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Alone in the Dark

 

Alone in the Dark, 2005

 
Poster zu 'Alone in the Dark' kaufen
deutscher Start:2005
Herstellungsland:Deutschland/Japan/USA
Regie:Uwe Boll ("House of the Dead")
Drehbuch: Elan Mastai, Michael Roesch, Peter Scheerer
Darsteller:Christian Slater, Tara Reid, Stephen Dorff, Ed Anders u.a.
Verleih:

Concorde Film
Genre:

Action/Horror/Thriller
Länge:99 Minuten
FSK: ab 16 Jahren
Website:

Link nicht vorhanden

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Inhalt:


Edward Carnby (Christian Slater) ist Privatdetektiv für übernatürliche Phänomene. Als er ein Artefakt findet und dieses seiner Freundin Aline Cedrac (Tara Reid), einer Anthropologin, zur Analyse bringen möchte, wird er von einem unbekannten Angreifer gehetzt. Zufälligerweise arbeitet Aline für den Professoren Lionel Hudgens (Mathew Walker), der gerade eine Ausstellung über eine geheimnisvolle Kultur plant, die vor über 10‘000 Jahren eine fortschrittliche Zivilisation hatte und urplötzlich vom Erdboden verschwanden: Die Abkani. Der Grund für ihr plötzliches Verschwinden ist unklar, jedoch wird vermutet, dass die Abkani das Tor zur Finsternis gefunden hatten.

Bild 1 zu Alone in the Dark
Edward Carnby kann sich wehren, selbst übernatürliche Gegner macht er platt.

Prof. Lionel Hudgens, der sich gerade auf der Suche nach den Artefakten der Abkani befindet, birgt auf See einen goldenen Sarkophag, welchen die meuternde Schiffscrew trotz Warnungen öffnet. Daraufhin überschlagen sich die Geschehnisse: Ein Freund von Edward Carnby, den er aus dem Waisenhaus kennt, verschwindet spurlos, daneben achtzehn weitere Personen. Zudem werden Carnby und Aline im Museum von einer Bestie attackiert, und zu allem Übel taucht auch noch die Behörde „Büro713“ für Bekämpfung des Paranormalen auf, darunter Commander Burke (Stephen Dorff), der mit Edward auf Kriegsfuss steht. Das Licht und der Durchblick werden zur Mangelware...

Kritik:


Uwe Boll ist ein außergewöhnliches Phänomen, das in letzter Zeit für viel Zündstoff sorgte. Besonders unter eingefleischten Videospielern mit Faible für Filme ist sein Name bereits ein Reizwort, obschon er bisher lediglich ein Videospiel im Kino vergewaltigte: „The House of the Dead“. Der Grund, weshalb dieser Mann jedoch oft gleich angeprangert wird, liegt aber etwas abseits. Dr. Uwe Boll - der seinen Doktortitel in Literatur trägt!?! - bezeichnete sein Machwerk mehrfach als Kunstwerk und verteidigte es in Wortgefechten mit uneinsichtigen Kritikern bis aufs Blut. Doch auch Bolls Filme aus vergangenen Tagen können keinesfalls als Aushängeschilder seines Regiekönnens angeführt werden - im Gegenteil, seine Bilanz ist eher vernichtend. Irgendjemand muss diesem Herrn klarmachen, dass Low-Budgetfilmchen auf Super 8 und Video einer geringeren Qualitätsanforderung unterliegen als Kinofilme, die ca. 30 Millionen Dollar Produktionskosten haben. Erschreckend all dem gegenüber sein Erfolg und die resultierende Konsequenz: Uwe Bolls Firma, die Boll KG, kauft unaufhaltsam Videospiellizenzen und zwar im Eiltempo. Bereits in der Mache oder geplant sind: Bloodrayne, Hunter: The Reckoning, Far Cry, Dungeon Siege und Fear Effect. Eines war daher für viele Skeptiker so sicher wie das Amen in der Kirche, nämlich, dass Uwe Boll die Erwartungen gnadenlos erfüllen würde und womöglich sogar übertrifft, und wahrhaftig ist "Alone in the Dark" unsäglich mies geworden. Für diejenigen, die noch keinen Film dieser ominösen Gestalt aus deutschem Hause kennen sollten - die seien grundsätzlich froh -, denen sei nun ein kleiner Einblick in dessen Schaffen anhand von "Alone in the Dark" gewährt.

Bild 2 zu Alone in the Dark
M. Roesch (Drehbuch), C. Slater, Uwe Boll (Regie) und P. Scheerer (Drehbuch).

