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American Dreamz - Alles nur Show

 

American Dreamz, 2006

 
Poster zu 'American Dreamz - Alles nur Show' kaufen
deutscher Start:2006
Herstellungsland:USA
Regie:Paul Weitz ("About a Boy")
Drehbuch: Paul Weitz
Darsteller:Hugh Grant, Dennis Quaid, Mandy Moore u.a.
Verleih:

UIP
Genre:

Komödie/Musik
Länge:107 Minuten
FSK: ab 6 Jahren
Website:

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Inhalt:


Regisseur Paul Weitz hat sich bislang weniger einen Namen durch bissige Satiren, als durch oberflächliche aber humorgeladene Slapstickfeuerwerke wie „American Pie“ gemacht. Nun geht er einen Schritt weiter. Sein neuster Film zieht so ziemlich alles durch den Kakao, was in Amerika hoch und heilig ist. Alle Handlungsstränge verlaufen zu einem zentralen Element: Die Castingshow „American Dreamz“, die erfolgreichste Show im US-Fernsehen, die mit Formaten wie „Deutschland sucht den Superstar“ zu vergleichen ist.

Bild 1 zu American Dreamz - Alles nur Show
Ja, ja. Lieber den Hund veralbern statt das Land zu regieren...

Der eiskalte Martin Tweed (Hugh Grant) ist der Produzent, Moderator und Juror dieser Sendung und gibt seinem Team den Auftrag neue, interessante Persönlichkeiten für die nächste Staffel zu besorgen. Doch die immergleichen Milchgesichter ist er leid. Um dem ganzen einen gewissen Kick zu verleihen, sind besonders ethnische Randgruppen wie Araber oder Juden erwünscht. Talent ist zweitrangig. Das Team wird unter anderem in Form von Sally Kendoo (Mandy Moore) fündig, die seit Kindheitstagen von ihrer karrieregeilen Mutter (Judy Greer) dazu getrimmt wurde, ein Star zu werden.

Bild 2 zu American Dreamz - Alles nur Show
...und dann auch noch im Bettchen Zeitung lesen.

Rein zufällig werden die TV-Menschen auch auf Omer (Sam Golzari) aufmerksam, ein musicalverliebter Araber, der seit kurzem bei seiner nach Amerika immigrierten Familie zu Besuch ist und sich im amerikanischen Lebensstil sichtlich wohl fühlt. Dumm nur das Omer eigentlich als Selbstmordattentäter von einer Terrorgruppe ausgewählt wurde. Mit dem Einzug in die Show scheint sein Schicksal nun besiegelt, erst recht als bekannt wird, dass der Präsident höchstpersönlich (Dennis Quaid) als Gastjuror im Finale der Sendung erscheinen soll, um somit den Respekt der Zuschauer wieder zu gewinnen, da er nun für einige Wochen wie vom Erdboden verschluckt war und sich stets am Rande des Nervenzusammenbruchs bewegt. Omers Auftrag also: Das Finale von „American Dreamz“ erreichen und sich zusammen mit dem Präsidenten in die Luft jagen. Na das kann ja heiter werden.

Kritik:


„Viele Köche verderben den Brei“ heißt es doch so schön. Im Falle von „American Dreamz“ können hier weniger die menschlichen Beteiligten, als die Unmengen von Facetten und Handlungssträngen, mit denen der Streifen aufwartet, gemeint sein. Nicht nur das Weitz der Scheinheiligkeit von Castingshows auf den Zahn fühlt, was ja an sich schon reichlich Stoff für eine nette Satire bieten würde. Nein, das ist ihm nicht genug. Zusätzlich fühlt er sich dazu verpflichtet die Inkompetenz des Präsidenten und den Nahost-Konflikt auf die Schippe zu nehmen und dann auch noch ganz nebenbei Seitenhiebe in Richtung Patriotismus und Kanada zu verteilen. Ganz nach dem Motto: „Das sind eure American Dreams? Na dann, Gute Nacht.“ Ist das ganze überladen? Überraschender Weise überhaupt nicht. Dieser Brei ist nicht verdorben. Ganz im Gegenteil. „American Dreamz“ ist äußerst schmackhaft geraten und hat noch dazu jede Menge Biss.

Bild 3 zu American Dreamz - Alles nur Show
Die Kandidaten zittern.

