar zu Pädophilie geneigt haben oder heroinsüchtig gewesen sein. Einige dieser Dinge werden im Film ebenfalls thematisiert; so erhält der krankhafte Sauberkeitswahn einen hohen Stellenwert, aber auch seine Neigung zu jungen Frauen wird stellenweise angedeutet.

Bild 3 zu Aviator
Hughes fortgeschrittene Psychose gipfelt in Isolierung und Selbstgesprächen.

Doch alles in allem lässt man die Weste des Howard Hughes sauber und unbefleckt, sodass der Kinobesucher mehr dem Mitleid verfällt, während sich der Geisteszustand von Hughes verschlechtert. Der Film endet dort, wo die meisten Biographien anfangen sich abzumühen. Howard Hughes verbrachte nämlich die zweite Hälfte seines Lebens abgeschottet von der Außenwelt in einem Penthouse in Las Vegas, und keiner weiß so recht, was der mysteriöse Einsiedler dort trieb...

Kritik:


Howard Hughes ist einer der amerikanischen Mythen schlechthin und ein Pionier der Luftfahrt. Sein Leben ist faszinierend und untastbar zugleich, denn vieles was sein Wesen betrifft, beruht auf Spekulationen. Solche rätselhaften Menschen interessieren uns natürlich brennend und Howard Hughes ist zweifelsohne eine der eindrücklichsten Menschen des zwanzigsten Jahrhunderts. Leonardo DiCaprios lang gehegter Wunsch war es diesen Film zu drehen und natürlich selbst Howard Hughes darin zu verkörpern. Eine beachtliche Crew hat er für dieses Vorhaben aufgeboten. Angefangen beim Regisseur Martin Scorsese, über Michael Mann als Produzent und natürlich einem Schauspieler Ensemble, welches den Glanzzeiten Hollywoods gerecht wird. In Nebenrollen brillieren Cate Blanchett, Kate Beckinsale, John C. Reilly, Alec Baldwin, Sir Ian Holm und selbst die kleinsten Nebenrollen wurden hochkarätig besetzt: Jude Law, Willem Dafoe, Alan Alda, Adam Scott, Kelli Garner, Brent Spiner, Stanley DeSantis und einige mehr haben ihren Auftritt.

Bild 4 zu Aviator
Howard Hughes, ein Mann mit Vision und dem nötigen Kleingeld.

Regisseur Scorsese, der bereits in "Gangs of New York" mit DiCaprio zusammenarbeitete, ist es wohl zu verdanken, dass die fast dreistündige Geschichte um Howard Hughes einem angemessenen Monument gleicht. Währende den gesamten "drei" Stunden kommt nur selten in wenigen Szenen das Gefühl der Überdehnung auf, und dies obschon der Stoff nicht gerade actionlasstig ist. Scorsese versteht sein Handwerk und verfilmt das Drehbuch - das übrigens von John Logan ("Gladiator") stammt - durchgehend mit einer Balance zwischen Unterhaltung und Ernsthaftigkeit.

Bild 5 zu Aviator
Hughes & Hepburn, Errol Flynn (Jude Law) und Johnny Meyer (Adam Scott).

Dazu trägt die überzeugende Darbietung DiCaprios bei, der die Rolle des exzentrischen Neurotikers Howard Hughes jederzeit stilvoll und glaubwürdig spielt. In den Nebenrollen sticht Cate Blanchett heraus, die Katharine Hepburn mehr als gerecht wird; ihre Mimik und Gestik prägt die erste Hälfte des Filmes merklich. Nicht außer Acht lassen darf man das Auftreten von John C. Reilly (Noah Dietrich) als genervter Buchhalter, Sir Ian Holm (Professor Fitz) als Meteorologe sowie Alec Baldwin (Juan Trippe), der den hinterlistigen Konkurrenten und Vorsitzenden der "Pan Am" verkörpert.

Bild 6 zu Aviator
Juan Trippe (Alec Baldwin), Chef von "Pan Am", ist der Erzfeind Hughes.

Die Visualisierung ist das Prunkstück des Filmes. Scorsese hat sich nicht lumpen lassen und inszeniert hier wohl seine endgültige Anwertung auf den Oscartitel "Beste Regie". An der Kameraarbeit und den Schnitten lässt sich kaum was bemängeln; besonders aufreizendes Detail ist die kleine Hommage an die Entstehung des Farbfilms - man achte auf die variierenden Farbtöne während des Films. Digital und CGI- Effekten machen es möglich - eigentlich ungewohnt für einen Scorsese Film, aber in den Luftsequenzen unverzichtbar.

Bild 7 zu Aviator
„The Aviator“ - even the Sky has his limits!

Opulente Kulissen und aufwendige Garderoben gepaart mit grandiosen Effekten lassen die Leinwand erbeben und dazu swingt der Soundtrack von Howard Shore, der mit seinem Mix aus Jazz und klassischer Score immer passend die Atmosphäre unterstreicht. Der Film vermittelt vortrefflich die Stimmung dieser Zeit und erinnert an so machen Hollywoodklassiker. "The Aviator" hat aber auch einige kleine Mängel, so ist diese Art der Charakterporträtierung mittlerweile ungemein ausgereizt - vor allem weil die Geschichte nicht fiktiv ist, lässt sie dabei einem Scorsese merklich zuwenig Spielraum. Der Charakter von Hughes entwickelt sich nie wirklich in eine Richtung, sondern er zerbröckelt langsam während er hin und her fällt - vom Extrem ins Normale und wieder zurück. Gut, dass Scorsese Regie führt, sonst wäre "The Aviator" wohl ein unverdaubarer Brocken geworden.

Fazit:


Howard Hughes ist einer der faszinierendsten Personen des zwanzigsten Jahrhunderts mit einem schwer durchschaubaren Charakter. Mit eindrücklichen Bilderfluten und kolossaler Aufmachung verpasst uns Scorsese einen Einblick in zwanzig Jahre Amerika (1927-47) anhand der turbulenten Geschichte Howard Hughes - wo Aviatik, Politik und Hollywood aufeinander prallten.
 

Bewertung[?]::

Userbewertung:

Autor:

Mr. Blonde

Eingetragen am:

29.01.2005

Aufgerufen:

16065 Mal

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