Zuerst einmal braucht ein Horrorthriller ein solides Drehbuch. Im Falle von "Alone in the Dark" könnte man dieses natürlich an der gleichnamigen Survival-Horror-Adventure Videospielserie von Atari anlehnen, wie es beispielsweise in den Videospieladaptionen "Resident Evil" und dessen Sequel "Resident Evil: Apocalypse" zumindest storytechnisch der Fall war - schade, aber es gibt kein Reverenzbeispiel. Dieses einfache und logische Prinzip allerdings scheint Uwe Boll und seinen „Partners in Crime“, Michael Roesch und Peter Scheerer, gänzlich unbekannt zu sein. "Alone in the Dark" hat weder mit dem Verlauf der Handlung noch mit der Atmosphäre des Videospiels irgendeinen Zusammenhang - abgesehen vom Namen der Hauptfigur. Stattdessen würfelt Uwe Boll alles zusammen, was klischeehaft im Aktion- und Horrorgenre bereits zu Genüge zum Einsatz kam. Riesige schwarz/transparente Monster; parasitäre Tausendfüssler, welche Menschen zu willenlosen Wirten machen; mit "Licht" bestückte Munition gegen die Schattenwesen; ein schiessfreudiger Held, dessen düstere Vergangenheit des Rätsels Lösung birgt; eine geheimnisumwobene alte Kultur; Experimente an Waisenkindern; eine holde blonde Wissenschaftsassistentin (Tara Reid); ein unsympathischer Ex-Kollege (Stephen Dorff), der grundsätzlich auf dergleichen Seite wie Edward kämpft, aber diesen abgrundtief hasst - zumindest am Anfang -, eine staatliche Behörde gegen Paranormaleaktivitäten namens "Büro 713" samt Spezialeinheit, die viel ballert und selten trifft und last but not least ein größenwahnsinniger Wissenschaftler. Das war nur ein kleiner Umriss des Schreckens.

Bild 3 zu Alone in the Dark
Klassisch: Mit der Magnum gegen die Monsterbrut.

Der Film beginnt mit einer ca. fünfminütigen Texteinblendung (inkl. bedrohlicher Sprachbegleitung) in bester Starwars-Manier, wo einem die Hintergrundgeschichte der unglaublich dümmlichen Story angenähert wird. Danach richtet ebenfalls noch der Hauptcharakter in Gedanken einige Sätze an den Zuschauer. Es folgt eine rasante Taxifahrt, die im obligaten Zweikampf mit einem übermenschlichen Gegner gipfelt. Uwe Boll lässt wirklich nichts aus, was man nicht irgendwo schon einmal besser gesehen hätte. Den unausweichlichen Tiefpunkt erreicht der Film bei den Dialogen. Mit Präzision wurden sämtliche abgedroschenen Horrorfilmphrasen den Protagonisten auf die Zunge geschwungen, sodass der Zuschauer mit etwas Genrevorkenntnissen gleich Lippensynchron mitsprechen könnte. Das Highlight des Films bietet wohl eine urplötzliche "Liebesszene", welche abrupt endet und eine der unromantischsten Liebesszenen der Filmgeschichte darstellt. Ebenfalls eine Tortur für die Augen ist der Schnitt.

Bild 4 zu Alone in the Dark
I wear glasses ‘cause i‘m a smarttie - Aline (Tara Reid).

Das traurigste Schicksal ereilt die Schauspieler, die mit diesem Film gebrandmarkt sind. Christian Slater scheint es vergönnt zu sein, an seine früheren Erfolge anzuknüpfen. Hoffentlich bringt „A License to Steal“ seiner Karriere wieder etwas Aufschwung. In „Alone in the Dark“ gibt sich Slater zwar alle Mühe, scheitert aber wie alle Akteure unweigerlich am unsinnigen Plot und den fahlen Figuren, die sich durch ihre Texte ständig der Lächerlichkeit preisgeben. Der uninspirierte Soundtrack dürfte vermutlich der privaten CD-Sammlung von Uwe Boll entsprungen sein. Grusel- oder Gänsehautstimmung sucht man in „Alone in the Dark“ vergebens, dafür darf zugeschaut werden, wie Lichter flackern und mit Maschinengewehren blindlings in die Dunkelheit gefeuert wird, während hin und wieder ein CGI-Monster zappelnd verendet und sich in „Rauch“ auflöst.

Bild 5 zu Alone in the Dark
Ballern bis der Arzt kommt - in diesem Film hat jeder mindestens eine Knarre.

Nun gut, ich hege als Videospielfan mittlerweile auch einen gewissen Groll gegen Uwe Boll und die Art, wie er mit Videospiellizenzen umspringt. „House of the Dead“ bringt zugegebenermaßen wenig brauchbare Storyelemente mit sich, dennoch hat Uwe Boll einen grausamen Streifen inszeniert. Mit „Alone in the Dark“ schießt er aber den Vogel endgültig ab. Man kann nur hoffen, dass die Videospielindustrie zur Vernunft kommt und ihm keine weiteren Lizenzen mehr in die Hand drückt. Sonst würde es mich nicht wundern, wenn bald einmal Orlando Bloom in grünem Dress und Zipfelmütze samt angeklebten Spitzohren, Schwert, Bogen und Bumerang als Link durch Hyrule schlendert, um Prinzessin Zelda (Diane Kruger) aus den Fängen von Ganondorf (Jürgen Prochnow) zu retten.

Fazit:


Uwe Bolls neuste Videospieladaption ist ein Desaster sondergleichen und nur cineastischen Masochisten ans Herz zu legen.
 

Bewertung[?]::

Userbewertung:

Autor:

Mr. Blonde

Eingetragen am:

03.03.2005

Aufgerufen:

41393 Mal

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Weitere Kritik:

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