Veräppelungsopfer Nr. 1 soll also die Castingshow sein. In Szene gesetzt wird dieses Unterfangen in Form von Mandy Moore als Sally, die trotz zeitweiliger Barby-Attitüde eindeutig ein Sympathieträger des Films ist. Von ihrer Mutter zum Star getrimmt, wird ihr auch noch ein durchtriebener Manager zur Seite gestellt, nachdem klar ist, dass Sally in „American Dreamz“ auftritt. Dieser bringt ihr alle Tricks und Kniffe bei und kann es dann natürlich nicht lassen ihr ein neues Image auf den Leib zu schneidern. So wird aus der netten Mittelklasse-Sally, die gerade ihren Freund, den Soldaten William Williams (Chris Klein) verlassen hat, ein Whitetrash-Luder mit dem Kriegsveteranen William Williams als Freund, damit das ganze auch mehr real und rührselig wirkt. So ist das eben im Showbizz. Ebenfalls ein knochenharter Fausthieb in die Richtung dieses Fernsehformats ist Hugh Grant als Martin „Tweedy“ Tweed. Der Showmaster wählt seine Kandidaten nicht nach Talent, sondern nach Zuschauerpräsenz. Noch dazu gibt er sich selbst eiskalt und berechnend, ist aber von Selbstzweifeln geplagt und fragt sich ob ihn überhaupt jemand mag. Dieter Bohlen- Sprüche wie „Ich kann gar nicht so viel essen, wie ich kotzen möchte“ sind inklusive. Eine Paraderolle für Hugh Grant, dessen Fans sich aber auf ein heftiges Ende vorbereiten müssen.

Bild 4 zu American Dreamz - Alles nur Show
Tweedy ist von Sally begeistert.

Als nächster wäre da Dennis Quaid als Präsident, der von Zeitungen besessen ist, keine Lust auf Arbeit in der Öffentlichkeit hat und auf ein ganzes Land regieren schon gar nicht. Von Politik hat er keine Ahnung. Seine Reden bekommt er immer von seinen Assistenten u.a. Willem Dafoe ins Ohr gesprochen. Ob das Herr Bush genauso macht? Eines der ganz großen Highlights ist es, wenn während der Show, die Verbindung zu seinen Angestellten abbricht und Mr. Präsident genau das sagt, was er nicht hätte sagen sollen: „Ich glaube die Konflikte im nahen Osten werden nie, nie, niemals gelöst werden.“ Womit wir auch schon beim nächsten Thema wären: dem arabischen Raum. Die in Amerika lebende Araberfamilie ist so amerikanisch wie sie nur sein kann. Nicht nur das sich Omer Hals über Kopf in den american way of life verliebt, es gibt auch noch einen tuntigen Cousin, eine shopende Cousine und zu guter letzt eine handvoll Terroristen, die es sich im Whirlpool gemütlich machen, sich mit Sonnencreme einölen und Grapefruit-Sorbet genießen. Wenn das nicht bissig ist, weiß ich es auch nicht!

Bild 5 zu American Dreamz - Alles nur Show
Die strenge Jury: Der Präsident und Tweedy.

Der beeindruckende Schauspielreigen erfüllt seine Aufgabe, bis zum chaotisch-furiosen Finale, ausnahmslos gut. Neben den bereits genannten Topstars ist auch Marcia Gay Harden als First Lady im Cast zu entdecken. Trotz der scheinbar unendlichen Menge an Handlungssträngen und Figuren, verliert der Zuschauer nie den roten Faden, was auch den Schauspielern zu verdanken ist, denn jeder Plotteil ist mit einem oder gleich mehreren bekannten Gesichtern bestückt. Die Charaktere sind natürlich gewollt klischeehaft, wie es sich für eine Gesellschaftssatire gehört. Außerdem hat ja nie jemand behauptet das Klischee gleich unwahr bedeutet. Es wäre nur schön gewesen, wenn es Weitz dann auch dabei belassen hätte. Doch in diesem Fall will er mehr, als es gut für den Film ist und startet teils klägliche Versuche seinen Figuren mehrere Facetten zu verleihen. Manchmal funktioniert das ganz gut, manchmal geht der gute Wille sang- und klanglos im Plotwirrwarr unter.

Bild 6 zu American Dreamz - Alles nur Show
Ist sie nicht süß?: Mandy Moore als Sally.

Wer jetzt eine Slapstickbombe im Stil von „American Pie“ erwartet, ist bei „American Dreamz“ an der falschen Adresse. Der Humor ist im vorliegenden Fall wesentlich tiefsinniger und intelligenter und beim ein oder anderen Gag ist schon eine gewisse Vorkenntnis von Nöten, um herzhaft lachen zu können. „American Dreamz“ ist eine dieser Komödien, die, die Welt braucht, auch wenn noch mehr aus der Idee rauszuholen wäre. Mit Realitätsbezug, Mut und dem nötigen Biss um der Gesellschaft den Spiegel vorzuhalten und wachzurütteln, ist er definitiv ausgestattet. So ist das in den Medien, in der Unterhaltungsbranche und in der Politik. Wer also das nötige Wissen in den drei genannten Bereichen und noch dazu etwas Ahnung von Amerika hat, ist dazu gezwungen sich das riskante Werk von Paul Weitz anzuschauen. Er wird nicht enttäuscht sein.

Fazit:


Eine herrlich bissige Gesellschaftssatire, die mit einer ganzen Armee an Topstars und feinfühligem Humor ausgestattet ist.
 

Bewertung[?]::

Userbewertung:

Autor:

Kevin

Eingetragen am:

27.08.2006

Aufgerufen:

9811 Mal

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